Liebe Leser des "Mr. Analyzer"-Blogs,
mit dem heutigen Tag ändern sich die Inhalte dieses Blogs etwas. Wie Sie in den vergangenen Monaten sicher gemerkt haben, wurde das Blog immer mehr zur Veröffentlichungs-Plattform des Rookie-Rankings. Andere Inhalte gab es kaum noch. Der Grund dafür ist, dass die Entscheidung, welche Analyse im Blog und welche Analyse in den einzelnen Ressorts auf MEEDIA.de stattfindet, zu schwierig wurde. 95% meiner IVW-, AGOF-, MA-, oder Quoten-Analysen fanden inzwischen außerhalb des "Mr.Analyzer"-Blogs statt, weil sie in den Ressorts Internet, Print, TV oder Radio besser aufgehoben schienen. Und genau dann macht ein Blog, in dem es ja eigentlich um all diese Zahlen gehen sollte, keinen richtigen Sinn mehr.
Nun also der Neustart: Ab sofort erkläre ich im "Mr. Analyzer"-Blog all die Zahlen und Studien, über die ich schreibe. Was genau ist die verkaufte Auflage, was misst die AG.MA und was der Google-Ad-Planner? Wie genau sind Einschaltquoten und warum wird das Wort "Unique" in der Internet-Branche oft falsch verwendet? Ab sofort erkläre ich Ihnen also die Fakten hinter den Zahlen. Für Fragen und Anregungen bin ich wie immer sehr dankbar.
Viel Spaß also im neuen "Mr. Analyzer"-Blog!
PS: Das Rookie-Ranking stirbt mit der Neu-Ausrichtung des Blogs natürlich nicht, es ist ab sofort immer montags im TV-Ressort zu finden.
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Kategorie: Internet, Fernsehen, Print, Musik & Radio
Glaubte man Anfang des Jahrzehnts noch, die "Bravo" würde eines der ersten Opfer des Internet-Booms, weil Jugendliche dem Magazin zu Hunderttausenden den Rücken kehrten, hat sich die verkaufte Auflage des Teenie-Klassikers seit 2005 - wenn auch im Vergleich zu den 90er Jahren auf überschaubarem Niveau - stabilisiert. In der vierten Folge unseres 10-Jahre-Checks werfen wir einen Blick auf die "Bravo" und zeigen die meistverkauften Titelbilder seit 1999 - mit einigen Überraschungen.
Wagen wir aber zunächst einen Blick auf die historischen Zahlen, die über unseren 10-Jahres-Zeitraum hinaus gehen. Nachdem die "Bravo" in den 60er und 70er Jahren Verkäufe von 1,5 Mio. und mehr generierte, kam in den 80ern der erste große Abschwung. Durchbrach das Magazin im ersten Quartal 1980 mit 1,52 Mio. verkauften Exemplaren noch die 1,5-Mio.-Marke, gab es im vierten Quartal 1989 zum ersten Mal seit den 70er Jahren nichtmal mehr 1 Mio. Käufer. Doch dann kam die Wiedervereinigung und mit ihr Hunderttausende neue Jugendliche, die sich auf die Zeitschrift freuten, die sie vorher nur selten auf geheimen Wegen aus dem Westen bekamen. Folge: Vom vierten Quartal 1990 zum ersten Quartal 1991 stieg die Auflage von 1,00 Mio. Verkäufen auf sage und schreibe 1,58 Mio. - die Verluste der gesamten 80er Jahre waren innerhalb eines Quartals vergessen.
Doch die hohe Auflage konnte nicht gehalten werden, erneut setzte ein schleichender Niedergang ein und am Ende der 90er, genauer im vierten Quartal 1998 scheiterte die "Bravo" erneut an der Mio.-Hürde. Da eine zweite Wiedervereinigung ausblieb, ging es diesmal aber weiter bergab. Im zweiten Quartal 2005 war mit nur noch 454.302 verkauften "Bravos" der zwischenzeitliche Minusrekord erreicht. Nie zuvor seit den 60er Jahren fanden so wenige "Bravos" den Weg in die Jugendzimmer.
