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Mittwoch 23. Februar 2011 15:21

Qype-Gründer Uhrenbacher startet 9flats.com

Sein Empfehlungsportal Qype wurde ein europäischer Web-Erfolg: Jetzt versucht sich Stephan Uhrenbacher an seinem ersten globalen Start-up. 9flats.com will Touristen und Geschäftsreisenden weltweit bezahlbare Privatwohnungen oder Zimmer vermitteln. Dazu kann jeder Nutzer auf der Plattform sein eigenes Haus oder Apartment anbieten oder private Unterkünfte auf Zeit mieten. „Für den halben Preis eines Hotelzimmers gibt es jetzt eine ganze Wohnung“, beschreibt Uhrenbacher sein neues Geschäftsmodell. 

Zum Start bietet das Portal 5.000 Wohnungen in 18 Ländern. Laut Pressemitteilung reicht das Spektrum "von der Couch für 15 Euro bis zum Luxus-Appartement für 1.200 Euro pro Nacht." 

Finanzieren soll sich das Projekt über eine 15-Prozent Provision, die bei einer erfolgreichen Vermittlung fällig wird. Die Anmeldung und das Einstellen eines Angebots sind kostenfrei. 

Der Name erinnert ein wenig an die typischen Web 2.0-Legenden, die hinter diversen Erfoglsnamen von Online-Start-ups stecken. Die 9Flats-Geschichte besagt, dass man während der Recherche festgestellt habe, dass die meisten Menschen, die der Hamburger fragte, immer neun Wohnorte nennen konnten, die ihrer Meinung nach zu den weltweit begehrtesten gehören. 

Die Pläne, die Uhrenbacher mit seiner neuen Company, die überwiegend von Berlin aus agieren wird, verbindet, sind durchaus ehrgeizig. Zum Start ist die Seite bereits in sechs Sprachen verfügbar. Bereits 2012 will das Start-up über 100.000 Übernachtungen vermitteln. Zudem gehört neben Uhrenbacher selbst, noch die Otto-Versand-Tochter eVenture Capital Partners, zu den Gründungsinvestoren.

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Dienstag 08. Februar 2011 15:13

Der erstaunliche Erfolg von Zeit Online

Zeit Online hat allen Grund zu feiern: Mit 20,19 Millionen Visits vermeldete die IVW am heutigen Dienstag gerade einen neuen Rekord für das Nachrichten-Portal. Stolz fasst Geschäftsführer Christian Röpke gegenüber MEEDIA den Erfolg der Plattform zusammen: "Wir freuen uns und sehen uns bestätigt, dass wir diesen Rekord mit Qualitätsjournalismus erreicht haben - ganz ohne Dschungelcamp." Innerhalb von zwei Jahren stiegen die Besuche von acht auf über 20 Millionen Visits pro Monat.

Für das Team um Chefredakteur Wolfgang Blau ist der Verzicht auf bunte Gossip-Geschichten ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal: "Wir haben uns dazu entschieden, konsequent auf Qualitätsjournalismus zu setzen und auf Boulevard-Themen zu verzichten. Damit grenzen wir uns eindeutig von vielen unserer Konkurrenten ab", erklärt Röpke.

Tatsächlich setzt das Portal bei seinen Aufmacher-Stücken massiv auf Politik und passende, starke Meinungsthemen. So gehörte Zeit-Online zu den ersten Medien, die mit viel Elan über Stuttgart21 berichteten. Passend dazu verfolgt Blau das klare Ziel, das größte Debatten-Portal im Web zu werden. Mittlerweile wird auf kaum einem Nachrichten-Angebot so angeregt und kontrovers diskutiert wie bei Zeit Online.

Allerdings sind die Kosten für ein effektives und anständiges Community-Management nicht zu unterschätzen. Stern.de beispielsweise lagerte vor wenigen Monaten erst seine gesamten Leser-Kommentare zu Facebook aus.

Der Mix aus Diskussionsplattform, meinungsstarken Artikeln und dem konsequenten Verzicht auf Klatsch und Tratsch haben in Verbindung mit einem der wohl gelungensten Seiten-Relaunches der letzten Jahre für einen wahren Traffic-Boom bei Zeit Online gesorgt.

Innerhalb von zwei Jahren steigerte die Berliner Web-Redaktion die Visits von 8,61 Millionen auf nun 20,19 Millionen. Das Interessante dabei ist, dass Google nicht größter Wachstumstreiber ist. Denn innerhalb der vergangenen 24 Monate "haben wir die Zugriffe auf unsere Startseite um ein Vielfaches gesteigert", wie Röpke erklärt.

