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		<title>Nina May</title>
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			<title>Nina May</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 24 Nov 2011 08:44:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>James Murdoch verlässt Sun und Times</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/james-murdoch-verlsst-sun-und-times_100038216.html </link>
			<description><![CDATA[James Murdoch packt seine Sachen: Der Sohn von Rupert Murdoch wirft seine Posten als Aufsichtsratsmitglied bei der Sun und der Times hin. Er bleibt allerdings im Vorstand der Muttergesellschaft News International Group. Die Nachricht kommt passend in dieser Woche, schließlich haben reihenweise Zeugen vor dem Leveson-Untersuchungsausschuss in Medienethik im Schatten des Abhörskandals ausgesagt, unter anderem der Schauspieler Hugh Grant und die Eltern der entführten Maddy McCann.]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>James Murdoch packt seine Sachen: Der Sohn von Rupert Murdoch wirft seine Posten als Aufsichtsratsmitglied bei der Sun und der Times hin. Er bleibt allerdings im Vorstand der Muttergesellschaft News International Group. Die Nachricht kommt passend in dieser Woche, schließlich haben reihenweise Zeugen vor dem Leveson-Untersuchungsausschuss in Medienethik im Schatten des Abhör-Skandals ausgesagt, unter anderem der Schauspieler Hugh Grant und die Eltern der ermordeten Milley Dowley.</b>
Wer sich die britischen Nachrichten-Websites anschaut, versteht, dass James Murdoch nicht mehr lange in England bleibt. Seit Montag sagen Opfer des Abhör-Skandals und unethischen Methoden seitens der Presse schon vor dem Untersuchungsausschuss unter Vorsitz des Lord Justice Leveson aus. Darunter der Star-Auftritt von Hugh Grant, der die Mail on Sunday beschuldigte, ebenfalls seine Handy-Mailbox abgehört zu haben. Die Zeitung reagierte mit einer robusten Verteidigung in den eigenen Seiten und bezichtigte Grant, „Hass auf die Medien“ zu versprühen.
Dann kam der Komiker Steve Coogan, der erzählte, wie er von einem Reporter der News of the World angerufen wurde. Dieser hatte Informationen über eine Affäre und wollte mit Coogan verhandeln. Wenn er einige Details zugebe, dann würde die Zeitung die pikanteren Details nicht drucken. Wie sich herausstellte, wurde auch diese Konversation aufgenommen - und alles gedruckt. Coogan, der unter anderem auch Reporter dabei erwischte, wie sie durch seine Mülleimer wühlten, bezeichnete Boulevardjournalisten als „Mafia“.
Und die ehemalige Assistentin des Supermodels Elle Macpherson, Mary-Ellen Field, sagte aus, wie ihr Leben von der Presse ruiniert worden sei. Macpherson beschuldigte Field, sie habe Informationen an die Presse gegeben, weil sie angeblich trinken würde. Das australische Model drohte ihrer Landsmännin mit der Kündigung, wenn sie nicht in eine harte Entzugsklinik ginge. Obwohl Field weder trank noch rauchte, erklärte sie sich einverstanden – und wurde hinterher trotzdem gefeuert. Und natürlich hatte Field nie Informationen an die Presse gegeben – die Handys der Frauen wurden abgehört.
Gestern sagten Kate und Gerry McCann aus, deren junge Tochter Madeleine in 2007 bei einem Urlaub in Portugal verschwand. Die News of the World druckte Auszüge aus dem privaten Tagebuch der Mutter, die offenbar von der portugiesischen Polizei an das Blatt gelangten. Der letzte Chefredakteur der News of the World, Colin Myler, hatte das Elternpaar zudem per Telefon beschimpft, ein Interview mit dem Wochenblatt Hello! zu machen und zwang die Eltern quasi, auch seiner Zeitung ein Interview zu geben. „Wenn man so einen Anruf bekommt fühlt man sich fast schon schuldig“, so Kate.
Mit Ethik in der Presse hat das alles nichts zu tun, und da den Murdochs mit der Sun und News of the World die beiden größten Boulevardtitel gehören (bzw. gehörten, nachdem die News of the World im Juli eingestellt wurde), gehen diese Anschuldigen direkt in die Richtung der Mediendynastie.
Der Medienausschuss des Unterhauses, das James Murdoch zweimal in diesem Zusammenhang verhört hatte, wird vermutlich zu dem Schluss kommen, dass James von seinen Zeitungsmanagern schlecht informiert wurde und nicht aktiv an Korruption beteiligt war. Ob ihm das nützen wird, ist nicht sicher. Auch wenn er in New York direkt in der Zentrale von News Corp. agieren wird, hat die Mehrheit der Aktionäre des Konzerns kein Vertrauen mehr in ihn. Aber dank des Stimmrechtes bei News Corp., wonach die Murdoch-Familie mit nur 12 % der Anteile 40 % der Stimmrechte hält, wird James wohl auch weiterhin einen sicheren Job bei Papa haben.
Der Job von Lord Justice Leveson, aus all diesen Aussagen später Empfehlungen für die Regierung in Bezug auf Presseregulierung zu kristallisieren, wird da schon schwieriger. Und Levesons Untersuchungen haben gerade erst richtig begonnen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 08:44:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>James Murdochs schwarzer Donnerstag</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/james-murdochs-schwarzer-donnerstag_100037997.html </link>
			<description><![CDATA[Der Chairman von News Corp EMEA, James Murdoch, musste heute zum zweiten Mal vor den Medienausschuss des britischen Unterhauses treten, um Fragen zum Abhörskandal zu beantworten. Dem Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch wurde keine Chance gegeben, mit erhobenem Haupt aus dem Saal zu gehen: Entweder wusste er tatsächlich nichts von den Machenschaften bei der inzwischen eingestellten News of the World, was an seiner Kompetenz zweifeln ließe. Oder er log den Ausschuss bei seinem ersten Auftritt an. ]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Der Chairman von News Corp EMEA, James Murdoch, musste heute zum zweiten Mal vor den Medienausschuss des britischen Unterhauses treten, um Fragen zum Abhörskandal zu beantworten. Dem Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch wurde keine Chance gegeben, mit erhobenem Haupt aus dem Saal zu gehen: Entweder wusste er tatsächlich nichts von den Machenschaften bei der inzwischen eingestellten News of the World, was an seiner Kompetenz zweifeln ließe. Oder er log den Ausschuss bei seinem ersten Auftritt an.</b>
Seit seiner ersten Aussage vor dem Komitee zusammen mit seinem Vater im Juli (<b><link http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/browse/2.html _blank external-link-new-window>MEEDIA berichtete</link></b>) ist einiges passiert. So wurde James von Colin Myler, dem letzten Chefredakteur des eingestellten Boulevardblatts, und Tom Crone, dem ehemaligen Legal Affairs Manager von News International, Falschaussage vorgeworfen. Der Chairman habe von der inzwischen berühmten ‚For Neville’-Email gewusst, so Crone und Myler, in der von weiteren Abhöraktivitäten berichtet wurde. Die Email war an den damaligen Chefreporter Neville Thurlbeck gerichtet und war das Hauptthema des heutigen Verhörs. Wenn James diese Email in 2007 gesehen hat, als er die gigantische Kompensationszahlung an das Abhöropfer James Taylor von 700.000 Pfund absegnete, muss er den Ausschuss im Juli angelogen haben. Das behaupten Myler und Crone. James lehnte das heute ab, und bezichtigte damit seine beiden ehemaligen Angestellten der Falschaussage.
