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Montag 30. Mai 2011 12:36

Burda übernimmt Abnehm-Portal Ebalance.de

Dicker Fisch unter den schlanken Abnehm-Portalen: Im Januar kürte die Stiftung Warentest die Diät- und Ernährungs-Plattform ebalance.de zur Nummer eins. Jetzt schnappt sich die Burda Style Group das Angebot. Das Paid-Content-Konzept der Berliner basiert darauf, die Mitglieder im Web ernährungswissenschaftlich und physiotherapeutisch zu beraten, damit ihnen eine dauerhaften Umstellung ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten gelingt.

„Ebalance.de passt perfekt ins Portfolio und zu den Zielgruppen der Burda Style Group“, erklärt Henning Ecker, Geschäftsführer der Burda Style Group.

Die Münchner übernehmen das Angebot von der Berliner Thesis health GmbH, die sich weiterhin um die technische Betreuung des Portals kümmern wird. Über den Kaufpreis haben die Partner stillschweigen vereinbart.

Das Geschäftsmodell von Ebalance.de basiert auf einen Freemium-Angebot. Ein Teil des Angebotes ist kostenlos. Den vollen Leistungsumfang inklusive persönlicher Expertenberatung, gibt es allerdings nur Abschluss eines Abos. Die Kosten hierfür liegen zwischen 48 Euro für drei Monate (16 Euro pro Monat) und 96 Euro für ein Jahr (acht Euro pro Jahr).

Der Traffic von Ebalance.de liegt möglicherweise unter 15.000 Unique Visitors. Denn Googles-Adplaner sieht sich außer Stande, die genaue Besucherzahl zu bestimmen. Das ist immer dann der Fall, wenn der Traffic die Schwelle von 15.000 Unique Visitors unterschreitet. Zum Vergleich: Weightwatchers.de, dass wohl größte Web-Portal aus diesem Marktsegment kam im vergangen Monat auf 510.000 Unique Visitors.

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Freitag 27. Mai 2011 10:51

Portal macht Werk von Althen zugänglich

Online-Gedenkstätte: Vor rund zwei Wochen starb mit Michael Althen Deutschlands wohl bester Filmkritiker nach einer heftigen und kurzen Krebserkrankung. Zum Tod seines Freundes schrieb damals der FAS-Feuilleton-Chef Claudius Seidl, "dass uns seine Texte bleiben, ist nur ein schwacher Trost". Dafür, dass wenigstens die Arbeiten des Journalisten und Filmemachers erhalten bleibt, sorgt Seidl nun zusammen mit anderen Althen-Freunden wie dem Regisseur Tom Tykwer. Sie tragen online alle Texte des Kritikers zusammen.

www.michaelalthen.de

Noch befindet sich das Online-Archiv im Aufbau und enthält noch lange nicht alle Texte des Berliners. Aber bereits die vorhandenen Kritiken, Interviews und Artikel zeigen, welch großer Kino-Liebhaber Althen war. "Seine äußerst profunde, engagierte und zugleich zärtliche Form der Auseinandersetzung mit dem Medium Film hat eine ganze Generation von Cineasten beeinflusst und machte ihn zu einem der einflussreichsten und meistgelesenen Filmkritiker Deutschlands", schreibt Tykwer in seinem Einleitungstext auf der Webseite.

Herzstück des neuen Portals sind bislang zweifellos die Kategorien Filme A bis Z und Portraits. In alphabetischer Reihenfolge soll das Film-Ressort bald alle Kritiken des Cineasten umfassen. Damit entstünde ein wunderbares Nachschlagewerk, dessen Studium vor jedem Videotheken-Besuch lohnt.

Die Seite soll schon bald noch viel mehr beimhalten als nur Filmkritiken. Tykwer verspricht auch die Veröffentlichung von Althens "knapper wie virtuosen Fotoanalysen, seine eindringlichen Begegnungen mit Bildender Kunst und seine späte Wiederentdeckung des zeitgenössischen Theaters". Zusammengenommen "ergänzen sich in dieser umfassenden Sammlung seines Werks zu einer faszinierenden Fundgrube für jeden, der sich auf eine intime und einzigartige Reise in die Kulturgeschichte des letzten halben Jahrhunderts begeben möchte".

