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"Zurück zur Leidenschaft": Gastbeitrag von Stephan Weichert

7 Wege zum digitalen Qualitätsjournalismus

"Zeitungen haben eine große Zukunft vor sich – wenn sie sich auf die Zukunft einlassen": Der Medienwissenschaftler Stephan Weichert glaubt, dass sich viele Verlage angesichts der Digitalisierung zu lange auf Kompromisse eingelassen haben, "irgendwo zwischen falsch verstandener Gelassenheit und seelenlosen Retorten-Produktionen". Weichert nennt sieben Wege, wie der Qualitätsjournalismus den digitalen Strukturwandel meistern kann – von Liquid Journalism über Datenjournalismus zu Transmedia Storytelling.

"Im Digital der Ahnungslosen" – das ist der Vorwurf, der dem Journalismus, speziell dem Print-Journalismus, des Öfteren gemacht wird – wie erst kürzlich Anfang Juni bei der so übertitelten Jahrestagung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. "Digitale Ahnungslosigkeit"? Ja, das stimmt vielleicht ein bisschen, wenn man an die eher willkürlichen Investitionen der Verlage im vergangenen Jahrzehnt oder an die immer noch weit verbreitete räumliche Trennung von Print- und Online-Redaktionen denkt.

Aber richtig ist auch, dass wir längst dem Stadium entwachsen sind, in dem das Internet als Feind des Print-Journalismus gesehen wurde. Vielmehr hat die Digitalisierung, das hat eine Expertenbefragung von Leif Kramp und mir im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung ergeben, zu einem grundlegenden Sinneswandel in vielen deutschen Verlagen geführt: Online wird inzwischen als Innovationstreiber Nummer eins gesehen, auch wenn die problematische Finanzierung nach wie vor ein Hemmnis für Investitionen in originäre journalistische Arbeit darstellt.

Allerdings – auch das ist eines der Ergebnisse unserer Studie – liegt der Medienstandort Deutschland in Bezug auf die Innovationsbereitschaft noch deutlich hinter einigen ausländischen Pressemärkten wie den USA oder Großbritannien zurück. Bahnbrechende Neuerungen sind wohl erst dann zu erwarten, wenn sich die Branche auch bei den Erlösmodellen experimentierfreudiger zeigt. Es wird zurzeit in vielen Bereichen noch gekleckert statt geklotzt. Nur wie lange werden sich die Verleger das noch leisten können?

Der Print-Journalismus steckt zwar nicht mehr so tief in der Bredouille wie noch vor zwei oder drei Jahren, soviel steht fest. Aber die Herausforderungen und Potenziale, die sich unter dem Vorzeichen der Digitalisierung fast zwangsläufig ergeben, wurden in den Verlagen bei weitem noch nicht überall erkannt, geschweige denn akzeptiert. Im Gegenteil herrschen immer noch Skepsis und eine gewisse Innovationsträgheit. Aber auf Nummer sicher gehen war gestern, heute geht es um Wagnisse und Experimente – und zwar um jeden Preis!

Frank Schirrmacher, einer der fünf FAZ-Herausgeber, sprach vor einigen Tagen in einem Interview im Rahmen des Reporterforums 2012 von der abnehmenden Wertschätzung gegenüber dem Journalismus und einer drohenden „Entwertung von geistiger Arbeit“, weil Texte einen indirekten Wert hätten, für den niemand aufkommen wolle. Ich halte das für einen stark verfrühten Kulturpessimismus, den ich überhaupt nicht teile, zumal heute mehr gelesen und geschrieben wird als jemals zuvor. Im Gegenteil: Ich glaube wir stehen am Wendepunkt – in eine neue Epoche des Qualitätsjournalismus unter digitalen Vorzeichen, die uns ungeahnte Möglichkeiten verspricht.

1. Liquid Journalism

Erste These: Wir müssen akzeptieren, dass sich die Aggregatsformen des Journalismus wandeln. Auch wenn das Modewort der Liquid Democracy durch die Piratenpartei in Deutschland momentan in aller Munde ist, halte ich seine Übertragung auf den Medienbereich nicht für weniger zulässig: Journalismus, das ist in den digitalen Welten zu beobachten, wird von seiner Konsistenz her flüssiger, das heißt vor allem im Netz geht es zunehmend um neue, spannende Mischformen von "direktem" und "indirektem" Journalismus.

Es gibt einen fließenden Übergang zwischen dem, was ein kluger Medienkopf einmal als journalistische Einbahnstraßenkommunikation gescholten hat und dem, was heute über neue Interaktionsformen mit dem Nutzer möglich ist, also das Prozesshafte im Journalismus. Ich nenne das Liquid Journalism, weil auch hier – ganz ähnlich wie in der Politik –technologische Innovationen eine immer größere Rolle spielen: Soziale Bewertungssysteme und das Abstimmungsverhalten im Netz – also das liken, sharen, tweeten und followen – ermöglicht es Journalisten, ihre Inhalte aufgrund des Nutzer-Feedbacks vollkommen neu zu beurteilen, entsprechend zu reagieren und diese Rückmeldungen gegebenenfalls in ihre Arbeit zu integrieren.

Radikalisiert und sich zunutze gemacht hat sich diesen organischen Journalismus unter anderem die linksliberale Wochenzeitung der Freitag, auf deren Website die Leserschaft nicht nur eifrig kommentiert und miteinander Diskussionen ausfechtet, sondern wo auch regelmäßig eine Auswahl von Beiträgen der Freitag-Community nach redaktioneller Bearbeitung auf der Website erscheinen und bei entsprechender Qualität sogar in der gedruckten Ausgabe veröffentlicht werden. 

Das bedeutet, dass der Journalist nicht mehr ausschließlich derjenige ist, der uns als solitärer Interessensvertreter der Gesellschaft die Welt erklärt, sondern dass er sich immer stärker zum Moderator und Verwalter einer solchen Many-to-many-Kommunikation wandelt. Der Blogger Richard Gutjahr hat das kürzlich sehr gut pointiert – er sagte: "Wir alle befinden uns einem einzigen soziologischen Experiment, in einer Übergangsphase. Womöglich brauchen wir nicht noch mehr Information, sondern Leute, die den Informationsstrom filtern."

Das Filtern kann auch durch die direkte Beteiligung der Community geschehen, zum Beispiel bei der Themenfindung oder in Form von kollaborativen Recherchen – zu neudeutsch Followerpower. Die Leserbeteiligung ist also durchaus vergleichbar mit den aktuell diskutierten Formen einer durchlässigeren Parteiendemokratie, wo sich Entscheidungen als ein ständig sich im Fluss befindlicher Abstimmungsprozess gestalten.

2.     Creative Newsroom

Damit zusammen hängt – zweite These –, dass sich der Journalismus die arbeitsteilige Ausgliederung von Produktions- und Kreativprozessen an nicht-professionelle Akteure stärker zunutze machen muss, um zu reüssieren. Darin äußert sich also nicht nur die Idee vom journalistischen Rückkanal als Stimmungsbarometer. Es geht eher darum, konsequent eine journalistische Praxis zu etablieren, bei der bestimmte Leistungen des journalistischen Systems gezielt und projektbezogen an die Nutzer delegiert werden.