Seit Juli ist zudem herausgekommen, dass der Anwalt Michael Silverleaf QC, den Myler und Crone zu Rate zogen, warnte, es gäbe ‚überwältigende Beweise’ dafür, dass mehrere Journalisten illegal Handys abgehört hätten. James bestätigte seine vorige Aussage, dass er nur von dem Einzelfall Clive Goodman gewusst habe (Der Adelsreporter wurde in 2007 zu einer Haftstrafe verurteilt, da er zusammen mit dem Privatdetektiv Glen Mulcaire Telefone des königlichen Haushalts angriffen). Die Metropolitan Police geht inzwischen von ca. 5.800 potentiellen Opfern aus, darunter auch die Anwälte von Abhöropfern selbst. James bezeichnete letzteres als ‚abscheulich’.
Und so kam es heute zu dem erwarteten Showdown zwischen dem aalglatten Medienmanager und seinem langjährigen Dorn, dem Labour-Abgeordneten Tom Watson. James bekräftigte erneut, dass er weder die ‚For Neville’-Email noch die vollständige Einschätzung von Silverleaf gesehen habe. Aber Watson hatte ein Ass im Ärmel: Erst heute morgen hatte er Neville Thurlbeck selbst gesprochen, und der schilderte ein Meeting mit Crone. Thurlbeck bat Crone, die Email nicht James zu zeigen, weil er fürchtete, er würde daraufhin gefeuert werden. Schließlich hatte James zuvor gesagt, er würde „den Krebs heraus schneiden“, also jeden feuern, der in illegales Abhören involviert war. Crone sagte, er habe James die Email zeigen müssen, weil sie durch den Newsroom ging. In dem Verhör heute wollte James sich nicht zu dieser Besprechung äußern, schließlich sei er dabei nicht anwesend gewesen.
Das verleitete Watson zum Austausch des Tages. Ob James mit Mafia-Terminologie vertraut wäre, und ob ihm ‚Omerta’ ein Begriff sei (Mafia-Schweigepflicht). „Nein“, sagte James. „Herr Murdoch, sie müssen der ersten Mafia-Boss in der Geschichte sein, der nicht wusste, dass er eine kriminelle Organisation leitet“, sagte Watson. James legte gegen diesen Tiefschlag Protest ein.
Der Abgeordnete Philip Davies griff diesen Punkt auf, war aber deutlich sachlicher und damit möglicherweise effektiver. James sei sehr rücksichtslos, was die Details der Kompensationszahlung anging. Schließlich ging es hier um 700.000 Pfund, und James hatte noch nicht einmal die Einschätzung des Anwalts gelesen. Vielleicht sei das nicht der Stil der Mafia, aber auch nicht gerade Management Today. Diese Worte werden zweifelsohne im Boardroom von News Corp widerhallen.
Über 2,5 Stunden lang musste James sich den Fragen stellen, und wandte sich nur selten an das Team von Rechtsbeiständen, die hinter ihm saßen. Und die Saga ist keinesfalls beendet. Ob seines Wissens nach andere Titel von News International involviert seien, so eine weitere Frage. Die Schwesterzeitung der News of the World, die Sun, wurde genannt, und James wollte nicht ausschließen, dass auch dieses Blatt geschlossen wird, wenn deren Reporter ebenfalls illegal Informationen beschafft haben. Währenddessen arbeitet News International allerdings intensiv an einer Sonntagsausgabe der Sun, womit die News of the World ersetzt werden soll. Die erste Dummy-Ausgabe der Sun on Sunday <b><link http://www.guardian.co.uk/media/2011/nov/10/sun-on-sunday-ni-plans _blank external-link-new-window>wurde gerade produziert</link></b> und die Zahl der Mitarbeiter bei der Sun wurde fast verdoppelt.
