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Dienstag 08. Mai 2012 16:30

next12: "Nächstes Facebook aus Berlin"

Nach der re:publica ist vor der next: Vier Tage nach der Bloggerkonferenz trifft sich nun die Digitalwirtschaft im Rahmen der Berlin Web Week in exakt derselben Location – dem ehemaligen Postbahnhof, Station Berlin. Telekom-Chef René Obermann eröffnete die von der Hamburger Online-Agentur SinnerSchrader bereits zum siebten Mal veranstaltete Digitalkonferenz und stellte dabei den Inkubator des Dax-Konzerns vor – hub:raum. Echte Speaker-Highlights fehlten allerdings am ersten Tag.

Selbe Location, anderes Event: Im Rahmen der Berliner Web Week versammelte sich die europäische Internet-Wirtschaft zum dritten Mal in der Station Berlin, in der auch von Mittwoch bis Freitag die re:publica gastiert hatte. Stimmung und Setting könnten nicht anders sein: Hat die re:publica immer ein bisschen das Flair einer Klassenfahrt, verströmt die next eher den unterkühlten Charme eines Business Lounge-Besuchs.

Betonte nüchtern eröffnete Telekom-Chef René Obermann in seiner 20-minütigen Keynote die siebte next-Konferenz. Der Vorstandschef des Dax-Konzerns kam nicht von ungefähr auf Digital-Event: Die Telekom, die die next erstmals als Sponsor mitunterstützt, verkündete den Launch eines eigenes Inkubator-Programms.

René Obermann: "Wir öffnen uns"

Mit hub:raum will der ehemalige Staatsmonopolist  die „Schnittstelle zwischen Startups und der Deutschen Telekom“ schaffen. "Wir öffnen uns", erklärte Obermann. "Wir müssen Innovation von draußen reinholen." Dafür nun der Schulterschluss mit der Startup-Szene. Gründer können vom Telekommunikationsriesen mit einem Funding von 300.000 Euro rechnen. 

"Durch unser Beteiligungsmodell und die damit einhergehende Zusammenarbeit ist euer Erfolg unser Erfolg", verkündet die Telekom. Zehn bis 15 Startups sollen jedes Jahr gefördert werden. Angesiedelt wird hub:raum – wenig überraschend – in Berlin sein. 

Glänzer: "In Berlin passiert so viel wie nirgends in Europa"

Warum die Hauptstadt für die Telekom für die Startup-Förderung so interessant ist, erklärte der frühere ricardo-Gründer Stefan Glänzer in seinem Gespräch mit Techcrunch Europe-Chefredakteur Mike Butcher. "Berlin boomt, in der Startup-Szene passiert hier gerade so viel wie nirgends in Europa", so der Venture Investor, der im vergangenen Jahr  den Frühphasenfonds Passion Capital auflegte. 

Die Berliner Internetwirtschaft sei dabei, "die Brücke zu London und New York zu bauen", glaubt Glänzer, der seit 12 Jahren in der britischen Hauptstadt lebt.  Deutsche Gründer wären hochmotiviert und würden  sehr ergebnisorientiert arbeiten. "Das nächste Facebook oder Twitter kommt aus Berlin", ist sich Glänzer sicher.

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Nils Jacobsen
ist Wirtschaftsjournalist und Internetexperte in Hamburg. Der studierte Germanist und Medienwissenschaftler berichtet seit mehr als einem Jahrzehnt über die Entwicklung der Aktienmärkte und Internet-Wirtschaft - u.a als Chefredakteur der Portale clickfish.com, US FINANCE.de und YEALD.de. In dieser Tradition schreibt, analysiert und bloggt Jacobsen für MEEDIA über das Beste der beiden Welten Internet und Wirtschaft.

 

Folgen Sie ihm auf Twitter: @crackr

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