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Donnerstag 08. Dezember 2011 14:07

Virtuelle Güter werden zum Milliardengeschäft

Lukratives Geschäft: Der Umsatz mit dem Verkauf von virtuellen Gegenständen wird sich zwischen 2010 und 2012 fast verdoppeln. Von 1,6 Milliarden soll er auf 2,9 Milliarden Dollar in den USA steigen, ergibt eine Studie des Branchenportals Insidefacebook. Mehr als die Hälfte des Umsatzes macht der Verkauf von Gütern in Facebook-Spielen aus, von dem unter anderem der Social-Games-Entwickler Zynga profitiert, der noch in diesem Jahr an die Börse gehen will.

Auf Facebook setzten Unternehmen im vergangenen Jahr laut Insidefacebook 835 Millionen Dollar um, während es in diesem Jahr 1,2 Milliarden und im kommenden 1,6 Milliarden Dollar sein sollen. Zum Vergleich: Aus Zyngas letztem IPO-Antrag geht hervor, dass das Unternehmen mehr als 300 Millionen Dollar im vergangenen Quartal umgesetzt habe. Das ist bemerkenswert, denn es hieße, der Entwickler wäre für annähernd den gesamten Umsatz allein verantwortlich. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass das Wachstum langsamer wird. Während es von 2010 zu 2011 rund 50 Prozent betrug, werden es im kommenden Jahr nur noch 35 Prozent sein.

Das Technologieportal Techcrunch zieht einen weiteren interessanten Schluss aus den Zahlen. Denn die Nutzerzahlen vieler Social Games, wie Zynga sie entwickelt, darunter „FarmVille“, „Empires & Allies“ und „Mafia Wars 2“, sinken. Der Fokus verschiebt sich langsam in Richtung sogenannter Core-Gamer, also Intensivspieler. Diese bevorzugen anspruchsvollere Titel wie beispielsweise „Kingdoms of Camelot“, was zum Genre der Online-Rollenspiele gehört. Sie kommen zwar nicht auf die Nutzerzahlen von Zynga, aber hätten einen sehr viel höheren Umsatz pro User, so das Ergebnis der Studie. Da die Titel jedoch vermutlich Spieler an sich binden, die ansonsten Geld in klassischen Browserspielen oder herunterladbaren Online-Rollenspielen ausgeben würden, sei unklar, ob sie den Umsatz mit virtuellen Gütern ankurbeln oder doch ausbremsen.

Auch im Mobile-Bereich soll der Umsatz im kommenden Jahr steigen, von 350 Millionen auf 500 Millionen Dollar. Hier sind mittlerweile auch viele Social-Games-Entwickler tätig, die ihre Angebote erweitern und sich unabhängiger von Facebook machen wollen. Doch genau wie in dem sozialen Netzwerk, dem sie 30 Prozent ihres Umsatzes abgeben müssen, verlangen auch Apple und Google diese Gebühr, um Apps über den Appstore beziehungsweise Android Market zu vertreiben.

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Mittwoch 07. Dezember 2011 16:00

ProSiebenSat.1 vertreibt EAs Onlinespiele

Electronic Arts baut die Reichweite seiner Online-Games aus: Der Publisher hat eine dreijährige Vertriebsvereinbarung mit ProSiebenSat.1 Digital abgeschlossen. Dadurch erhält der TV-Konzern die deutschlandweiten Distributionsrechte von „Battlefield Heroes“, „BattleForge“, „FIFA Superstars“, „Lord of Ultima“, „Need for Speed World“ und von einem noch unveröffentlichten Spiel.

„Das umfangreiche Netzwerk von ProSiebenSat.1 Digital macht sie zu einem attraktiven Partner für die Verbreitung unserer Spiele in Deutschland“, sagte Sean Decker, Vice President Play4Free bei EA. Die Vereinbarung helfe EA, die Internationalisierung im Free-to-Play-Bereich auszuweiten, während sie „eine starke Präsenz in einem sehr wichtigen Markt zeigen“.

„Durch diese Partnerschaft haben wir Zugriff auf das Blockbuster-Games-Portfolio von EA“, fügte Markus Büchtmann, Geschäftsführer ProSiebenSat.1 Games, hinzu. „Künftig können wir die Online-Starts der AAA-Titel von EA mit unserer Marketing-Power unterstützen. Darüber freuen wir uns sehr!“

Alle Spiele sind kostenlos spielbar und finanzieren sich durch den Verkauf von virtuellen Gütern.

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Dienstag 06. Dezember 2011 10:03

Chicken-Shit: Peta verscheißert Mr. Wiesenhof

Die Tierschützer von Peta haben offenbar eine neue Marketingstrategie: Sie entwickeln zu allen möglichen Anlässen kleine Onlinespiele, um auf ihre Aktionen aufmerksam zu machen. Zuerst stellten sie Super Mario als Tierquäler dar, jetzt können Nutzer den Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann mit digitalen Hühnern ankoten. Doch das Spiel ist wahrlich keine leckere Idee. Und Wiesenhof-Sprecher Frank Schröter sagte gegenüber MEEDIA, er halte es gar für "menschenverachtend".

In dem Flashspiel stehen fünf Hühner zur Auswahl, die in unterschiedlichen Farben ihren Unrat auf dem Gesicht des Wiesenhof-Managers hinterlassen. Als Hintergrundbild dient ein Ausschnitt aus einem Video, in dem Wesjohann sagte, es gebe keine artgerechte Produktion von Hühnerfleisch.

Hier geht es zum Peta-Spiel.

Wiesenhof-Sprecher Frank Schröter sagte gegenüber MEEDIA, er halte das Spiel für "menschenverachtend". Er wollte deshalb keine weitere Stellungnahme abgeben.