James versuchte bei allen Angriffen seine Haltung zu bewahren. Immer wieder betonte er, dass er über die Geschehnisse nachgedacht hätte und überlegt habe, wie er hätte anders reagieren können. Aber angesichts des schlechten Informationsflusses und den ständigen Bestätigungen seitens des News International-internen Untersuchungsausschusses sowie der Metropolitan Police, dass Clive Goodman tatsächlich nur ein Einzeltäter war, wies er Anschuldigungen der Inkompetenz ab. News Corp. habe aus den Fehlern gelernt und erst letzte Woche für 1000 Mitarbeiter Nachschulungen in Compliance gehalten. Zudem müsse das Beauftragen von Privatdetektiven vom CEO persönlich abgesegnet werden und werde nur in extremen Fällen genehmigt. Und was hat er sonst noch gelernt? „Man soll es einer Redaktion nicht überlassen, sich selbst zu untersuchen.“ Wenn er das nicht schon vorher gewusst hat, ist die Kompetenzfrage damit wohl beantwortet.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 17:52:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Der erstaunliche Print-Erfolg von i</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/der-erstaunliche-print-erfolg-von-i_100037754.html </link>
			<description><![CDATA[Print sei vorbei, die Zukunft sei digital, und die Nachfrage nach gedruckten Zeitungen würde bald auf Null fallen. An diese Warnungen von "Experten" erinnerte der Verlagschef Evgeny Lebedev angesichts des ersten Geburtstags von i nur zu gern, schließlich hat er es den Pessimisten gezeigt. Die kompakte Qualitätszeitung hat nicht nur einen neuen Markt erfunden, sie verkauft inzwischen auch mehr Exemplare als die große Schwester Independent.]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b><span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Print sei vorbei, die Zukunft sei digital, und die Nachfrage nach gedruckten Zeitungen würde bald auf Null fallen. An diese Warnungen von &quot;Experten&quot; erinnerte der Verlagschef Evgeny Lebedev angesichts des ersten Geburtstags von i nur zu gern, schließlich hat er es den Pessimisten gezeigt. Die kompakte Qualitätszeitung hat nicht nur einen neuen Markt erfunden, sie verkauft inzwischen auch mehr Exemplare als die große Schwester Independent.</span></b>
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Der Sohn des russischen Investors Alexander Lebedev, Evgeny Lebedev, hält sich in der Regel eher zurück, aber anlässlich des Erfolgs seines risikoreichen Projekts namens i schrieb er ein paar Zeilen für das Blatt. Er dankte den Werbekunden, der Redaktion und natürlich den Lesern. Besonders dem Enthusiasmus der letzteren Gruppe ist der Erfolg zu verdanken, die entgegen allem Zynismus täglich 20 Pence für die kompakte Ausgabe des Independent zahlen. </span>
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Auf 56 bis 64 Seiten werden Nachrichten und Analysen für Schnellleser zusammengefasst und übersichtlich in Matrizen und Graphiken aufbereitet. Auf Showbiz-Klatsch wird ganz verzichtet. i richtet sich, wie der Independent, klar an die gebildete Mittelklasse.</span>
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Den letzten offiziellen Zahlen zufolge verzeichnete i im September eine Auflage von 184.402. Nach eigenen Angaben wurde während der Krawalle im Sommer sogar die 200.000-Marke durchbrochen. Seit Anfang August verkauft i konstant mehr Exemplare als der Independent, und zusammen haben i und Independent den nächsten Konkurrenten unter den Qualitätstageszeitungen, den <b><link http://www.brandrepublic.com/news/1100668/Indys-i-celebrates-first-birthday/?DCMP=ILC-SEARCH _blank external-link-new-window>Guardian</link></b>, locker abgelegt<link http://www.brandrepublic.com/news/1100668/Indys-i-celebrates-first-birthday/?DCMP=ILC-SEARCH _blank external-link-new-window><span style="color: rgb(0, 0, 204);"></span></link>.</span>
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Aufgrund des Erfolges von i gibt es seit Mai auch eine Samstagsausgabe, denn Sonntag hat die Redaktion zum Ruhetag erklärt. Die iPad-Version kostet genau wie die Printausgabe 20 Pence, an einer Kindle-Ausgabe wird gebastelt.</span>
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Print ist also doch nicht tot, auch wenn die Nische von i denkbar klein ist. Im kompakten Nachrichtenformat gab es in Großbritannien bislang in erster Linie das Freesheet Metro, dass an den Londoner U-Bahn-Stationen täglich gratis zu haben ist. Nachahmer wie London Paper und London Lite waren langfristig erfolglos, nicht zuletzt aufgrund des Angriffs seitens des Evening Standards. Die Abendzeitung für London, die ebenfalls den Lebedevs gehört, wird seit gut einem Jahr gratis verteilt. Die Qualität des Blattes ließ die anderen Freesheets schnell blass aussehen, die mit drittklassigen Celebrity-News die Pendler zu unterhalten suchten.&nbsp;</span>Mit 700.000 Exemplaren erreicht der Evening Standard inzwischen 1,6 Millionen Londoner, und ist damit erfolgreicher als je zuvor.
<span style="color: black; background: none repeat scroll 0% 0% white;">Wie gesagt, der Standard und die Independent-Titel gehören der gleichen Familie. Und die Lebedevs haben sich als mutige und kluge Verleger erwiesen. Schon von Anfang an wurde spekuliert, ob i bald auch umsonst zu haben ist oder ob der Evening Standard wieder kostenpflichtig wird (vor der Entscheidung, die Zeitung umsonst zu verteilen, kostete sie 50 Pence). Beide Titel sind beliebt bei Werbetreibenden und bei anspruchsvollen Lesern. Qualitativ hochwertige Titel gratis oder billig zu verkaufen ist ein neuer Denkansatz. Und damit vielleicht die Zukunft des Print.</span>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 14:59:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Ernie und Aktionäre rüsten gegen Murdoch</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/ernie-und-aktionre-rsten-gegen-murdoch_100037559.html </link>