Die Rettung vor einem noch tieferen Fall hieß diesmal Bill. Der Sänger der Band Tokio Hotel bescherte der "Bravo"insbesondere im Jahr 2006 endlich wieder steigende Verkaufszahlen, kein Wunder also, dass die Band in dem Jahr jedes vierte Cover als Titelhelden zierte. Zwar führte der Tokio-Hotel-Hype bei der "Bravo" nur zu einem Zwischenhoch, doch der Abwärtstrend der Jahre von 1991 bis 2005 scheint erstmal gestoppt. Im dritten Quartal 2008 verkaufte das Heft sich immerhin 473.127 mal und auch im jüngsten, dem vierten Quartal 2008 lag sie mit 454.131 Verkäufen in etwa auf dem Niveau von 2005 und 8% über dem Vorjahreszeitraum. Sonstige Verkäufe spielten dabei nie eine Rolle, die "Bravo"-Auflage besteht fast komplett aus Einzelverkauf und Abonnements, wie auch der Blick auf die IVW-Grafiken aus unserem MEEDIA-Analyzer zeigt:
Angesichts dieser Entwicklung verwundert es auch nicht, dass die zehn meistverkauften "Bravo"-Titel der vergangenen zehn Jahre allesamt vom Anfang dieses Zeitraums stammen. Sieben kamen im Jahr 1999 an die Kioske, drei im Jahr 2001. Somit gibt es kein Tokio-Hotel-Cover in unserer Bestsellerliste, dafür aber zweimal Sasha und viermal Oli P. Die Plätze 1 und 2 gehen aber an schlüpfrige Christina-Aguilera-Titel. So verkaufte sich Heft 33/2001 - "Christina packt aus!" - im Einzelverkauf, also in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc., 837.950 mal, das trashige Aguilera-fasst-sich-in-den-Schritt-Cover der Ausgabe 29/2001 ("Darf die das?") immerhin 831.425 mal:
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837.590 verkaufte Hefte | Platz 2: Ausgabe 29/2001 | |
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Platz 3: Ausgabe 27/1999 | Platz 4: Ausgabe 1/1999 | |
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Platz 5: Ausgabe 3/1999 | Platz 6: Ausgabe 15/1999 | |
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Platz 7: Ausgabe 31/2001 | Platz 8: Ausgabe 32/1999 | |
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Platz 9: Ausgabe 5/1999 | Platz 10: Ausgabe 31/1999 |
Um aus dem 10-Jahres-Check aber keinen 3-Jahres-Check zu machen, zeigen wir zudem die meistverkauften Titel der Jahre 2002 bis 2008 - und damit auch ein Tokio-Hotel-Cover. Ebenfalls Platz 1 der jeweiligen Jahre belegten Shakira, Jeanette Biedermann (mit "sexy Tanga" als Extra-Beilage), Britney Spears, Christina Aguilera, der erwähnte "süße Bill" von Tokio Hotel, sowie Gülcan und "High School Musical"-Darstellerin Ashley Tisdale, die sich 2008 am besten verkaufte. Allerdings war das Heft 33/2008 auch besonders dick und verfügte ebenfalls über Beilagen wie Ohrringe und ein Extraheft zum rausnehmen. Der Blei-in-den-Regalen-Award geht diesmal übrigens an Paris Hilton. Das Trash-Sternchen verkaufte sich auf Heft 1/2008 nur 288.253 mal - der letzte Platz unter mehr als 520 Titelbildern der Jahre 1999 bis 2008:
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Top2002: Ausgabe 7/2002 | Top2003: Ausgabe 31/2003 | |
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Top2004: Ausgabe 32/2004 | Top2005: Ausgabe 49/2005 | |
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Top2006: Ausgabe 6/2006 | Top2007: Ausgabe 33/2007 | |
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Top2008: Ausgabe 33/2008 | 10-Jahres-Flop: |
Zuletzt erschienen in unserer "10-Jahres-Check"-Reihe:
- Teil 3 (19.02.2009): "Gala"
- Teil 2 (17.02.2009): "Bunte"
- Teil 1 (04.09.2008): "Playboy"
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Kategorie: Print
Im Gegensatz zum Klassiker "Bunte" leidet die "Gala" seit 2007 deutlich unter der neuen Kiosk-Konkurrenz von "OK!", "in" & Co. Im Einzelverkauf lag das Gruner+Jahr-Magazin im vierten Quartal rund 14% unter dem Vorjahreswert, der Gesamtverkauf von 334.588 Exemplaren war der geringste Wert seit sechs Jahren. MEEDIA hat sich die 10-Jahres-Bilanz der "Gala" angeschaut und präsentiert die 10 erfolgreichsten Titelbilder der Zeitschrift seit 1999. Mit Heidi Klum, Steffi Graf und George Clooney.
