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Mittwoch 27. April 2011 12:25

Handelsblatt investiert in Boatoon.com

Dieter von Holtzbrinck macht es wie sein Bruder Stefan und investiert nun auch in ein Web-Startup: So beteiligt sich die Verlagsgruppe Handelsblatt beim Berliner Wassersport-Portal Boatoon.com. Der Wirtschaftsverlag erhält einen zweistelligen Prozentanteil an der Onlineplattform. Mit der Investition stärkt das Medienhaus sein eigenes Magazin Bootshandel, das von der Verlagsgruppe Dieter von Holtzbrinck verlegt wird. Zudem wollen die Düsseldorfer in neue Angebote außerhalb der klassischen Wirtschaftsmedien investieren.

Die Startseite von Boatoon.com

Neben der Kapitalspritze soll die Verlagsgruppe auch die Reichweite des Portals erweitern. "Mit der Beteiligung an boatoon.com bauen wir die bestehenden Angebote für unsere Zielgruppen weiter aus. So schaffen wir einen Mehrwert für unsere Nutzer, für die Verlagsgruppe Handelsblatt und für Boatoon.com", erklärt Peter Neumann, Leiter Online Projekte der DvH Medien.

Weiter erklärt die Pressemitteilung die Motivation und die Strategie der Düsseldorfer: "Die Verlagsgruppe Handelsblatt macht mit der Beteiligung auch einen weiteren Schritt aus den klassischen Wirtschaftsmedien hinaus in Bereiche, die für die bestehenden Zielgruppen zusätzliche interessante Angebote schaffen und neue Geschäftsmodelle anbieten."

Boatoon bezeichnet sich selbst als "Nordeuropas vielseitigstes und innovativstes Wassersportportal". Das Angebot der Berliner basiert auf fünf Säulen. So gibt es Social Community mit aktuell rund 700 Mitgliedern, eine Bootsmesse, eine Börse gebrauchte Boote, die aktuell rund 7.000 Angebote umfasst sowie eine Shoping-Club für Nautik-Produkte. Zudem gibt es noch einen Info-Channel zum Thema Yachtcharter.

Online ist das Portal seit Sommer 2010. Der Erst-Investor, die Grupo Intercom, bleibt weiter an Bord. "Die Freude über den Einstieg der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH ist außerordentlich groß. Durch die Kooperation erschließt sich boatoon.com mit der Leserschaft der verschiedenen Medien des Verlags eine völlig neue Zielgruppe und wagt den Sprung aus der klassischen Wassersportszene hinaus. Dieser Schritt ist für boatoon.com und die Wassersportbranche von entscheidender Bedeutung. Unsere Vision `Wassersport für Alle` überwindet einen weiteren Meilenstein", erklärt Torben Knappe, Gründer und Geschäftsführer der boatoon GmbH.

Das mit dem "Wasserport für Alle" ist wohl eine etwas zu euphorische Zielsetzung. Allerdings ist dies ein Ziel, dem der Handelsblatt-Chefredakteur und Hobby-Segler Gabor Steingart sicherlich zustimmen kann.

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Montag 25. April 2011 00:00

Bild.de spricht jetzt Japanisch

Konnichiwa Bild.de: Schon länger scheinen die japanischen Bürger unzufrieden zu sein mit der defensiven Berichterstattung der einheimischen Medien über die Katastrophe von Fukushima. Eine direkte Folge davon sind steigende Zugriffszahlen auf ausländische Nachrichtenseiten - ein Effekt, den u. a. auch Spiegel online und Bild.de spüren. Springers Boulevard-Portal bietet deshalb seinen Lesern aus Nippon jetzt einen ganz besonderen Service: eine neue Rubrik mit Texten und Videos auf Japanisch.

 

So sieht Bild.de auf Japanisch aus

Die Berliner Redaktion hat für ihr neues Angebot Meldungen und Videos übersetzt und in einem extra Ressort gebündelt. Je nach Nachrichtenlage soll die Berichterstattung kontinuierlich um neue Beiträge erweitert werden. Dabei ist auch vorgesehen, Storys ausschließlich auf Japanisch zu produzieren. 

Das neue Angebot war Chefredakteur Manfred Hart offenbar ein besonderes Anliegen, die japanischen Leser mit weiteren offenen und unabhängigen Quellen und Sichtweisen zu versorgen. 

Allerdings ist die Aktion für das Portal kein Neuland. Bereits während der olympischen Spiele in Peking im Sommer 2008 richteten die Berliner eine Sektion mit Nachrichten auf Chinesisch ein. Über den Trend der steigenden Seiten-Zugriffe aus Fernost berichtete bereits Spiegel Online. Auf MEEDIA-Anfrage bestätigte Chefredakteur Rüdiger Ditz, dass sich die Zugriffe aus Japan knapp vervierfacht hätten, allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Es lässt sich also davon ausgehen, dass auch das neue Nippon-Angebot von Bild.de kein gigantischer Klickbringer wird. Im März konnte das Portal – auch wegen der Tsunami- und Fukushima-Katastrophe – seine Visits um 18 Prozent steigern. Insgesamt kam die Nachrichten-Plattform auf 195 Millionen Visits.