			<description><![CDATA[Was sollen da nur die Kinder denken, wenn der Vater von Ernie beschimpft wird? Jetzt weiten sich die anhaltenden Occupy-Proteste gegen kapitalistische Gier sogar auf die Sesamstraße aus. Während einer Konferenz in San Francisco warfen Aktivisten in Graf Zahl- und Ernie-Kostümen Rupert Murdoch vor, aus dem öffentlichen Bildungswesen Kapital zu schlagen. Aber auch die Kids des Medien-Tycons sind enttäuscht: Seinen Söhnen James und Lachlan droht das Ende ihrer Karriere an der Spitze von News Corp. ]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Was sollen da nur die Kinder denken, wenn der Vater von Ernie beschimpft wird? Jetzt weiten sich die anhaltenden Occupied-Proteste gegen kapitalistische Gier sogar auf die Sesamstraße aus. Während einer Konferenz in San Francisco warfen Aktivisten in Graf Zahl- und Ernie-Kostümen Rupert Murdoch vor, aus dem öffentlichen Bildungswesen Kapital zu schlagen. Aber auch die Kids des Medien-Tycons sind enttäuscht: Seinen Söhnen James und Lachlan droht das Ende ihrer Karriere an der Spitze von News Corp. </b><br /><br />Aufgrund seiner Bevorzugung der eigenen Familie droht nun eine Aktionärsrevolte. Vor allem aber das armselige Krisenmanagement während des Abhör-Skandals erzürnt die Aktionäre.<br /><br />Bei der Konferenz ‚Excellence in Action’ in San Francisco <b><link http://bcove.me/fg6x91gq _blank external-link-new-window>sah es zuerst so zivilisiert aus</link></b>. Der 80-jährige Medienmogul hielt seine Rede vom Podium des prachtvollen Festsaals, und die Gäste schienen an jedem Wort zu hängen. Aber dann ging das Puppentheater los: Unter dem Motto ‚Occupy Sesame Street’ unterbrach eine Teilnehmerin im Ernie-Kostüm die Rede mit den Rufen „E stands for Equality in Education“(Gleichberechtigung im Bildungswesen). Dann folgten Graf Zahl und weitere unkostümierte Gäste. Rupert winkte den Protest ab mit den Worten „Das ist ok. Ein bisschen Kontroverse macht dass alles etwas interessanter.“<br /><br />Wie Graf Zahl hinterher erklärte, plane Murdoch, wie man angesichts der Wirtschaftskrise Bildung weiter privatisieren kann – um den wirtschaftlichen Eigeninteressen zu dienen, schließlich besitzt News Corp den Hersteller von Bildungssoftware Wireless Generation.<br /><br />Dieser Protest war allenfalls eine Trainingsrunde für den erwarteten Showdown zwischen Murdoch und News Corp Aktionären bei der Aktionsversammlung diesen Freitag. So wollen <b><link http://www.independent.co.uk/news/media/press/money-men-vs-the-murdochs-2371599.html _blank external-link-new-window>laut Independent</link></b> etliche Großaktionäre gegen die Wiederwahl von fünf der 17 Vorstandsmitglieder stimmen, um der langjährigen Dominanz des Murdoch-Clans ein Ende zu bereiten. James und Lachlan Murdoch, Ruperts vertraute Arthur Sisikind und Andrew Knight, sowie Natalie Bancroft (Tochter der Familiendynastie, die Murdoch in 2007 ihr Wall Street Journal für fünf Milliarden Dollar verkauften) stehen auf der Abschussliste.<br /><br />Auch wenn der Patriarch der Revolte widerstehen kann, wird sein Führungsstil an sich zu weiterem Ärger führen. Aufgrund der Aktienstruktur besitzt die Murdoch-Familie 40% der Stimmrechte, aber nur 12% der Aktien. Das Governance-System wird als undemokratisch und geschäftsschädigend kritisiert. Und Rupert Murdoch hat seine Teilhaber mit einigen strategischen Alleingängen verärgert. Die Akquisition von MySpace für 580 Millionen Dollar in 2005, das im Juni dieses Jahres für lächerliche 35 Millionen Dollar verschleudert wurde, ist nur ein Beispiel. Der Kauf des Wall Street Journals, ein langgehegter Traum von Rupert, wurde ebenfalls mehrfach kritisiert. Und dann war da noch der Rückzieher von der geplanten Übernahme des gesamten Bezahlsenders BSkyB, der aufgrund der negativen Stimmung in Großbritannien angesichts des Abhör-Skandals nicht mehr durchsetzbar war. Glücklich waren die Aktionäre damit nicht, schließlich macht BSkyB einen Milliardenprofit. Und zu guter Letzt häufen sich Anschuldigungen gegen News Corp, die auf eine fundamental unehrliche Geschäftsmoral hinweisen. Erst letzte Woche kündigte der Chef der Wall Street Journal Europe, Andrew Langhoff, aufgrund eines zweifelhafter Auflagendeals, der die Trennung von redaktionellem Inhalt und Geschäftsbeziehungen anzweifeln ließ.<br /><br />Der Abhör-Skandal und die lethargische Reaktion der britischen Zeitungstochter News International könnte besonders James Murdoch zum Verhängnis werden. Sein Name steht ganz oben auf der Liste der verärgerten Aktionäre, denn er soll sich zu spät und zu wenig um den Skandal gekümmert haben. Die Kompensationszahlungen an die Opfer könnten 100 Millionen Pfund übersteigen. Auch nach seiner Aussage vor dem Medienausschuss des britischen Unterhauses im Juli ist immer noch nicht klar, seit wann James von den illegalen Praktiken bei der inzwischen eingestellten Sonntagszeitung News of the World wusste. Er bestreitet, schon jahrelang gewusst zu haben, dass illegales Abhören in der Redaktion Gang und Gäbe war. Sein ehemaliger Rechtsbeistand hat diese Darstellung angezweifelt. James wird im November aller Wahrscheinlichkeit nach erneut vor den Ausschuss treten müssen.<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 15:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Metropolitan Police zieht Guardian-Angriff zurück</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/metropolitan-police-zieht-guardian-angriff-zurck_100037136.html </link>
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			<content:encoded><![CDATA[<b><span lang="DE">Nur wenige Tage nachdem die Londoner Polizei den Guardian per Official Secrets Act dazu zwingen wollte, seine Informanten in Bezug auf die Meldung über das abgehörte Handy des ermordeten Schulmädchens Milly Dowler preiszugeben, zog die Met sich nun zurück. </span></b>
<span lang="DE">Der Plan, das umstrittene Gesetz ausgerechnet gegen die Zeitung einzusetzen, die den Skandal aufdeckte, wurde allseits als Angriff auf die Pressefreiheit scharf kritisiert. Die Geschichte ist ein weiteres Versagen für die Polizeieinheit, die das weitgreifend kriminelle Verhalten der News of the World-Journalisten jahrelang ignoriert hat. </span><b><span lang="DE">&nbsp;</span></b>
<span lang="DE">Der offizielle Rückzieher war voller Entschuldigungen und Erklärungen. Man habe nie versucht, Journalisten direkt anzugreifen oder dazu zu zwingen, Informanten preis zu geben. Vielmehr sei es darum gegangen, zu ermitteln, ob ein Polizist Informationen weitergegeben hat. </span>