Den Nutzen, den Verlage bisweilen aus diesem Konzept des Crowdsourcing ziehen, dürfte recht unterschiedlich sein – was kein Wunder ist, denn auch die Motivation der Leser ist sehr unterschiedlich. Nach aktuellem Stand der Innovationsforschung werden idealtypisch vier Gruppierungen unterschieden: die Gruppe der passiven Konsumenten (Passive Consumer), die Informationen lediglich konsumieren, sich aber in keiner Weise beteiligen möchten; die Gruppe der Kommentatoren (Commenters), die regelmäßig Kommentare und Rezensionen zu journalistischen Beiträgen posten oder auf irgendeine andere Art reagieren; die Netzwerker (Networkers), die sich über Kommentierungen hinaus als Mitglieder der jeweiligen Community mit anderen vernetzen; und die Gruppe der Kreativen (Creators), die sich aktiv an umfangreicheren Recherchen oder an der Erstellung von Inhalten beteiligen, indem sie Fotos, Videos und Blog Posts ins Netz stellen.

Um die zugeschriebenen Leistungs- und Partizipationsrollen dieser unterschiedlichen Gruppierungen zu verstetigen, denkt man in einigen Verlagen anstelle von herkömmlichen Newsrooms nun über die Installation so genannter Creative Rooms nach, die man sich wie eine Kommandobrücke vorstellen muss – als großen offenen Raum mit vielen Bildschirmen, in dem von unterschiedlichen Arbeitsinseln der Austausch mit den verschiedenen Nutzer-Taskforces koordiniert wird.

Ziel solcher Kreativlabore ist es, neben der Hoffnung auf einen möglichst reibungslosen Workflow innerhalb der Redaktion und in Kollaboration mit der Community auch einen mundgerechten Journalismus für alle technischen Endgeräte und über alle Genres und Formate hinweg zu produzieren. Eingeführt hat diese Schnittstelle zur Community in einem Modellversuch bisher übrigens der „Boston Globe“ mit dem erklärten Ziel, seinen Input und Output effizienter zu organisieren.

3.     Community Building

Meine dritte These stützt sich auf den Gedanken des Community Buildings – und zwar nicht als Kommentarghettos gemeint, sondern als echte Vergemeinschaftung: Der digitale Journalismus hat eine Chance für Redaktionen geschaffen, die Bürger an die eigene Medienmarke zu binden, und zwar durch eine Fokussierung ihrer  Berichterstattung auf der thematischen, aber auch auf der lokalen Ebene.

Entscheidend ist, dass der Community-Begriff einmal im Hinblick auf die geografische Lage mit Fokus auf Kommunen, Stadtteile oder sogar einzelne Straßen und Wohnblocks, zum anderen auch im Hinblick auf bestimmte Interessen und Themen verstanden werden kann. Es geht beim Community Building also um eine Stärkung der Identität im Lokalen. Dabei punkten lokale Medien mit exklusiver Berichterstattung und geben ihre Chronistenpflicht zu Ereignissen in aller Welt auf, die häufig ohnehin zum ewiggleichen Agenturmeldungs-Einerlei führt.

Maßgeblich für den direkten Kontakt zwischen Bürgern und Reportern, die für ihre Zeitung unterwegs sind, ist auch die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte, mit denen die Journalisten nicht nur Texte, Videos und Tondokumente schneller herstellen, sondern diese auch "live" über das Internet verbreiten können; die Arbeit dieser MoJos mit Smartphones, Tablets und Web-Applikationen bedeutet auch, dass die Reporter über die Vermittlung von Geodaten in so genannten Location Based Services wie Foursquare für die Probleme der Bürger direkter greifbar und ansprechbar sind.

Angebotsseitig geht es also auch darum, sehr viel stärker Bezug darauf zu nehmen, wo sich Reporter und Nutzer gerade aufhalten. In Deutschland gibt es mehrere Redaktionen, die solche MoJos beschäftigen, zum Beispiel die Rhein-Zeitung in Koblenz.

4.     Transmedia Storytelling

Um gerade jüngere Leserschichten wieder für Zeitungsinhalte zu begeistern, müssen Zeitungen ihre Inhalte neu inszenieren und über mehrere Plattformen begleiten lernen. Der von dem Medienwissenschaftler Henry Jenkins geprägte Begriff des „transmedialen Storytellings“ beschreibt ein neues Erzählphänomen als Folge der Dezentralisierung von Informationen. Im Idealfall können Content-Produzenten somit über ein und denselben Inhalt systematisch mehrere publizistische Absatzmärkte abgrasen.

Bisher beschränkt sich diese Idee allerdings auf fiktionale Stoffe. Sie alle kennen das von verfilmten Büchern, aus deren Geschichten begleitend zum Kinofilm Video-Games produziert werden, Comics, Fernsehserien und Internet-Plattformen zum Austausch für die Fans aufgebaut werden.

Das klingt daher erst einmal wie eine Utopie, ist aber bei näherem Hinsehen schon jetzt für den Journalismus sichtbar: Wenn wir uns die Entwicklungen der App-Technologie näher anschauen, erkennen wir, wie sich diese narrativen Neukonstruktionen bereits auf den Print-Journalismus übertragen haben: Über Apps lassen sich – als Ergänzung zum Print- und TV-Angebot – zusätzliche Features implementieren, die über das Gedruckte hinausgehen, zum Beispiel ein ergänzendes Video zum Print-Interview, eine Audio-Slideshow mit neuen O-Tönen oder eine interaktive Flash-Grafik begleitend zur Reportage. Zum Beispiel hat „Wired“ nach der anfänglichen Phase überflüssiger Spielereien nun sehr gute Ansätze gefunden, für seine App-Ausgabe essentielle Zusatzinformationen zu schaffen, und zwar ohne das Printprodukt zu schwächen.

Das App-Geschäft ist zwar vorerst nicht der Heilsbringer, von dem alle Verleger träumen. Oder anders gesagt: Apps werden erst einmal nicht zu den primären digitalen Info-Quellen. Allerdings ist die Abgeschlossenheit von Apps wie bei Druckerzeugnissen ein unschätzbarer Vorteil, weil sie den Gewohnheiten der Leser stark entgegenkommt.

Der publizistische Mehrwert des transmedialen Storytellings lässt sich so jedenfalls für die kommenden Jahre leicht weiterdenken, etwa in Form von datenjournalistischen Anwendungen oder News-Games, bei denen die Nutzer selbst zu Mitwirkenden in einer journalistischen Story werden.

5.     Datenjournalismus

Es ist zwar das neue Buzzword unserer Branche, aber: Datenjournalismus eröffnet tatsächlich eine vollkommen neuartige Nutzwertdimension des Journalismus.

Denn es handelt sich um eine Recherche- und Darstellungsform, bei der große Datenmengen – Statistiken von Behörden, Bilanzen, Klima- oder Wirtschaftsdaten etc. – von Journalisten verdichtet und visualisiert werden. Dieser Trend ist zwar nicht neu – Daten wurden immer schon von Journalisten ausgewertet –, aber in der Kombination von Visualisierung und Zugang zu komplexen Datensätzen erhält der Datenjournalismus eine demokratierelevante Dimension, weil Bürger erstmals ihre eigenen Geschichten in den Daten finden können.

