Meedia
Sie sind hier:
  1. HOME
  • NEWS
    • Internetweiter
      • Aktuell
      • Top 100
    • Fernsehenweiter
      • Aktuell
      • TV-Quoten
    • Printweiter
      • Aktuell
      • Top 100 Zeitschriften
      • Cover-Check
    • Musik & Radioweiter
      • Aktuell
      • Top 100 Sender
    • Werbungweiter
      • Aktuell
  • BACKGROUND
    • Meedia-TVweiter
      • Neue Medien-Videos
    • Meedia-Blogsweiter
      • Georg Altrogge
      • Christian Meier
      • Alexander Becker
      • Daniel Bouhs
      • Felix Disselhoff
      • Nils Jacobsen
      • Nina May
      • Dirk Manthey
      • Dirk Kunde
      • Jens Schröder
      • Stefan Winterbauer
      • Henning Ohlsen
      • MEEDIA Buzzer
    • Meedia-Galerienweiter
      • Wie die Presse die Steuer-Affaere aufarbeitet
      • Spiegel-Superstar 2013
      • Wired
      • Siegerbilder des PR-Bild Award 2012
      • PR-Award 2011
      • Google vs Facebook
      • Eurovision 2011
      • Best of Leserreporter
      • Köpfe des Jahres 2010
      • Zitate des Jahres
      • iPhone Apps
      • Neue Sites
      • Neue Zeitschriften
      • Newssites 50
      • People & Parties
      • Top Bücher
      • Top Musik
      • Web Top 100
      • Zeitungen heute
      • Zeitschriften TOP 100
      • Zeitungen TOP 100
      • Gewinner obs-Awards 2010
      • obs-Awards 2010
      • Klickgalerie
    • Job & Karriereweiter
      • Aktuell
      • Workshop
      • Timeline-Workshop
  • TOOLS
    • Meedia-Analyzerweiter
      • Übersicht
      • Internet
      • Zeitungen
      • Zeitschriften
    • Meedia Zeitungen
    • Meedia TV Tipps
    • Meedia-Browserweiter
      • Deutschland
      • USA
      • International
    • Meedia-Peopleweiter
      • Events
Plattitüden-Alarm bei "Markencheck" und "hart aber fair"

Shitstorm nach Apple-Bashing in der ARD

Nach dem "Apple-Check" war vor "hart aber fair": Der iPhone-Konzern hatte es gestern für über zwei Stunden ins deutsche Primetime-TV geschafft. Der eigentliche Nutzwert war indes erwartungsgemäß gering: Verbreitet wurden gängige Klischees und altbekannte Plattitüden über das böse Internet, das nun über das Kultsmartphone den Weg ins Kinderzimmer findet. In den sozialen Medien folgt die erwartete Reaktion: Auf Twitter und Facebook wird die Talkrunde auseinandergenommen.

Es gibt ihn, den Titelseiten-Indikator: So nennen Anleger das Phänomen, wenn ein an der Börse vorherrschendes Thema auch die Mainstream-Medien erreicht  – eben die erste Seite der Tagespresse. Nach dem Bildzeitungs-Indikator war gestern vor dem ARD-20.15-Uhr-Indikator: Apple hat Zuschauer des Ersten Deutschen Fernsehens einen ganzen Abend beschäftigt.

Und doch ging es vor allem um Uralt-Klischees. Schier unvermeidlich ließen die ARD-Redakteure im Marken-Check eine Design-Studentin zur Apple-Jüngerin werden und sie die iPhone-Verpackung mit einem "Altar" vergleichen.
 
Natürlich wurde Apple nach Strich und Faden kritisiert – die Produkte seien zu teuer, ein Akkuwechsel sei nicht möglich, überhaupt sei das in sich geschlossene System mit einer Diktatur vergleichbar, und das, wo doch die Einzelkomponenten so billig und die Produktionsbedingungen in den Foxconn-Werken so unerträglich seien. Apple kommt als Götzenbild des Neo-Kapitalismus um 20.15 Uhr in die deutschen Wohnzimmer – was hat man auch sonst erwartet.

Plakativer Plasberg-Talk: "Handy an, Hirn aus – wie doof machen uns Apple und Co.?"