<span lang="DE">Der Official Secrets Act sei in den Papieren nur in Bezug auf einen Beamten genannt worden, dem im August in Zusammenhang mit den Ermittlungen festgenommen wurde. Er ist derzeit suspendiert und wird verdächtigt, vertrauliche Informationen weiter gegeben zu haben. Vielmehr habe die Met eine Anordnung nach dem Police and Criminal Evidence Act gegen den Guardian gesucht. Und ohnehin war es offenbar ein junger Beamter, der gegen dessen Journalistin Amelia Hill vorgehen wollte, ohne seine Vorgesetzen davon zu informieren. </span>
Diese Stellungnahme der Met lässt allerdings offen, ob man zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ein Gerichtsurteil in diesem Fall anstrebt. Nach inoffiziellen Informationen, so die Zeitung ist die Angelegenheit aber vom Tisch.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 14:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Scotland Yard geht gegen Guardian vor</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/scotland-yard-geht-gegen-guardian-vor_100037070.html </link>
			<description><![CDATA[Nachdem der Guardian den Abhör-Skandal bei der News of the World aufgedeckt hat, geht die Londoner Polizei nun gegen einen Journalisten aus dem Team von Alan Rusbridger vor. Scotland Yard will mittels des Official Secrets Acts die Nennung von Informanten erzwingen, die zu dem Artikel über das angezapfte Handy des ermordeten Schulmädchens Milly Dowler beitrugen. Diese Meldung hatte den Skandal im Juli eskalieren lassen und zum jähen Ende der News of the World geführt.]]></description>
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				<imagecaption>TS 17.09 Rusbridger Scotland Yard</imagecaption>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Nachdem der Guardian den Abhör-Skandal bei der News of the World aufgedeckt hat, geht die Londoner Polizei nun gegen einen Journalisten aus dem Team von Alan Rusbridger vor. Scotland Yard will mittels des Official Secrets Acts die Nennung von Informanten erzwingen, die zu dem Artikel über das angezapfte Handy des ermordeten Schulmädchens Milly Dowler beitrugen. Diese Meldung hatte den Skandal im Juli eskalieren lassen und zum jähen Ende der News of the World geführt.</b><br /><br />Scotland Yard will die Guardian-Reporterin Amelia Hill, die zusammen mit Nick Davies die Milly Dowler-Story recherchierte, dazu zwingen, ihre Quellen preiszugeben. Ihr wird vorgeworfen, Beamte der &quot;Operation Weeting&quot; angestiftet zu haben, ihr Informationen im Falle Dowler sowie zu den verhörten ehemaligen Chefredakteuren der News of the World Andy Coulson und Rebekah Brooks zuzuspielen. <br /><br />Zudem wird ein Polizist beschuldigt, &quot;schädliche&quot; Informationen weitergegeben zu haben, die eine Verurteilung behindern könnten. &quot;Operation Weeting&quot; startete im Januar dieses Jahres unter der Leitung von Deputy Assistant Commissioner Sue Akers, nachdem vorherige Ermittlungen nach der Verurteilung des NotW-Reporters Clive Goodman und des Privatdetektivs Glen Mulcaire abgeschlossen wurden, obwohl nur ein Bruchteil der Beweismaterialien analysiert wurde.
Die Entscheidung der Polizei, gegen den Guardian vorzugehen, wurde scharf kritisiert. Die Generalsekretärin der National Union of Journalists, Michelle Stanistreet, <b><link http://www.guardian.co.uk/<wbr>&lt;/wbr&gt;media/2011/sep/16/phone-&lt;wbr&gt;&lt;/wbr&gt;hacking-met-court-order _blank external-link-new-window&gt;sagte gegenüber der Zeitung</link></b>: „Dies ist eine sehr ernste Drohung gegen Journalisten, und die NUJ wird gegen diesen bösartigen Versuch, den Official Secrets Act zu gebrauchen, hart kämpfen. Journalisten haben die Abhör-Story untersucht und der Öffentlichkeit die Wahrheit gesagt. Man sollte ihnen gratulieren, statt sie zu jagen und vom Staat zu kriminalisieren.“
Auch der Chefredakteur des Guardians Alan Rusbridger sowie der Labour-Abgeordnete Tom Watson, der sich jahrelang für die Enthüllung des Skandals eingesetzt hat, verurteilten das Vorgehen der Polizei. Watson fügte hinzu, die Polizei habe über zehn Jahre lang versagt, das ernsthafte Fehlverhalten bei der News of the World zu untersuchen. 
Der Fall wird am 23. September  am Obersten Gerichtshof in London angehört werden.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate></pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Condé Nast UK eröffnet Modeakademie</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/cond-nast-uk-erffnet-modeakademie_100037062.html </link>
			<description><![CDATA[In London ist es wirklich schwierig, Mode oder Design zu studieren. Mit Central St. Martins, dem Royal College of Art und dem London College of Fashion sind gerade einmal drei der weltweit führenden Akademien auf diesem Gebiet in der britischen Hauptstadt angesiedelt. Zum Glück rettet Condé Nast UK ab kommendem Jahr die orientierungslosen Jungdesigner von der Straße und eröffnet sein eigenes College. Der „British Vogue fashion foundation course“ klingt nach einer soliden Ausbildung...]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>In London ist es wirklich schwierig, Mode oder Design zu studieren. Mit Central St. Martins, dem Royal College of Art und dem London College of Fashion sind gerade einmal drei der weltweit führenden Akademien auf diesem Gebiet in der britischen Hauptstadt angesiedelt. Zum Glück rettet Condé Nast UK ab kommendem Jahr die orientierungslosen Jungdesigner von der Straße und eröffnet sein eigenes College. Der „British Vogue fashion foundation course“ klingt nach einer soliden Ausbildung...</b>
... Und mit einem Master in Luxusmarketing werden traditionelle Studiengänge zweifelsohne bald aussterben.
Jaja... Wer im Glashaus sitzt.... Ich habe auch Modejournalismus studiert, am London College of Fashion, daher weiß ich wie albern es ist . Wer nicht auch ohne so eine Ausbildung 250 Worte über Maxiröcke hinbekommt, ist entweder kein Schreiber oder nicht interessiert genug, um drei Jahre seines Lebens mit dem Thema zu verbringen. Ich hatte den Kurs in der naiven Hoffnung begonnen, über historische und kulturelle Hintergründe zu lernen, und einer der sechs Fächer befasste sich auch damit. Aber neben den seltenen Geistesblitzen in den Cultural-Studies-Seminaren ging es auch schon mal um die Sitzordnung bei Modeschauen in den PR-Stunden oder um Tricks von Stylisten im Visual-Communications-Kurs.