Die Zahlen in unserem Auflagenkasten auf der rechten Seite sprechen ein recht klares Bild. Bis auf die Zahl der Abonnenten zeigen die "Gala"-Werte nach unten. Der Gesamtverkauf lag im vierten Quartal 8% unter Vorjahr, der Einzelverkauf 14% - im 5-Jahres-Vergleich gingen sogar 22% weniger Hefte über die Kiosk-Ladentische. Bis 2007 sah es bei der "Gala" noch gut aus, die Zahlen waren stabil, in den jeweils dritten Quartalen der Jahre 2003 bis 2006 betrug der Gesamtverkauf jeweils sogar mehr als 400.000. Doch mit der wachsenden Konkurrenz von Neugründungen wie "in - Das Star-Magazin", "OK!" oder auch der am am Mittwoch eingestellten "Vanity Fair" geriet der "Gala"-Kurs ins Schlingern und die jahrelang stabile Auflagenkurve sackte nach unten, wie auch der Blick auf unser MEEDIA-Analyzer-Tool zeigt:
Trotz der Verluste, die "Gala" bleibt die unangefochtene Nummer 2 im deutschen People-Markt. Klar hinter der "Bunte", aber deutlich vor "inTouch", "in", der nun gestorbenen "Vanity Fair" und "OK!". Der Blick auf die Bestsellerliste der im Einzelverkauf, also in Kiosk, Supermarkt & Co. meistverkauften Ausgaben der vergangenen zehn Jahre zeigt aber ebenfalls, dass es 2007 und 2008 nicht mehr so rund lief. Das bestverkaufte Heft 2008 findet sich in den 10-Jahres-Charts nur auf Platz 53, die Nummer 1 aus 2007 auf Rang 57. Die Top Ten wird hingegen dominiert von "Gala"-Ausgaben der Jahre 2003 bis 2006:
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265.879 verkaufte Hefte | Platz 2: Ausgabe 32/2006 | |
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Platz 3: Ausgabe 31/2006 | Platz 4: Ausgabe 32/2004 | |
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Platz 5: Ausgabe 31/2005 | Platz 6: Ausgabe 33/2004 | |
Titelbild war leider |
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Platz 7: Ausgabe 30/1999 | Platz 8: Ausgabe 32/2003 | |
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Platz 9: Ausgabe 33/2003 | Platz 10: Ausgabe 34/2003 |
Thematisch gibt es interessanterweise gar keine so großen Unterschiede zur "Bunte". Zwar sind die populärsten Coverhelden der "Gala" jünger, doch sie kommen zu einem großen Teil ebenfalls aus Deutschland. So findet sich Heidi Klum gleich zweimal in der Top 5 und Steffi Graf belegt Platz 3. Daneben finden sich - auch das eine Gemeinsamkeit mit der "Bunte" - Adelige in der Top Ten. Auffällig sind zudem die Titelgeschichten "Stars im Urlaub - Ein Hoch auf die Liebe" und "Schöne Grüße aus dem Urlaub - Wie und wo Stars ihre Ferien genießen - und mit wem", die die Plätze 1 und 9 der 10-Jahres-Liste belegen. Ohnehin verkauft sich die "Gala" in der Ferienzeit am besten - alle Top-Ten-Hefte stammen aus den Wochen 30 bis 34 der jeweiligen Jahre. Die "Gala" scheint also die perfekte Strandlektüre zu sein - wenn sich dann noch Promis in Urlaubsstimmung auf dem Cover finden - umso besser.
Im vergangenen Jahr 2008 stammte das meistverkaufte Heft ebenfalls aus diesen fünf Wochen - Ausgabe 33/2008 ging im Einzelverkauf 229.296 mal über die Ladentische. Auch das im Übrigen eine Gemeinsamkeit mit der "Bunte" - dort war das Heft mit den Brangelina-Fotos nämlich genauso die Nummer 1 der Verkaufs-Charts 2008. Der größte "Gala"-Flop des Jahres 2008 - und der vergangenen zehn Jahre - war die Ausgabe 51/2008 mit einer aufgedreht grinsenden Heidi Klum mit Weihnachtsmann-Mütze:
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Top2008: Ausgabe 33/2008 | Flop2008: Ausgabe 51/2008 |
Zuletzt erschienen in unserer "10-Jahres-Check"-Reihe folgende Ausgaben:
- Teil 2 (17.02.2009): "Bunte"
- Teil 1 (04.09.2008): "Playboy"
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Kategorie: Print
Haben die Deutschen zu Weihnachten zu viele Plätzchen gegessen? Mit dem Thema "Schlank, fit und stark" lagen die "stern"-Chefredakteure Thomas Osterkorn und Andreas Petzold Anfang des Jahres auf jeden Fall goldrichtig. Heft 3/2009, gleichzeitig Start der Diät-Serie, war die bestverkaufte Ausgabe seit August 2007. 443.205 Hefte wurden im Einzelverkauf, also in Kiosken, Supermärkten, etc. abgesetzt - zuletzt gelang das dem Heft zum Tod von Ulrich Mühe. Auch die Konkurrenten von "Spiegel" und "Focus" dürfen sich freuen.