Dass das Niveau bei Frank Plasberg aber noch weiter abfällt, indes wohl nicht.  Obwohl man hätte gewarnt sein können: "Handy an, Hirn aus – wie doof machen uns Apple und Co.?" lautete der reißerische Titel der ARD-Talkshow.

Zu sehen waren darin die vorhersehbaren Protagonisten: Eine Medienpädagogin, die erklärt, warum Handys Kinder abhängig machen, ein Pirat, der dagegenhält und meint, ein Smartphone-Verbot bis zum 15. Lebensjahr sei "nicht mehr zeitgemäß"  und, wie sollte es anders sein, ein Lehrerpräsident, der anmahnt, wer keine Bücher mehr liest, sondern nur in seinem Smartphone, verliere das Gefühl für die Sprache.

Was Apple damit zu tun hat? Der böse Kultkonzern aus Cupertino sei schließlich Überbringer der ersten Baby-Apps in der Rassel – "ab sechs Monaten", wie Frank Plasberg nach bedeutungsschwerer Pause erklärt. War Plasberg nicht eigentlich für Politik- statt Plattitüden-Talks bekannt?

Steilvorlage für die Generation Twitter: "Böses Internet!"

Darüber ereiferten sich erwartbarerweise viele Internet-Nutzer in den sozialen Medien.  „Ich würde eventuell mal überlegen, ob bei solchen Themen der Name "hart aber fair" angebracht ist, wie wäre es mit "bild-talk"?, echauffiert sich ein User auf Facebook. „Diese Diskussion ist keine, da sie sich immer nur im Kreis dreht“, fand ein anderer Nutzer im weltgrößten sozialen Netzwerk. „Die Runde war zu alt“, meinte wieder ein anderes Facebook-Mitglied.

Auf Twitter ging es dann noch pointierter und etwas härter zur Sache. „Ich hatte als Kind kein iPhone und viel interaktive Zeit, meinem Bruder Scheren in den Kopf und Fäuste in den Magen zu hauen“, lautete die 140-Zeichen-Nachricht zur Sendung mit den meisten Retweets. Nächste Kostprobe des trotzdem eher übersichtlichen Twitter-Shitstorms: „böses internet! und leserbriefe enthalten immer nur konstruktive, eloquent geäußerte kritik auf handgeschöpftem büttenpapier.“ Und: "Aha, telefonieren in der Buchhandlung ist blöd, aber im Handyshop lesen ist okay?" Keine Frage: Die Steilvorlage für die Generation Twitter war einfach zu groß, um sie auszulassen.

Verschlafenes Apple-Thema aus einer anderen Zeit

Der eigentliche Vorwurf, den sich die ARD gefallen lassen muss, liegt nicht im Gaga-Talk über Uralt-iPhone-Klischees, der aus der Konserve vor drei Jahren hätte gezeigt werden können – sondern in der ausgelassenen Chance. Wie kann man Apple im Februar 2013 zur besten Sendezeit in deutsche Wohnzimmer bringen, ohne das eigentliche Thema dieser Tage zu diskutieren: Die vermeintliche Zeitenwende nach den erdrutschartigen Verlusten an Börse, den stagnierenden Quartalszahlen und den immer lauteren Abgesängen auf die Kultmarke?

Nein, davon war in der ARD gestern nicht die Rede – man merkte sowohl dem Klischee-überladenenen "Apple-Check", als auch Frank Plasbergs anschließender Talkrunde "hart aber fair" an, dass die Konzeption dafür offenkundig noch aus  einer anderen Zeit stammte, als die Apple-Story mit dem weltweiten iPhone-Boom verknüpft wurde.

Am meisten wird die ARD-Macher allerdings die Kritik an der journalistischen Qualität ihres Programmschwerpunktes wurmen. So twittert Vennebermd: "Der Markencheck ist nur noch peinlich, vor allem aber unseriös". Erlanger kommentierte schlicht: "Abfallfernsehen. schämt euch." Einen fast schon charmanten Vorschlag machte Tom Hillenbrand. Er twitterte: Wie wär's mal mit nem "Markencheck ARD"?“ Die Idee hat was.

