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DJV widerspricht dem Verteidigungsminister

Fall Drygalla: De Maizière kritisiert Medien

Verteidigungsminister de Maizière verteidigt die Olympia-Ruderin Nadja Drygalla. So forderte der CDU-Politiker in London mehr Zurückhaltung. Denn seiner Meinung nach wurde die Grenze zwischen privat und öffentlich überschritten. In diesem Fall ist der DJV-Chef Michael Konken allerdings anderer Meinung: „Wenn Sportverbände und das für den Sport zuständige Bundesinnenministerium die deutschen Olympioniken als Vorbilder präsentieren, müssen kritische Fragen erlaubt sein.“

Weiter sagt der deutsche Journalistenverband, dass dies auch das Privatleben der Sportler in solchen Fällen miteinschließe, in denen menschenverachtendes und extremistisches Gedankengut eine Rolle spielt. „Toleranz und Fairness als sportliche Ideale vertragen sich nicht mit Rechtsextremismus.“

Allerdings begrüßte der DJV-Vorsitzende das dpa-Interview, in dem sich Drygalla klar von rechtsextremen Gedankengut distanziert hatte. Damit habe sie für die nötige Transparenz gesorgt. Immerhin sind sich Konken und de Maizière in diesem Fall einig.

Denn auch der Politiker zeigte sich „beeindruckt“ von der Erklärung. Ansonsten fragte sich der Verteidigungsminister, ob es „uns als Öffentlichkeit eigentlich wirklich zustehe, den Freundeskreis von Sportlerinnen und Sportlern zu screenen, zu gucken, was da los ist?“. Weiter sagte er: "Müssen wir von Sportlerinnen und Sportlern verlangen, dass sie offenbaren, mit wem sie befreundet sind, was die denken? Wo ist da die Grenze?"

ax

06.08.2012
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    Letzte Kommentare

    Anzeige: 1 - 5 von 13 1 2 3 weitere Einträge >

    08.08.12 14:47

    Reto Ammann

    Die bisherigen deutschen Diktaturen sind ja nie an einem Mangel an Jubel-Journalisten gescheitert, ganz im Gegenteil. Nach dem Krieg mußte man mit lauter Nazi-Schleimern (der erste DJV-Vorsitzende Cron war einer) "neu" anfangen. Nach der DDR-Wende gab's nur "Shades of Red", aber keine Rechtsstaats-Fans in den Medien. Charakterlosigkeit, Opportunismus und williges Anbiedern an die jeweils Mächtigen ist bei deutschen Journalisten offenbar genetisch bedingt. In Amerika will der Journalist die Regierung stürzen, in Deutschland will er Regierungssprecher werden und übt kräftig dafür.
    Wer die Presse im Fall Drygalla verfolgt, weiss: Es waren Journalisten/Denunzianten, die den "Skandal" aus Profitinteresse aus dem Nichts konstruiert, die Politik regelrecht aufgehetzt und eine Sportlerin wie im Mittelalter für rechtlos und "vogelfrei" erklärt haben. Das ist offenbar die Gefolgschaft des Journalistenführers Konken, der sich in der Hoffnung, es werde sich lohnen, bei Politikern anbiedert, die auf dem Weg zum Überwachungs- und Bevormundungsstaat sind. Neue Schleimer braucht das Land! Frau Drygalla hat keine Chance, sie wird geopfert.

    Vor der deutschen Journaille und vor dem DJV kann man sich nur noch ekeln. Der einsame Rufer in Brandenburg wird sicher auch noch fertiggemacht.

    08.08.12 11:56

    Johann Sajdowski

    Herr Konken scheint eine Profilneurose zu haben und den (meinen) Verband unter Teufel komm raus in die Schlagzeilen bringen zu wollen. Zuletzt meinte er die Presse- und Satirefreiheit an der Pipi- und Kacki-Front verteidigen zu müssen. Auch spricht er gerne für den Verband, wo er doch dafür gar nicht beauftragt wurde, also nur für sich selbst sprechen kann.

    08.08.12 10:06

    Angelika Faber

    Nun interessiert mich, wie der ziemliche linke DJV von seiner Sippenhaft-Palme wieder runterkommt, wenn sich auch die SPD-Genossen aus dem Staub machen. Wie sagte F.J. Strauss, als ihn einmal Linke niederschreien wollten: "Ihr wärt prima Nazis geworden." Vielleicht erfährt man mal, wie es den DJV-Leuten Minhard und Conen in dem Verband so geht. Fliegt ihr jetzt raus, weil ihr eure Meinung gesagt habt? Und warum steht im DJV-Forum nur "0 Kommentare"? Traut ihr euch nicht?