So hat die Redaktion von Pro Publica eine interaktive News App mit dem Namen Dollar for Docs erstellt, anhand derer Nutzer prüfen können, welche Ärzte in welchen Städten der USA sich für Studien oder Vorträge von der Pharmaindustrie haben bezahlen lassen. Der Nutzer kann also nachvollziehen, ob der eigene Hausarzt darunter ist.

Auch die New York Times bezahlt inzwischen über 40 Mitarbeiter, die sich in der Abteilung Interactive News ausschließlich um die Aufbereitung solcher Daten kümmern. Das eigentlich Revolutionäre ist nicht, dass Daten nur Teil der journalistischen Recherche sind, sondern dass "Journalisten der Öffentlichkeit den Zugang zu ihren Rohdaten geben, damit sie ihre eigenen Geschichten darin finden können", wie Aaron Pilhofer, der Chef der Abteilung sagt.  Es handelt sich also um ein völlig neues Verständnis von Nutzwertjournalismus.

Auch Zeit Online, Spiegel Online und Süddeutsche.de experimentieren schon etwas länger mit diesen Tools, Süddeutsche.de wurde für das datenjournalistische Projekt "Zugmonitor" sogar für den Grimme Online Award nominiert.

6.     Team-Ups

Team-Up wird normalerweise in der amerikanischen Comic-Szene die Verbrüderung zweier Superhelden im Kampf gegen das Böse genannt – so will ich das auch übertragen auf den Journalismus verstanden wissen, meine sechste These lautet daher: In den Redaktionen müssen interdisziplinäre Teams aus Video- und Print-Journalisten, Rechercheuren, Programmierern, Gestaltern und Illustratoren gebildet werden, die eine gemeinsame publizistische Idee verfolgen. 

Erst kürzlich hat Zeit Online angekündigt, dass Techniker und Redakteure in den kommenden Wochen einen gemeinsamen Newsroom beziehen. Egal ob es um transmediales Storytelling, Datenjournalismus oder nutzwertige Applikationen geht – es gibt einige Dinge, die viele Journalisten nicht von Haus aus beherrschen und vielleicht auch niemals beherrschen werden. Da erscheint es viel sinnvoller, sich in Teams zu organisieren, um verschiedene Kompetenzen zu bündeln. Weil auch Print-Journalisten zunehmend komplexere Themen und Projekte bearbeiten, müssen sie mit sich nicht nur mit diesen anderen Gewerken arrangieren, sondern sich mit ihnen gemein machen, um auf unterscheidbare und erstklassige Inhalte hinzuarbeiten.

Natürlich gibt es radikale Ansichten, wie die von Shazna Nessa, Chefin der Interaktivabteilung bei AP. Sie ist der Auffassung, dass "Journalisten ohne Programmierkenntnisse selbst die simpelsten Dinge nicht mehr machen können". Diese Aussage steht jedoch im krassen Widerspruch zur Realität: Coden und Hacken ist bei den meisten Journalisten bisher kein geläufiges Handwerkszeug, ebenso wenig wie Web-Design und CMS-Kenntnisse.

In den USA gibt es inzwischen eine ganze Bewegung von Journalisten, die sich zu Programmierern ausbilden lassen möchten – beispielhaft dafür ist der neue Studiengang Computer Science and Journalism an der elitären School of Journalism der Columbia University. Unter der Leitung von Emily Bell, der ehemaligen Digitalchefin des britischen Guardian, werden dort in zwei Jahren die ersten 15 Absolventen mit einem doppelten Abschluss als Journalisten und Software-Ingenieure die Universität verlassen. Ob sie stärker gefragt sein werden als normale Absolventen, ist schwer zu sagen. Aber schaden kann eine Technikaffinität mit Sicherheit nicht. Zumindest stellt die New York Times, aber auch andere amerikanische Qualitätsblätter in einigen Ressorts neuerdings vorzugsweise Redakteure mit Programmierkenntnissen ein.

7.     Innovationslabore

Um journalistische Produkte zu entrümpeln und aufzupolieren, bieten sich – so meine siebte These – Kooperationen mit Hochschulen an, die mit ihrem Journalistennachwuchs frischen Wind in die Redaktionen tragen können. Kleinere Innovationslabore gehören heute so selbstverständlich in das moderne Verlagsbild wie einst die so genannten "Entwicklungsredaktionen". Sie können nicht nur wichtige Impulse geben, sondern auch gegenseitige Lerneffekte fördern.

Das bestätigt auch die eingangs erwähnte Expertenbefragung: Die überwiegende Mehrheit der Befragten glaubt, dass auch in Deutschland ein intensiverer Austausch zwischen Verlagen und Hochschulen dazu beitragen könnte, den Medienwandel besser zu bewältigen – vor allem, weil sich viele journalistische Ausbildungszentren (im Gegensatz zu den meisten Redaktionen) durch hohe Flexibilität, ein durch anwendungsorientierte Forschung gestütztes Knowhow und ein immenses Kreativpotenzial auszeichnen.

Auch hier gelten mal wieder die USA als Vorbild, wo beispielsweise der Blogger Jay Rosen an der New York University das studentische Medienlabor Studio 20 betreibt. Seine Philosophie dieser Nachwuchsförderung beschreibt Rosen folgendermaßen: "Wir helfen Verlagen und Medienunternehmen, in neue Richtungen zu denken, und unsere Studenten arbeiten an deren konkreten Problemen und Herausforderungen." Es sei, so Rosen weiter, schwierig "für ein großes Medienunternehmen, genug Zeit für Innovationen zu finden, wenn es täglich veröffentlichen muss und unter dem Druck redaktioneller Deadlines steht".

Die Hoffnung, die sich also mit diesen Kooperationen verbindet, ist die einer gegenseitigen Befruchtung, einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Nur eines von vielen beachteten Beispielen, wo der Innovationsgeist der Studenten gegen einen didaktischen Mehrwert eingetauscht wird, ist die 2009 in Kooperation mit der New York Times gestartete Stadteilzeitung The Local. Sie wird in zwei verschiedenen Ausgaben eigener Verantwortung von Journalistik-Studenten der City University of New York und den Teilnehmern des Studio 20 von der New York University in Kooperation herausgegeben und wurde zwei Jahre lang von Redakteuren der New York Times professionell begleitet. Am Jahresende wird die Zeitung ihr Engagement allerdings beenden. The Local versorgt die Stadtteile des Bezirks Brooklyn und das East Village mit News aus der Nachbarschaft. Die New York Times wiederum erreicht damit die Leser in mehreren Stadtteilen, in die sie nicht genügend eigene Reporter schicken kann. Die Studenten werden nicht entlohnt, lernen aber die Arbeit von Reportern und Redakteuren unter realen Bedingungen kennen.

An der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg habe ich gemeinsam mit meiner Kollegen Carolin Neumann von VOCER vor einigen Wochen  ein ähnliches hyperlokales Pilotprojekt in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt ins Leben gerufen, das wir gerade abgeschlossen haben. Bis Ende Juni berichteten Journalistik-Studenten des 4. Semesters über das, was die Bürger im Hamburger Bezirk Wandsbek in ihrem direkten sozialen Umfeld bewegt – ob Sanierungsprobleme, versperrte Fußgängerüberwege oder Ärger mit neuen Parkbegrenzungen.

