Nicht kleckern, sondern klotzen: Das Jahr neigt sich dem Ende, die iPad-Konkurrenten formieren sich. Auch wenn Apple nach Analystenschätzungen ein extrem erfolgreiches Jahr hinter sich hat, erwartet die Branche im kommenden Frühjahr ein Donnerwetter aus Cupertino. Dementsprechend brodelt die Gerüchteküche über die Spezifikationen des iPad-Nachfolgers schon auch höchster Stufe. Man geht davon aus, dass Apple nicht nur die Verkaufszahlen dominieren, sondern wieder zur technischen Referenz im Tablet-Markt aufsteigen will.
Das Display: Nachdem das zweite iPad lediglich geringe technische Updates mit sich brachte, soll das künftige Apple-Tablet über eine höhere Auflösung verfügen. Die Rede ist von 2048 x 1536 Pixeln. Um die fast vervierfachte Pixelmenge auch ausreichend zu beleuchten, sollen sogenannte Doppel-LEDs verbaut werden. Damit würde das Gerät auch ein wenig dicker ausfallen als sein Vorgänger.
Prozessor: Auf A5 folgt A6. Während das iPhone 4S und das iPad 2 abzüglich kleiner Unterschiede über den gleichen Chipsatz verfügen, mehren sich die Gerüchte, dass im kommenden Apple-Tablet ein stärkerer Prozessor verbaut wird. Neben dem A6 ist auch ein Prozessor mit vier Kernen im Gespräch.
Zeitpunkt: Angeblich arbeitet Samsung, Apples größter Konkurrent auf dem Tablet-Markt, an einem Gerät mit Retina-Display, das die Koreaner im Februar vorstellen wollen. Apple ist also unter Zugzwang, um in der Branche nicht als Nachzügler zu gelten. Citi-Analyst Richard Gardner geht davon aus, dass auch Apple schon im Februar das iPad 3 vorstellen könnte.
Wie wahrscheinlich ist das?
Die Vorberichterstattung zum iPhone 4S hatte gezeigt, dass die versammelte Fachpresse auch irren kann. Dementsprechend sind Analysten-Einschätzungen und angebliche Informationen taiwanesischer Zulieferer nur mit Vorsicht zu genießen. Fest steht doch: Will sich Apple nicht den ersten Rang unter den Tablet-Herstellern ablaufen lassen, sind die besprochenen Spezifikationen nicht reines Wunschdenken, sondern Pflicht.
Denn schließlich verfügt das aktuelle iPad 2 im Gegensatz zum iPhone 4S nicht über ein Retina-Display. Würde Samsung hier dem Konzern aus Cupertino zuvorkommen, wäre das Unternehmen, das den Tabletmarkt überhaupt begründet hat, nur noch Zweiter.
Was für den vorgezogenen Starttermin sprechen würde, wäre die Tatsache, dass der Launch des ersten iPads dann ziemlich genau zwei Jahre zurückläge. Gründer Steve Jobs stellte das erste Apple-Tablet am 27. Januar 2010 in San Francisco vor. Das iPad 3 würde also genau in die Phase fallen, in der bei vielen iPadlern der ersten Stunde die Frage nach Vertragsverlängerung oder Kündigung im Raum steht.
Update 12.12.2011, 20.48 Uhr: Danke für das Feedback. Natürlich handelt es sich bei der künftigen Auflösung um eine Vervierfachung der bisherigen Pixelanzahl.
12.12.11 19:09
Jens Hartmann
2048 x 1536 bedeuten eine Vervierfachung, und zwar exakt (das ist auch der Sinn der Sache, damit alle bisherigen Apps einfach skalieren können).
Übrigens sind die technischen Verbesserungen beim iPad 2 so "gering" gewesen, dass auch nach 8 Monaten kaum ein Wettbewerber an die Grafik- und Surfleistung des Applegerätes herangekommen ist.

Felix Disselhoff
schreibt hier über Technik, die unsere Gesellschaft verändert, Gadgets, über die die Branche spricht und die kleinen Spielereien, die uns das Leben leichter machen.
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12.12.11 20:07
P. J.
Da muss ich meinem "Vorredner" aber widersprechen. Die Mitbewerber können sich durchaus sehen lassen, gerade nach Umsetzung vom immer noch fehlerbehafteten iOS 5. Trotz Bitten einiger "Zulieferer" sind maßgebliche Fehler bis heute nicht behoben. Auch stellt Apple kein einen Kartenleser für das standardisierte CF-Format bereit. Die Verbesserungen zwischen dem iPad 1 und 2 sind marginal. Und eine "bessere" Kamera ist ohnehin als zusätzliches Feature nicht unbedingt interessant, man fotografiert eh dann mit seiner Kompaktkamera. Nur ein gesunder Wettbewerb könnte diese Probleme lösen, also ist das iPad nicht die Welt, Apple nicht der Mittelpunkt eindrucksvoller Weiterentwicklungen technologischen Fortschritts. Aber: Ich habe auch einen iPad 2!