    07.08.12 22:14

    Hans Werner Conen

    Von "Qualität" keine Spur: Der (Nicht-) "Fall Drygalla" markiert einen neuen bedrückenden Tiefpunkt des Journalismus in Deutschland. Schon rudern die ersten Cleveren aus der abgewirtschafteten "Classe politique" - zu spät und deshalb als umfragengesteuerte Charakterlose erkennbar -kräftig zurück und möchten nun plötzlich mit "Hexenjagd", "Gesinnungsterror", "Gedankenpolizei", "Sippenhaft" oder "Schnüffeln im Privaten" nichts zu tun haben. Mag sein, daß sie so dem "Shitstorm" entkommen, der inzwischen über die selbsternannten politisch Korrekten hereingebrochen ist, die zur Selbstproflierung und Auflagensteigerung eine junge Frau ohne jede Faktengrundlage dafür beruflich und sozial hinrichten möchten, weil sie einen Freund hat, der eine "falsche" Gesinnung haben soll. Genaues weiß man nicht und will man nicht wissen.
    Dabei wird immer klarer, daß es einen großen Unterschied zwischen tatsächlicher öffentlicher Meinung und der in den Medien gibt. Nur der schwer überforderte und schlecht beratene Innenminister Friedrich hat nichts begriffen - nun will er das Privatleben der Sportler (warum nicht gleich aller, die Technik ist doch da?) in den Schlafzimmern ausforschen und "Bekenntnisse" fordern. Es war eben nicht alles schlecht bei Nazis und Kommunisten, meint wohl der CSU-Mann. Mal sehen, welche Sportler so rückgratlos sind, sich das gefallen zu lassen. Journalisten mit Rückgrat sucht man in der Sache eh vergebens.
    Der Bundesvorstand des DJV fordert (zusammen mit Bild, BamS und BMI?) unbeirrt laut Pressemeldung, Gesinnung und Sexualverhalten deutscher Sportler genau auszuspähen, wenn es um "Rechts" geht. Nur Linksextremisten, Antifa-Zündler oder Stalin-Fans haben ein Recht auf Privates und bleiben unbehelligt, auch beim Petting.
    Wir wollen keinen als politisch korrekt getarnten "Schweinejournalismus" gegen Meinungsfreiheit und Privatsphäre mit Hexenjagd und Gesinnungstests. Ein paar linke oder rechte politische Außenseiter sind ärgerlich, aber einem neuen Terrorstaat, der uns Denken und Reden verbietet, allemal vorzuziehen. Ich distanziere mich sich von den rechtsstaatswidrigen Forderungen des DJV-Bundesverbands.
    Hans Werner Conen
    DJV Berlin-Brandenburg ("Home Of The Brave")

    07.08.12 11:56

    Klaus Minhardt

    Hendrik Zörner belegt mit seinem Geschwafel meine Aussagen. Eine kleine Gruppe von Funktionären des Bundesvorstandes bestimmt, was Gut ist und erklärt Leute mit anderer Meinung zu Sektierern. Dabei befindet man sich dort längst am Rande des Rechtsstaates.

    Wahrscheinlich wünscht er sich auch eine Gedankepolizei, die alle einsperrt, die nicht Zörners Meinung denken.

    Hendrik Zörner interessiert nicht, was das Grundgesetz als Werte vorgibt. Da steht beispielsweise, dass niemand wegen seiner politischen Meinung benachteiligt werden dürfe.

    Frau Drygalla hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und die Meinung ihres Freundes spielt keine Rolle. Sie hat keine Journalisten zu Home-Stories eingeladen oder sich anderweitig exponiert. Sie darf daher auch nicht von schlagzeilengeilen Journalisten mit ihrem Privatleben durch den Dreck gezogen werden. Ebenso darf sie auch der Ruderverband in keiner Weise benachteiligen.

    Minister de Maizière hat völlig richtig gehandelt, als er meinte, dass man bei Frau Drygalla zu weit gegangen sei.

    Mir machen alle Feinde des Grundgesetzes Angst, die das noch immer nicht verstanden haben. Nicht Frau Drygalla ist das Problem, sondern Hendrik Zörner und verschiedene Journalisten von SZ und Co müssten vom Verfassungsschutz überwacht werden.

    PS: Ich habe keinen Grund hier unter Pseudonym zu schreiben. Ich finde diese Unterstellung ziemlich unverschämt

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