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Dienstag 10. Januar 2012 11:42

ProSiebenSat.1 vermarktet Spiele von Sony

ProSiebenSat.1 Games kooperiert mit Sony Online Entertainment (SOE) und sichert sich die europaweiten Exklusivlizenzen von acht Online-Games des US-Spieleentwicklerstudios. Dabei handelt es sich um "DC Universe Online", "EverQuest II", "Star Wars: Clone Wars Adventures", "Free Realms", "Magic: The Gathering - Tactics", "Pox Nora", das kommende "PlanetSide 2" und die Fortsetzung der "EverQuest"-Franchise.

"Auf unserem Weg zu einem digitalen Entertainment Powerhouse ist das Games-Geschäft einer der wichtigsten Wachstumstreiber“, kommentierte Christian Wegner, Vorstand New Media und Diversifikation der ProSiebenSat.1 Group. „Die Kooperation mit Sony Online Entertainment bringt uns unserem Ziel, einer der Top-3-Anbieter in Europa zu werden, einen entscheidenden Schritt näher."

"In der ProSiebenSat.1 Group haben wir den idealen Partner gefunden, um eine noch breitere Zielgruppe in Europa zu erreichen", sagte John Smedley, President Sony Online Entertainment. "Wir sind sicher, dass die Kombination der Stärke und Mediapower von ProSiebenSat.1 Games  und unserer Expertise in der Entwicklung origineller, qualitativer Games und Entertainment-Angebote Spieler auf eine neue, fesselnde Weise ansprechen und ergreifen wird."

Erst im Dezember wurde bekannt, dass ProSiebenSat.1 auch die Online-Games von Electronic Arts vermarktet (MEEDIA berichtete). Dadurch erhielt der TV-Konzern die deutschlandweiten Distributionsrechte von "Battlefield Heroes", "BattleForge", "FIFA Superstars", "Lord of Ultima", "Need for Speed World" und von einem noch unveröffentlichten Spiel.

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Donnerstag 22. Dezember 2011 12:03

Die beliebtesten Facebook-Spiele 2011

Facebook hat die Liste der erfolgreichsten Social Games 2011 herausgegeben. Auf Platz eins liegt überraschenderweise kein Spiel vom weltweit größten Entwickler der Branche Zynga. Durchgesetzt hat sich "Gardens of Time" von Disney Playdom. Für die Auswertung zog Facebook nicht nur die täglich und monatlich aktiven Nutzer eines Spiels heran. Das Netzwerk achtete auch auf die Anzahl der Spielerempfehlungen. So schaffte es Zyngas derzeit erfolgreichstes Spiel "CityVille" nur auf Rang drei.

Davor platzierte sich noch "The Sims Social" von Electronic Arts, das rein nach Nutzerzahlen weit hinter den Zynga-Titeln liegt. Es hat aber auch ein deutscher Entwickler in die Top 10 geschafft: Das Berliner Unternehmen Wooga belegt mit "Diamond Dash" Rang zehn.

Der Gewinner "Gardens of Time" ist ein Wimmelbild-Spiel, in dem sich die Spieler auf die Suche nach versteckten Objekten begeben. Die Story besagt, dass der Held des Titels mithilfe von Zeitmaschinen durch die Menschheitsgeschichte reist, um die Machenschaften einer geheimen Gesellschaft von Zeitreisenden aufzudecken und die Welt vor finsteren Mächten zu beschützen.

Hier die beliebtesten Facebook-Games 2011:

  1. Gardens of Time (Playdom-Disney)

  2. The Sims Social (Electronic Arts)

  3. CityVille (Zynga)

  4. DoubleDown Casino (DoubleDown Entertainment)

  5. Adventure World (Zynga)

  6. Words With Friends (Zynga)

  7. Bingo Blitz (Buffalo Studios)

  8. Empires & Allies (Zynga)

  9. Slotomania-Slot Machines (Playtika-Caesars Entertainment Corp.)

  10. Diamond Dash (Wooga)

Außerdem veröffentlichte Facebook weitere Detaillisten:

Top up-and-comers

  1. Battle Pirates (Kixeye)

  2. Dragons of Atlantis (Kabam)

  3. Gourmet Ranch (Rock You!)

Top games with 50.000-100.000 users

  1. Super Slot Machines (Davy Campano, David Livingston Kirby and Robby Campano)

  2. WestWars (Innogames)

  3. MouseHunt (HitGrab)

Top Casino Games in 2011

  1. Zynga Poker (Zynga)

  2. Slotomania – Slot Machines (Playtika)

  3. DoubleDown Casino (DoubleDown Interactive)

Top Sports Games in 2011

  1. TopEleven – Be a Football Manager (Nordeus)

  2. Pool Live Tour  (Geewa)

  3. EA Sports: FIFA Superstars (EA)

 
Top Fashion Games in 2011

  1. Mall World (50 Cubes)

  2. ItGirl (CrowdStar)

  3. Coco Girl (Metrogames)

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Freitag 16. Dezember 2011 15:49