Die alles entscheidende Frage wird in Zukunft also nicht mehr sein, ob und wie Print stirbt – sondern vielmehr, wie gedruckter und digitaler Journalismus voneinander lernen können, wie Print seine Vorteile ausbauen und besser nutzen kann. Es ist peinlich, meine ich, wenn der europäische und vor allem der deutschsprachige Raum mit seiner langen Pressetradition ständig hinterherhinken und weiterhin nur die Trends aus den USA abgucken würde.

Die Devise muss lauten: Innovieren statt kopieren!

Es passt da eigentlich ganz gut ins Bild, dass es in Skandinavien seit kurzem eine Slow-Cooking-Bewegung gibt, die sich genau das zu Herzen genommen hat und einen eigenen Stil kreiert hat. Es handelt sich um einen Gegenentwurf zur over-hippen Molekularküche der 1990er Jahre, die mit viel Hokuspokus, hysterischen Rauch- und Knalleffekten eher optisch als geschmacklich von sich Reden machte. Im hohen Norden, mitten im Nirgendwo, hat sich also nun diese Kaste junger Köche gebildet, deren Vertreter größten Wert auf die Verbindung von erstklassigen regionalen Zutaten, handwerklich anspruchsvoller Zubereitung und unverfälschten Geschmack legt – also so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was die Molekularküche mit ihren Spielereien erreichte.

Das Motto der innovativen Jung-Köche von René Redzepi über Bo Bech bis Frederik Andersson lautet: "Back to the Roots" und "Down to Earth". Diese jungen Wilden glauben, dass "kulinarische Reinheit den Verzicht auf alles Überflüssige bedeutet" (Andersson). Sie wollen die Gaumen ihrer Gäste in der Konzentration auf das Wesentliche schulen, wollen ihnen die Grundlagen guter Küche vermitteln, sie für Qualität sensibilisieren und auf vergnügliche Weise einbeziehen. René Redzepi, der in Kopenhagen das Sternerestaurant Noma betreibt, hat diesen Ansatz neulich in der Zeitschrift Beef! folgendermaßen zugespitzt: "Kaviardosen öffnen kann jeder. Aus 159 Sorten Meerrettich was zu machen – darum geht’s."

Ich glaube, dass dieses kulinarische Motto – weg von der Überheblichkeit, zurück zur Leidenschaft – nach all den Jahren der technisch-publizistischen Spielereien und der hohlen Journalismus-Poesie auch eine erfrischende Inspiration für den Print-Journalismus sein kann.

Zeitungen haben eine große Zukunft vor sich – wenn sie sich auf die Zukunft einlassen. Doch die Zugeständnisse von Print an das Internet-Zeitalter dürfen auch nicht zu einer Belastung werden. Viel zu lange hat man sich in zu vielen Verlagen auf zu viele Kompromisse eingelassen, die irgendwo zwischen falsch verstandener Gelassenheit und seelenlosen Retorten-Produktionen anzusiedeln waren. Dabei wurde jedoch sträflich vernachlässigt, mit wahrer Leidenschaft und Liebe unverwechselbare Produkte und Inhalte zu entwickeln.

Es mag sein, dass guter Journalismus – genauso wie die wahre Kunst des Kochens – nicht aus sich selbst heraus entsteht. Man muss, um im Bild zu bleiben, einen trainierten Gaumen entwickeln, wenn man in der Topgastronomie mitmischen will. Die Suche nach einer goldenen Zukunft des Journalismus muss daher in seinem Innersten – bei seinen Werten und Traditionen – beginnen.

Dr. Stephan Weichert lehrt als Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Macromedia Hochschule für Medien- und Kommunikation in Hamburg (MHMK), wo er den Studiengang für Journalistik leitet. 2011 hat er mit einigen engagierten Medienmachern VOCER (www.vocer.org) gegründet, ein stiftungsfinanziertes Debattenportal zur Medien- und Gesellschaftskritik. Die hier dokumentierte und leicht gekürzte Rede hielt Weichert am 21. Juni auf der Generalversammlung des Verbands Österreichischer Zeitungen in Wien.

03.07.2012
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MEEDIA RÜCKBLICK

  • 08.01.2012 "Liebesentzug von Medien und Politikern"
  • 08.04.2010 "Ich bin ein großer Fan von Crowdfunding"

Letzte Kommentare

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22.10.12 11:42

Felix W Web-Site

Na denn, liest sich wie eine Materialsammlung (bloß nichts vergessen) für ein Referat, oder wie eine nicht fertig gestellte Seminararbeit, englische Titel sollen Universalität andeuten, inhaltlicher Nonsens wírd aufgebläht zu vermeintlichen Thesen; Sprachblasen und Kunstworte verrührt zu einem Prognose-Brei. Mit so etwas kann man bei Verlegern und Journslisten auftreten, gar Geld verdienen? Na denn, der Journalismus scheint auf gutem Wege, oder nicht?

10.07.12 08:42

Michael Link Web-Site

Kann bitte mal jemand das Geschwurbel entfernen und den Kram ins Deutsche übersetzen? Was dann noch übrig bleibt, braucht auch keine Thesen mehr. Denn neu ist daran nichts.

09.07.12 08:49

Marcus Bösch

Einige kurze kritische Anmerkungen zur Rede: http://www.marcus-boesch.de/#!/post/26818495293/gegenrede

