Nach dem schwachen Debüt im vergangenen August hat sich der neue Schweizer "Tatort"-Ermittler Flückiger am Pfingstmontag klar steigern können. Trotz des Sommerwetters sahen 7,01 Mio. Krimifans zu - ein Marktanteil von 23,6%, der immerhin im "Tatort"-Mittelfeld der vergangenen zwei Jahre liegt. Im jungen Publikum erreichte der ARD-Krimi immerhin Platz 2, gewonnen hat hier aber ProSiebens "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer". Um 21.45 Uhr überzeugten Horst Schlämmer und "Sherlock".
Der Pfingstmontag bei den 14- bis 49-Jährigen:
1,99 Mio. junge Zuschauer entschieden sich für den ProSieben-Superheldenfilm - ein Marktanteil von 16,5%. Der "Tatort" des Ersten folgt mit 1,80 Mio. und 15,0% auf Platz 2. Im Anschluss überholte die ARD ProSieben aber sogar: "Sherlock" setzte sich mit verbesserten Werten von 1,26 Mio. und 11,4% gegen "Rock'n'Rolla" durch, das mit 0,64 Mio. und 7,2% bitter enttäuschte. Ähnlich stark wie "Sherlock" war um 21.45 Uhr das ZDF: "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" erreichte mit 1,18 Mio. gute 11,1%. Vorher erzielte "Ein Mann, ein Fjord!" bei den Mainzern mit 1,05 Mio. 8,7%.
Nicht zufrieden kann hingegen RTL mit seiner Prime Time sein: Die Free-TV-Premiere von "Cop Out - Geladen und entsichert" kam mit 1,57 Mio. nicht über schwache 13,0% hinaus. Besser lief es vorher und nachher: Die Vorstellung der neuen "Bauer sucht Frau"-Kandidaten kam mit 1,50 Mio. auf starke 19,8%, "Death Race" um 22.10 Uhr mit 1,51 Mio. immerhin auf solide 17,6%. Sat.1 zeigte unterdessen zweimal "Harry Potter und der Orden des Phönix": Um 20.15 Uhr reichten 1,54 Mio. für gute 13,1%, um 22.50 Uhr 0,71 Mio. für ähnliche 12,6%.
In der zweiten Privat-TV-Liga setzten sich auch an Pfingsten "Die Geissens" durch - allerdings mit schwächeren Werten als in den vergangenen Wochen: 0,90 Mio. entsprachen 7,4%. vergangenen Wochen. "Liebe im Paradies" erzielte danach mit 0,59 Mio. mittelmäßige 5,4%. Bei Vox blieben "Miss Undercover" mit 0,75 Mio. und 6,2%, sowie "Final Call" mit 0,50 Mio. und 6,1% sehr blass, kabel eins kam mit "Open Range - Weites Land" gar nur auf enttäuschende Werte von 0,44 Mio. und 3,7%. Vergleichsweise stark waren parallel dazu hingegen die Zahlen von Sky Cinema: 0,22 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die TV-Premiere von "Hangover 2" - ein Marktanteil von 1,9%.
Der Pfingstmontag im Gesamtpublikum:
Insgesamt gewann der "Tatort" aus der Schweiz. Er verbesserte sich gegenüber der Premiere im vergangenen August nicht nur von 6,83 Mio. Zuschauern auf 7,01 Mio., sondern auch von 21,0% auf 23,6%. Damit erreichte er immerhin das Marktanteils-Mittelmaß der Reihe. "Sherlock" fiel im Anschluss auf das halbe Marktanteils-Niveau: 2,95 Mio. Seher reichten nur für solide 11,8%. Platz 2 der Tages-Charts geht dennoch ebenfalls an Das Erste: Die 20-Uhr-"Tagesschau" schalteten nämlich 6,44 Mio. ein - 26,8%. Im ZDF kam "Ein Mann - ein Fjord!" um 20.15 Uhr mit 3,26 Mio. nur auf etwas unbefriedigende 11,0%, "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" kletterte danach mit 3,33 Mio. auf ordentliche 13,7%.
Stärkstes Programm der Privatsender war unterdessen die Vorstellung der neuen "Bauer sucht Frau"-Kandidaten: 3,68 Mio. sahen um 19.05 Uhr zu - gute 18,2%. Um 20.15 Uhr stürzte RTL aber ab: 2,48 Mio. entsprachen bei "Coup Out nur schwachen 8,4%. ProSiebens "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer" landete davor - mit 2,65 Mio. und 9,0%. Dass der "Harry Potter"-Hype zu Ende ist, zeigen erneut die Zahlen von "Harry Potter und der Orden des Phönix": 2,20 Mio. reichten Sat.1 nur für enttäuschende 7,8%. "Die Geissens" sahen bei RTL II unterdessen 1,64 Mio., "Miss Undercover" bei Vox 1,17 Mio. und "Open Range" bei kabel eins 1,12 Mio. Über die Mio.-Marke sprang am Abend auch noch das NDR Fernsehen: 1,38 Mio. bescherten dem "großen Wunschkonzert" tolle 4,6%, 1,48 Mio. danach den "besten Witzen von A bis Z" sogar 5,3%.
Letzte Kommentare
30.05.12 01:50
Ditmar Pauke Web-Site
Die Originalfassung in schwützerdütsch kannman hier sehen: http://www.videoportal.sf.tv/video?id=b0fecd1d-d362-4835-8030-1cfb64e2f460;DCSext.zugang=videoportal_teaserbox
29.05.12 09:31
Tobias Mandelartz Web-Site
Mal abgesehen von inhaltlichen Mankos, die ja bekanntlich geschmacksabhängig sind, fand ich die synchronisierte Version des schweizer Tatorts ganz entsetzlich fürchterlich. Die Texte wirkten gestelzt herunter gelesen, jegliche Emotion wurde entweder total überspitzt oder ging im Bemühen, synchron zu den Darstellern zu sprechen, komplett perdu. Dazu der hallige Studio-Ton, der zu den meisten Szenen nicht im Geringsten passte. Ganz ganz schlimm!