Gott sei Dank konnte ich verkürzen und verbrachte netto nur 18 Monate am London College of Fashion. Auch hatten meine Tutoren einen soliden akademischen Hintergrund. Dagegen wird Susie Forbes, Chefredakteurin des Magazins Easy Living und ehemalige stellvertretende Chefin der British Vogue, die Oberstudiendirektorin des Condé Nast Colleges. Zu den Kursen sollen neben Journalismus auch Mode- und Designgeschichte sowie wirtschaftliches Know-how der Industrie vermittelt werden. Mein Lieblingskurs ist allerdings „Das Jahr in der Mode“.
Die 300 Studenten, die ab 2012 am Condé Nast College of Fashion &amp; Design anfangen, haben eine Auswahl an Magazin-betitelten Kursen. Neben dem „British Vogue fashion foundation course“ soll es auch „House &amp; Garden interior design and decoration“-Studiengänge geben, vermutlich mit Fächern wie „Deko-Kissen“ und „Beige für Fortgeschrittene“. Zudem bietet die neue Akademie eine Reihe von Mode-Intensivkursen an.
Bei aller Bissigkeit stehen die Chancen für die Condé-Nast-Schule nicht schlecht. Auch wenn im nächsten Jahr die Studiengebühren in England auf bis zu 9.000 Pfund pro Jahr steigen, zieht Condé Nast traditionell ein gut betuchtes Publikum an – in der Redaktion wie am Zeitungsstand. Studenten an privaten Universitäten können sich zudem für Staatskredite von bis zu 6000 Pfund bewerben, und wer weiß – vielleicht gibt es ja am Ende sogar einen Job im Vogue House in Mayfair. Auch wenn das Abschlussdiplom vielleicht nicht ganz so viel Gewicht wie ein „Politics, Philosophy and Economy“-Bachelor von Oxford besitzt, kann die Verlagsschule auf jeden Fall eines garantieren: Kontakte. Und ein dickes Adressbuch zählt in dieser Industrie am meisten.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 15:33:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Style.com startet eigenes Printmagazin</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/stylecom-startet-eigenes-printmagazin_100036713.html </link>
			<description><![CDATA[Modezeitungen gibt's wie Sand am Meer. Aber das amerikanische Modeportal Style.com baut auf die eigene Markenstärke und bringt Ende Oktober sein erstes Magazin auf den Markt. Geplant ist ein kompletter Überblick der kommenden Saison für Insider, wie es nur Style.com kann – schnell und kompetent. Das Portal gilt schon lange als die erste Adresse im Web für Modeprofis wie Modefans. Und Kunden sollen nicht vernachlässigt werden: Style.com plant neben dem Magazin ein exklusives E-Commerce-Angebot. ]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Modezeitungen gibt's wie Sand am Meer. Aber das amerikanische Modeportal Style.com baut auf die eigene Markenstärke und bringt Ende Oktober sein erstes Magazin auf den Markt. Geplant ist ein kompletter Überblick der kommenden Saison für Insider, wie es nur Style.com kann – schnell und kompetent. Das Portal gilt schon lange als die erste Adresse im Web für Modeprofis wie Modefans. Und Kunden sollen nicht vernachlässigt werden: Style.com plant neben dem Magazin ein exklusives E-Commerce-Angebot.</b>
Style.com war als Online-Heim der amerikanischen Vogue die Top-Modeseite des New Yorker Condé Nast Verlags, dem Besitzer von Fairchild Publications, zu dem auch Style.com gehört. Als die Vogue in 2010 ihren eigenen Online-Auftritt bekam, spekulierten viele über die Zukunft von Style.com. Wie sich herausstellte, wussten die Besitzer am Times Square ganz genau, wie solide und wertvoll die Style.com-Marke ist.&nbsp; Auch wenn die beiden Webseiten teilweise um Werbung und Besucherzahlen kämpfen, bleibt Style.com auch ohne die Vogue-Besucher mit 2,6 Millionen Unique Visits pro Monat an der Spitze, deutlich vor Vogue.com mit 1,1 Millionen.
Style.com ist unter dem Fairchild-Schirm in bester Gesellschaft mit dem führenden Branchentitel Women’s Wear Daily (WWD) und seinen zahlreichen Ablegern. WWD hat beispiellosen Zugang zu der Modeindustrie, und Style.com paart Insider-Wissen mit kundenfreundlichen Rubriken wie Street Style und Promi-Mode.
In einem Interview mit <b><link http://www.businessoffashion.com/2011/08/bof-exclusive-style-com-to-launch-magazine-and-dip-toes-in-e-commerce.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+BusinessOfFashion+%28The+Business+of+Fashion%29 _blank external-link-new-window>Business of Fashion</link></b> gab Style.com-Chefredakteur Dirk Standen nun Pläne für das erste Style.com-Magazin bekannt. Nur eine Webseite zu haben, sei schließlich nicht mehr genug – man muss auf&nbsp; allen digitalen Plattformen sowie in Social-Media-Netzwerken sein. Style.com war das erste große Modeportal mit iPhone-Applikation und laut Standen ist der anstehende Magazin-Launch von und für Mode-Besessene ebenfalls eine Innovation.
„Die Filmindustrie hat Cannes, die Kunstwelt Art Basel, die jeweils eine Woche pro Jahr belegen. Aber in der Mode sind es vier Wochen, zweimal im Jahr. Die Leute sind eng zusammen und unter viel Druck. Es gibt hier eine echte Story zu erzählen, die vielleicht noch nicht berichtet wurde. Ich denke, wenn wir emotionales Geschichtenerzählen mit der Art von verlässlichen Reportagen, die Style.com eh schon macht, verbinden, können wir etwas erschaffen, das Spaß macht.“
Style.com baut seit Jahren darauf, Konsumenten einen Blick in die Modeindustrie zu geben. Die erste Ausgabe bringt Lesern einen kompletten Überblick auf die kommende Saison – und mit dem Erscheinungstermin Ende Oktober gut zwei Monate vor anderen Modezeitschriften wie Vogue. Damit liegt das Potential für das neue Heft in der Kombination von der Schnelligkeit eines Branchendienstes und kundenfreundlichen Trend-Reports für den nächsten Sommer. Das Style.com-Magazin soll nach jeder Saison veröffentlicht werden, und dann wird noch über Titel rund um die Herrenmodeschauen nachgedacht. Nichts ist zu 100 Prozent sicher – work in progress.