03.07.12 17:57

C Roth

Das liest sich zwar alles ganz interessant - aber auf welche Erfahrungswerte stützt sich bloß der Autor? Ist das denn wirklich das richtige Leben?
Ich bin selbst freie Journalistin für eine Lokalzeitung in einer mittelgroßen deutschen Stadt. Ich bin 48 Jahre alt, gehöre also dem geburtenstärksten deutschen Jahrgang an. Die Menschen, über die ich schreibe - denn meine Arbeit besteht ebenso aus Pressekonferenzen, Ortsbeiräten, Fastnachtssitzungen, Vereinsterminen wie aus eigenen Vorschlägen für kleine Reportagen über interessante Menschen und Ideen in meiner Stadt - freuen sich immer darüber, wenn man lokal berichtet, ihnen Wertschätzung entgegenbringt, ihnen vor allem zuhört und ihre Geschichte dem Rest der Stadt erzählt. Diese Menschen - genau wie ich selbst auch - lesen die Zeitung gerne beim Frühstück oder sonst im Alltag, um sich über Ereignisse vor der Haustür zu informieren. Dazu gehört nicht unbedingt, dass sie die Zeitung selbst mitschreiben wollen. Man kann selbstverständlich auch im Internet Kommentare zu den Artikeln abgeben. Das wird in der Regel von den immer gleichen zehn bis 15 Leserkommentatoren genutzt, von denen z. B. einer - egal um welches Thema es geht - immer darauf kommt, dass in der Stadt zuviele Hundehaufen herumliegen und man doch bitte erstmal dieses Problem beseitigen sollte, bevor irgendetwas anderes zum Thema wird. Das ist doch kein "Liquid Journalism" oder so, das nervt doch einfach nur und hat keinerlei praktische Relevanz für irgendwas. Ich bin mit Zeitungslektüre aufgewachsen, die mich klüger machte, meinen Wortschatz erweiterte und mich auch dazu erzog, Meinungen zu erkennen und von Informationen zu unterscheiden. Da weiß man doch irgendwann auch, was man von bestimmten Zeitungen zu halten hat, kann sich an Ansichten reiben und beim Frühstück mit dem Ehemann darüber diskutieren.
Bei all den selbstgemachten Blogs, Leserreportereien und sonstigem Neuzeugs verliert man dagegen völlig die Orientierung. Außerdem ist nicht immer das das wichtigste Thema, über das am lautesten geschrieen wird, oder? Wieso will jeder mitspielen auf einem Feld, für das es eigentlich gute Möglichkeiten gibt, sich ausbilden zu lassen? Es kann ja auch nicht jeder gebrochene Arme und Beine heilen, gute Bratwurst herstellen oder ein Klavier stimmen. Nur beim Journalismus meint jeder, mitschreiben zu können. Ich lese aber lieber gut geschriebene Zeitungen,gemacht von intelligenten Redaktionen und Mitarbeitern, die man auch ohne Stromanschluss rezipieren kann, die mich nicht ständig zwingen, selbst das Wort zu ergreifen und die mir - ich weiß nicht, warum das heutzutage zum Schimpfwort geworden ist - gerne auch mal "die Welt erklären" - auch und gerade die Welt vor Ort. Ich bemühe mich, in meiner eigenen Arbeit ebenso den Menschen Respekt entgegenzubringen, ihre Geschichten zu erzählen, auf ihre Besonderheiten aufmerksam zu machen. Das ist auf ganz lokaler Basis und daher nicht für das Weltgeschehen bewegend. Es macht mir aber Spaß. Die Bedingungen, unter denen ich arbeite, verschlechtern sich zwar stetig - die Honorierung entspricht bei weitem nicht dem Wert der Arbeit, Feedback gibt es nur, wenn etwas nicht passt, es sei denn, direkt von den Lesern,da allerdings überwiegend positiv. Ich arbeite also direkt an der Basis und kann nicht feststellen, dass bei Menschen meiner Generation es vorherrscht, dass Printmedien nicht mehr genutzt werden. Bei Jüngeren mag es eine andere Sache sein, aber von denen gibt es doch sowieso weniger! Die Kunden, die Leser, das sind doch die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt um die 50 sind! An diese sollte man doch auch noch denken! Der Untergang wird herbeigeredet und herbeigeführt, es ist die Chronik eines angekündigten Todes. Wenn Print schon despektierlich als "toter Baum" bezeichnet wird, wenn Zeitungen ihren eigenen Wert als Identifikationsfaktor vor Ort nicht mehr erkennen, wenn hektisch auf jeden neuen, technisch möglichen Zug aufgesprungen wird, ohne dass der praktische Nutzwert wirklich erkennbar wird, wenn andererseits aber an der Qualität der Texte gespart wird, indem sie sofort geschrieben werden müssen, ohne die Chance, wenigstens nochmal kurz darüber nachzudenken, wenn generell "nicht mehr als 100 Zeilen" geschrieben werden dürfen, weil die Lesefreude und -lust der Leser krass unterschätzt wird, wenn mit der Sense gekürzt wird und dabei noch Rechtschreib - und Grammatikfehler reingebastelt werden, die ich nicht gemacht habe - aber die Leser natürlich mir anlasten - dann geht die Zeitung tatsächlich den Bach runter. Auch das merken die Leser - sie sagen es mir, ich höre es, ich kann als nicht fest angestellte Mitarbeiterin leider nur mit den Achseln zucken. Die Welt scheint mir noch "rückständiger" oder "analoger" als diese ganzen Technologie-Adepten ständig prophezeien wollen. Es gibt noch genügend Menschen wie mich. Das scheint allerdings leider niemanden mehr zu interessieren, und so dreht sich die - meiner Ansicht nach vollkommen hausgemachte - Abwärtsspirale immer weiter und wird mich eines nicht allzufernen Tages leider als nicht mehr brauchbares Fossil zurücklassen. Schade eigentlich. Mir hat mein Beruf bislang immer viel Vergnügen bereitet, auch wenn ich leider nie reich geworden bin. Wie lange noch???

03.07.12 15:29

Wege sind viele

The Local wurde m.W. letzte Woche von NYTimes verlassen oder angekündigt wie aber auch schon Florian Flammenberg richtig meldet.


Norran Schweden hat ein Open Newsdesk. Das Zitat war in etwa "Auf das Knowhow der Leser zu verzichten ist ein Mangel im Rechecheprozess" glaube ich mich zu erinnern.
Ich dachte immer, Redakteure wären zu faul, jemanden anzurufen. Laut Heise oder Telepolis (glaube ich) kennen sie gar keinen, der ihnen Themen erklären und Hilfen geben kann. Als Leser merkt man, wie viel nur durchgereicht und nicht nachgedacht wird.

Als Informatiker hat man oft kein auskömmliches Leben, schlechte Bedingungen und ich würde es nicht wieder studieren. BWLer und Juristen fahren die guten Autos auf dem Startup/Verlags-Parkplatz/Tiefgarage.

Die vorhandenen Reporter sind jetzt schon zu viele wie Freischreiber mit wenig geistiger eigener Transferleistung erkennen lässt. Die müssen auf die neuen Techniken weitergebildet werden. Von den Journalismus-Universitäten welche heruntergefahren werden sollten (und halt Fortbildung vorhandener Reporter machen inclusive Bewertungs-Systemen die ich in der Bildungsbranche längst durchgesetzt hätte damit Hartz4-Gelder und Fortbildungen auch ihr Geld durch Feedback wert werden) bis die Lebens-Einkommen des vorhandenen Bestandes stimmt. Wenn das alle Berufsgruppen dank Data-Crowd-Umfrage-Politiker-Motivations-Methoden machen würden, gäbe es vielleicht ein Grundgehalt weil man die Übervölkerung erkennen würde.

Journalismus und Programmieren sind zwei nicht besonders gut bezahlte (wenn man die echten Zahlen erkennt und nicht Haustarife von Gewerkschafts-Statistiken von welchen Freischreiber aber auch Informatiker meist nur träumen können) Tätigkeiten. Kombination wäre schlau. Aber wenn man die parteifinanziertesten, schuldenmachendesten usw. Politiker oder geldverbrennendesten Manager programmiert, muss man sich mit vielen Juristen wehren können oder es wird in der Redaktion angerufen und ein neuer Redaktionspraktikant löst einen ab und man wird Freischreiber.... . Es gibt doch eh nur eine Hand voll Redaktionen welche Scoops landen können obwohl sie auf der Straße liegen: Alters-Armut, Zwangs-Freiberuflertum, Studierte Arbeitslose und deren Kosten. Oder wie viele Tage später müssen wir später in Rente gehen dank Solarsubventionen, dank neuem Markt, dank Schrottimmobilien, dank rot-grün, dank schwarz-gelb. Welcher Politiker hat wie viele Schulden gemacht. usw.
Sowas hätte ich als Feedback-System längst programmiert.

Ein Bekannter erzählte mir mal was von der Dachdecker-Branche. 80% davon fanden sich Jahre später in einem Spiegel-Bericht wieder. Ein Bekannter meinte mal "Damit sieht die Bilanz besser aus damit das Unternehmen an die Börse gehen kann." . 1 Jahr später schreibt die Presse, die Bilanzen würden mit solchen (legalen!) Maßnahmen optimiert und warf es dem Chef dann vor. Die Bienen sterben. Die Blumen blühen später. Man muss länger auf Handwerker warten. Arztwartezeiten. Verschiebung ins nächste Quartal.... könnte ich problemlos per App aufdecken und oft ohne Politiker durch pure Transparenz das korrekteres Verhalten organisieren.
Presse hingegen beklagt sich, hat aber selber weder (sinnvolle steuerfreie!) Lösungen ohne tausende neuer Pöstchen und Pensionen und Milliarden-Ausgaben sondern plappert bestenfalls Pseudolösungen interessierter Teilnehmer nach.

