Steffen Seibert ist ein Twitter-Phänomen: Der ehemalige ZDF-Moderator, der seit Februar 2011 als Sprecher die Bundesregierung im Social Media-Zeitalter vertritt, besitzt einen der am kritisch beäugten Twitter-Accounts des Landes. Mehr als 58.000 Nutzer folgen dem @RegSprecher inzwischen. Auf der re:publica erklärte der 51-Jährige seine Twitter-Aktivitäten – und zwar selbstbewusster und offener als es das Korsett des Regierungssprechers vermuten ließ. Seiberts Auftritt kam vor allem beim weiblichen Publikum gut an.
Steffen Seibert unplugged: Ganz ohne Plattitüden und vorgefertigten Pressesprech stellte sich der @RegSprecher am dritten Tag der re:publica in einem einstündigen Gespräch der Netzgemeinde. Der 51-jährige Münchner hatte vor allem den weiblichen Teil des Publikums von seiner ersten Antworten an auf seiner Seite, wie ein Blick auf die Twitter-Timeline beweist.
„Der flirtet doch mit dem Publikum“, merkte etwa Viel-Twitterin Teresa Bücker (@fraeulein_tessa) an. „Ein großer Timelineflausch“ ergießt sich den @regsprecher“, fand auch Martina Pickhardt (PickiHH). „Der RegSprecher wird vom weiblichen Teil der #rp aber so was von angeschmachtet“, bemerkte ein anderer Twitterer. Während gar Twitter-Vizechefin Katie Stanton (@KatieS) Seibert den Ritterschlag erteilte: „He is doing a good job“.
„Nicht weiter hinter dem Vatikan zurückbleiben“
Wie gelang dem @RegSprecher die Charmeoffensive? Vor allem in schlagfertigen Formulierungen und rhetorischen Spitzen, die man von ansonsten eher glatten Merkel-Sprecher so nicht kannte. „In Sachen Modernität sollte man nicht weit hinter den Vatikan zurückfallen“, merkte Seibert zum Start des Regierungsprecher-Accounts an, der im Februar 2011 an den Start ging –und damit nach den Twitter-Aktivitäten der amerikanischen, russischen, britischen oder französischen Regierung und eben auch des Vatikans.
Er selbst habe unterschätzt, wie viel Spaß im Twitter mache und überschätzt, wie viel Zeit die Twitter-Aktivitäten tatsächlich in Anspruch nähmen. Die Idee zum Twitter-Account habe Seibert selber gehabt („keine Großtat“), Bundeskanzlerin Merkel sei sofort aufgeschlossen gewesen, erklärt der frühere ZDF-Anchorman den Start des Projekts im Februar 2011.
„Dem Journalismus wird nichts weggenommen“
Eine großangelegte Social Media-Strategie habe es im Vorfeld nicht gegeben. Es gehe schlicht darum, über alle modernen Kanäle „über die Arbeit der Regierung zu informieren.“ Seibert betonte, dass dem Journalismus durch die Verbreitung über den 140-Zeichen-Dienst „nichts weg genommen“ werde.
Als Zielsetzung nannte der gelernte Fernsehjournalist halb augenzwinkernd die Drei-Millionen-Follower-Marke, die Barack Obama zum Start Anfang 2011 inne hatte – nahm von den Ambitionen angesichts der Beschränkung auf die deutsche Sprache aber schnell wieder Abstand. Nach nunmehr 15 Monaten kommt der @RegSprecher-Account auf rund 58.000 Follower.
Seibert bestätigt noch einmal, dass alle Tweets von ihm persönlich verfasst werden („ich drücke auf den Knopf“). Im kommenden Jahr wolle der RegSprecher, der kein Problem damit habe, den Account im Falle eines Regierungswechsels an seinen Nachfolger zu übergeben, wieder zur re:publica kommen – „zum Zuhören“.
Seit dem Ende von "The Voice Kids" vor 14 Tagen ist der Weg für RTL an Freitagen im jungen Publikum wieder frei. An "Let's Dance" kommt niemand mehr vorbei, die Sat.1-Shows wie der "IQ Test" oder diesmal "32Eins!" versagen bitter. Im Gesamtpublikum gewann allerdings die Tragikomödie "24 Milchkühe und kein Mann" den Tag - mit 5,86 Mio. Zuschauern und starken 19,6%. Auch bei den 14- bis... mehr...