So lag "Der Spiegel" mit seinem Titel "Der Fall Merckle - Das Ende eines Milliardärs" und 361.885 Einzelverkäufen immerhin über den Zahlen der beiden Vorwochen und holte die drittbesten Verkaufszahlen der vergangenen acht Wochen. Der "Focus", ebenfalls mit einem Ernährungs-Titel am Start ("Welcher Ess-Typ sind Sie?") - erreichte sogar die besten Verkäufe seit 14 Wochen. Mit 137.249 über die Ladentische gegangenen Hefte ist man aber weiterhin Welten von "stern" und "Spiegel" entfernt.
Alle Verkaufszahlen von "Spiegel", "stern" und "Focus" können Sie jederzeit in unserem tollen Cover-Check-Tool nachvollziehen.

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Kategorie: Print
Trotz immer größer werdender Konkurrenz in den People-Regalen der Kioske und trotz immer mehr Boulevard in Fernsehen und Internet - Burdas "Bunte" gehört weiterhin zu den meistverkauften Zeitschriften des Landes. MEEDIA analysiert die Auflagen-Entwicklung des Magazins in den vergangenen zehn Jahren und zeigt die 10 bestverkauften Titel aller über 500 in diesem Zeitraum erschienenen "Bunte"-Ausgaben - mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen. So handeln die "Bunte"-Bestseller dieses Zeitraumes von Boris Beckers Trennung und dem Tod von Hannelore Kohl.
Bevor wir zu den Titelbild-Bestsellern kommen, aber ein Blick auf den Auflagenverlauf der "Bunte". Das Magazin, das unter diesem Namen schon seit mehr als 50 Jahren existiert, hatte seine Hochphase in den 60er und 70er Jahren, als über 1,5 Mio. Exemplare pro Ausgabe verkauft wurden. Seitdem schmilzt die Auflage zusammen. Die letzte Milion erreichte das Burda-Blatt im vierten Quartal 1988. In den vergangenen zehn Jahren stabilisierten sich die Gesamtverkäufe zwischen 700.000 und 800.000, wie ein Blick auf die Kurve aus unserem MEEDIA-Analyzer-Tool zeigt:
Der schärfste Konkurrent "Gala" konnte im Verlauf der Jahre also leicht aufholen, bleibt aber noch weit hinter der "Bunte". Etwas schlechter sieht es für Burdas Flaggschiff aus, wenn man sich ausschließlich den Einzelverkauf in Kiosk, Supermarkt & Co anschaut. Dort verliert die "Bunte" zunehmend und landete im vierten Quartal 2008 bei der geringsten verkauften Auflage seit mindestens 40 Jahren - 322.269 Stück wurden pro Ausgabe abgesetzt. Dennoch bleibt die "Bunte" auch hier weit vor der "Gala" - und gehört weiterhin zu den bestverkauften Magazinen Deutschlands. Auch der "stern" verkauft sich am Kiosk nicht wesentlich besser - und der "Focus" erreicht mittlerweile nichtmal mehr 50% des "Bunte"-Niveaus.