Was auch fehlt ist Mehrfachverwendung von Content auf verschiedene Magazine. Durchreichung von PR-Meldungen ist schlechter als wenn Leute mit Ahnung ihren Kommentar abgeben. Da die meisten Leute nicht viele Zeitungen abonnieren, ist das auch in Ordnung. Es gibt nur zwei Speiseeis-Produzenten in Deutschland kam in Zusammenhang mit einer Discounter-Fusion in Nebensätzen zu lesen. So weit sollte es nicht kommen, aber Fach-Magazine könnten und sollten Teile der Zeitungen beliefern.

So eine Plattform ist schnell programmiert und vielleicht noch schneller abgemahnt oder verklagt.

Es sollte doch klar sein, das man technische Bewertung angekündigter Produkte von Technikern machen lässt, aber Zahlen die man teilweise mühselig aus US-"Formularen" herausholen muss, von Wirtschaftsjournalisten machen lässt. So gesehen beliefert dann die ct z.b. Handelsblatt u.ä. und umgekehrt kann man deren Content bzw. definierte Teile für eigene Ergänzungen zu den SAP/Oracle/M$/...-Quartalszahlen benutzen.

Online-berichte sollten das vollständige Menü sein währen die kurzen Print-Berichte nur die Currywurst in der Pappschale sind. Stattdessen ist es umgekehrt.
Wie Wikipedia (aber in besser und ohne die Fehler) könnte man (bevor es in manchen Ländern die Link-Steuer oder das LSR gab) eine Site organisieren wo konstruktiv Infos zusammengetraten werden. Genau das, was in Onlineberichten als Background-Infos bzw. Quellen zu finden sein sollte. Wikidata gibts ja leider noch nicht. Ohne Abmahnungen, Verfassungsklagen usw. hätte ich das längst organisiert als damals IBM und XML und UDDI automatisiert abfragbare Quartalszahlen liefern wollten.

RTL macht Millionengewinne mit kostenlosem Werbefinanziertem TV. Das es eine Plattform gibt, wo man Staubsauger-Berichte findet und Staubsaugerfirmen Werbung damit machen (auch hyper-lokal) sollte doch selbstverständlich sein. Wer seinen Staubsaugerbericht nicht stellen will, dessen Konkurrenz-Test-Magazin kann den Place einnehmen oder Selbstvermarktung über Micropay-Dienste oder Kindle u.ä. probieren. "Har har har". Competition. Auch sowas programmiert man "mal eben" ohne Steuer-Millionen und ohne Investments (ausser eigener Zeit) aber die Rechtsrisiken sind mir zu groß so das ich auf USA warte die erst mal selber drauf kommen müssen, weil Ideen-Sammel-Wikis für konstruktive Ideen fehlen.

Konstruktive Foren würden Politikern klare Ansagen machen. Da sind Hate-Foren harmloser und man löscht Unfug einfach. Wenn man Volljuristen braucht um diverse Verordnungen zu erfüllen, hat man bald auch so wenige eigene Sites wie in Frankreich. Bloger müssen bald ja vielleicht Link-Steuer bezahlen und beim Notar Lizenzverträge für jedes Zitat einholen. Wenn es ein US-Ideen-Portal gäbe, würde ich meine Ideen-Konzepte inclusive Finanzierungs-Ideen (meist Onlinewerbung weil man mit sich selber als Mitarbeiter auskommen kann und die Crowd !konstruktiv! (statt Hate-mäßig oder voreingenommen wie in vielen Foren) den Rest macht) hinterlegen und sehen ob es Amerikaner umsetzen. Als Ideengeber hören die ja vielleicht auf Verbesserungs-Vorschläge oder Anpassungen für EMEA-Märkte. Den rest erledigt Crowdfunding.

Denn es gibt genug Gelder und tausende Zeitschriften die nur im Abo erscheinen und beim Herausgeber im Wohnzimmer oder Professor im Büro entstehen. Die haben (wie z.b. iX und andere) auch viele Gast-Schreiber so das man Themen auch von anderen Zeitschriften übernehmen oder Updates finanzieren kann. Das alle Artikel auch einzeln online werbefinanziert oder kaufmäßig verfügbar sein sollten, sollte klar sein. Wegen IVW macht man dann z.b. 100 Tage "1:1"-Artikel wie im Print-Heft inclusive dazugehöriger Werbung aber danach anders und mit aktueller Werbung. Z.b. Mallorca-Rentner den lokalen Mediamarkt oder USA den Amazon-Links oder Deutschland halt einen der üblichen Versender. Lokale Dienstleister können auch daneben stehen. Solche Mix-Konzepte von Lokaler (Lokalradios, kostenlose Zeitungen zwei mal pro Woche verdienen auch Geld und Umsätze!!! welche man mal auf Digitaldistribution umrechnen könnte) und weltweiter Werbe-Kunden gabs bisher kaum.

Wer IT-Projekte kennt, kann die erfolgreichen ja mal auflisten: Hercules, Elena, Gesundheitskarte1+2, Inpol neu, Windows Vista, ...
Das Problem ist also (wie bei den Umstürzlern in anderen Ländern und den Piraten) die mangelnde Erfahrung, Söldnertum ("Entfremdung" vom Produkt) bei den Programmierern usw. so das Projekte fehlschlagen und jede Nationalmannschaft nach der Gruppenphase eine bessere Preis-Leistung liefert als viele Programmier-Projekte. Das macht die Kleinverlage finanziell kaputt und sie werden bald (auch ohne IT-Fehlschläge) von Hamburg, München, Berlin aufgekauft und Zentralberichte mit leichten Orts-Anteilen aussertariflich produzieren. Die Bierfirmen gehören zwar auch oft ein paar wenigen Großbrauereien oder auch Coca-Cola hat zig Getränke auf der Listung bei Wikipedia stehen, aber da wird wenigstens nicht Einheitsbier oder Cola reingefüllt und nur die Aufkleber sind anders.
Zentralisierung bei Bäckereien oder Tageszeitungen hingegen mindert die Vielfalt, welche aber de facto auch nicht funktioniert weil sonst die Schuldenfreien Gemeinden aktiv die Schuldengemeinden aufkaufen würden wie es im Kapitalismus üblich ist.
Politiker und Presse und Manager tun sich alle gegenseitig nichts und ggf schiebt man der anderen Gruppe die Schuld zu und erhöht seine Boni, Gehälter, Pensionen, Anzahl der Pöstchen, GEZ-Gebühren, Leistungs-Einahmen, Schutzgebühren,... weiter.
Das Presserecht impliziert eine Aufgabe. Diese wird nicht erfüllt. Wer wirksam aufmuckt (anstatt nur uralte linke/rechte/neoliberale/... Forderungen zu wiederholen welche sich seit dem Krieg nicht geändert haben und oft nur (im gegensatz zu meinen Ideen) Unterjochung und Bezahlen-Lassen durch den Gegner beinhalten), kriegt Probleme.

