Monica Lierhaus bleibt Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie. Der Sender bedauere die vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel in Umlauf gebrachten Gerüchte, die 41-Jährige solle durch ein anderes bekanntes Gesicht ersetzt werden. Sie sei "die beste Botschafterin, die wir uns wünschen können", sagte der Geschäftsführer von "Ein Platz an der Sonne", Christian Kipper. "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr und arbeiten schon an den nächsten Sendungen und Terminen."
Die Behauptungen des Spiegel, ARD-Räte wollten Monica Lierhaus wegen ihrer hohen Gage möglichst schnell als Botschafterin absetzen, wurden von der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz GVK als Falschmeldung dementiert. Das Nachrichtenmagazin hatte aus einem MDR-Protokoll zitiert, man müsse "ein ebenso bekanntes Gesicht finden, das sich ohne Gage für diese Werbung zur Verfügung stellt".
Seit dem 22. Mai moderiert Monica Lierhaus jeden Sonntag die Ziehungssendung der ARD-Fernsehlotterie. In den vergangenen Wochen hatte sie in ihrer Rolle als Botschafterin bereits verschiedene Termine wahrgenommen. So besuchte Monica Lierhaus eine Hamburger Mutter-Kind-Einrichtung, die von der ARD-Fernsehlotterie gefördert wurde, und verkaufte Lotterielose beim letzten Heimspiel des FC St. Pauli gegen Bayern München. Weitere Pressetermine und Besuche in sozialen Einrichtungen folgen dem Sender zufolge in den nächsten Wochen.
Letzte Kommentare
30.05.11 14:44
Partrick Keller
Warum wird das Sponsoring des FC St. Pauli eigentlich nicht angeprangert? Der macht doch auch nur Werbung - und zwar ohne nennenswerte Gegenleistung?
Die Leute haben vielleicht Probleme!
30.05.11 14:18
Frederik Weiss
Dass den ARD-Gremien dieser Vertrag ständig auf die Füße fällt, ist doch mehr als verständlich. Die Vermutungen um die durch nichts und niemand zu vertretende Lierhaus-Gage werden auch nicht aufhören. Die Medien haben sich da -zurecht- festgebissen.
Der geschickt eingefädelte Vertrag, nach dem Motto "geht irgendwo im grossen Lotteriebudget unter", hat die Fernsehlotterien regelrecht in die Nähe von Sender-Selbstbedienungsläden gerückt. Der Lierhaus-Interviewsatz "Von irgend etwas muss ich ja auch leben", war dann die Krönung.
Wollen die Lotterieverantwortlichen und die in diese Sache verstrickte ARD noch ein Minimum an Glaubwürdigkeit retten, sollte der Vertrag schnellstens aufgelöst werden. Ohne irgendwelche "Ausfallzahlungen" für Lierhaus.
Das gemeinnützige Lotterieunternehmen und die gebührenfinanzierte ARD können bei dieser Gelegenheit die Gage des Lierhaus-Vorgängers Elstner "auf den Tisch legen".
Steuerlich sind die zuständigen Finanzverwaltungen gefordert, Unternehmen mit übertriebenen Gehältern und Gagen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Dies gilt in gleichem Maße für die "Aktion Mensch", die für den "Werbeträger Gottschalk" sicherlich deutlich mehr als ZDF-Tagesspesen bezahlt.
Es gibt genügend interessante, intelligente Menschen in Sport, Medien und Wirtschaft, die "für die gute Sache" nicht schamlos Lotterieeinnahmen ausbeuten.