Für Fußballclubs wird das Internet immer wichtiger. Kartenverkauf, Fanbindung oder zusätzliche Umsätze mit Web-TV-Angeboten, das Netz spielt eine wichtige Rolle. Aber welcher Fußballclub hat die meisten Fans im Internet? Um das herauszufinden hat MEEDIA mit Hilfe des Google-Research-Tools Ad Planner die Nutzerzahlen aller offiziellen Fußballclub-Websites der ersten drei deutschen Ligen recherchiert. Ergebnis: Bayern München, Borussia Dortmund, der Hamburger SV und Schalke 04 führen die Tabelle an.
Im Fall von Bayern München gibt es aber leider eine Einschränkung. Grund: Die offizielle Website des Clubs wird bei T-Home gehostet - unter der offiziellen URL fcbayern.t-home.de. Damit sind die Bayern der einzige Verein, dessen Traffic nicht mit dem Ad Planner herausgefunden werden kann, denn wie vergleichbare Tools auch wird dort nur ein Wert pro Domain ausgespuckt, sprich: eine Zahl für t-home.de, keine eigene für die Subdomain fcbayern.t-home.de. Dem Vernehmen nach dürften aber mindestens 30-40% der 1,60 Mio. Unique Visitors auf t-home.de wegen der FCB-Website zustande gekommen sein. Damit läge der FC Bayern an der Spitze der Clubs.
Da es aber nunmal keine offizielle Zahl für die Bayern gibt, fallen sie aus der Wertung und Borussia Dortmund führt stattdessen unsere Internet-Bundesliga-Tabelle an. 290.000 Unique Visitors tummelten sich im September auf der BVB-Website. Relativ deutlich dahinter folgen zwei weitere Traditionsclubs: der Hamburger SV und Schalke 04 teilen sich Platz 2 mit je 240.000 Netz-Fans. Werder Bremen belegt Platz 4, Eintracht Frankfurt Rang 5. Der amtierende deutsche Meister, der VfL Wolfsburg, ist im Internet hingegen nicht sehr beliebt: Er findet sich mit gerade mal 51.000 Fans auf dem vorletzten Platz und müsste, ginge es nach dem Internet-Traffic, zusammen mit Mainz und Freiburg absteigen:
Die Tabelle der zweiten Liga wird unterdessen vom 1. FC Kaiserslautern angeführt. Mit 77.000 Unique Visitors würde sich fck.de in der Bundesliga immerhin im Mittelfeld wiederfinden. Knapp dahinter folgen im Zweitliga-Ranking der FC St. Pauli (70.000) und der Karlsruher SC (69.000). Auch Alemannia Aachen, 1860 München und Fortuna Düsseldorf sprangen zumindest noch über die 50.000er-Marke und hatten damit mehr Besucher auf ihren Websites als der deutsche Meister aus Wolfsburg. Auf den drei letzten Plätzen der zweiten Liga finden sich die SpVgg Greuther Fürth, der FSV Frankfurt und RW Ahlen.
Eine sensationelle Zahl lässt sich in der 3. Liga bestaunen: Tabellenführer Dynamo Dresden begrüßte laut den Google-Hochrechnungen im September 100.000 verschiedene Leute auf der Website dynamo-dresden.de. Mehr als jeder Club der zweiten Liga und mehr als acht Bundesligisten. Ginge es nach der Zahl der Fans gehörten die Dresdner also definitiv wieder in die Bundesliga. Auch zwei norddeutsche Drittligisten freuen sich über stolze Zahlen: Der VfL Osnabrück kommt auf 52.000 Unique Visitors, Eintracht Braunschweig auf immerhin 36.000. Auf den beiden letzten Plätzen finden sich der FC Ingolstadt und der 1. FC Heidenheim, nicht gewertet wurden hier die vier zweiten Mannschaften der Bundesligisten, da sie keine eigenen Websites haben.

Letzte Kommentare
02.12.10 01:10
Schmidts Katze
Nicht schlecht, dass die Bild nen Artikel von 2009, September rezitiert! Die haben echt keinen Stoff mehr, den die verzapfen können! Viele Bild-Leser erkennen eh nicht den Unterschied zwischen 2009 und 2010!
01.12.10 16:55
Florian Elbers Web-Site
Sie haben vergessen anzugeben, dass SÄMTLICHE Zahlen geschätzt sind oder wie es im Google Ad Planner heißt: "Sämtliche Traffic-Statistiken basieren auf Schätzwerten." Daraus dann beim FC Bayern noch den Traffic der Subdomain abzuschätzen grenzt schon an Würfeln und lässt den Aussagewert dieses gesamten Artikels gegen Null gehen. Einen drauf setzt nur die "Bild"-Zeitung, die so etwas auch noch unreflektier kopiert...
19.10.09 16:54
Sebastian Schwerdt
wenn die zahlen mit google ad planner erhoben wurden, dann sind die besucher mit einem ad blocker wahrscheinlich nicht mit drin?!
aber da es offensichtlich weniger um die information, als um das werbepotential geht, sind diese besucher eh nicht so wichtig...
16.10.09 22:24
Fritten Meister Web-Site
Sensationelle Auswertung! Ja das Internet wird immer wichtiger, ja liebe Vereine, gebt uns Fans vernünftigen Input und wir surfen gerne auch eure Seiten ;-)
16.10.09 15:59
Maxim Ludwig
Sensationell! Dynamo hat 100.000 unique visits in der 3. Liga. Die Tradition, die Fans und das neue Stadion sind erstligareif. 20 Jahre nach der Wende und dem UEFA-Cup Halbfinale 89 gibt es trotzdem keinen Grund zum Feiern. Der Frust in Dresden ist groß. 7 Mio. Euro Schulden, Jugendspieler, die schon im Teeniealter in den Westen gelockt werden und das Gefühl nie wieder Meister zu werden, lassen uns verzweifeln. Währdend Audi für 100 Mio. Euro Anteile von den Bayern kaufen will, fürchten wir um die Insolvenz. Dynamo stirbt, wenn nicht bald ein finanzielles Wunder geschieht.