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Donnerstag 26. Mai 2011 10:51

"80 Prozent der Web-Inhalte sind identisch"

"In der Diskussion um die Agenturabhängigkeit der deutschen Nachrichten-Portale gibt es endlich konkrete Zahlen. "Mit unserem Projekt Nachrichten.de werten wir minütlich rund 500 journalistische Internetseiten aus", erklärt Focus Online-Geschäftsführer Oliver Eckert gegenüber MEEDIA. "Ein Ergebnis: 80 Prozent der Inhalte deutscher Nachrichtenportale bestehen aus identischem Agenturmaterial." Der News-Experte ist sich sicher: "Nur unique Inhalte haben Zukunft."

Seit vergangener Woche debattiert die Branche über den geringen Anteil an eigenen Autorenstücken bei Stern.de. Medienjournalist Stefan Niggemeier zählte, dass von 367 an einem Tag veröffentlichten Artikeln knapp 300 Ticker-Meldungen waren. Nur acht Stücke beruhten auf tatsächlicher Eigenleistung der Redaktion. MEEDIA befragte daraufhin Online-Chefredakteure wie Stefan Plöchinger von Süddeutsche.de, Frank Thomsen von Stern.de und Mathias Urbach, Leiter von Taz.de. Oiver Eckert ist Geschäftsführer der Tomorrow Foucs Media GmbH von verantwortlich für Focus Online.


Leidet die News-Branche im Netz darunter, dass sich die meisten Nachrichtentexte austauschbar auf vielen Online-Plattformen wiederholen?
Mit unserem Projekt Nachrichten.de werten wir minütlich rund 500 journalistische Internetseiten aus. Ein Ergebnis: 80 Prozent der Inhalte deutscher Nachrichtenportale bestehen aus identischem Agenturmaterial. Das kann auf Dauer nicht gut sein. Deshalb sind wir überzeugt: Nur unique Inhalte haben Zukunft.


Wie ist bei Focus Online das Verhältnis zwischen Autorenstücken und Agenturmeldungen?
Auf unserer Startseite präsentieren wir heute schon pro Tag bis zu 50 Autorenbeiträge. Am 1. Juli startet unser neuer Chefredakteur Daniel Steil. Unter ihm wollen wir diese Zahl weiter steigern. Wir setzen klar auf eigenes Agenda-Setting.

Eine der Vorwürfe an Stern.de lautet, dass Texte und Bildergalerien umdatiert werden. Macht Ihr Angebot das auch?
Nur dann, wenn unsere Redakteure ihre Inhalte aus journalistischen Gründen aktualisieren.

Sollten sich die Nachrichtenportale im Web nicht künftig stärker unterscheiden?
Wir treten selbstbewusst als Focus Online auf. Unser erklärtes Ziel ist es, eigene Themen zu setzen und Focus-gerechte Zugänge zu finden. Die nackte Nachricht selbst ist so gut wie nichts wert. Viele politische oder wirtschaftliche Ereignisse werden zum Beispiel meist erst relevant, wenn unserer Redakteure sie für die User einordnen. So entstehen spannende News.

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Mittwoch 25. Mai 2011 13:29

"Wer zu wenig Eigenes hat, überlebt nicht"

Wie agenturunabhängig sollte ein Nachrichten-Portal sein? Noch immer diskutiert die Branche über die Niggemeier-Recherchen zu den kaum vorhandenen Autorenstücken auf stern.de. MEEDIA hat mit den Machern von Sueddeutsche.de, Stefan Plöchinger, und taz.de, Mathias Urbach, gesprochen. Beide sagen, dass es ohne Agenturmaterial nicht geht. Auch scheinen die Leser nichts gegen erweiterte Klickstrecken zu haben. Doch Urbauch sagt auch deutlich: "Wer zu wenig Eigenes hat, wird auf Dauer nicht überleben."

