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Montag 22. September 2008 10:13

„I’m a PC“: Microsoft neue 300 Mio Dollar Kampagne

Seit Jahren macht Apple sich ein Spaß daraus, Konkurrent Microsoft mit gleichermaßen genialen wie witzigen Fernsehspots unter dem Motto „I’m a Mac/And Im a PC“ zu „veräppeln“. Einige Folgen sind hier zusammengeschnitten:


Nun hat Microsoft von dieser Werbung ganz offensichtlich genug und kontert seit ein paar Tagen mit Spots, die direkt auf die Apple-Werbung zielen. Die sehen so aus:


300 Mio Dollar lässt sich Microsoft diese Kampagne kosten, die zur Zeit auf allen US-Fernsehkanälen läuft. „Windows. Life without walls“ ist der Slogan. Die Spots der Agentur Crispin Poter & Bogusky, für die Microsoft auch eigene Microsite  eingerichtet hat, sind jedoch umstritten.  Manche Werbeexperten wie Kathy Sharpe (Sharpe Partners) sind der Meinung, daß sich Microsoft damit zu sehr an den Konkurrenten anlehnt: „I’m sure they are very happy at Apple“.  

Rausgeschnitten aus der 60 Sekunden-Spot hat man folgende Aufnahme mit Microsoft-Chairman Steve Ballmer, die offensichtlich zu aggressiv rüberkommt:


Diese Sequenz war ganz offensichtlich als Referenz zu einem legendären Auftritt von Ballmer aus dem Jahre 2001 gedacht, der bei YouTube schon über 1 Mio abgespielt wurde:


Andere Länder, andere Sitten. 

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Kategorie: Apple, Werbung

Freitag 19. September 2008 09:58

Eines der coolsten iPhone-Apps gibt es jetzt kostenlos

Noch ein Nachtrag zum Thema „iPhone Apps“: Eines der beeindruckendsten Zusatzprogramme ist „Earthscape“, und das gibt es seit gestern für eine begrenzte Zeit kostenlos zu downloaden. 

Earthscape ist so etwas wie Google Earth fürs iPhone. Beim Start bekommt man einen virtuellen Globus angezeigt, den man mit dem Finger drehen kann. Wie bei Google Earth kann man in das hoch aufgelöste 3-D-Kartenmaterial rein- und rauszoomen. Mit GPS kann man sich anzeigen lassen, wo man gerade ist. Außerdem sind viele Orte mit Wikipedia verknüpft. 

Das Programm, von einem kleinen Start-up in Colorado entwickelt und ohne Beteiligung von Google entstand, hat leider zwei Schwachstellen: 

  • es lädt trotz UMTS relativ lange
  • und die Detailansichten beschränken sich zur Zeit noch auf die USA

Wer ein iPhone hat, sollte es einmal ausprobieren. Herunterladen kann man es im iTunes-Store.

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Kategorie: Apple, iPhone

Donnerstag 18. September 2008 09:12

Die genialen iPhone-Apps

Ich liebe mein iPhone. Email, Musik, Podcast  – alles prima. Nur vom mobilen Internet bin ich doch ziemlich enttäuscht. Das liegt gar nicht so sehr daran, dass sich die Seiten trotz der neuen UMTS-Anbindung noch immer relativ langsam aufbauen. Das Problem liegt in den Webseiten an sich: Sie sind für einen großen Computer-Bildschirm angelegt und wirken auf dem kleinen iPhone-Screen überfrachtet und unübersichtlich.  

Aber: help ist on the way. Seit ein paar Wochen gibt es im iTunes-Store wunderbare Zusatzprogramme, die in den USA „Apps“ (= Applications) genannt werden. Sie transferieren die Webangebote in eine iphone-gerechte Form.  

Am besten gefällt mir das der "New York Times". Die „mobile friendly version“ zerlegt das Zeitungs-Angebot in 20 Kapitel – von „Latest News“ über „Business“ bis „Arts“. Alle Stories werden dabei gleich groß angeteasert und sind auch auf dem kleinen Smartphone-Screen problemlos lesbar. Eine simple Applikation, die man vermutlich an einem Nachmittag programmieren kann, aber mit großem Nutzen für die User. Deutschen Zeitungen wie „Spiegel“, „Süddeutsche“ oder „FAZ“ sollten sich das einmal ansehen.  

Gut gefällt mir auch „Newsstand“, ein aufgemotzter RSS-Reader, der von „TechCrunch“ bis „BusinessWeek“ meine RSS-Feeds sammelt. 

Hilfreich für unterwegs sind die Zusatzprogramme von „Yelp“ und „Where to“. Hier erhält man Leserkritiken zu Tausenden von Restaurants, Hotels und Shops. Die Besonderheit: Beide Programme arbeiten mit GPS – in der Apple-Werbesprache „iphone location awareness“ genannt – und bringen Tipps exakt für das Gebiet an, in denen man sich gerade befindet. Genauso funktioniert „Showtimes“: Hier bekommt man die Startzeiten aller Kinofilme in seiner Nähe. 

Als Golfer brauche ich natürlich „Fore“. Nicht, dass ich mir die Anzahl meiner Doppelbogeys pro Runde nicht merken kann, aber wenn man auf einem fremden Platz spielt, bekommt man vor jedem Abschlag das Layout der Bahnen mit exakten Entfernungsangaben angezeigt. Da kann man sich den Caddy sparen. 

Mit meiner Begeisterung für die Zusatzprogramme bin ich nicht alleine. Seit Eröffnung Mitte August dürften inzwischen rund 100 Millionen Apps für das iphone runtergeladen sein.  „I’ve never seen anything like this in my career for software“, sagte Apple-Chef Steve Jobs vor ein paar Wochen gegenüber dem „Wall Street Journal“. Pro Tag nimmt Apple inzwischen über 1 Million Dollar damit ein. 

Über 3000 Programme haben unabhängige Software-Entwickler bereits auf den Markt gebracht.  Das Angebot ist fast unüberschaubar. Es reicht von einer speziellen Facebook-Software bis zu iWik, dem Wikipedia fürs iPhone. Mit „Remote“ kann man zuhause sein iTunes und Apple TV fernsteuern, mit „Brain Challenge“ gegen Alzheimer vorbeugen. Und wer unterwegs mal Durst hat, kann sich an iBeer versuchen. Natürlich gibt es auch jede Menge Spiele wie z.B. „Super Monkey Ball“. 

Jetzt ist die Konkurrenz aufgewacht. In den nächsten Monaten erwartet man in den USA ähnliche Apps-Store von Google und Microsoft. Der Microsoft-Store soll „Skymarket“ heißen, bei Google spricht man vom „Android Marketplace“. Aber darüber demnächst mehr.

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Kategorie: Apple, iPhone

Dirk Manthey
ist Herausgeber von MEEDIA. Er hat früher die Verlagsgruppe Milchstraße ("TV Spielfilm", "MAX", "Fit for Fun") gegründet und lebt heute in Kalifornien.

 

 

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