Offenbar gibt es unterschiedliche Auffassungen über das Treffen zwischen dem Schleswig-Holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert und Facebook. Wie das Blog allfacebook.de berichtet, dementiert das Social Network, eine Insellösung im Streit um den Like-Button gefunden zu haben. Auf Anfrage bei dem US-Unternehmen heißt es: "Our recollection of the meeting is different." Der NDR hatte berichtet, dass Facebook prüfen werde, die Übermittlung der Nutzerdaten an die Konzernzentrale zu stoppen.
Thilo Weichert hatte im Namen des Unabhängigen Datenschutzzentrums für Schleswig-Holstein (ULD) Mitte August Webseitenbetreiber des Bundeslandes dazu aufgefordert, ihre Fanpage bei Facebook zu löschen und Plugins wie den "Gefällt mir"-Button auf ihren Internet-Auftritten zu entfernen.
Als Grund wurde das Ergebnis einer technischen und rechtlichen Analyse genannt, wonach die Angebote gegen das Telemediengesetz, das Bundesdatenschutzgesetz sowie im vorliegenden Fall gegen das Landesdatenschutzgesetz verstoßen und demnach als rechtswidrig einzustufen sind.
Wie die taz schreibt, kritisiert auch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Casper das Social Network für seine im Sommer eingeführte Gesichtserkennung. Er fordert, die Gesichtserkennung an europäische Standards anzugleichen.
Letzte Kommentare
26.10.11 07:55
Oli M Web-Site
was für ein quark, überhaupt eine "insellösung" in betracht zu ziehen. sobald schleswig-holstein erfolg vermeldet, dürften die anderen bundesländer ohnehin mit ähnlich regidem vorgehen nachziehen. hoffe ich zumindest.