 

Nils Jacobsen

05.02.2013
Tweet
weiter empfehlen Seite drucken

MEEDIA RÜCKBLICK

  • 04.02.2013 ARD: alter Apple-Woi in neuen Schläuchen

Letzte Kommentare

Anzeige: 1 - 5 von 8 1 2 weitere Einträge >

06.02.13 17:33

Paul S

Arroganz isz die große Stärke des Online Journalismus, Ausblendung von Tatsachen und Dürftigkeit.
70 Prozent aller Deutschen geben an, schon mal im Internet betrogen worden zu sein. Ich wurde in 75 Prozent aller Netzkäufe betrogen, 3 von 4 Mal.
Arte Film: In den Fängen der Internet Mafia

Das Internet ist ein kriminelles Pflaster voll der Renitenz und Kleingeistigkeit.
Und es bietet nichts Anregendes als tausende Male denselben, gleichgeschalteten Artikel.

Nie ist auch so offen eine Marke kultisch verehrt worden. Dabei hat Steve Jobs seine Designs fast alle geklaut von Dieter Rams. Bis auf das unförmige Plastikei.
Die Jünger telefonieren mit einem Rasierapparat im retrolook.

05.02.13 12:49

okieh Schulz

Nun ja der Artikel von meedia ist mindestens genauso verfehlt, wie die Sendung gestern Abend in der ARD. Dies war ein schlechter Abklatsch von Ullrich trifft ... vom ZDF, das handwerklich weitaus besser gemacht war. Alle Fakten waren da schon ausführlich behandelt worden. Das Apple eine Religion ist, wurde auch schon oft thematisiert. Viel interessanter ist, dass eine Minderheit (Es gibt weitaus mehr Windows und Android Nutzer) glaubt, mit einem Angebissenen Apfel sich soviel coolness gekauft zu haben, dass sie über den Anderen stehen. Das der Einfachkeits Test beim Samsung auch nur gefakt war, wissen auch nur Besitzer eines solchen Tablets. Es war nicht der Startbildschirm der im Bericht gezeigt wurde, sondern ein Untermenü, wo alle Apps im Backup stehen. Mein fünfjähriger Sohn kam, ab dem ersten Tag damals mit nem Android Tablett zurecht. Auch der Vergleich Apple-Samsung hinkt, da es viele Gerätehersteller mit Android gibt. Viel interessanter zu betrachten wäre mal der Datentransport von Apple zu einem Geraät anderer Hersteller oder das zuspielen von nicht im I Store gekauften MP3 Dateien von einem nicht Apple Gerät. Da ist mit der Einfachheit dann ganz schnell Schluß. Ein weiteres Beispiel ist das verhalten von Apple, wenn jemand stirbt und was mit den im IStore gekauften Dateien passiert und den laufenden Klagen dazu. Das Thema Börse und Verfall seit Jobs Tod hatte ja schon jemand erwähnt.

05.02.13 12:11

Peter Baruschke

Die journalistische Qualität dieses Beitrags von Herrn Jacobsen ist ja wohl mehr als dürftig. Von einem Mediendienst würde ich schon mehr als dieses Vorurteils-Gesabber erwarten.

05.02.13 11:44

the insider

Es ist schon ein Armutszeugnis, wenn die WDR Autoren/innen einen WDR Cutter als "Zeugen der Anklage" präsentieren müssen. Der im Film auftauchende Herr Tim Gohle arbeitet oft für genau die Redaktion, die für diesen Film verantwortlich zeichnet und ist bekannt als ein eingefleischter User von AVID, dass beim WDR ausschliesslich auf Windows Rechnern läuft. Im Film wird er als Mediengestalter präsentiert, ohne dass auf seine berufliche Verflechtung mit dem WDR hingewiesen wird. Dann hätte man Inhouse auch mal in der Grafik-Abteilung des WDR nachfragen und drehen sollen, denn dort - oh Wunder - werden nur Apple Geräte eingesetzt. Darüber hinaus ziemlich schwach recherchiert offenbar war die Marschrichtung da schon vorgegeben, bevor der Film überhaupt gemacht wurde.

