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So funktioniert der neue Schnatterdienst

Google Buzz: Profi-Tipps für Einsteiger

Das neueste Tool aus dem Hause Google hat einmal mehr für Aufruhr in der Netzgemeinde gesorgt. Buzz, Googles Vorstoß ins Land der Social Networks, ist schon jetzt im Visier der Verbraucherschützer. Aber was ist dieses "Buzz" eigentlich? Was macht es anders? Wie mache ich es sicherer? Und wie schalte ich es ab? MEEDIA verrät alles, was Sie zum neuen Social-Media-Tool wissen müssen - auch, wie Sie den Dienst einfach wieder abschalten können.

Was ist Google Buzz?
"Buzz" bedeutet im Englischen "Summen" oder aber "Um dich herum". Google Buzz ist eine Ergänzung des schon vorhandenen Tool-Portfolios von Google und erweitert Google Mail um Features, die Sie vermutlich schon von Facebook und Twitter kennen. Im Gegensatz zu Twitter gibt es bei "Google Buzz" allerdings keine Begrenzung auf 140 Zeichen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihren Status-Updates Bilder und Videos hinzuzufügen. Aber wo wird gebuzzt? Ganz einfach: Sie brauchen einen Google-Account. Nach dem Einloggen wird "Google Mail" um einen weiteren Menüpunkt ergänzt. Genau wie bei Facebook erscheinen dort Nachrichten von Freunden, deren Streams man abonniert hat, sowie Kommentare zu diesen Nachrichten. Der Dienst ist alles in allem sehr "offenherzig": Wer einen Account bei Buzz einrichtet, kann ihn mit seinem Gmail-Konto, RSS-Feeds, Twitter, Picasa oder einem Blog verbinden.

Wie finde ich Kontakte?

Google will nicht, dass Sie beim ersten "Buzzen" vor einer völlig leeren Seite sitzen. Deswegen hat der Suchmaschinenriese eine so genannte "Auto-Follow"-Funktion integriert. Dadurch erhalten Sie direkt zu Beginn Statusmeldungen von Personen, mit denen Sie zuvor bereits in Mail-Kontakt standen. Weitere Kontakte finden Sie über den Button "Find People" direkt unter dem Feld für Statusmeldungen.

Was macht Buzz anders?

Ein interessantes Feature, das Buzz von den direkten Konkurrenten unterscheidet, sind "Empfohlene Status-Updates". Das sind Status-Updates von Personen, die Sie nicht in Ihrer Freundesliste haben. Deren Mitteilungen tauchen trotzdem in Ihrem Newsfeed auf, wenn Sie potentiell für Sie interessant sein könnten. Das ist beispielsweise der Fall, wenn viele Ihrer Freunde einen Beitrag dieser Person kommentiert haben. Ist der Eintrag für Sie nicht interessant, können Sie ihn problemlos rausfiltern. Der Filter lernt bei jedem Mal dazu.

Wie behalte ich den Überblick?
Man merkt bei Google Buzz schnell, wie effizient Google Data Mining betreibt. Denn damit Sie als User in der Masse der Statusmeldungen nicht den Überblick verlieren, sortiert Buzz irrelevante Updates von Freunden aus. Das sind beispielsweise Updates, die lediglich drei Worte lang sind. Ob dieses Feature sinnvoll ist, bleibt fraglich. Diese aussortierten Updates werden aber nicht komplett ausgeblendet, sondern stattdessen ganz an das Ende des persönlichen Streams verschoben.

Wie sicher ist Google Buzz?

Schon kurz nach dem Start zog der Kurznachrichtendienst Kritik auf sich. So konnten User auf Profilseiten die Kontakte anderer Buzz-User einsehen, wenn ein Haken in den Einstellungen nicht entfernt wurde. Außerdem war es nicht möglich, andere User zu blockieren, wenn sie noch gar kein Profil angelegt hatten. Ebenfalls fragwürdig sind Googles Pläne, Buzz mit personalisierten Anzeigen zu versehen. US-Bürgerrechtler haben bereits eine Beschwerde eingereicht. Außerdem erklärte das Zentrum für elektronischen Datenschutz EPIC, das Google Buzz gegen das amerikanische Verbraucherschutzrecht verstoße. Ihre Forderung: Die Kartellbehörde muss Google daran hindern, Gmail-User direkt bei Buzz zu registrieren.

Wie halte ich mir Stalker vom Leib?

Google hat schnell nachgebessert. Nach dem erneuten Update des Dienstes, fragt Google vor dem ersten Posting, wer Ihre Statusmeldungen einsehen darf. Unerwünschte "Follower" können Sie also vorab blockieren.

Wie kann ich Buzz sicherer machen?
Wenn Sie schon auf mehreren Social Networks vertreten sind oder einfach keine Lust auf Google Buzz haben, können Sie den Dienst auch einfach abschalten. Ziemlich leicht zu übersehen am unteren Ende Ihres Gmail-Posteingangs ist der Button "Buzz deaktivieren" versteckt. Wenn Sie buzzen wollen, aber nicht direkt gefunden werden wollen, können Sie das auf Ihrem Profil ändern.  Entfernen Sie dort das Häkchen bei "Meinen vollen Namen anzeigen, damit ich über die Suche gefunden werden kann. Auch erforderlich für Google Buzz und Google Latitude" und setzen Sie eines bei "Die Liste der Personen anzeigen, bei denen ich mitlese und die bei mir mitlesen". So legen Sie fest, ob Sie gefunden werden, ob Mitleser angezeigt werden sollen oder nicht.

Achten sie außerdem darauf, welche anderen Google-Tools Sie mit Buzz verknüpfen. Ansonsten laufen alle öffentlichen Freigaben bei "Google Reader" und ihre öffentlichen Foto-Alben von Picasa bei Buzz mit ein. Zudem müssen Sie längst nicht alles allen mitteilen: Ihre Statusmeldungen können Sie auch als "privat" deklarieren und nur einer vorher definierten Gruppe zur Verfügung stellen. Diese lässt sich über den Register "Kontakte" im linken Bildschirmbereich festlegen. Um die Gruppe auszuwählen, klicken Sie unter dem Feld für Ihre Statusmeldungen auf den Button mit der Weltkugel.

Felix Disselhoff

17.02.2010
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  • 14.02.2010 Google bessert Buzz hastig nach

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