Während in ganz Deutschland die Fußballfans am Samstagabend vor den Fernsehern sitzen und beim Champions League-Finale mitfiebern, damit ja ihr Team gewinnt, hoffen in den Redaktionen der großen Sonntagszeitungen einige Print-Profis, dass es ja keine Verlängerung gibt. Denn je länger das Match geht, desto weniger Ausgaben werden am Sonntag das Endergebnis verkünden können. Die BamS... mehr...
Die Funke-Mediengruppe (ehemals WAZ-Gruppe) zieht sich bei Radio Herne zurück. Grund: Der Sender sei seit seiner Gründung 1990 defizitär. Konkret hat die zur Mediengruppe gehörende Westfunk, die insgesamt zwölf NRW-Sender betreibt, angekündigt, den Vertrag mit der Veranstaltergemeinschaft von Radio Herne zum Jahresende zu kündigen. Bis dahin könne die Veranstaltergemeinschaft... mehr...
Neues von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Nachdem er von seinem Team zum Twittern gezwung... , äh, überredet wurde, pflegt der Sozialdemokrat eine erfrischend old-school-mäßige Methode des Twitterns: Er schreibt seine Tweets per Hand. Bertelsmann-Boss Thomas Rabe erlaubt im Rolling Stone Einblicke in seine Vergangenheit als - Hüstel - Punkrocker. Und unsere Printmedien... mehr...
Die europäische Fußball-Königsklasse war in Deutschland nie so populär wie heute. Am Samstag wird es beim deutsch-deutschen Finale mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen neuen Alltime-Einschaltquotenrekord für Champions-League-Spiele geben. Der bisherige vom "Finale dahoam" aus dem Vorjahr liegt bei 16,79 Mio. Zuschauern, wurde aber schon im Halbfinal-Rückspiel 2013... mehr...
Die hanseatische Medienprominenz ist in heller Aufregung: Ihr Lieblingsitaliener, die Osteria Due, soll abgerissen werden. Jetzt machen Ulrich Wickert, Hellmuth Karasek und Giovanni di Lorenzo mobil und kämpfen für das Nobel-Restaurant im feinen Stadtteil Rotherbaum. Gegenspieler der alten Medienelite ist Xing-Gründer und Internet-Millionär Lars Hinrichs, dem Haus und Grundstück... mehr...
Sky Deutschland will schon seit Längerem eigene Serien produzieren. Jetzt nennt der Sender einen Termin: 2015 soll die erste Eigenproduktion ausgestrahlt werden. Welche Größenordnung angestrebt wird, scheint ebenfalls klar zu sein. "Wir sollten eine Koproduktion in Form einer Event-Serie machen", sagte Sky-Aufsichtsrat Mark Kaner zum Handelsblatt. Als Vorbild nennt er die Erolgs-Serie... mehr...
Die norwegische Zeitung Verdens Gang hat von Mittwochmorgen bis Donnerstagabend ein 30-stündiges Live-Interview auf ihrer Website übertragen - Weltrekord. Mads A. Andersen befragte den norwegischen Schriftsteller Hans Olav Lahlum. Gesprächsstoff hatten die beiden genug, Lahlum gilt als Experte in Sachen US-Präsidenten. Über die US-Politik wurde dann auch drei Stunden geredet. Den... mehr...
Vor wenigen Tagen sorgte “heute journal”-Moderator Claus Kleber für Schlagzeilen, weil er zusammen mit Ex-”Tagesthemen”-Moderator Ulrich Wickert in der Zeit die “Tagesschau” wegen ihres Sprecher-Prinzips kritisierte. "Ich glaube, dass sich dieses Konzept gerade überlebt", sagte Kleber. Nun hat “Tagesschau”-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke im “Tagesschau”-Blog darauf reagiert. Gniffke übt... mehr...
Fahrradfahrer aufgepasst: Nachdem Radtouren in Google Maps bereits in verschiedenen europäischen Ländern gelauncht wurden, lotst Google nun auch deutsche Radler durch die Straßen. Ähnlich wie bei der Funktion für Autos und Fußgänger wird Google Maps fortan die besten Routen für das Rad anzeigen. Via Android-Smartphone kann man sich die Navigation sogar ins Ohr sagen lassen, ohne die... mehr...