Von wegen Web 2.0-Romantik: Bei den großen US-Technologiefirmen wird mittlerweile mit genauso harten Bandagen gekämpft wie in allen anderen extrem kompetitiven Wirtschaftszweigen. Den neuesten Beleg dafür, dass sich die Player nichts schenken, ist ein kleiner YouTube-Clip. Er zeigt, dass Facebook Einladungslinks zu Google+ aus den Nachrichten-Stream filtert. Zudem scheinen einzelne Nutzer immer wieder Probleme damit zu haben, im Facebook-Chat den Begriff "Google+" ohne anschließende Fehlermeldung zu schreiben.
Das Vorgehen von Facebook lässt sich rechtlich offenbar nicht beanstanden und auch moralisch lässt sich nachvollziehen, dass das größte Netzwerk der Welt nicht gerade begeistert ist, wenn auf der eigenen Plattform die Konkurrenz neue Mitglieder rekrutiert.
Das Filtern der Einladungen wird höchst diskret gemacht. So kann der Facebooker die Google+-Einladungen in seinem eigenen Stream zwar sehen. Seine Freunde jedoch nicht. Heißt: Kaum einem Nutzer fällt auf, dass seine Einladungen für seine Kontakte nicht sichtbar sind.
Der Filter scheint aber nicht immer zu funktionieren. Denn in den Kommentaren einiger Blogs http://stadt-bremerhaven.de/facebook-unterschlaegt-google-invites meldeten sich allerdings bereits Nutzer, die die Einladungen teilen konnten. Es berichtete jedoch auch jemand, dass ihm der Facebook-Chat immer eine Fehlermeldung anzeigen würde, sobald er einen Text mit dem Begriff "Google+" absetzen will.
Der erfolgreiche Start von Googles neuem Social Network hat Facebook augenscheinlich nervös gemacht. So reagierte der Marktführer beispielsweise kurz nach dem Launch von Google+ gleich auf dessen neuen Video-Chat mit einer großen Kooperation mit der Microsoft-Tochter Skype.
Letzte Kommentare
17.08.11 13:32
Albert Absmeier Web-Site
Hier ging ja mal offensichtlich das Bemühen um Schnelligkeit auf Kosten der Qualität. Man sollte sich in diesem Medium nicht dazu verleiten lassen, die Fehler der Blogger zu kopieren. Gründlich recherchieren, beide Seiten zu Wort kommen lassen, einwandfrei Beweise.
Gonzo-Literatur findet sich genügend im Web.
17.08.11 12:50
Elrond Memming
Dieser Artikel enthält null,nichts, was man im Spährenräuschen des Web 2.0 noch nicht mitbekommen hätte. Von einem Medienmagazin wie MEEDIA erwarte ich da etwas mehr - z.B. dass man Sprecher der beiden Kontrahenten zu den Vorwürfen befragt oder sich mit dem Zensur-Gedanken kritischer auseinandersetzt. Offensichtliches Halbwissen wie "rechtlich offenbar nicht beanstandet" lässt zudem auf Nachlässigkeit bei der Recherche schließen. Schade!