Nach Informationen von MEEDIA hat die Axel Springer AG am Donnerstag ca. 60 Mitarbeiter der Computer-Bild-Gruppe bis zum 15. Juni freigestellt. Sie hatten dem Übergang von der tarifgebundenen Springer AG in die tarifungebundene Computer Bild Digital GmbH widersprochen. Das Unternehmen nennt keine Mitarbeiterzahlen - aber damit hätten vermutlich knapp zwei Drittel der Mitarbeiter der Gruppe eine Freistellung erhalten. Was das für die Produktion der Zeitschriften bedeutet - unklar.
Die Vorgeschichte: Die Mitarbeiter der Computer-Bild-Gruppe, die bisher bei der Axel Springer AG angestellt waren, sollen per Betriebsübergang in die Computer Bild Digital GmbH wechseln. Dort arbeiten bisher die Redakteure der Online-Auftritte der Gruppe, zu der die Titel Computer Bild, Computer Bild Spiele und AudioVideoFotoBild gehören. Sie beziehen - da in einer tarifungebundenen GmbH angestellt - niedrigere Gehälter als ihre Kollegen vom Print.
Bis zum 29. Mai konnten Mitarbeiter der AG dem Betriebsübergang widersprechen. Dem Vernehmen nach entschieden sich knapp 60 Mitarbeiter zu diesem Schritt. Diesen Redakteuren gingen am Donnerstag Freistellungen zu, die bis zum 15. Juni gelten. In der Zwischenzeit sollen individuelle Gespräche mit der Personalabteilung geführt werden. Der Verlag bestätigt, dass Mitarbeitern Freistellungen zugegangen sind und nun individuelle Gespräche geführt werden sollen. Die von MEEDIA genannte Zahl der Mitarbeiter, die sich gegen einen Wechsel entschieden haben, will der Verlag aus grundsätzlichen Erwägungen heraus nicht kommentieren.
In einer Redaktionskonferenz soll Verlagsleiter Hans Hamer gesagt haben, der Verlag bedauere, dass sich bisher so wenig Mitarbeiter entschieden hätten, in die GmbH zu wechseln. Auf MEEDIA-Nachfrage äußert sich Springer-Sprecher Tobias Fröhlich: "Wir freuen uns, dass wir viele Mitarbeiter davon überzeugen konnten, den
Neustart der Computer Bild-Gruppe in der neuen Gesellschaft mit zu gestalten. Damit ist Produktion der aktuellen Ausgaben der Gruppe komplett sichergestellt."
Der Plan zur Ausgliederung der Gruppe war schon länger bekannt und wurde vom verantwortlichen Vorstand Andreas Wiele wie auch von Springer-Chef Mathias Döpfner wiederholt als notwendig und zukunftssichernde Maßnahme bezeichnet. Döpfner hatte den Mitarbeitern gegenüber als Begründung für den Schritt angeführt, die Gruppe leide "seit vielen Jahren unter einem stark rückläufigen Vertriebs- und Anzeigenmarkt."
Der Sozialplan für Mitarbeiter der Gruppe wurde am 21. Mai beschlossen. Mitarbeiter, die in die GmbH wechseln, können bis Ende März 2013 nicht betriebsbedingt gekündigt werden. Über die Details informierte am Mittwoch das DJV-Organ Journalist.
Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Verlagsleiter Hans Hamer habe gesagt, der Verlag sei "enttäuscht" über die Entscheidung vieler Mitarbeiter, nicht in die GmbH zu wechseln. Laut Ohrenzeugen sagte Hamer tatsächlich, der Verlag "bedauere" die Entscheidung.
Zurück in Berlin, stellt Bild-Chefredakteur Kai Diekmann gleich unter Beweis, was er im Silicon Valley gelernt hat – nämlich wie Social Media funktioniert. Gestern rief Diekmann Nutzer via Twitter dazu auf, ihre Schlagzeilen-Vorschläge zum Besuch von US-Präsident Barack Obama in Berlin zu liefern. „Was sagt Obama uns Deutschen heute?“ fragte Bild. Vier Sprüche wurden dem US-Präsidenten... mehr...