Allerdings ist die Aktion schlicht eine gute Idee für das Image, und wenn sie tatsächlich ein paar Japaner in diesen schwierigen Tagen besser informiert, haben die Berliner alles richtig gemacht.

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Montag 11. April 2011 11:43

Newshype: neuer deutscher Blog-Aggregator

Erst wenn etwas weg ist, weiß man, was man vermisst. Genau diesen Effekt hatte das Ende von Rivva.de: Nur durch das Abschalten des Memetracker wurde vielen Surfern klar, dass der deutschen Blogosphäre eine zentrale Anlaufstelle fehlte, die stets einen Überblick über die meistdiskutierten Themen lieferte. Diese Leerstelle will nun der neue Blog-Aggregator Newshype schließen. Im MEEDIA-Interview sprechen die Macher, Jannis Kucharz und Pëll Dalipi, über ihr Projekt und verraten, warum sie hoffen, erfolgreicher zu sein als Rivva.

Gerade erst ist Rivva mit seinem Angebot gescheitert. Warum gerade jetzt einen neuen Blog-Aggregator?
Jannis Kucharz: Weil es aktuell keinen für Deutschland gibt, oder kennst du einen? Und ich glaube, dass ein Aggregator hilft, die Blogosphäre zu verbinden und zu vernetzen, Debatten darzustellen, die zwischen den Blogs stattfinden. Das ganze war auch, ehrlich gesagt, eine recht spontane Idee, eines Nachts schrieben Pëll und ich via Twitter und fingen an zu überlegen und während wir noch überlegten, fing Pëll schon an zu programmieren.

Pëll Dalipi: So kam es auch, dass die gesamte Kommunikation in Twitter DMs stattfand. Die Seite ist sozusagen aus Twitter DMs und ein paar Google Docs entstanden. Ein Projekt aus der Wolke sozusagen.

Wie funktioniert das Angebot?
Pëll Dalipi: Unser Bot unternimmt täglich mehrmals eine Reise in die Blogosphäre. Dort sammelt er die neusten Beiträge, sucht Verlinkungen und die Tweets zu diesen Artikeln. Er kombiniert dieses Wissen und entscheidet danach, in welcher Reihenfolge die Beiträge auf der Startseite erscheinen. Zusätzlich merkt er sich neue Blogs und nimmt sie in die Sammlung auf, wenn sie mehrmals erwähnt werden.

Wer sind die Köpfe hinter dem Portal und was machen sie sonst noch?
Jannis Kucharz: Wir sind Jannis Kucharz und Pëll Dalipi. Gemeinsam machen wir schon das Blog netzfeuilleton.de, rund um Medien, Meinung & Kultur und haben jetzt Newshype gestartet.

Für wen ist Newshype konzipiert? Wen hoffen sie mit dem neuen Angebot anzusprechen?
Jannis Kucharz: Newshype.de ist einerseits für die Blogosphäre, um den eigenen Puls zu messen, Nabelschau zu betreiben und Debatten zu führen. Gleichzeitig ist es aber auch für Außenstehende gedacht. Für die soll es ein Fenster in die Blogwelt werden.
Pëll Dalipi: Gerade über die Kategorien soll es möglich sein, auf einen Blick zu sehen, was es in diesem Themenbereich Neues gibt.

Wie aufwendig ist es, den Aggregator zu betreiben?
Pëll Dalipi:
Die benötigte Rechenkapazität, um den Bot auf Reisen in die Blogosphäre zu schicken, ist ziemlich hoch. Ihn dabei die Beiträge intelligent gewichten zu lassen und anhand dieser dazuzulernen, ist eine nervenaufreibende Angelegenheit. Bisher ist keine Stunde vergangen, in der ich nicht irgendetwas an seinem Verhalten verändern musste.
Jannis Kucharz: Wir hatten auch zu Anfang etwas unterschätzt, wie gefräßig so ein Bot ist, was die Serverleistung angeht.

Wie wollen sie das Angebot finanzieren?
Jannis Kucharz: Einerseits wollen wir auf Anzeigen setzen und suchen Sponsoren, die das Projekt unterstützen. Auf der anderen Seite hoffen wir auch auf Hilfe aus der Community. Viele haben im Vorfeld gesagt, dass ihnen ein solcher Dienst fehlt und wir hoffen, das daraus vielleicht auch der ein oder andere Flattr-Klick entsteht, der uns dann hilft, die Serverkosten zu stemmen. Wir sehen uns als Projekt von der Blogosphäre für die Blogosphäre.

Wann wollen sie die Closed-Beta beenden?
Pëll Dalipi: Zu lange werden wir nicht warten, aber zunächst dient der geschlossene Raum für Optimierungen und als Experimentiertisch. Unser Bot ist gerade noch ein kleines Kind und wächst mit jedem Tag. Wenn er auf eigenen Beinen stehen kann, werden wir die Türen öffnen.

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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Hallo! Ich finde es bemerkenswert, dass in der Bundesliga wirklich so viel Geld verdient wird, dass [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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Your article is very good and useful for all of us. You have written it very well. I admire your work. [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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