Und das Magazin ist nicht das einzige neue Projekt auf dem Schreibtisch von Standen. Das E-Commerce-Projekt „Instant Gratification“, also sofortige Erfüllung oder Befriedigung, soll ebenfalls Ende Oktober eingeführt werden. Style.com arbeitet mit sechs New Yorker Designern, die während der dortigen Modewoche im September bekannt gegeben werden, um eine Handvoll neuer Looks direkt zum Verkauf anzubieten. Auch wenn andere Online-Shops wie Net-a-Porter.com auch schon Mode der kommenden Saison Monate vorher anbieten, unterstreicht Standen die Bereitschaft seines Chefs, Fairchild-CEO Gina Sanders, zu experimentieren. Werbungtreibende sollen eine wichtige Rolle spielen im neuen E-Commerce-Angebot, schließlich entwickeln diese selbst neue Werbemethoden im Web.
Das Angebot für Herrenmode men.style.com ist offenbar ein Traffic-Magnet, denn die Besucherzahlen stiegen deutlich während der Herrenmodewochen Anfang dieses Jahres. Vogue.com im Vergleich beschäftigt sich überhaupt nicht mit diesem Thema. Auch die Street Style Photographie des Satorialist-Bloggers Scott Schuman und Tommy Ton (Jak &amp; Jil Blog) zählt zu populären Inhalten, nicht zuletzt, weil diese beiden zweifelsohne die Top-Photographen auf diesem Gebiet sind. Auch wenn weder der Magazin-Launch noch das E-Commerce-Vorhaben an sich neu sind, kann Style.com auf seine extrem treuen Leser bauen, um beide Projekte erfolgreich umzusetzen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 15:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>James Murdoch droht zweites Verhör</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/james-murdoch-droht-zweites-verhr_100036871.html </link>
			<description><![CDATA[Der parlamentarische Medienausschuss des britischen Unterhauses hat keine Zeit verloren, sich nach der Sommerpause mit neuer Kraft dem Abhör-Skandal zu widmen. Am Dienstag mussten der ehemalige Rechtsbeistand der News of the World, Tom Crone, sowie der letzte Chefredakteur des im Juli eingestellten Boulevardblatts, Colin Myler, vor die Abgeordneten treten. Beide Aussagen stehen im klaren Konflikt mit der von James Murdoch. Damit wird Ruperts Sohn aller Wahrscheinlichkeit nach im Oktober noch einmal vorgeladen.]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Der parlamentarische Medienausschuss des britischen Unterhauses hat keine Zeit verloren, sich nach der Sommerpause mit neuer Kraft dem Abhör-Skandal zu widmen. Am Dienstag mussten der ehemalige Rechtsbeistand der News of the World, Tom Crone, sowie der letzte Chefredakteur des im Juli eingestellten Boulevardblatts, Colin Myler, vor die Abgeordneten treten. Beide Aussagen stehen im klaren Konflikt mit der von James Murdoch. Damit wird Ruperts Sohn aller Wahrscheinlichkeit nach im Oktober noch einmal vorgeladen.</b>
Die Situation spitzt sich zu: Hat James Murdoch von der E-Mail gewusst, die darauf hindeutete, dass nicht nur der &quot;Einzeltäter&quot; Clive Goodman illegal Mailbox-Nachrichten abgehört hat? Sein <b><link http://www.guardian.co.uk/media/2011/sep/06/phone-hacking-james-murdoch-parliament _blank external-link-new-window>ehemaliger Rechtsbeistand</link></b> sowie Chefredakteur des eingestampften Skandalblatts News of the World sagen, er hat davon gewusst. James dementierte jegliches Wissen von dieser Email, als er im Juli vor dem Ausschuss aussagte. 
Die Email seitens des Privatdetektivs Glen Mulcaire und einem jungem NotW-Journalisten unter der Betreffzeile &quot;For Neville&quot; richtete sich an Neville Thurlbeck, den NotW-Chefreporter, und enthielt klare Indizien für weitere Abhör-Aktionen. Crone und Myler erklärten, diese E-Mail war eine &quot;ernsthafte Entwicklung&quot;, denn sie bewies, dass illegales Abhören von mehr als nur einem einzelnen Reporter in Auftrag gegeben wurde. In ihrem Meeting mit James 2008, in dem die außergerichtliche Kompensationszahlung an das Abhör-Opfer James Taylor besprochen wurde, hatten sie die Situation klar beschrieben, um James’ Erlaubnis für die Abfindungszahlung zu bekommen.
Laut James stimmte er der astronomischen Abfindungszahlung von 700.000 Pfund zu, weil das Handy von Taylor angezapft wurde, nicht aber, weil er von weiteren Abhör-Fällen wusste. Crone und Myler haben bei dem gestrigen Auftritt ihren eigenen Aussagen vor dem gleichen Komitee in 2009 widersprochen, als sie sich an die offizielle News International-Linie hielten und artig von dem ‚Einzeltäter’ Goodman sprachen. Nach den revidierten Aussagen von gestern wird James aller Wahrscheinlichkeit noch einmal vor den Ausschuss treten müssen, um den Fall zu klären. Erst vor wenigen Tagen verzichtete der 38-jährige News International-Chef auf seinen Bonus von 3,7 Millionen Pfund in Anbetracht des Skandals. Vielleicht wird der aber bald mit einer Abfindung ersetzt – Medienbeobachter wittern bereits das Ende von James Murdoch bei News Corp.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 11:37:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Private Eye: 50 Jahre britische Kult-Satire</title>
			<link>http://meedia.de/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/private-eye--50-jahre-britische-kult-satire_100036628.html </link>
			<description><![CDATA[Stellen Sie sich vor, Titanic wäre größer als der Spiegel. So sieht’s bei uns aus. Wahrscheinlich in erster Linie, weil es in Großbritannien keine Äquivalente zu Spiegel, Stern und Focus gibt. Aber das Satiremagazin Private Eye hat in seinen fünf Jahrzehnten nicht nur Witze auf Kosten der Politik gemacht. Langwierige Kampagnen, exzellente Recherche und großartiger Klatsch sichern dem Blatt loyale Abonnenten. Und wie die ABC-Zahlen für Juli belegen, ist der Titel auf nationaler Ebene ohne Konkurrenz.]]></description>
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			<content:encoded><![CDATA[<b>Stellen Sie sich vor, Titanic wäre größer als der Spiegel. So sieht’s bei uns aus. Wahrscheinlich in erster Linie, weil es in Großbritannien keine Äquivalente zu Spiegel, Stern und Focus gibt. Aber das Satiremagazin Private Eye hat in seinen fünf Jahrzehnten nicht nur Witze auf Kosten der Politik gemacht. Langwierige Kampagnen, exzellente Recherche und großartiger Klatsch sichern dem Blatt loyale Abonnenten. Und wie die ABC-Zahlen für Juli belegen, ist der Titel auf nationaler Ebene ohne Konkurrenz.</b>
Zwischen all den bunten Glossies und dicken Tageszeitungen sieht Private Eye am Zeitungsstand eher wie eine Schülerzeitung aus. Das dürre Heft ist auf einem etwas stabileren Zeitungspapier (52 gsm) gedruckt. Der simple Titel in Primärfarbe und Rahmen um ein meist wenig spannendes Foto von einer Bildagentur lässt ebenfalls eher eine Amateurredaktion vermuten. Aber die eingefügten Sprechblasen geben den erstklassigen Inhalt preis: Satire, die mit jeder Ausgabe den Nagel auf den Kopf trifft.