Es ist eins der Buzzwords der digitalen Gegenwart: "Big Data". Die Spiegel-Leserschaft interessiert es allerdings nur wenig. So fiel die Ausgabe 20/2013 des Magazins - Titelzeile "Leben nach Zahlen" - am Kiosk durch. Nur 251.770 Leute griffen im Einzelverkauf zu der Ausgabe, der zweitschwächste Wert seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er-Jahre. Die Cover-Check-Woche... mehr...
Mit dem Investigativ-Format “Team Wallraff” konnte RTL am Montag einen veritablen Quotenerfolg verbuchen. Waren die Neustarts der vergangenen Woche für die Kölner nicht gerade glücklich verlaufen, holte die Sendung mit dem Enthüllungsjournalisten Günther Wallraff und Pia Osterhaus mit 2,09 Millionen Zuschauern und 20,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen den Tagessieg. Der Sender zeigt... mehr...
Die Debatte um die Zeit-Honorare geht in die nächste Runde: Jetzt melden sich die Freischreiber zu Wort und springen der Journalistin Silke Burmester zur Seite. Die hatte mit einem Interview, das sie mit dem Geschäftsführer der Wochenzeitung Rainer Esser geführt hatte, den Stein ins Rollen gebracht. Der Verband fordert, der Verlag möge die Honorare "öffentlich und transparent" machen.... mehr...
Medien und ihre Manager sind immer gut für den einen oder anderen flotten Spruch. Fragt man die Entscheider der Branche, sind die nie um eine Antwort verlegen. Da ist alles sorgfältig abgewogen und für gut befunden. Dass einer mal zugeben würde, dass er oder sie eben nix weiß - Fehlanzeige. MEEDIA hat einige Mediensprüche gesammelt, die vielleicht die eine oder andere Wahrheit oder... mehr...
Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat auf die Ankündigung einer Klage der WAZ-Journalisten Daniel Drepper und Niklas Schenck reagiert, die zuvor umfangreiche Auskünfte über Vorgänge in Bundessportverbänden eingefordert hatten. Die Redakteure sehen durch die Forderung einer Bearbeitungsgebühr von 15.000 Euro die Pressefreiheit gefährdet. Seitens des BMI heißt es, man habe mit den... mehr...
Ein ausgewiesener Digital-Experte für ein altehrwürdiges Printhaus: Veit Dengler wird neuer CEO der NZZ-Mediengruppe. Der 44-Jährige folgt auf Albert P. Stäheli und fängt bereits im Oktober an. „Wir haben uns gezielt für eine Führungspersönlichkeit entschieden, welche die digitale Zukunft des Unternehmens gestalten und gleichzeitig die langjährige Tradition der NZZ bewahren wird“,... mehr...
Neben finanziellen Problemen kämpfen Zeitungen auch mit einem zunehmenden Vertrauensverlust der Leserschaft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup in den USA. Im Vorjahr hätten noch 25 Prozent der Befragten angegeben, ihrer Zeitung zu vertrauen. In diesem Jahr ist der Wert auf 23 Prozent gesunken. 2011 waren es sogar noch 28 Prozent. Noch... mehr...
Die RTL-Dschungelshow “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” ist für den strauchelnden TV-Marktführer in der Zielgruppe mittlerweile zum Vorbild für neue Formate geworden. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte RTL-Geschäftsführer Frank Hoffmann, die Dschungelshow sei eine “Berufsschule für alle, die im Fernsehen etwas Besonderes auf die Beine stellen wollen.” RTL könne von... mehr...
Die Pius-Bruderschaft rief vergangene Woche zu Massenanzeigen gegen die TV-Komikerin Carolin Kebekus auf. Die Pius-Anhänger schienen dem Aufruf Folge zu leisten. Mittlerweile liegen bei der Staatsanwaltschaft Köln rund zehn Anzeigen gegen die 33-Jährige vor, die für ihre neue Show “Kebekus” als frivole Nonne “Dunk den Herrn” rappte und sich damit nicht nur Ärger mit dem Aufftraggeber... mehr...