Spannendes Twitter-Redaktionsexperiment: Die Sportredaktionen der WAZ, der Sportschau und der Sportbild spielen jetzt jeden ersten Montag im Monat zusammen Tweetball. Hinter dem Begriff versteckt sich ein interaktiver Fußball-Talk in 140 Zeichen.
Ab 21.00 Uhr wird für eine Stunde via Twitter diskutiert. Das Thema gibt dabei immer die gastgebende Redaktion vor. Am heutigen Montag ist das die Sportbild.
DerWesten verspricht schon einmal, dass Ergebnisse und die besten Tweets „im Nachhinein in die Berichterstattung der beteiligten Medien aufgenommen“ werden.
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Bislang hielt Stern.de den inoffiziellen Titel, die wohl bildgewaltigste Startseite aller deutschen Nachrichtenseiten zu haben. Seit dem gestrigen Abend sind die Hamburger den Titel los. Standesgemäß und passend zum eigenen Markenkern setzt jetzt Bild.de noch weit massiver auf große Aufmacherbilder. Die Berliner würden wohl gewohnt vollmundig formulieren: So viel Bild war Bild.de noch nie. Das ist richtig, sieht gut aus und wird vor allem die Smartphone-Nutzer erfreuen.
Die neue Startseite von Bild.de
Denn ein wichtiger Nebeneffekt des Relaunches ist der Umstand, dass sich die Seite jetzt noch besser auf Mobilgeräten lesen lässt. Denn je größer die Fotos, um so besser sind sie auf den kleineren Displays zu erkennen.
Auffälligste Änderung ist der verbreiterte Aufmacher, der sich über die gesamte Seite zieht. Er erinnert leicht an das mittlerweile gelernte Layout der neuen Facebook-Chroniken. Zudem nutzt die neue Webseite jetzt die volle Breite (792px auf 1017px) und ist zentriert. Der Content soll zudem strukturierter daherkommen und die einzelnen Themenblöcke besser aufbereitet werden.
Ein weiterer wichtiger Grund für den Umbau war zudem eine bessere Vermarktbarkeit der Seite. Sie bietet – nach Meinung der Ad-Profis von Springer - jetzt bessere Werbemöglichkeiten.
Im Vorfeld gab es Spekulationen, dass Bild.de mit dem Relaunch, der allerdings überwiegend optischer Natur ist, auch erste Gehversuche im Pay-Sektor verbunden sein könnten. Aber von einer Bezahlschranke ist noch nichts auf der neuen Seite zu sehen. Tatsächlich dürfte sie teilweise auch erst im kommenden Jahr runtergelassen werden, wenn Bild.de in die Bewegtbildberichterstattung zur Bundesliga einsteigt.

Die Meinungsstücke sind in kleinen Reitern am oberen Rand versteckt
Ein erster Verlier des Facelifts scheinen die Meinungsstücke zu sein. Die Post von Wagner und den politischen Kommentar - diesmal vom stellvertretenden Chefredakteur Nikolaus Blome - werden nur noch als winzige Reiter angeteasert.
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Tumblr ist mehr als ein Blog-Netzwerk. Vielmehr versteht sich die Plattform als eine Art Social Network. Ab sofort ist auch Zeit Online Teil dieser Community. Als wohl erst deutsche Nachrichten-Redaktion haben die Berliner ein eigenes Tumblr-Blog gestartet. Darin wollen sie Bilder teilen, „die unsere Berichterstatter von Recherchereisen mitbringen, Infografiken und starke Zitate“.
Weiter heißt es im Zeit-Blog über das neue Redaktionsprojekt: „Außerdem wollen wir das weitergeben, was andere User posten und was uns beeindruckt“. Zum Start gibt es erst einmal eine volle Packung von Afghanistan-Fotos.
Das neue Angebot soll allerdings nicht nur ein reiner Sender sein, sondern auch als Empfänger funktionieren. „Dort wollen wir genauso wie auf unseren anderen Social Media-Kanälen aktiv teilnehmen, mit anderen Usern in Kontakt kommen und nicht nur passiv beobachten“.
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Der gedruckte Spiegel öffnet sich dem Internet – ein wenig zumindest. Denn am Samstag hat die Print-Redaktion des Nachrichten-Magazins ein eigenes Weblog gestartet, um laut Chefredakteur Georg Mascolo Einblicke „in die Arbeit der rund 200 schreibenden Spiegel-Redakteure, 87 Dokumentationsjournalisten und der weiteren Verlagsabteilungen“ zu liefern. Neben dem Blattmacher ist Stefan Niggemeier mit bislang drei Postings der einzige Autor des neuen Redaktionsangebotes.