Auch der Blick auf die "Bunte"-Verkaufs-Charts zeigt deutlich, dass es in den vergangenen Jahren nicht mehr so rund lief. So stammt die neueste Ausgabe der Bestseller-Top-Ten aus dem Jahr 2003. Als besonders gutes Jahr für hohe Einzelverkäufe sticht das Jahr 2001 ins Auge. Gleich sechs der Top-Ten-Titelbilder stammen aus dem Jahr, darunter die Plätze 1, 2, 3 und 4. Thematisch haben sich vor allem Titel mit deutschen Promis gut verkauft, aus dem Ausland war vornehmlich der Adel Doping für die Verkaufszahlen. Ganz vorn finden sich Ausgaben über Boris Becker, das Drama um Hannelore Kohl und die Hochzeit von Haakan und Mette-Marit. Hier der Blick auf die "Bunte"-Einzelverkaufs-Top-Ten seit 1999:
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593.751 verkaufte Hefte | Platz 2: Ausgabe 29/2001 | |
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Platz 3: Ausgabe 31/2001 | Platz 4: Ausgabe 36/2001 | |
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Platz 5: Ausgabe 32/2000 | Platz 6: Ausgabe 27/2001 | |
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Platz 7: Ausgabe 30/1999 | Platz 8: Ausgabe 25/2003 | |
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Platz 9: Ausgabe 30/2001 | Platz 10: Ausgabe 7/2002 |
Um auch die Jahre 2004 bis 2008 in unserer Betrachtung zu haben, schauen wir zudem noch auf die jeweils meistverkaufen Titel dieser Jahre - und auf die Nummer 1 der Blei-im-Regal-Liste 2008 - das Heft also, das sich am schlechtesten verkauft hat:
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Top2004: Ausgabe 31/2004 | Top2005: Ausgabe 16/2005 | |
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Top2006: Ausgabe 29/2006 | Top2007: Ausgabe 32/2007 | |
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Top2008: Ausgabe 33/2008 | Flop2008: Ausgabe 18/2008 |
Auch in den vergangenen Jahren dominierten einheimische Promis in den "Bunte"-Bestsellerlisten: Bärbel Schäfer und Michel Friedman, der vor allem in Deutschland bekannte Rudi Carrell und Horst Seehofer. Ausnahme aus Hollywood: der Top-Titel aus dem Jahr 2008 mit den Fotos der Brangelina-Zwillinge, an denen "Bunte" und "Gala" damals die deutschen Exklusivrechte erworben hatten. Auch der größte Flop des Jahres 2008 kam aber aus Deutschland: Für Sabine Christiansens "Hochzeits-Glück" interessierten sich rund 70.000 Käufer weniger als für die Brangelina-Zwillinge. Die im Durchschnitt 53 Jahre alte "Bunte"-Leserschaft interessiert sich also offenbar am meisten für Promis wie Boris Becker, Politiker-Schicksale und den Adel. Ob das bei der "Gala" - Durchschnittsalter der Leserschaft dort laut MA knapp unter 46 - ähnlich ist, oder ob dort Hollywood auf den meistverkauften Titeln regiert, zeigt die nächste Ausgabe unseres 10-Jahres-Checks.
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Kategorie: Print
Jedes Jahr dasselbe Bild an den Kiosken. Über Weihnachten wollen die großen Wochenmagazine mit Religiösem punkten, weil das Publikum ja in ach so besinnlicher Stimmung ist und daher sicher gern mal wieder etwas über Jesus lesen wollen. Oder über die Bibel. Oder über andere Religionen. In diesem Jahr hatte "Der Spiegel" dank einer DVD-Beilage damit einen Verkaufserfolg, "stern" und "Focus" lagen mit ihren Weihnachts-Heften hingegen am Ende der Jahres-Bestsellerlisten.
Weihnachten 2008 kämpften die Titelgeschichten "Abraham - Christen, Juden, Muslime: Wem gehört der Urvater der Religionen?" ("Der Spiegel"), "Das Heilige Land - Faszinierende Bilder wiederentdeckt: Die Wiege unserer Religionen vor 100 Jahren" ("stern") und "Jesus und die Geschichte des Ur-Christentums" ("Focus") um den Titel des Weihnachts-Bestsellers.
Der Gewinner war am Ende laut IVW und unserem tollen Cover-Check-Tool mit großem Vorsprung "Abraham" vom "Spiegel". Sicher auch wegen der beiligenden DVD zum Thema "Jerusalem - Der Mythos einer heiligen Stadt" wurden von der Ausgabe 52 starke 448.918 Exemplare im Einzelverkauf, also in Kioken, Supermärkten, Tankstellen, etc., abgesetzt. Das war die viertbeste "Spiegel"-Verkaufszahl des gesamten Jahres. Ganz anders das Bild beim "stern". Dort gingen nur 303.458 Exemplare über den Ladentisch - nur ein "stern" erkaufte sich 2008 noch schlechter: Heft 43/2008 (Titel: "Job, Geld, Altersvorsorge - Ist unsere Zukunft jetzt sicher?"). Der "Focus" lag mit seinen 108.039 verkauften Heften zwar immerhin wieder deutlich über dem Verkaufs-Fiasko der Vorwoche, belegt in den "Focus"-Verkaufscharts 2008 damit aber den achtletzten Platz. Vielleicht sollten "stern" und "Focus" also Weihnachten 2009 auch mal über eine DVD-Beilage nachdenken.

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Kategorie: Print

Jens Schröder ist Mr. Analyzer. Kommen Sie mit ihm auf eine Reise durch die Welt der Quoten, Klickzahlen, Auflagen und Charts.
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