Leidet die News-Branche im Netz darunter, dass sich die meisten Nachrichtentexte austauschbar auf vielen Online-Plattformen wiederholen?
Stefan Plöchinger, Chefredakteur Sueddeutsche.de: Sowohl als auch. Agenturtexte waren immer eine Grundlage für aktuellen Journalismus, man kann darauf nicht verzichten - ebenso wenig auf eine eigene Haltung dazu und auf weitergehende Recherche. Natürlich werden Nachrichtenseiten immer zu einem gewissen Grad ähnlich sein, weil sie nun mal über dieselben Nachrichten berichten, die aus denselben Kanälen zu uns gelangen. Wichtig ist aber, die Themen des Tages zu identifizieren, zu gewichten und zu drehen, gut blattzumachen (es gibt auf Online-Seite keinen besseren Begriff dafür) und Schwerpunkte zu setzen. Letzteres haben wir auch bei unserem Facelift nach vorne gestellt. Natürlich ist all das bei den üblichen Redaktionsstärken im Onlinejournalismus nicht leicht. Aber wenn man sich als Redaktion fokussiert und wie in unserem Fall klug mit den Printkollegen kooperiert, kann es klappen, und es muss unser Anspruch sein.

Matthias Urbach, Leiter taz.de: Ohne die Agenturen kommt keine Nachrichtenseite im Netz aus. Der eigene Anteil aber sollte deutlich überwiegen, sonst verliert man sein Gesicht. Die User sind sehr mobil und merken schnell, wenn man nur das anbietet, was sie anderswo schon gelesen haben. Wir als taz.de sind sehr selektiv bei der Auswahl der Nachrichten, die wir tickern. Denn unter dem roten taz-Riegel bieten wir den taz-Blick auf die Welt an – und genau das schätzen unsere User an uns.


Wie ist bei Ihren Portalen das Verhältnis zwischen Autorenstücken und Agenturmeldungen?
Plöchinger:
Wir haben das nie ermittelt - zumal es keine einfache Rechnung ist. Wir haben, zugegebenermaßen auch aus SEO-Gründen, wie fast alle anderen Seiten, einen dpa-Newsticker. Aber wir würden dessen Inhalte nicht als Aufmacher auf der Homepage präsentieren. Dort soll nur landen, was wir als wichtig und richtig identifiziert haben, ob nun eigene Texte oder Agenturverschnitte.

Urbach:
Das Verhältnis von Autorenstücken zu Agenturmeldungen ist auf taz.de – je nach Nachrichtenlage – etwa zwischen 8:1 und 5:1.


Eine der Vorwürfe an Stern.de lautet, dass Texte und Bildergalerien umdatiert werden. Macht Ihr Angebot das auch?
Plöchinger: Was alle Internetseiten machen: alte Fotostrecken mit frischen Bildern aufpeppen, die Texte glätten und neu präsentieren. Ich verteidige das nicht allzu gern, weil es zu Klickstreckenexzessen führt, und würde mittelfristig gerne weniger davon sehen. Aber erstens kann ein solches Vorgehen journalistisch durchaus angemessen sein - und zweitens interessieren diese Angebote die Leser. Sonst würde man von ihnen schnell Abstand nehmen.

Urbach:
Nein.


Sollten sich die Nachrichtenportale im Web nicht künftig stärker unterscheiden?
Plöchinger:
Billige Kopien nutzen in erster Linie dem Original. Das heißt für uns: Wenn alle wie Spiegel Online sein wollen, hat nur Spiegel Online etwas davon. Bild.de macht konsequent etwas anders, das ich nicht zwingend gut finde. Ist damit aber neuer Marktführer geworden. Für uns heißt das: Wir müssen eigene Zugänge zu Themen finden, eigenes Agendasetting betreiben, selbstbewusst als journalistische Marke SZ auftreten - und zum Beispiel nicht einfach das Layout der Kollegen kopieren, sondern eigene Akzente setzen. Auch das haben wir mit unserem Homepage-Facelift hoffentlich geschafft.

Urbach: Das werden sie von ganz alleine tun: Wer zu wenig Eigenes hat, wird auf Dauer nicht überleben.

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Dienstag 24. Mai 2011 11:52

Unitedcommerce: Enzenhauer und Sapre starten Shop-Holding

Im Web wird wieder gegründet und investiert: Neben dem Launch des neuen Kunath-Ströer-Projektes Topdeals.de, startet heute auch die neue Premium-Shop-Holding Unitedcommerce. Hinter der neuen Company stehen vier erfahrene Medien-Manager. Gründer ist der ehemaligen Radio RPR1- und bigFM-Geschäftsführer Christian Mager. Als Gesellschafter engagieren sich der Ex-Madsack-Geschäftsführer Andreas Arntzen, Effilee-Herausgeber Vijay Sapre und Michael Enzenauer.