Peta muss Anti-Wiesenhof-Spiel löschen

Die Tierschutzorganisation Peta muss ihr Anti-Wiesenhof-Spiel aus dem Netz entfernen. Darin konnten Nutzer Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann als virtuelles Huhn vollkoten. Dem Landgericht Oldenburg ging das zu weit. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der Chicken-Shit neben einer Beleidigung eine persönliche Herabwürdigung darstelle und daher Persönlichkeitsrechte verletze. Peta kam der Anordnung nach und entgeht so einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Es handele sich um Schmähkritik, die auf eine persönliche Diffamierung des Gründers der PHW-Gruppe abziele, teilten die Richter mit. Im schlimmsten Fall hätte den Tierschützern sogar eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten gedroht, hätten sie das Spiel nicht entfernt.

Peta hat den Chicken-Shit bereits aus dem Netz gelöscht. "Dieses Game ist aus rechtlichen Gründen derzeit nicht zu erreichen", heißt es auf der Website.

"Wir werden Rechtsmittel gegen den Beschluss des Landgerichts Oldenburg einlegen", sagte Peta Deutschlands stellvertretender Vorsitzender Edmund Haferbeck zu MEEDIA. "Die Richter haben den satirischen Ansatz des Spiels in ihrer Erklärung erkannt, was zeigt, dass sie nicht grundsätzlich ein Problem damit haben. Nur die Möglichkeit, Herrn Wesjohann anzukoten, ging ihnen zu weit."

Dass das Spiel nichts mit einer Auseinandersetzung in der Sache zu tun habe, sondern nur auf eine persönliche Diffamierung abziele, wollte Haferbeck nicht gelten lassen. "Das ist falsch. Im Spiel verweisen wir auf unsere Website mit Informationen zum Wiesenhof-Skandal."

Zum Schluss sagte der 54-Jährige noch: "Wir haben das Thema Wiesenhof wieder in die Medien gebracht. Das war unser Ziel." Nach Meinung der Richter schoss die Wahl der Mittel jedoch übers Ziel hinaus.

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Donnerstag 15. Dezember 2011 10:03

Deutschland ist Weltmeister - in "Fifa 11"

In Südafrika hat es im vergangenen Jahr zwar nicht gereicht, dafür in Südkorea: Kai Wollin hat Deutschland den Weltmeistertitel in der Fußballsimulation "Fifa 11" gesichert. Der 23-Jährige setzte sich unter anderem gegen Konkurrenten aus Iran, Brasilien, Italien sowie im Finale gegen Polen durch. Damit kassiert er ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar auf der größten und wichtigsten Veranstaltung für elektronischen Sport, den World Cyber Games. Ein gutes Omen für die Fußball-EM im kommenden Jahr?

Die Europameisterschaft 2012 findet in Polen und der Ukraine statt. Die deutsche Nationalmannschaft muss in der "Todesgruppe B" gegen die Niederlande, Dänemark und Portugal ran. Sie sollte sich etwas bei Kai "deto" Wollin aus Monheim am Rhein abschauen: Der bezwang den polnischen Konkurrenten Bartosz "hom3r" Piętka im Finale souverän mit 4:0 und 5:1. Im Halbfinale spielte "deto" gegen einen Italiener, der in klassischer Italien-Manier als einziger Turnierteilnehmer mit einer 5er-Abwehrkette "Beton anrührte", wie es im Fußballerjargon heißt.

Der 23-Jährige hatte sich zuvor auf Europas größter Videospielmesse, gamescom, im Köln für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Neben Wollin traten auch Jannik Huber und Tim Schwiene für Deutschlands "Fifa 11"-Team an. Schwiene wurde Vierter, Huber kam unter die Top 16.

Gespielt wurde auf den World Cyber Games im "Best of 3"-Verfahren. Dabei treten die Kontrahenten so lange gegeneinander an, bis einer von ihnen zweimal gewonnen hat. Ein Spiel kann demzufolge 2:0 oder 2:1 ausgehen.

Die World Cyber Games finden seit 2000 jährlich statt. Sie gelten als die Olympischen Spiele der PC- und Videospieler. Das Grand Final 2011 richtete die Stadt Busan in Südkorea aus, wo Nationalteams aus 58 Ländern und 600 Spielern um Medaillen und Preisgelder in Höhe von 300.000 US-Dollar kämpften. Im ewigen Medaillenspiegel liegt Deutschland auf Rang 2 hinter Südkorea.

Neben „Fifa 11“ werden auf den World Cyber Games unter anderem Turniere in dem Strategiespiel „Starcraft 2“, dem Taktik-Shooter „Counter-Strike“ und dem Action-Rollenspiel „League of Legends“ ausgetragen. Die Veranstaltung ist dabei längst zum medialen Groß-Ereignis geworden, besonders in Asien, wo eSport eine ähnliche Aufmerksamkeit erhält wie der Profi-Fußball in Deutschland. „In Korea, dem Heimatland des eSports, anzutreten ist für jeden eSportler eine große Ehre“, sagte der Marketing Director beim Ausrichter der World Cyber Games in Deutschland, Thomas von Treichel.