Presse kann wirken: Ohne Minister:
- Amalgamtechnik für ungiftigere Energiesparlampen: Spiegels(?) negativer Bericht über Energiesparlampen.
- 170 Grad statt 180 oder mehr für acrolein-freiere (Krebs-unverdächtigere) Kartoffel-Chips o.ä. : Ökotest-Berichte (?)
- Gesünderes Paprika oder Pfeffer durch Wahl anderer Anbaugebiete auch dank Presse.
- Brot-Fabrik und Hygiene: SZ.

Da gibts vieles wofür man keine Minister braucht und als Crowd deren Aufgaben erfüllt. Es sollte keine "Diktatur der Masse" oder gesteuerte Hate-Gruppen sein. Aber ständige Verbesserung sollte normal werden. Das Faulenzer und Profiteure alle Möglichkeiten nutzen, um nicht (wie es die Evolution verlangt) besser zu werden, sollte klar sein. In Diktaturen sind die Geheimdienste die Schlägertrupps des Diktators. Die sorgen dort dafür, das Aufmucker-Software nicht weit kommt. Im Kapitalismus werden Disruptoren (ICQ - Skype - Whatsapp) (Paypal - Square - Dwolla) gerne aufgekauft und dann machen neue Player 10 Jahre später was der Disruptor schon früher hätte machen können. ICQ hat auf Voice verzichtet -> Skype kam auf -> Whatsapp kam auf. Paypal hätte vor Jahren schon tun können was Square und Dwolla jetzt erst bieten.

Zugmonitor (SZ) oder Zugradar (Bahn) wollte ich als Zugfahrer für Autos als Punkt-Cloud und Geschwindigkeits-Farben-Darstellung oder Eisenbahnen+Busse als neue Darstellung schon am Symbian60-Handy mit J2ME machen bevor es überhaupt ein Iphone gab. Regularien, Trivialpatente,... machen es uninteressant. Das klassische Fahr-"Drehbuch" sollte für interessierte Bahnfahrer durch "Routing" ersetzt werden weil teilweise mehrere Linien, Bahnhöfe oder Haltestellen nutzbar sind und die ÖPNV-dichte gefühlsmäßig 2-5mal erhöhen können.


Man ist das wert, was die Produkte am Markt als Preis bzw. Wertschöpfung erzielen. Das ist eine simple Metrik auch für Lehrer und Bildungs-Organisationen. Eine gute Fachschaft würde die Zahlen der Alumni als Statistiken sammeln und veröffentlichen und mit den Finanzämtern zusammenarbeiten.
Metereologen u.ä. werden jedes Jahr zu wenige fertig. Da ist das noch am kompliziertesten. Aber die meisten anderen Universitäten sollten ihre Absolventen-Gehälter outen. Das geht per betroffenen-"App" (HTML5, auch für OperaMini am Symbian-Phone und Ipad und Blackberry und WinPhone, SmarTV usw) und als guter Dienstleister dessen Software funktioniert würde man kostenfrei mit interessierten Arbeitsämtern oder Arbeitgebern zusammenarbeiten und kleine Arbeitsmärkte offen optimieren und den Markt auf sich ziehen. Regularien welche von Einzelprogrammierern nicht erfüllbar sind. Die Gen-Anbauer zahlen in eine Versicherung und sind somit von Schäden wohl freigestellt. Ich kann sowas nicht.

Wie viele Scoop-Teams sind in Deutschland bezahlbar ? Das begrenzt die Zahl der Journalisten-Programmier-Kombinierer. Und die alten Reporter können bis heute kein Twitter oder Excel. Solche Proggerjobs könnte man auch per Plattform ausschreiben und freiwillige fürs Referat oder andere organisieren es. Aktuell kann Wolfram Alpha solche Fragen mit deutlichem Abstand zu allen anderen Projekten, aber das ist halt kommerziell.
Wie viele Rechtskosten man für ein Data-Source-Wiki einplanen muss, kann jeder sich ja mal überlegen... . Sonst gäbe es das längst. und viele Statistiken sind ja vorhanden oder man arbeitet mit halben Daten und bringt die anderen dann dazu, ihre Zahlen zu outen oder Quellen zu benennen. Sowas sind Beispiele für fortgeschriebene Berichte.

Dinge wie SCO vs. Linux oder andere Themen werden oft nur als Punktuelle News gemeldet. Flussgrößen vs. statische Messwerte. Heise hatte dann eine lange Liste von Berichten zum Thema. Funktionierende Tag- und Kategorie-Systeme existieren leider eher weniger und werden teuer als Semantic Web mit Steuergeldern betrieben während ich jedes Wort in Schubladen packen würde so das man es findet. Es müsste also auch Reportagen oder auch z.b. Staubsauger-Tests geben, die fortgeschrieben werden. Sowas ginge in Freiwilligen-Wikis besser als bei Verlagen welche auf Print-Termine schielen. Sowas wie Amazons "10 beliebtesten Iphone-Docks/externen Festplatten/Android-PADs" o.ä. als Select-Anfrage an Computerbild, ct wäre ein individueller Artikel.

Schach hat komprimierte Darstellung. Fußball-Ergebnisse auch. Fußballspiele partiell auch. Es sollte also normal werden, diesen automatischen Journalismus nicht zu verachten sondern einfach als unterschiedliche Kompressionsstufen anzusehen die bis hoch zu einem online-Artikel über das detaillierte Leben von Wulff mit allen Quellen und Belegen führt oder einem Fußballspiel mit allen Spielzügen usw. oder halt nur einem Ergebnis("Rücktritt", "4:1 Heimniederlage für FC-Pusemuckel") und (auch als Vorlese für im Auto) per App kontrollierbar sind. Dann merkt das Iphone (die anderen Phones und anbieter werden nicht so schlau sein und hier ist mir das zu verwaltungstechnisch aufwendig) welche Berichte man wie haben will (Schalke ausführlich, Bayern München nur ergebnis) und liefert die Fußballergebnisse. Iphone würde die Streßlevels im Gehirn erkennen (Hautfarb-Apps für Temperatur oder so gibts schon) und entsprechend die Berichterstattung der Sportergebnisse individuell optimieren.

Bei Google wird unterstellt, das es eine Brille aufsetzt. Viele Leute wollen das ja so. Man würde die berichte also so bevoten lassen, das konservative und liberale und neoliberale und Linke ihre Vorurteile geliefert kriegen und zufrieden sind. Bei Lebensmitteln muss die Basismischung oft passen. Wenn man zu viel oder zu wenig reintut schmeckt es nicht mehr. Bei Berichten muss dem nicht so sein. Die Rosa-Brillen-ich-habe-Recht-Berichterstattung durch google+-Filter ist ein Marktvorteil gegenüber voreingenommenen Journalisten die nur in Färbung ihrer Verlegerfamilie berichten.