Enzenauer war zuletzt für viele Jahre CEO bei der Mediagentur Optimedia. Hauptangebot von Unitedcommerce ist zur Zeit noch Chefgourmet.de, ein Spezial-Angebot für Delikatessen, Tiefkühl-/Frischeware und Weinen. Doch im Laufe des Jahres sollen noch weitere Shops mit dem Fokus auf die Zielgruppe der E-Commerce-affinen Besserverdiener und ihre Bedürfnisse online gehen.

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Montag 23. Mai 2011 21:51

Sueddeutsche.de-Facelift: lokaler und sozialer

Wenige Wochen nachdem Spiegel Online seine Aufmacheroptik verbreiterte und wenige Wochen nachdem Stefan Plöchinger als neuer Chefredakteur von Hamburg nach München wechselte, geht nun auch die Top-Story-Grafik von Süddeutsche.de kräftig in die Breite. Das ist die auffälligste Änderung bei der neuen, überarbeiteten Webseite der SZ. Der neue Chef räumte also erst einmal das Portal um und bietet seinen Lesern "künftig Schwerpunkte, eine bessere Optik, mehr München und Facebook".

Neben dem erweiterten Aufmacher, der neben der größeren Optik auch das Top-Thema via Headline und weiterführender Links noch prägnanter auf den Punkt bringen will, ist die zweite wichtige Änderung, dass Sueddeutsche.de künftig mehr Schwerpunkte liefern will. Indem News und Liveticker, Analysen und Kommentare, Bilder und Videos zu einem Thema gebündelt werden, soll den Informationen mehr Tiefe gegeben werden. Denn "viele wichtige Nachrichten sind mit einem einzigen Text nicht zu erklären", schreibt Plöchinger in seinem Editorial zum Facelift.


Die neue Startseite von Sueddeutsche.de

Eine weitere Neuerung betrifft die Integration der sozialen Medien. So können Facebook-Nutzer direkt auf der Startseite nun sehen, welche Artikel Ihre Freunde auf sueddeutsche.de empfohlen haben. Damit trägt die Redaktion auch dem Umstand Rechnung, dass immer Traffic von den Social Media-Plattformen auf die Nachrichten-Seiten gespült werden. Insgesamt kam Sueddeutsche.de im April auf 31,8 Millionen Visits und über 180 Millionen Page Impressions. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von vier Prozent bei den PIs und 22 Prozent bei den Visits.

Zudem schauten sich die Münchner noch einen der einfachen Erfolgskniffe von Zeit Online ab und vergrößerten einfach die Schrift. Diese scheinbar banale Änderung erzielte beim Hamburger Konkurrenten erstaunliche Erfolge. Das neue Schriftbild ist nun auch angelehnter an das der Süddeutschen Zeitung. Allein das ist eine gute Entscheidung. Denn die aktuelle Diskussion um Stern.de zeigt, dass viele Nachrichten-Portale dabei sind, sich von ihren Print-Müttern zu entfernen.

In diesem Zusammenhang schärfen die Bayern auch kräftig ihr regionales Profil. Denn die Startseite soll viel stärker als bisher auch Münchener Themen spielen. Dazu wurden die neuen Präsentationsflächen "Stadt aktuell" und "Umland" in der unteren Seitenhälfte platziert. So will der frisch zugezogene Chefredakteur die Leser bedienen und sie über "die schönen, unterhaltsamen Seiten der bayerischen Hauptstadt und des Umlands auf dem Laufenden halten, ob Sie hier leben oder die Region nur lieben."

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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Die Seite sieht heute schon ganz anders aus und funktioniert auch tatsächlich ganz gut. Weiter so! Zum Artikel dieses Kommentars
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Hallo! Ich finde es bemerkenswert, dass in der Bundesliga wirklich so viel Geld verdient wird, dass [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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Your article is very good and useful for all of us. You have written it very well. I admire your work. [...] Zum Artikel dieses Kommentars

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