Es ist ein Experiment. Ab dem 4. Juni wird es jeden Werktag eine Ausgabe der tagesWEBschau geben. Die Sendung wird zunächst ab 17 Uhr auf den ARD-Digitalkanälen tagesschau24, Eins Festival und Eins Plus ausgestrahlt. Im Anschluss wird sie dann auch online zu sehen sein. Mit dem neuen Format plant die ARD, vor allem jüngere Zuschauer zu erreichen. Im Mittelpunkt der Sendung sollen Nachrichten rund um das Thema Internet stehen. Kommentiert werden die Beiträge von einer Off-Stimme.
Am Projekt tagesWEBschau sind in erster Linie Radio Bremen, der Hessische Rundfunk und ARD-aktuell in Hamburg beteiligt. Das Kernteam sitzt in der sogenannten „Digitalen Garage“ von Radio Bremen, wo vor allem ehemalige Volontäre des Senders an dem Projekt arbeiten. Die Grafiken steuert der Hessische Rundfunk bei, die redaktionelle Abnahme erfolgt schließlich bei ARD aktuell in Hamburg.
Angedacht ist, dass die zwei- bis dreiminütige Sendung immer aus drei Beiträgen besteht, die von einer Off-Stimme kommentiert wird. Wie Jan Weyrauch, der Programmdirektor von Radio Bremen, auf einer Pressekonferenz erklärte, soll es einerseits um die „Welt der Nachrichten aus der Sicht des Netzes“ gehen. Zum anderen stehen News, die das Netz selbst hervorbringt, im Mittelpunkt.
Zu der Sendung soll es einen interaktiven Player geben. User können im Netz die Beiträge stoppen und sich per Klick weitere Informationen zu den Beiträgen holen.
Vorerst wird das Projekt ein halbes Jahr lang getestet. Während dieser Zeit soll ein Team der Universität Bremen eine Qualitätsanalyse erstellen. Sind die Daten zufriedenstellend, wird die tagesWEBschau sicher weitergeführt.
Wie Kai Gniffke, der Chefredakteur von ARD-aktuell betonte, sei die tagesWEBschau keine Marketing-Maßnahme. Es ginge vielmehr darum, junge Menschen zu erreichen und zu informieren. Eine eigene Mobile-App ist nicht angedacht. Wie Gniffke erklärte, soll die tagesWEBschau aber in die Tagesschau-App integriert werden.
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