Private Eye wird im Oktober 50 Jahre alt, und seit 25 Jahren sitzt der Oxford-Absolvent Ian Hislop im Chefsessel der kleinen Redaktion im Londoner Soho. Hislop ist den meisten Briten als einer der regelmäßigen Teilnehmer der satirischen Nachrichten-Quizsendung „Have I Got News For You“ bekannt. Zudem erscheint er regelmäßig in seriösen Nachrichtensendungen in Radio und Fernsehen. Dank Hislop sind ernste Nachrichten extrem unterhaltsam. Und das zieht loyale Fans an.
Private Eye brüstet sich damit, 99 Prozent ihrer 206.000 Exemplare zu verkaufen, statt sie durch auflagefreundliche Massendistributionsverträge billig (oder kostenlos) zu verschleudern. Der Absatz ist gleichmäßig auf Abonnements und Zeitschriftenhandel (zum Preis von 1,50 Pfund) verteilt. Zweimal im Monat erscheint das Heft und 700.000 treue Leser saugen jedes Wort von der ersten bis zur letzten Seite auf. Viel Ablenkung gibt es dabei nicht. Zwar gibt es im Private Eye ein paar Anzeigen, aber kaum ganzseitige Inserate, und der vorwiegend schwarz-weiße Druck ist für die üblichen Bilder von teuren Handtaschen oder Autos denkbar ungeeignet.
Vielmehr konzentriert sich die Redaktion unter Ian Hislop auf ernsthafte Kampagnen und stechende Artikel über heuchelnde Politiker, unfähige Gemeindebehörden und fragwürdige Kollegen in anderen Medienhäusern. So hatte Private Eye jahrelang gegen die sogenannte Super Injunction des BBC-Journalisten Andrew Marr angekämpft –&nbsp; mit Erfolg. Der bekannte politische Korrespondent versuchte, per Gericht jegliche Berichte seiner Affäre mit einer Kollegin zu unterdrücken. Damit hatte der Reporter anderen Reportern einen Maulkorb erteilt.
Hislop ließ diesen skandalösen Doppelstandard nicht aus den Augen, und nach jahrelangem Rechtsstreit zwischen Private Eye, Marr und dem Obersten Gerichtshof kapitulierte Marr und gestand alles in einem Interview mit der Daily Mail. Auch die illegalen Abhör-Praktiken der News of the World und der Skandal um Rupert Murdochs News International wurden mit aller Macht von der Private Eye verfolgt. Im Juli imitierte die Zeitung dann auch die Boulevardtitelseite des inzwischen eingestellten Revolverblattes und erklärte, man habe die News of the World integriert.
Und der Mix von Nachrichten, Humor, Cartoons und wenig Werbung hat das unabhängig verlegte Private Eye <b><link http://www.brandrepublic.com/news/1085557/MAGAZINE-ABCs-Private-Eye-going-strong-50-years/?DCMP=ILC-SEARCH _blank external-link-new-window>zum größten heimischen Nachrichtenmagazin gemacht</link></b>, auch wenn die Auflage im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent abnahm. Technisch gesehen ist die britische Ausgabe des Economists mit 210.000 Exemplaren größer als Private Eye und konnte um 7,7 Prozent im Vergleich zum vergangenen Juli zulegen. Aber als internationaler Titel wird der Economist nicht als direkter Konkurrent des nationalen Eyes gerechnet. The Week von Dennis Publishing ist mit etwa 40.000 weniger Exemplaren (183.600) der einzig vergleichbare Mitbewerber auf nationaler Ebene. Das Sprachrohr konservativer Politik, das politische Wochenmagazin Spectator, mag zwar einflussreich sein, mit nicht einmal 63.000 Exemplaren ist das Heft aber weit abgeschlagen.
Private Eye darf also anständig feiern, und so gibt es zum Goldenen Jubiläum im Oktober auch einige Pläne. Ein A-Z-Buch zu den „ersten 50 Jahren“ wurde vom langjährigen Eye-Journalisten Adam MacQueen zusammengestellt. Dann gibt es im Victoria &amp; Albert Museum in Kensington eine Ausstellung der besten Cartoons aus den vergangen fünf Jahrzehnten. Und natürlich, wie alle anständigen Nachrichtenmagazine, wird ein Jahresrückblick in Buchformat veröffentlicht. Die Jahrbücher des Private Eyes sind Dauergäste in den Bestseller-Listen mit über 78.000 verkauften Exemplaren, und angesichts der gewaltigen Nachrichtenflut in 2011 sollte die Verkaufschart auch dieses Mal locker gestürmt werden. Ian Hislop meint aber, Leute sollen nicht denken, dies sei alles eine riesige Feier in Eigensache. „Vielmehr ist das 50. Jubiläum eine Gelegenheit, einen leidenschaftslosen Blick darauf zu werfen, wie fabelhaft wir sind.“ Allerdings.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 12:24:00 +0200</pubDate>
			
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