Das neue Spiegel-Blog
„Die Arbeit von uns Journalisten endet längst nicht mehr mit der Publikation dessen, was wir recherchiert haben“, schreibt Mascolo in seinem Eröffnungs-Posting. „Wir wollen deshalb hier am Gespräch über unsere Arbeit teilnehmen - etwa indem wir über den Ablauf, aber auch die Folgen und Auswirkungen von Spiegel-Recherchen berichten“.
Tatsächlich finden die meisten Debatten über aktuelle Storys des Nachrichtenmagazins längst im Internet statt. „Betroffene melden sich zu Wort, Blogger sezieren Thesen und Argumente, Leserinnen und Leser loben und kritisieren unsere Geschichten“, schreibt Mascolo weiter. Dies sei Ausdruck einer skeptischen und kritischen Öffentlichkeit. Mit ihrem neuen Blog wollen die Hamburger nun Teil „dieser Konversation sein“.
In einem der ersten Postings benennt die Redaktion schon einmal mit angenehmer Offenheit zwei Schnitzer aus der letzten Nummer. So war das Todesdatum von Franz Josef Strauß in einer Infografik falsch, genauso wie die Ordensbezeichnung. So schrieb das Nachrichtenmagazin über ein altes Cover aus dem Jahr 1962, auf dem der damalige Generalinspekteur der Bundeswehr Friedrich Foertsch in vollen Ornat zu sehen war, dass dieser ein „Eisernes Kreuz“ trug. Tatsächlich ist es ein Ritterkreuz. Auch die riesige Dokumentation des Spiegels kann also nicht jeden Fehler verhindern.
Es wird spannend sein zu beobachten, ob die Redaktion wirklich das Blog nutzt, um auf aktuelle Diskussionen rund um ihre Recherchen und Veröffentlichungen zu reagieren. Wie hätte sich beispielsweise die Debatte um die Gülen-Bewegung entwickelt, wenn die Redaktion recht schnell über solch ein offenes Format mit den Deutsch Türkischen Nachrichten konstruktiv gestritten hätte?
Zudem könnte das Blog eine prima Chance sein zu zeigen, dass auch die Print-Kollegen Internet können. Vor allem beim Spiegel entsteht immer wieder der Eindruck, als ob die Onliner sich für die beste Web-Redaktion in Deutschland halten, die Print-Redakteure dagegen überhaupt nichts für ihre Netz-Kollegen übrig haben, aber noch nie den Beweis angetreten haben, ob auch sie im WWW eine ähnliche Qualität hinbekämen.
Damit dies gelingt, müssen allerdings noch mehr Spiegel-Leute in die Tasten hauen als Stefan Niggemeier. Denn, wenn es einen Journalisten in Deutschland gibt, der wirklich bloggen kann, dann er. Allerdings reicht ein Top-Autor nicht, um solch ein ambitioniertes Projekt mit Leben zu füllen.
Übrigens: Chefredakteur Mascolo scheint im neuem Redaktionsblog noch kein Nutzer-Account zu haben. Sein Posting ist ohne Autorenzeile.
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Am kommenden Mittwoch soll es soweit sein. Kurz vor Mitternacht erscheint Bild.de in optisch überarbeiteter Form. Das geht aus einem Infoschreiben der Springer-Vermarktung hervor. Die neue Webseite soll vor allem breiter (792px auf 1017px) und zentrierter sein. Der Content soll zudem strukturierter daherkommen und die einzelnen Themenblöcke besser aufbereitet werden.

So soll - laut Springer-Vermarktung - das neue Bild.de aussehen
Erste Screenshots lassen vermuten, dass die Berliner dann die einzelnen Flashbühnen wieder abschaffen, mit denen zur Zeit an verschiedenen Stellen der Seite drei Storys auf einmal angeteasert werden.
Ob es auch zu inhaltlichen Änderungen kommen wird, ist noch nicht bekannt. Noch hält sich die Chefredaktion in dieser Frage bedeckt. Viele Gründe, groß etwas zu ändern gibt es aktuell auch nicht. Mit über 222 Millionen Visits sind die Berliner klare Marktführer. Einzig die Einführung für Bezahl-Angebote wäre eine radikale Änderung des Angebotes. Aber mit dem Runterlassen einer teilweisen Paid-Schranke wird bei Bild.de erst im kommenden Jahr gerechnet.
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Diese Deadline konnte Bully halten: Seit rund einer Woche trommelte Michael Bully Herbig mit Hilfe eines Viral-Clips und einer höchstens halbwitzigen Pressemitteilung für sein neues Projekt Bullybase.de. Jetzt ist es online. Das neue Portal soll als Web-Basisstation fungieren und alle Aktivitäten des Regisseurs, Entertainers und Schauspielers bündeln. Zum Start der Site sind rund 500 Clips abrufbar. In wöchentlichen Schritten soll dieser Bestand auf über 1.500 Videos ausgebaut werden.

Herbigs neue Web-Heimat Bullybase.de
Die Inhalte bestehen weitestgehend aus dem umfangreichen Archiv des Filmemachers: So gibt es Filmausschnitte, Sketche, Outtakes, TV-Auftritte oder Radiomitschnitte aus diversen Produktionen wie der "Bullyparade", "Bully sucht die starken Männer“, "Der Schuh des Manitu" oder auch "Lissi und der wilde Kaiser". Das neue Portal wird zudem mit dem P7S1-Clip-Portal MyVideo verbunden. Dort erhält die Bullybase einen eigenen Kanal. "Das Rumsurfen auf Bullybase.de ist extrem ungefährlich, ausdrücklich erwünscht und absolut total legal!“, wirbt Herbig für seinen neue Seite.
Zudem hofft der Filmemacher auch auf einen gewissen Rücklauf. Denn die Nutzer können ihm auch zeigen, wie lustige Filme heute gehen. Jeder Zuschauer ist aufgerufen, selbst Sketche zu drehen und auf Herbigs Plattform in der "Bully-Fan-Base" hochzuladen.
Konzipiert und realisiert wurde die Plattform von herbX film und ProSiebenSat.1 Digital. Das Projekt ist Teil einer Web-Offensive, mit der die Münchner Senderkette ihre Online-Reichweite und –Relevanz massiv ausbauen wollen. So bezeichnet ProSiebenSat.1 Bullybase ausdrücklich als "Vorbild". So strebe man in Zukunft "auch mit anderen Künstlern entsprechende Entertainmentportale an".
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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.
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