Die Bild rüstet sich offenbar tatsächlich für eine Kampagne gegen die ARD. In einer Stellungnahme gab die ARD bekannt, dass das Springer-Blatt zahlreiche Anfragen an die Pressestellen und Landesrundfunkanstalten gestellt habe. "Die Themenbreite war sehr groß, die Detailtiefe ungewöhnlich", heißt es darin. Viele Fragen drehten sich um die Gebührengelder, man habe alle sorgfältig und sachlich beantwortet. Auf MEEDIA-Anfrage dementierte ein Sprecher allerdings, dass man sich auf einen Gegenschlag vorbereite.
Demzufolge wolle man abwarten, was die Bild über die ARD berichte. "Nein, niemand ist in Aufruhr, wir neigen zur professionellen Begutachtung dessen, was geschieht – und bei Bedarf auch zu gelassener Zurückhaltung", heißt es in der Stellungnahme. Dass man die Anfragen auch an die WDR-Medienredaktion weitergegeben habe, sei ein normaler Vorgang. Das Team sei aber nicht extra dafür gegründet worden und man plane nun auch keinen Gegenangriff. Sollte die Bild über die ARD berichten, werde man das prüfen und gegebenenfalls mit einer Stellungnahme reagieren
Stefan Niggemeier hatte in der vergangenen Woche in seinem Blog berichtet, dass er in den vergangenen Wochen von einer Vielzahl an ARD-Leuten angefragt wurde, ob er sich zu den Methoden und Machern der Bild-Zeitung äußern wolle. Er vermutet, dass hinter der Flut von Anfragen kein journalistisches Interesse an Bild bestehe, sondern es sich um eine "prophylaktische Munitionierung gegen eine erwartete 'Bild'-Kampagne" handele. Weiter heißt es: "Der gegenwärtige Aktionismus der ARD ist vor allem eines: sensationell ungeschickt. Man muss die geplante Gegenkampagne nicht einmal medienethisch würdigen, sondern kann sich allein auf die Frage beschränken, ob sie hilfreich ist. Spätestens seit ihrem Bekanntwerden heute lässt sich das klar verneinen."
Zuvor hatte die Berliner Zeitung berichtet, dass die ARD eine "virtuelle Medienredaktion" aufbaue, um sich gegen die offenbar anstehende Kampagnen-Serie zu wappnen. Hintergrund ist wahrscheinlich der Streit zwischen Zeitungs-Verlegern und der ARD wegen der kostenlosen "Tagesschau"-App. Bereits zum 60. Geburtstag hatte die Bild unter dem Titel "Der große ARD-Report" eine Serie gestartet und über die Gebührenverschwendung und andere Missstände bei der Rundfunkanstalt berichtet.
Letzte Kommentare
20.07.11 19:50
Dennis Schmitz Web-Site
@Ulrich Parthier
lustig. Schaut man in die Einschaltquoten sind meist die privaten vorne. Die von ihnen angesehenen 99% Trash scheinen also nicht viele so zu sehen. Eher umgekehrt :-)
Es ging auch nicht um ARD, ZDF selbst sondern deren anderen Kanäle.
Auch bezog sich mein Kommentar auf die Geldverschwendung. Denn die Werbeeinnahmen von ARD und ZDF zusammen mit den GEZ Geldern sind nun mal mehr als die privaten zur Verfügung haben. Aber statt neue Blockbuster zu zeigen bekommt man "billige" Filme. Und der Rest wird für digitale Sender ausgegeben die echt keiner braucht. EinsPlus, EinsExtra und Einsfestival oder beim ZDF den infokanal oder den Theaterkanal.
Wer braucht so was? Schaut das jemand?
Und das Gelder verschwendet werden kommt ja immer wieder ans Tageslicht. Ihr Kommentar ist also eher dumm und auch unpassend.
Ach ja, zur APP.
Zeitungen müssen davon leben was die ARD in den "popo" geblasen bekommt. nämlich GELD. Ist doch klar das die dann nicht gerne sehen das die mit "geschenkten" GEZ Geldern den Markt kaputt machen. ihr bezahlt diese APP mit GEZ und bekommt noch Werbung im TV obendrauf als Sahnehäubchen. Dann lieber eine APP von denen die Nur davon leben.
19.07.11 22:48
Hans Dampfinallengassen
Immer die Gleiche Leier der BILD: Man ist neidisch auf den Erflog der anderen und sieht die Felle davon schwimmen. Die Tagesschau-App ist eine der besten Apps überhaupt. Bezahlt wird sie von jedem Gebührenzahler, also sollte sie auch jder nutzen! Im Gegensatz zur BILD werden hier Informationen gründlich und nach journalistischen Prinzipien recherchiert - wovon die BILD Lichtjahre weg ist.
Wenn man sich mal den Müll ansieht, was die privaten TV-Sender so versenden, dann wird einem schnell klar, was damit bezweckt wird:
Man möchte die Bürger zu unmündigen, dumm lallenden Menschen machen, die jeden Mist kaufen, ihre politische Meinung vom Springer-Verlag eingeimpft bekommen möchten und nur noch williges Wahl- und- Kaufvieh sind. Freie, kritische Informationen, für jedermann zugänglich und ohne Abzocke - das ist solchen Zielen natürlich ein Dorn im Auge.
19.07.11 22:48
Hans Dampfinallengassen
Immer die Gleiche Leier der BILD: Man ist neidisch auf den Erflog der anderen und sieht die Felle davon schwimmen. Die Tagesschau-App ist eine der besten Apps überhaupt. Bezahlt wird sie von jedem Gebührenzahler, also sollte sie auch jder nutzen! Im Gegensatz zur BILD werden hier Informationen gründlich und nach journalistischen Prinzipien recherchiert - wovon die BILD Lichtjahre weg ist.
Wenn man sich mal den Müll ansieht, was die privaten TV-Sender so versenden, dann wird einem schnell klar, was damit bezweckt wird:
Man möchte die Bürger zu unmündigen, dumm lallenden Menschen machen, die jeden Mist kaufen, ihre politische Meinung vom Springer-Verlag eingeimpft bekommen möchten und nur noch williges Wahl- und- Kaufvieh sind. Freie, kritische Informationen, für jedermann zugänglich und ohne Abzocke - das ist solchen Zielen natürlich ein Dorn im Auge.
18.07.11 20:21
Ulrich Schulze
@ Autor clueb: Zitat aus dem Text: . . . dass er (Niggemeier) in den vergangenen Wochen von einer Vielzahl an ARD-Leuten angefragt wurde . . . " Autor: Deutsch mangelhaft! üben! setzen! Danke
18.07.11 16:13
Ulrich Parthier
Habe selten so einen unqualifizierten Kommentar gelesen. Programmvielfalt sehe ich positiv. Und das das Programm der privaten Sender besser sei, ist für mich Märchenstunde. Das fällt zu 99% in die Rubrik Trash. Dümmer geht's immer!