Samsung hat in London das lange erwartete neue Smartphone Galaxy S III vorgestellt. Ein Telefon, von dem Branchenexperten glauben, dass es Apples iPhone vom Smartphone-Thron stoßen könnte. Während Apples neues iPhone 5 frühestens im Juni angekündigt werden soll, wird das Galaxy S III bereits ab Ende Mai in 145 Ländern zu haben sein. Und die technischen Daten und Features sind in der Tat beeindruckend. MEEDIA fasst für Sie zusammen, was das neue Wunder-Telefon von Samsung alles kann.
Bildschirm und Kameras:
Das Samsung Galaxy SIII hat ein so genanntes HD Super AMOLED Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 und einem 4,8 Zoll Bildschirm. Zum Vergleich: das Retina Display des aktuellen iPhone ist 3,5 Zoll groß und hat eine Auflösung von “nur” 960 x 640. Das Galaxy S III verfügt über eine 8 Megapixel Kamera hinten und eine 1,9 Megapixelkamera auf der Vorderseite für Videochats. Die Haupt-Kamera ist in der Lage quasi gleichzeitig 20 Fotos aufzunehmen, von dem man dann das beste behalten kann. Die Funktion nennt sich “Best Photo”.
Innere Werte:
Das Samsung Galaxy S III wird von einem superschnellen 1.4GHz Samsung Exynos 4 Quad Prozessor mit vier Kernen angetrieben. Darauf läuft die allerneuste Version 4.0 von Googles Mobil-Betriebssystem Android, Codename: Ice Cream Sandwich. Das Telefon verfügt über Speicher zwischen 16 und 64 GB. Mit Micro SD Karte kann der Arbeitsspeicher auf maximal 128 GB erweitert werden. Das Samsung Galaxy S III unterstützt den neuen Mobilfunkstandard LTE, vorerst aber nur in den USA. Durch die neue Technik verspricht Samsung einen Energieverbrauch, der 20 Prozent unter dem bisherigen liegt.
Neue Funktionen:
Mit “Smart Stay” erkennt das Telefon, was sein Benutzer gerade so macht und passt sich dem an. Liest man beispielsweise ein E-Book, bleibt der Bildschirm die ganze Zeit über hell und geht nicht in Stromspar-Modus. Schaut man nicht auf den Bildschirm oder schließt längere Zeit die Augen, wird der Stromsparmodus aktiviert. Ermöglicht wir dies durch permanente Gesichts-Erkennung mit der Front-Kamera. “Direct Call” ermöglicht es, dass das Telefon einen SMS- oder Mailkontakt direkt anruft, sobald man den Hörer ans Ohr hält. Das Samsung Galaxy S III lässt sich wie das iPhone 4S mit Sprache steuern. Die Entsprechung zu Apples digitaler Assistentin Siri heißt hier etwas prosaischer “S Voice”. “Buddy Photo Share” erkennt via Gesichtsscan Fotos von Freunden und bietet an, diese direkt an sie zu verschicken. “AllShare Cast” verbindet das Galaxy S III mit dem Fernseher, Tablet oder PC und kann Daten zwischen den Geräten hin und her schieben oder auch Inhalte vom Telefon auf dem TV-Gerät abspielen.
Das Samsung Galaxy S III wird ab Ende Mai in 145 Ländern in blau oder weiß erhältlich sein. Der Preis ist noch unbekannt.
Letzte Kommentare
04.05.12 18:26
Rulf Neigenfind
"iPhone-Killer", "Apples Smartphone-Alptraum" (Focus) -- wie weit darf man die Dummheit treiben, bevor man in Deutschland den Presseausweis abgeben muss?
04.05.12 14:58
Juli Werner
Ach ja: Artikel deren Überschriften die Begriffe oder Formulierungen enthalten wie "iPhone-Killer", "das Anti-iPhone" oder "Attacke auf das iPhone" ziehen natürlich immer eine höhere Aufmerksamkeit auf sich.
Letztlich sehe ich den Vergleich aber pragmatischer: Wie Herr Röös schon ausführte, wird ein zufriedener Anwender von Mac- und anderen Apple-Geräten klar zum iPhone tendieren / greifen - Technikunterschiede hin oder her. Denn Apple hat es genial geschafft, ein eigenes Universum, das alle Geräte miteinander verbindet, zu erschaffen und zu pflegen.
Hinzu kommt die die einzigartige, emotionale Strahlkraft der Marke Apple, die sogar schon bei Jugendlichen wirkt - ähnlich wie "Porsche" im Sportwagenbereich ;-). Und im Gegensatz zu Herrn Röös glaube ich, dass die fast schon magnetische Markenwirkung von Apple noch lange andauern wird, falls sich das Unternehmen nicht selbst ein Bein stellt. Kaum eine andere Marke hat einen so hohen Kultfaktor - Respekt!
Ich selbst bevorzuge übrigens die Samsung-Phones, vor allem weil ich die iTunes-Bevormundung nicht mag und weil die Preiselastizität größer ist. ;-)
PS: Das Galaxy S3 kann man für 599 Euro bei Amazon bereits vorbestellen!
04.05.12 13:31
Christian Röös
@Michael Viller
...ach ja, Statussymbol. Zuerst waren es diese gurkenförmigen Nokias, dann Motorolas StarTac, und irgendwann musste jeder ein Blackberry haben. Jetzt eben das iPhone (auch unser Müllkutscher telefoniert zwischen zwei Tonnen ganz stolz damit herum). Das Dienst-Blackberry finden plötzlich alle Manager peinlich, verstecken es und tatschen lieber auf dem privaten iPhone rum. Aber wer weiß, was in ein paar Jahren hip ist?
04.05.12 13:12
Michael Viller Web-Site
Allein die Features werden es nicht schaffen, das iPhone vom Thron zu stoßen, denn ein iPhone bleibt halt ein iPhone und das ist anders als das Galaxy ein Statussymbol.
04.05.12 12:55
Christian Röös
Ihr werdet es nie kapieren. Weder kann ein Samsung ein "iPhone-Killer"sein, noch kann ein iPhone ein "HTC-Killer" oder was auch immer sein. Der Kunde entscheidet sich nicht für ein bestimmtes Modell, sondern für ein Öko-System. Wer also eh schon die Bude mit Mac voll hat und das gut abgestimmte Hardware-Software-System mit zügigen Updates schätzt, wird nicht zu Samsung wechseln, weil da jetzt ein Quadcore drin ist. Wer das offene, flexible Android-System mit seinen genialen Widgets gewohnt ist, wird auch nicht zu einem iPhone wechseln, wenn da eine 5 hinten dran steht.