Als Deutschlands führende Werbemarktstatistiker von Nielsen Media Research vor einigen Tagen die Brutto-Werbeumsätze der ersten drei Quartale veröffentlichten, verbreiteten sie gleichzeitig Optimismus: "Im zweiten und dritten Quartal wurde das leichte Werbeminus des ersten Quartals überkompensiert, wobei sich das dritte Quartal als das bislang Stärkste erwies. Dies zeigt, dass die weltweite Finanzkrise den deutschen Werbemarkt noch nicht spürbar erreicht hat", hieß es in der Nielsen-Pressemitteilung. Kein Wunder, dass zahlreiche Medien die vermeintlich positiven Nachrichten zitierten, druckten und veröffentlichten. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt allerdings, dass es keineswegs so gut aussieht, wie die Nielsen-Zahlen suggerieren. Im Gegenteil: Die Krise ist längst im deutschen Werbemarkt angekommen.
Schaut man sich nämlich einzig die September-Zahlen des Jahres 2008 an und vergleicht sie mit dem Vorjahresmonat, so sieht die Situation äußerst bitter aus. Alle Mediengattungen lagen im September unter dem bisherigen Jahresdurchschnitt, in den nicht-elektronischen Gattungen gab es sogar heftige Umsatzverluste im Vergleich zum September 2007. Am schlimmsten traf es dabei die Publikumszeitschriften: Mit Brutto-Werbeeinnahmen von 334,66 Mio. Euro lag die Branche schlimme 10,9% unter den 375,46 Mio. Euro aus dem September 2007. Den Tageszeitungen gingen 2,7% verloren, dem Radio 3,1%. Einzig das Fernsehen und das Internet lagen über den Vorjahresumsätzen. Insbesondere im Internet gab es aber nur noch ein Plus von 12,3% - im Vergleich zum Gesamtwert der drei bisherigen Quartale, die 37,2% über dem Vorjahr lagen, ist also auch hier ein ziemlicher Einbruch zu beobachten.
"Nicht Spürbar" sieht irgendwie anders aus.
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Kategorie: Internet, Fernsehen, Print, Musik & Radio, Werbung
Die US-Medien haben im ersten Quartal nur 0,6% mehr mit Werbung umgesetzt als 2007. Laut einer aktuellen Analyse der Marktforscher von TNS Media Intelligence haben dabei vor allem die Radio- und die Tageszeitungs-Branche verloren. So liegt die Radiowerbung - ähnlich wie in Deutschland - 4,5% unter dem Vorjahr, Tageszeitungen gingen sogar 5,2% der Anzeigenumsätze verloren. Der große Gewinner ist ein weiteres Mal das Internet: Die Umsätze mit Bannerwerbung stiegen demnach um 8,5%. Im Vergleich zu den zweistelligen Zuwachsraten des vergangenen Jahres ist aber auch das eine leise Enttäuschung. Die Zahlen im Einzelnen:
(via "Advertising Age")
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Kategorie: Werbung
Laut Interactive Advertising Bureau Europe (IAB Europe) hat der europäische Markt für Internet-Werbung im Jahr 2007 um 40% auf nunmehr 11,2 Milliarden Euro zugelegt. Der internationale Zusammenschluss aus Verbänden und anderen Organsationen (Deutsches Mitglied: Bundesverband Digitale Wirtschaft) hat diese Zahl am Montag in einer aktuellen Studie veröffentlicht. Errechnet wurde sie aus Angaben der verschiedenen nationalen IAB-Europe-Mitglieder - diese wiederum hat PricewaterhouseCoopers zusammengefasst und analysiert.
Mit den 11,2 Milliarden Euro hat der europäische Online-Werbemarkt weiter Boden zur US-Branche gut gemacht. Dort wurde laut IAB im Jahr 2007 rund 14,5 Mrd. Euro mit Reklame im Internet umgesetzt. Der Vorsprung der USA auf Europa ist damit im Vergleich zu 2006 von 4,3 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro geschrumpft. Vergleichsweise viel Geld wird mit Internet-Werbung in den Niederlanden umgesetzt: Laut der Studie beträgt der Marktanteil des Netzes am Gesamt-Werbemarkt dort 18,5%. Auf den weiteren Plätzen folgen Norwegen (15,6%) und Großbritannien (15,3%). In Deutschland liegt der Marktanteil laut IAB bei 11,6%.
Mehr Informationen zu der Studie finden sich auf der IAB-Europe-Website.
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Kategorie: Internet, Werbung
Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) verbucht für 2007 ein nur leichtes Wachstum im Werbemarkt - für 2008 wird sogar eine Stagnation prognositiziert. Im Rahmen der Vorstellung seines Jahrbuchs "Werbung in Deutschland" zog der Verband seine tradtionelle Bilanz. Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Netto-Werbeeinnahmen stiegen 2007 in den deutschen Medien um 2,0% an - von 20,35 Mrd. Euro auf 20,76 Mrd. Euro.
- Das Wachstum schwächte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (+2,6%) wieder ab.
- Bei den einzelnen Medien-Gattungen ist das Internet mit einem Plus von 39,2% der große Gewinner.
- Verloren haben 2007 die Pulikumszeitschriften (-1,8%), sowie die Kinowerbung (-9,6%), die allerdings schon seit einiger Zeit Jahr für Jahr deutlich verliert.
Im Einzelnen verteilt sich der große Werbekuchen wie folgt auf die einzelnen Branchen:
Im Gegensatz zu den von Nielsen Media Research gemessenen Butto-Werbeumsätzen sind die Daten des ZAW Netto-Zahlen, sie spiegeln also die tatsächliche Lage auf dem Markt theoretisch etwas genauer wider. Einschränkend muss allerdings dazu gesagt werden, dass die Zahlen in gewissem Maße auf Hochrechnungen, Umfragen und Vermutungen beruhen.
2008 wird sich der Werbemarkt laut ZAW sogar noch weiter abschwächen. "Die Gefahr wächst, dass der deutsche Werbemarkt erneut in die Rezession abgleitet", sagte ZAW-Präsindetn Michael Kern bei der Vorstellung des Jahrbuchs in Berlin. Im weltweiten Vergleich war das deutsche Wachstum schon 2007 zu schwach und liegt deutlich unter dem globalen Wert von 4,7%. Auch 2008 dürfte Deutschland mit maximal 1 % Wachstum am Ende des Rankings der großen Industrienationen liegen. In Großbritannien werden laut ZAW für das laufende Jahr 6 % Plus prognositiziert, in den USA rund 4% und in Frankreich immerhin fast 2%.
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Kategorie: Internet, Fernsehen, Print, Werbung, Musik & Radio

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