Das weltweit meistgenutzte soziale Netzwerk hat es nun auch hierzulande geschafft: Facebook war im Juli das Netzwerk mit den meisten Nutzern in Deutschland und hat damit auch die bisherige Nummer 1 SchülerVZ überholt. Google errechnete in seinem Research-Tool Ad Planner 7,40 Mio. Unique Visitors aus Deutschland für Facebook, SchülerVZ fiel - wohl wegen der Schulferien - auf 6,70 Mio. zurück. Auch der Aufstieg von Twitter geht - wenn auch mit geringerer Geschwindigkeit - weiter.
So kletterte Twitter von 2,20 Mio. Unique Visitors im Juni auf nun 2,40 Mio. - und damit erneut auf einen neuen Rekordwert. Twitter gehört damit zu den 100 meistbesuchten Websites des Landes. An der Spitze hat Facebook nun einen Vorsprung von 600.000 Unique Visitors auf das zweitplatzierte StudiVZ, das mit 6,80 Mio. knapp vor den gemeinsamen Dritten SchülerVZ und wer-kennt-wen liegt. Zur Erinnerung: Die Google-Zahlen sind Hochrechnungen, die sich aus verschiedenen - auch externen - Forschungsdaten speisen. Sie zeigen, wie viele verschiedene Leute eine Website im jeweiligen Monat besucht haben. Im Fall der sozialen Netzwerke müssen diese Unique Visitors also nicht unbedingt aktive Nutzer oder Mitglieder sein. Zudem ist anzumerken, dass das VZ-Trio StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ natürlich noch die Nummer 1 wäre, wenn es sich um eine und nicht drei Websites handeln würde.
Mit Platz 5 zufrieden geben muss sich der einstige Überflieger MySpace, der sich im Vergleich zum Juni aber immerhin leicht verbessert hat. Die Top Ten wird durch MeinVZ, Stayfriends, Flickr, Xing und Twitter komplettiert. Da es im Ad Planner keine vernünftige Kategorisierung der Websites gibt, haben wir diese selbst vorgenommen. Als soziales Netzwerk haben wir dabei nur Websites eingestuft, bei denen der Netzwerk-Gedanke im Vordergrund steht. Nicht mit dabei sind daher Video-Communities wie MyVideo, Clipfish oder Sevenload, da es sich eher um Bewegtbild-Plattformen als um echte Netzwerke handelt.
Interessant ist der Erfolg des russischen Netzwerks odnoklassniki.ru, das im Juli laut Google 1,10 Mio. Unique Visitors aus Deutschland hatte. Offenbar vernetzen sich hier viele Deutschrussen/Russlanddeutsche mit Freunden und ehemaligen Klassenkameraden aus der alten Heimat. Die Top 20 der sozialen Netzwerke sah im Juli damit wie folgt aus:

10.12.09 22:21
Zora Zora Website
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With best wishes 8-), Zora.
03.12.09 20:21
Natividad Natividad Website
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Regards :) Natividad.
13.08.09 15:26
Patrick Fischer
Lieber Herr Schröder,
danke für die Recherche. Ich nehme den Vorwurf zurück. Dass der Vermarkter die für ihn so guten Zahlen zitiert, sehe ich zwar nicht als Beleg, aber so eindeutig außerhalb allem Vorstellbaren, wie ich das schrieb, ist die Zahl dann wohl nicht.
Was die Russlanddeutschen angeht, enthält der Begriff auch alle in Russland verbliebenen und der Deutschrusse bezeichnet nur den übergesiedelten Teil, ist mithin hier klarer. Ob er schief und diskriminierend ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
13.08.09 14:52
Ulrich Stewen
das war jetzt etwas übereilt: Natürlich heißen Russlanddeutsche, nachdem sie aus Russland oder Kasachstan nach Deutschland ausgesiedelt sind, weiterhin Russlanddeutsche - mehr oder weniger offiziell "Deutsche aus Russland". Der Begriff Deutschrussen hat sich zwar eingebürgert, ist aber inhaltlich schief und nicht selten von einem diskriminierenden Unterton begleitet. Dass er häufig in der Presse auftaucht, macht es nicht besser. Also am besten machen Sie's wieder rückgängig und Patrick Fischer hat was hinzugelernt.
13.08.09 14:43
Patrisck Fischer
...vielleicht weil sie sich weigern, die Zahlen zur Internetnutzung in Deutschland zur Kenntnis zu nehmen? Wir haben nur 43,3 Millionen onliner und davon sprechen bestimmt nicht 6 Millionen Russisch.
Haben Sie sich die Seite mal angeschaut? Auch ohne Russischkentnisse können Sie sehen, dass zum Log-in die Angabe der Schule und des Abschlussjahrgangs verlangt wird. Sie dürfen also getrost weiter mit 3 Millionen Ex-Schülern arbeiten und die hier geborenen außen vor lassen.
Die Zahl kann nicht stimmen und das hätten Sie merken können, wenn sie recherchiert hätten.
Manchmal erringt man Siege, indem man die eigene Fehlbarkeit eingesteht, statt diejenigen anzugehen, die auf die Fehler hinweisen. Ihre einzige Recherche war, einmal den Google AdPlanner anzuwerfen. Und dann vergisst man halt Angebote, wirft ethnische Gruppen durcheinander und kürt eventuell Sieger, die keine sind. Aber die Story war trotzdem schön zu lesen...