Peta ist für ihre aufmerksamkeitsheischenden Aktionen bekannt. Erst vor wenigen Wochen entwickelte die internationale Abteilung der Tierschutzorganisation ein Flashgame, in dem Super Mario als Tierquäler dargestellt wurde. Denn nach der Vorstellung von Peta zieht er jedes Tanuki-Fell erst einmal einem Waschbären über die Ohren, bevor er selbst hineinschlüpft. Damit demonstriere Nintendo, „dass es OK ist, Pelze zu tragen“, schrieben die Tierschützer auf ihrer Website.

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Montag 05. Dezember 2011 12:42

Microsoft und Sky kooperieren

Microsoft überträgt ab dem 6. Dezember das Programm von Sky Go auf seiner Spielkonsole Xbox 360. Dann stehen zahlenden Xbox-Live-Mitgliedern und einem Sky-Abonnement eine große Auswahl der Pakete Sky Fußball Bundesliga, Sky Sport und Sky Film sowie der neue Sender Sky Sport News HD auch auf der Konsole zur Verfügung.

Sky und Microsoft bieten ein Paket nach Wahl für 29,90 Euro monatlich an. Zusätzlich gibt es drei Monate alle weiteren Pakete und alle HD-Sender inklusive Sky Go kostenlos dazu. Das Angebot umfasst des Weiteren eine kostenlose dreimonatige Xbox-Live-Goldmitgliedschaft und einen Amazon Gutschein im Wert von 100 Euro für den Kauf einer Xbox 360.

„Die Partnerschaft mit Microsoft, die Sky Go auf der Xbox verfügbar macht, ist eine fantastische Entwicklung, die zwei der faszinierendsten Home-Entertainment-Marken in einem einzigen Angebot erlebbar macht“, sagte Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan. Es sei „der nächste Schritt in die Zukunft des Fernsehens.“

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Freitag 02. Dezember 2011 16:26

EA übernimmt KlickNation

Electronic Arts kauft den Social-Games-Entwickler KlickNation. Damit erweitert der Publisher seine Ambitionen in dem stark wachsenden Segment der Onlinespiele um ein erfahrenes Team mit Core-Gamer-Ansatz. KlickNation wird dem Entwicklerstudio Bioware angeschlossen, das in San Francisco sitzt, und künftig unter dem Namen Bioware Social firmieren.

Der Fokus des neuen Studios soll auf der Entwicklung von Online-Rollenspielen in sozialen Netzwerken liegen. Geführt wird das Unternehmen vom bisherigen KlickNation-CEO Mark Otero.

„KlickNations Erfahrung, sozial angehauchte Rollenspiele für Social Networks zu entwickeln, macht das Studio zu einem schlagkräftigen Partner von Bioware“, sagte EAs Senior Vice President und General Manager der BioWare-Sparte Ray Muzyka. „Das neue Bioware Social wird unsere Franchises für eine wachsende Gruppe von Core-Gamern, die Wert auf hohe Qualität legen, interessant machen.“

KlickNation bietet seine Spiele in unterschiedlichen sozialen Netzwerken an, darunter auch Facebook. Zu den bekanntesten Titeln gehören „Age of Champions“ und „Superher City“, die laut Appdata zusammen auf 270.000 aktive Nutzer pro Monat kommen.

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Donnerstag 01. Dezember 2011 16:09

ProSiebenSat.1 Games baut Geschäftsführung um

Einer der beiden Geschäftsführer der ProSiebenSat.1-Gamingsparte schmeißt hin: Ingo Griebl verlässt das Unternehmen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, heißt es von der TV-Gruppe. Der 41-Jährige kam erst im Juni nach der Übernahme des Online-Gamespublishers burda:ic zu ProSiebenSat.1. Künftig sollen Achim Kaspers (39), Markus Büchtmann (43) und Andreas Heyden (38) das Unternehmen führen.

Andreas Heyden stieß im September 2011 zur ProSiebenSat.1 Group und verantwortet künftig die Bereiche "Technology", "Production", und "Business Intelligence and Payment" sowie das "alaplaya-Portal". Heyden kommt von Sevenload, wo er als Geschäftsführer die Zusammenarbeit mit Content- und Distributionspartnern sowie die Internationalisierung des Portals verantwortete. Zuvor war Heyden bei RTL Interactive, wo er als Leiter der Innovations- und Produktionsunit für den Aufbau neuer Internetgeschäftsmodelle verantwortlich war, unter anderem im Games-Geschäft.

Ebenfalls neu in der Geschäftsführung ist Markus Büchtmann, der zuvor als Head of Games das Games-Portfolio der Sendergruppe verantwortete. Büchtmann ist bereits seit 2000 im Unternehmen und war in verschiedenen leitenden Positionen bei ProSiebenSat.1 Digital tätig. In seiner neuen Funktion verantwortet er die Bereiche "Games Portale", "Account-Management", "Marketing and Sales" sowie "New Business".

Achim Kaspers kommt von burda.ic, wo er zusammen mit Ingo Griebl als Mitgründer und Geschäftsführer tätig war. Kaspers zeichnet bei ProSiebenSat.1 Games künftig für neue und bestehende Spiele, darunter "Game Licensing", "Produkt- und Projektmanagement", "Community and Support", und "Public Relations" verantwortlich.

"Nach der Zusammenführung unserer beider Games-Units haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um schnell in die Top-3 in Europa aufzusteigen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von ProSiebenSat.1 Digital Arnd Benninghoff. „Bei Ingo bedanken wir uns für seine Leistung, insbesondere bei der Integration in den letzten Monaten, und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

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Henning Ohlsen wuchs mit Nintendo und Sega auf. Hier schreibt er über Computer- und Videospiele, Social Gaming und Trends, die die Branche bewegen.

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