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Donnerstag 12. April 2012 14:46

Monster-E-Book zu den Rolling Stones

Interessantes Projekt: Die Macher der Website The Interview People planen ein mindestens 2.000 Seiten umfassendes Monster-E-Book zu 50 Jahren Rolling Stones. Die Finanzierung des Riesenprojekts soll via Crowdfunding laufen. Über eine Website kann man sich daran beteiligen. Das E-Book besteht aus alten Artikeln und Archiv-Material. Für jedes Jahr soll es eine eigens für das E-Book geschriebene Einführung des in London lebenden Musikjournalisten Hanspeter Künzler geben.

Das E-Book zu 50 Jahren Rolling Stones soll in zwei Teile gesplittet sein: die ersten 25 Jahre und die zweiten 25 Jahre. Das digitale Kompendium besteht dann im wesentlichen aus Archivmaterial. Sie hätten bereits hunderte Print-Artikel aus Zeitungs- und Zeitschriftenarchiven gesammelt und digitalisiert schreiben die Initiatoren auf ihrer Crowdfunding-Seite, darunter u.a. ein Interview mit der Mutter von Mick Jagger aus den 60r Jahren. Das sei einfach zu interessant, um es in einem Keller-Archiv verrotten zu lassen. “Wir denken, es ist total interessant, all diese Interviews und Artikel zu haben und das Flair dieser lange vergangenen Tage zurückzubringen”, schreiben sie. So etwas könne keine Biografie leisten. Eine iBook-Version soll auch alte Radio-Interviews mit den Stones enthalten.

Hinter dem Projekt stecken Mathias Würfl sowie Michael und Uli Karg, die die Website theinterviewpeople.com betreiben, über die Interviews zweitvermarktet werden können. Für das neue Projekt wurde eigens die Schwesterfirma The eBook People GmbH ins Leben gerufen. Nach eigenen Angaben haben die drei bisher selbst 15.000 US-Dollar in das Projekt investiert, brauchen aber weitere 25.000 Dollar zur Fertigstellen. Die Rechte an dem Archivmaterial, die Digitalisierung und Aufbereitung als E-Book sowie die Promotion kosten eben Geld.

Das Geld wollen sie nun mittels Crowdfunding hereinholen. Man kann sich mit 15, 30, 60 oder 200 Dollar an der Finanzierung beteiligen und erhält dann neben dem E-Book je nach Betrag auch eine Erwähnung auf einer Spender-Website. Bei Filmen hat Crowdfunding bereits bei einzelnen Projekten gut funktioniert. So konnten die Macher des “Stromberg”-Kinofilms in nur einer Woche eine Million Euro zur Produktion via Crowdfunding auftreiben.

Das Interesse an dem Stones-E-Book ist derzeit noch eher gering. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden.

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Letzte Kommentare

Anzeige: 1 - 8 von 8

22.05.13 09:16

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I must say, I thought this was a pretty interesting read when it comes to this topic. Liked the material. . . . .

28.11.12 11:50

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2000 Seiten alte Interviews, das ist nur etwas für Sammler. Und die wollen es dann als gedrucktes Coffee-Table Book, das man mal nebenbei durchblättert aber keinesfalls als e-book.

27.11.12 12:15

quinceanera limousine jibi Web-Site

Das Geld wollen sie nun mittels Crowdfunding hereinholen. Man kann sich mit 15, 30, 60 oder 200 Dollar an der Finanzierung beteiligen und erhält dann neben dem E-Book je nach Betrag auch eine Erwähnung auf einer Spender-Website.

27.06.12 12:17

Peter Stahlmann Web-Site

Hallo zusammen! Kurze Frage: Wo kann man das E-Book von den Stones bekommen? Gruß, Peter

13.04.12 14:38

Paul Müller

Ja OK, evtl ist es doch nicht so schlecht:
http://www.vogue.de/kultur/kultur-blog/total-stoned-ein-mega-e-book-zu-den-rolling-stones-ist-in-planung

13.04.12 14:17

Peter Schmidt

Ich sehe es wie Paul Müller:

2000 Seiten alte Interviews, das ist nur etwas für Sammler. Und die wollen es dann als gedrucktes Coffee-Table Book, das man mal nebenbei durchblättert aber keinesfalls als e-book.

Für diesen Zweck gibt es schon ein sehr schönes Buch über die Rolling Stones von Bill Wyman: http://www.amazon.de/Bill-Wymans-Rolling-Stones-Story/dp/3831003912

Trotzdem: Netter Versuch!

13.04.12 11:23

Stefan Winterbauer

@Paul Müller Jo. Ich finde das Projekt schon ganz interessant für Leute, die sich für die Rolling Stones interessieren. Dass die Initiatoren damit dickes Geld verdienen können, wage ich zu bezweifeln. Es ist halt ein Versuch. Ob das klappt, wird sich zeigen. Man muss solche Initiativen, die nicht von Großverlagen kommen, auch nicht gleich kaputtreden.

13.04.12 11:13

Paul Müller

In erster Linie geht es wohl darum, ordentlich Geld zu verdienen. Deshalb haben die Jungs auch deutschlandweit Bettelbriefe an Redaktionen geschrieben. Und Dank Journalisten wie Ihnen bekommen sie nun auch die Plattform - for nothing.Dabei sind Konzept und vor allem Vermarktung völlig unklar. Wurde denn tatsächlich etwas noch nicht über die Rolling Stones geschrieben? Nur die Wiederveröffentlichung alter Interviews kann's ja wohl nicht sein. Wer will das lesen?

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Stefan Winterbauer ist Medienjournalist und schreibt für MEEDIA über Print, TV, Internet und den digitalen Wandel.

 

 

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