Neues Jahr, neue Gerüchte rund um den baldigen Launch des zweiten iPads und die Ausstattung des Tablets. Demnach soll das Gerät über einen SD-Kartenslot, einen Mini-Display-Port sowie eine Kamera verfügen. Blogs berufen sich auf anonyme Quellen und berichten über einen schnelleren Chipsatz, der HD-Inhalte ruckelfrei abspielen soll und ein Display mit höherer Auflösung. Wir haben die neuesten Spekulationen rund um das Apple-Tablet zusammengefasst.
Nicht zum ersten Mal taucht in einem asiatischen Onlineshop eine iPad-Hülle auf, die am unteren Ende über einen Auslass für große Wide-Range-Lautsprecher verfügt und auf der Rückseite Platz für eine Kamera lässt. Neu bei der nun vorliegenden Hülle ist allerdings eine kleine Öffnung an der oberen Kante und eine etwas schmalere Öffnung an der linken oberen Ecke. Die Webseite AppleInsider vermutet, dass Apple an diesen Stellen einen Mini-Display-Port und einen SD-Kartenslot verbauen könnte.
Was ist dran? Apple ist bislang nicht dafür bekannt, seinen Gerätschaften neue Anschlüsse zu verpassen. Vielmehr setzt das Unternehmen auf Rückbau, wie beim neudesignten Macbook Air zu beobachten. Ob man das nahtlose Design des iPads aufgeben will, wage ich zu bezweifeln. Immerhin kann Apple auf seinen Camera Connection Kit verweisen.
HD-Inhalte ruckelfrei dank schnellerem Chip
AppleInsider will außerdem in Erfahrung gebracht haben, dass das kommende iPad-Modell über einen schnelleren Chipsatz verfügen könnte. Genauer: um einen Dual-Core-Chip. Dabei beruft sich die Webseite auf Informationen von derselben Quelle, die offenbar schon 2008 die GPUs des iPhone 3GS und des iPhone 4 korrekt vorhergesagt hatte. Der neue Chip soll dafür sorgen, dass das iPad auch HD-Inhalte ohne Ruckeln wiedergeben kann.
Was ist dran? Apple dürfte viel daran liegen, seinen iPad einen schnelleren Chip zu verpassen. Immerhin lässt sich für HD-Inhalte aus der iTunes-Mediathek auch mehr Geld verlangen.
Höhere Auflösung
Gizmodo berichtet, dass das neue Apple-Tablet ein Display mit einer Auflösung von 2048x1536 Pixel verbaut haben könnte. Darauf lasse sich durch ein Update der iBooks-App schließen. Die Auflösung würde damit rein rechnerisch knapp unter dem liegen, was Apple das “Retina Display” nennt. Mit dem Begriff ist nämlich keine bestimmte Auflösung verbunden, sondern vielmehr die Tatsache, dass bei normaler Betrachtung keine Pixel mehr erkennbar sind.
Was ist dran? Eine höhere Auflösung dürften eingeschworene Fans, die das iPhone 4 schon besitzen und an das Retina-Display gewöhnt sind, eigentlich als absolutes Must fordern. Allerdings dürften die Anforderungen, die ein Display in dieser Größe zum Retina-Display wachsen lassen, sich auch im Preis bemerkbar machen. Denn so viele Pixel bedeuten einen erhöhten Stromverbrauch. Außerdem würde es auch viel mehr Prozessorpower benötigen, um so viele Pixel mit Daten zu versorgen. Schlussendlich würde es auch wieder an Apps mangeln, die diese Auflösung unterstützen würden.
Qualcomm statt Infineon
Glaubt man einem Bericht von Engadget, wird Apple in den kommenden Generationen des iPad auf einen Funk-Chipsatz aus dem Hause Qualcomm setzen. Bislang verwendete man in Cupertino Chips aus dem Hause Infineon. Der Qualcomm-Chipsatz hat offenbar einen großen Vorteil: Im Gegensatz zur Infineon-Technik kann dieser sowohl im GSM- als auch CDMA-Netz funken. Das ist insofern von Bedeutung, als dass auch der US-Mobilfunkkonzern Verizon Wireless das iPad 2 vertreiben will und eben diesen Netzstandard verwendet.
Was ist dran? Für den deutschen Markt wäre diese Neuerung recht uninteressant, für den amerikanischen Mobilfunkmarkt aber absolut notwendig. Ohne entsprechende Technik wäre das iPad 2 für Verizon nutzlos.
18.01.11 18:57
Achim Imlau
Also, Blu-Ray auf dem iPad, das wär' schon was. Bliebe aber die Frage, wie die Masse an Gigabytes transportiert werden soll. Download scheidet wohl aus. Aber vielleicht gibt's ja dann den "Fluch der Karibik" fix und fertig auf SD-Karte. Und als Option noch eine Lenticularfolie fürs Display zum Angucken ohne Brille :)
18.01.11 18:08
Felix Disselhoff
Absolut richtig. Ist vielmehr als Spielwiese für Entwickler gedacht. Abgesehen davon bräuchte es auch massiv mehr Akkuleistung und Prozessorpower, um so viele Pixel mit Strom und Daten zu versorgen
18.01.11 18:05
Daniel Schaeffer
Wie TechCrunch schon angemerkt hat (http://www.crunchgear.com/2011/01/17/wild-eyed-ipad-2-retina-display-speculation-ignores-one-thing-theres-no-content/) würde ein Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln keinen Sinn machen, da es für solch eine Auflösung schlicht und ergreifend keinen "content" gibt!

Felix Disselhoff
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18.01.11 21:10
Felix Disselhoff
Die HD-Inhalte würden wohl eher von iTunes kommen und entweder gestreamt oder mit dem Rechner gesynct werden