Wer von Bildungs-Auftrag und neutraler Berichterstattung redet und fordert, sollte mal bitte die Realität des Print und Ansprüche gegenüberstellen und vergleichen. Wer ist sauberer ? Pommesbuden oder Zeitungsberichte ?
Ein Online-Bildblog-2 für Qualitative bevotings von Artikeln hätte ich vor der Linksteuer auch gerne aufgesetzt. In Gruppen (Redakteure, Studenten, Professoren, google+/twitter/facebook, anonym, openID,...) hätte man eingetragene Kritiken an Artikeln bevotet. Auf niedrigen Levels weil keiner weiss ob er wirklich für die Stasi gearbeitet hat aber undeutliche Formulierungen, fehlende Infos für den "oberflächlichen Gelegenheitsleser" u.ä. lassen sich schnell bevoten. Jeder Antrag braucht zwei Proponenten wobei sich Presse-Ausweis-Inhaber anbieten. Online in simplen Apps sieht man dann, was abgeht.
Beispiele lasse ich dank LSR besser mal. Die tiefste Stufe wären Tippfehler. Dann missverständliche Formulierungen und bessere Alternativ-Formulierungen usw.
Wenn jeder eine Bakterienmessung im handy-cam hätte, würde man im Restaurant herumzeigen und die würden selber rumlaufen und schauen. So wie Schwarzlicht in Hotel-Zimmer-Tests. Dasselbe geht für Presse-Berichte. Der niedrige Fehler vermeidet, ist hoffentlich auch Aufmerksamer bei Inhaltlichen Fehlern höherer Semantik-Stufen oder es geht ihm auf den Keks ständig dasselbe nachzuplappern und er fragt mal nach. Ohne Kontrolle keine Leistung. Qualität muss normal werden. "Jeder!!!" berichtet ständig von Tippfehlern in Tageszeitungen. sowas entspricht Produktions-Kratzern in neuen Möbeln oder verrosteten Schrauben an Neu-Wagen. Ob der Rest dann noch viel taugt, dürfte fraglich sein wobei Produktion und Kontrolle unabhängiger sind als Denk-Fehler und Tippfehler. Und wo Tippfehler sind, sind vielleicht auch Denkfehler. Davon wird die Welt nicht besser und das Böse kann weiter abkassieren.

Ist das Ziel vieler eigentlich der örtliche Horst Schlämmer zu werden der Freibier und Bratwurst-Veranstaltungen (bei Freischreibern gabs wohl das Wort "Bratwurst-Journalismus"), Einweihungen und Schützenfesten berichtet und investigativ bestenfalls berichtet wenn Politiker besoffen herumgefahren sind oder abgeschoben werden sollen oder der Volkszorn der Verlegerfamilie in die Finger spielt welche den Auftrag damals nicht bekommen hatte ?
Zwei arme Reporter berichten kritikloser als einer der auskömmlich davon leben kann. Preisdruck macht Qualitätsdruck. Mit hungernden Radfahrern würde die Tour de France nicht so aussehen.
Bei Ebay oder Wohnungsmarkt in der Zeitung oder Eurobuch sieht man klar, welche Produkte (Handies, Bücher,...) wie gefragt sind. Ich würde niemanden ausbilden, der den offiziellen Mindestlohn später nicht erzielt oder dann als was ganz anderes arbeiten muss. Und als Journalist würde ich dafür sorgen das Angebot und Nachfrage den Zielpreis erzielen.

Vieles davon wie Liquid und konstruktive Diskussionen ohne ständige Wiederholungen hätte Rot-Grün und der Neue Markt 1999 unter AOL erbringen können.
Verlage die ums Überleben kämpfen sind schlechte IT-Kunden und IT-Projekte sind oft auch nicht der Renner und Geldbringer und haben zu kurze Reichweite. Zentrale Anbieter für alle Redaktionen wäre nett, hat aber andere Probleme.
Ob sich Investitionen in exklusive und von wenigen Lesern genutzten IT-Systemen lohnt, ist oft fraglich und auch schade für die anderen Leser anderer Themen oder in einer anderen Stadt oder in der Diktatur oder Ausland welche entfallen oder es auf eigene Kosten (teuer) selber programmieren müssen und (mangels Erfahrung und klarem Willen wie Captain Ahab oder Beckenbauer) üblicherweise wenig schaffen und das auch noch massiv optimierbar wäre. Crowd-Coding-Sites für direkte Auftragsprogrmamierung gibts leider auch nicht. So wie Laminat verlegen oder Glühbirnen im tausend-leuchten-Kronleuchter putzen aber jede Platte bzw. Glühbirne einzeln automatisch per Computer an die Dienstleister zugeteilt. Wie Heuschrecken atomistisch zugeteilte Microjobs und auf der anderen Seite die Votecrowd welche Geld anbietet und z.B. Skizzen erstellt und verbessert, wie die App aussehen sollte. Da die Apps FOSS wären, würden andere Länder sie übersetzen und per Geld verbessern. Die Opposition bezahlt, un die Schulden ihrer Gegner aufzudecken. Oder den Privatbesitz von Assad usw. Oder Spender an unliebsame Parteien oder Obama oder Romney in Apps auszublenden. Man kriegt dann als Republikaner nur Romney-Spender als Restaurants in der Umgebung angezeigt und umgekehrt als Obama-Fan. Oder dasselbe bei Google-Maps als Layer und man sieht Flaggen wer mehr Netto-Obama oder Netto-Romney-Spender ist oder überhaupt für Homo-Ehe bzw. Militär-Ausbau gespendet hat und somit no-go ist. Im Käufermarkt geht das und die Schwäche der 99% kann sich kaufmäßig durchaus auswirken. Man muss nicht bei Sozis oder bei CDU-Restaurants bestellen. Transparenz ist der Feind der Miswirtschaft. Wenn Firmen sich dann von Politik-Finanzierung fernhalten, werden die Produkte für mich als Kunden preisgünstiger und die PR-Abteilung biedert sich nicht mehr auf meine Kundenkosten auf Parteitagen an.
Das solche Apps dann weitere Infos enthalten und liefern, sollte den Bildungs-Rückstand rückgängig machen helfen. Wie meinte grade bei CNBC in der TV-werbung zu einem Crowding eine Dame: Die Leute müssen richtige Fragen stellen. Nur die Daten sind nicht alles. Schüler oder Programmier-Praktikanten können dann freiwilige Projekte erledigen statt immer dieselben Labore seit der Professor übernommen hat vom Vorjahr abzuschreiben (oder wenn man zu den Ehrlichen gehört) selber zu machen und sich blöd vorzukommen wenn man von leistungslosen lautsprechenden Faulenzern umgeben ist und das bisher für TV-Fiktion hielt.

Bayern-Fans finanzieren vielleicht Informations-Vorrrechnungen wo man sieht wie viel Schalke für neue Spieler ausgeben kann und wie hoch die Schulden sind und wer verantwortlich ist und wie weit sie prozentual von pleitegegangenen Vereinen entfernt sind. An sowas kann man Statistik real und wirksam lernen. Jeder kann noch als schlechtes Beispiel dienen... . In der 1ten/2ten Liga muss man die Saison durchstehen können. In unteren Ligen gibts aber durchaus Insolvenzen. Der Trick sind ja nicht Zahlen sondern Vergleiche. Wenn also Wowereit seine Schulden doppelt so schnell abbaut als das Ruhrgebiet oder NRW-Bewerber im Sparkassen-Einstellungs-Test oder bei der Universitäts-Tests mehr oder weniger Fehler machen als andere Bundesländer weiss man, welche Politiker besser weniger Urlaub und mehr Leistung liefern sollten.

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