05.02.13 11:32

Sascha Eilers

ich fand es spannend zu sehen, was die ARD daraus macht. Mein großes Fazit ist, ka, es gibt Apple Jünger, es gibt Menschen, die lieben diese Produkte, weil diese einfach schön sind, weil sie einfach sind und..und...und.

Natürlich kann man Apple vorwerfen, dass Sie in Billiglohnländern produzieren lassen, aber welches Unternehmen tut dieses nicht.

Ich glaube, wenn man untersuchen würde, was eigentlich Made in germany bedeutet und welche Unternehmen nach diesen Vorgaben handeln, dann wird auch schnell klar, dass dies auch nicht das Gelbe von Ei ist.

Apple hat es verstanden, Menschen zu infizieren und zu begeistern und wir sprechen hier von einem Unternehmen, über das vor Jahren noch gelacht wurde...und nun...fand ich auch sehr spannend (so groß ist, wie die fünfgrößten Daxunternehmen)

meinen größten Respekt vor Apple

PS: warum wollte die Tagesschau eigentlich so dringlich in den AppStore mit Ihrer App?

1 2 weitere Einträge >

Artikel kommentieren

(wird nicht veröffentlicht)

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr. Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

MEEDIA-Browser

Bild zum RSS Webwelt

Webwelt

  • Maps: Google führt Deutschlands Radler in die Irre
  • Praxis-Test: Google Chrome 27 kann auch per Sprache suchen
  • Kartendienst: Google Maps lotst Radfahrer durch Deutschland
  • Expedition im Google: Mit Street View die Galapagos-Inseln erkunden

Alle 50 Medienquellen auf einen Blick

Zeitungen Heute

Titelblaetter vom 24.05.2013
Neuer Service
 Hier klicken für eine größere Ansicht der Titelseiten

Neu am Kiosk

ZEITSCHRIFTEN Do. 23. Mai 2013
Neuer Service
 Klicken Sie hier, um alle Titelblätter unserer Zeitschriften-Galerie zu sehen

Meedia-People

10 Fotos
Meedia-Peoplegallery - aktuelle Teaser
Die neuesten Galerien  mehr
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
  • SPIEGEL TV feierte 25-jähriges Jubiläum Rund 500 Gäste waren zur Ericusspitze ins neue SPIEGEL-Gebäude in der Hafencity gekommen, darunte SPIEGEL TV feierte 25-jähriges Jubiläum 16
  • Der Henri Nannen Preis 2013 Der Henri Nannen Preis 2013 43
  • BUNTE new faces award FILM 2013 BUNTE new faces award FILM 2013 32
  • Baselworld: GQ launcht Online-Uhrenguide Zum Auftakt der Uhren- und Schmuckmesse luden die 20 internationalen Ausgaben des Männer-Stil-Magaz Baselworld: GQ launcht Online-Uhrenguide 16
  • DPA Bilder des Jahres 2012 DPA Bilder des Jahres 2012 6
  • JUPITER AWARD CINEMA und TV SPIELFILM zeichnen nationale und internationale Stars mit dem AWARD aus. 350.000 Leser JUPITER AWARD 31
  • GALA SPA AWARDS 2013 Prämiert werden nur erstklassige Pflegeprodukte und Hotels bzw. Locations, die dem ganzheitlichen A GALA SPA AWARDS 2013 20
  • Verleihung des ECHO Die Toten Hosen dominierten die am Donnerstag live im Ersten übertragene 22. Verleihung des Deutsch Verleihung des ECHO 35
  • Echo: Benefizdinner "Musik hilft" Die Deutsche Phono-Akademie verlieh im Grill Royal im Rahmen eines Charity-Dinners der Stiftung &quo Echo: Benefizdinner "Musik hilft" 12
  • Yps- Das neue Heft Yps stellt im Große-Jungs-Museum "Generation 13" das neue Heft vor Yps- Das neue Heft 17

Facebook

Drucken | Diese Seite weiterempfehlen | Mail an Meedia
    • ABOUT MEEDIA  •  
    • MAILS AN MEEDIA  •  
    • WERBEN AUF MEEDIA  •  
    • MEEDIA-IMPRESSUM  •  
    • MEEDIA-SITEMAP  •  
    • AGB  •  
    • JOBS