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Dienstag 13. Dezember 2011 15:08

Sonys Move-Offensive: bewegte Weihnacht

Nintendo hat sie erfunden, Sony und Microsoft haben sie kopiert: Bewegungssteuerungen sind neben Onlinespielen der große Trend in der Gamesbranche. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft liefern die Hersteller, allen voran Sony, kräftig Spielenachschub. Ein neuer Aufschwung für die Kontrollgeräte scheint auch notwendig. Denn von der anfänglichen Euphorie ist nicht mehr viel zu spüren, und auch häufig angepriesene Innovationen wurden bislang kaum umgesetzt.

Im Vergleich zum Konkurrenten Microsoft kann Sony etwas mehr als ein Jahr nach dem Start seiner Bewegungssteuerung Move auf ein relativ breit gefächertes Spieleportfolio blicken: Neben Sport- und Partytiteln gibt es Actionspiele wie „Resident Evil 5“ oder „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragon", Adventure wie „Heavy Rain“ oder Casual Games wie „Eye Pet“.

Die wirklichen Blockbuster, darunter „Uncharted 3“, ließen sich in der Regel jedoch besser mit dem klassischen Controller steuern. Um Move wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, wirft Sony jetzt noch mal neue Spiele auf den Markt – und rückt näher an Nintendo heran. Der Nachschub besteht in erster Linie aus Casual Games. Beispiele gefällig? Mit „Move Mind Benders“ kommt eine Sammlung von Rätselspielen heraus, „After Hours Athletes“ besteht aus Bowling, Dart und Billard und „DanceStar Party“ ist – wie der Name vermuten lässt – ein Tanzspiel.

Sonys Devise scheint klar: Die Gelegenheitsspieler rücken wieder stärker in den Mittelpunkt. Verdenken kann man es dem Konzern nicht. In der Zielgruppe steckt viel Potenzial – für diese und für folgende Konsolengenerationen. Aus Käufersicht bleibt nur zu hoffen, dass die Japaner trotz simpler Spielprinzipien die Möglichkeiten der innovativen Steuerung irgendwann einmal voll ausschöpfen.

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Freitag 09. Dezember 2011 14:14

„Ingame-Werbung bleibt gut im Gedächtnis“

Fast alle Medien setzen Werbung als Einnahmequelle ein. Nur in Videospielen steckt der Anzeigenverkauf noch in den Kinderschuhen. Doch besonders Casual Games im Internet entwickeln sich bei Unternehmen zu beliebten Plattformen. Sie sind meistens kostenlos und sprechen eine attraktive Zielgruppe an: Diese verfügt über mittleres bis hohes Bildungsniveau und Einkommen. „Diese spannende Zielgruppe braucht eine andere Art der Kundenansprache“, sagt GameHouse-Deutschland-Chef Christian Manzius gegenüber MEEDIA.

GameHouse hieß bis September RealGames. „Mit dem Namenswechsel wollten wir uns deutlicher als eigenständige und unabhängige Marke positionieren“, sagt Manzius. Das Unternehmen ist ein Geschäftsbereich von RealNetworks und in Nord- und Lateinamerika, Europa sowie in China vertreten. Es zählt mit – nach eigenen Angaben – 20 Millionen Nutzern pro Monat in Europa zu den führenden Entwicklern und Herausgebern von Casual Games.

Geld verdient das Unternehmen mit dem Verkauf virtueller Gegenstände – und mit Ingame Advertising. „Werbung in Spielen bleibt gut im Gedächtnis“, begründet Manzius die steigende Nachfrage. Zu den wichtigsten Kunden in dem Bereich gehören Hersteller von Konsumprodukten. „Danone wollte bei einer Produktneueinführung ein eigenes Casual Game dafür haben.“ Die Entwicklung kostet rund 15.000 Euro, zusätzlich müssen Game Starts mit einem Minimum von 10.000 abgenommen werden und pro Game Start fallen 1,25 Euro an.

Aber auch klassische Anzeigen sind in Onlinespielen möglich. Dabei berechnen sich die Kosten für den Kunden auf Klickbasis oder nach dem Tausender-Kontaktpreis. Als wichtigsten Zukunftsmarkt identifiziert Manzius Mobile Gaming. In diesem Bereich soll GameHouse in 2012 am stärksten wachsen, indem alle 700 Spiele, die zurzeit nur über das stationäre Web erreichbar sind, auch per Smartphone abrufbar werden.

Dass sich Reichweiten im mobilen Web noch nicht messen lassen, empfindet der 35-Jährige nicht als Problem. Es sei wichtig, früh dabei zu sein, denn Mobile Gaming erfreut sich großer Beliebtheit. Das beweisen nicht nur die mehr als 500 Millionen Downloads von „Angry Birds“.

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Henning Ohlsen wuchs mit Nintendo und Sega auf. Hier schreibt er über Computer- und Videospiele, Social Gaming und Trends, die die Branche bewegen.

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