Um die hohe Wachstumsgeschwindigkeit halten zu können, will der Web-Manager nun verstärkt einzelne spitze Nutzergruppen ansprechen. "Studenten sind für uns als Zielgruppe sehr wichtig, genau wie bei der Zeit", sagt der Geschäftsführer. "Sie gehören zu den Gruppen, in denen wir noch stärker wachsen wollen und für die wir neben unserem redaktionellen Angebot sehr relevante Datenbanken anbieten, vor allem das CHE-Ranking und die Studiengangsuche. Zielgruppenübergreifend stellen wir fest, dass der Wunsch nach Qualität und hochwertigen Angeboten zunimmt."

Trotz aller Erfolge arbeitet das Projekt Zeit Online noch nicht profitabel – das ist allerdings auch noch nicht vorgesehen. "Wir erfüllen alle unsere Milestones. Unser Business Plan sieht vor, dass wir 2013 schwarze Zahlen schreiben", sagt Röpke. Alleine im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs der Traffic um 50 Prozent, "genauso wie die klassischen Vermarktungserlöse".

Ein Ende des Höhenfluges sieht der Manager noch nicht: "Auf unserer Agenda für die kommenden zwölf Monate stehen viele Erfolg versprechende Themen." So sollen die redaktionellen Schwerpunkte der nächsten Monate neben der aktuellen starken Nachrichtenlage vor allem auf den sieben anstehenden Landtagswahlen liegen. "Außerdem stehen - um nur zwei zu nennen - der Ausbau unserer mobilen Angebote, genauso wie der des Stellenmarktes, auf der Agenda."

Machen die Hamburger so weiter, dann werden sowohl die Redaktion wie auch die Verlagsführung ihre verabredeten Ziele erreichen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich nämlich, dass der Erfolg von Zeit Online auch ein planwirtschaftlicher Sieg ist. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten scheint das Erfolgsgeheimnis des Teams um Blau und Röpke auch darin zu liegen, ein einmal aufgestelltes Konzept nicht gleich beim ersten Gegenwind über den Haufen zu schmeißen. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Plan auch mit dem nötigen Verständnis für die Funktionsweisen und Eigenheiten des Internets konzipiert wurde.

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Montag 07. Februar 2011 11:19

Schlagzeilenüberblick Rivva.de abgeschaltet

Einen Monat vor dem vierten Geburtstag seines Vorzeigeprojektes hat Programmierer und Mastermind Frank Westphal den Stecker gezogen und Rivva.de abgeschaltet. Damit stirbt eines der wohl meistunterschätzten Blog- und News-Projekte des deutschen Webs. Rivva.de versuchte einen gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft zu liefern. Das Projekt hatte alles, was ein Netz-Hit braucht, bzw. alles um von einem großen Verlag gekauft und aufgebaut zu werden.

Seit seinem bestehen hatte Rivva.de mit vier Hauptproblemen zu kämpfen: Die Medienhäuser erkannten offenbar das Potential des Portals nicht, das Nutzerwachstum entwickelte sich nur stockend, die Vermarktung kam nicht richtig in Gang - was zur Folge hatte, dass Macher Frank Westphal immer zu kämpfen hatte, um die Maschine am Laufen zu halten. Denn der Betrieb war offenbar zeitintensiv und lief alles andere als automatisch. Im Dezember erreichte Rivva.de laut Google-Ad-Planer rund 20.000 Unique Visitors.

Vor wenigen Wochen erst änderte Westphal noch einmal das Layout. Über die tatsächlichen Gründe für das Aus lässt sich bislang nur spekulieren, weil sich Westphal selbst noch nicht umfassend zum Ende des Projekts geäußert hat. In seinem letzten Blog-Eintrag "Walking and Falling" heißt es nur : "War schön dich zu programmieren, Rivva, auch wenn du blöder Bot häufiger eine Schraube locker hattest. Machs gut, alter Freund."

Mitte vergangener Woche ging das Portal bereits offline. Damals war aber noch von einem Sabbatical die Rede

Seit Mitte vergangener Woche war das Angebot schon nicht mehr zu erreichen. Auf der Startseite stand lediglich die dünne Notiz: !Sabbatical. Brauche Abstand, vl. am 3.3. zurück. – Frank."

Neben vielen Kondolenzbekundungen gibt es in der Blogophäre mittlerweile auch einige Stimmen, die sich kritisch mit dem Ende von Rivva auseinandersetzten. So schreibt Nico Lumma: "Schade, das. Aber ehrlich gesagt muss man auch sagen, dass die Qualität der Links bei rivva.de nur bedingt dem entsprach, was die deutschsprachige Blogosphäre an Diskussionen hergegeben hat. Zu viele Verweise auf amerikanische Blogposts haben meines Erachtens das Ergebnis ziemlich getrübt."

Ob es eine Möglichkeit gibt, Rivva wiederzubeleben, beispielsweise durch eine Spendenaktion, ist aktuell noch unklar.

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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Hallo! Ich finde es bemerkenswert, dass in der Bundesliga wirklich so viel Geld verdient wird, dass [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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