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Donnerstag 28. Oktober 2010 12:10

Bertelsmann investiert in Web-Sprachschule

Bertelsmann kauft den Samwers-Brüdern den eigenen Lehrer ab: Bereits seit Monaten gilt es als sicher, dass der Venture-Arm des Gütersloher Medienriesen bei der Online-Fremdsprachenschule LearnShip einsteigt, jetzt wird der Vollzug vermeldet. Im Zuge einer Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe übernehmen die Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) und die KfW Beteiligungen der Alt-Investoren. Bertelsmann wurde auf das Start-up aufmerksam, weil der Konzern schon länger zu den Unternehmenskunden gehört.

 


LearnShip.de

Das Kölner Start-up bietet Live-Sprachunterricht mit echten Lehrern in virtuellen Klassenzimmern. Im Angebot sind sowohl Einzel- wie auch Gruppenkurse. In erster Linie richtet sich der Dienst dabei an Unternehmen. Zum Kundenkreis der Web-Company zählen Firmen wie Pfizer, Panasonic, Triumph und ThyssenKrupp. "Die Bertelsmann AG ist bereits seit längerem Unternehmenskunde von LearnShip. Das Feedback der Personalabteilung und der geschulten Mitarbeiter war so positiv, dass wir von dem Wachstumspotenzial von LearnShip absolut überzeugt sind", erklärt BDMI- Principal Jan Borgstädt.

Bertelsmann kaufte die LeanShip-Anteile unter anderem vom European Founders Fund der Samwer-Brüder und vom Team Europe Ventures von Lukasz Gadowski. Das frische Kapital soll vor allem in die Vermarktung und die Produktweiterentwicklung gesteckt werden.

Von den bisherigen Geldgebern steckt vor allem DuMont Venture weiterhin Kapital in das Start-up. "Das LearnShip-Team hat ein einzigartiges Produkt entwickelt, welches den Präsenzunterricht vor Ort erstmals ohne Qualitätsverlust wirksam digitalisiert", kommentiert DuMont-Venture-Chef Jörg Binnenbrücker. "Die damit verbundenen Vorteile auf Qualitäts- und Kostenseite schaffen für Unternehmen einen hohen Nutzen und finden deshalb großen Anklang."

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Freitag 22. Oktober 2010 12:14

Chip renoviert sein Listenportal Zehn.de

Davon träumen Online-Manager: Einen Relaunch aus einer Position der Stärke. Genau das versucht jetzt Burdas Zehn.de. Im September legte das Listenportal laut Googles Ad-Planer seinen absoluten Rekordmonat hin und wird trotzdem einen Monat später umgebaut. "Im Kern des Relaunches steht ein zweispaltiges Layout, das auf schnelleren Seitenaufbau, eine intuitivere Seitennavigation und die Integration neuer Online-Werbeformen ausgelegt ist", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Einen so richtig drängenden Grund das Angebot umzubauen, scheint es nicht gegeben zu haben. "Seit dem Start von Zehn.de im Dezember 2008 haben wir die Seite permanent mit kleineren Releases verbessert. Nach knapp zwei Jahren war die Zeit reif für eine komplette Überarbeitung", kommentiert Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak, der sich auch um Zehn.de kümmert.

 


Die neue Startseite von Zehn.de

Das Webportal bietet Top-Ten-Listen für eine überwiegend männliche Zielgruppe. Geschrieben sind die Listen immer von Experten. Das können Handwerker, Literaturpreisträger, Ingenieure oder Fachjournalisten sein. Die Top-Listen, die die Redaktion gerade vorschlägt, sind "die 10 wichtigsten Tipps zur Garten-Planung", "die 10 wissenswertesten Dinge zu den Himmelskörpern in unserem Sonnensystem" oder "die 10 besten Tipps für Internet Explorer 9".

Die auffallendste Umstellung auf der Seite ist das neue zweispaltige Layout. Die Folge: Neben den Bestenlisten stehen jetzt auch die Experten und Verfasser der Zusammenstellungen stärker im Fokus. Zudem sorgen die Münchner dafür, dass Social-Media-Tools wie Facebook und Twitter stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Das virale Potential von Top-Ten-Listen ist auch tatsächlich noch lange nicht ausgereizt.

Dasselbe gilt für die Nutzerzahlen. Im September erreichte das Chip-Projekt nach einer Analyse von Googles Ad-Planer 110.000 Unique Visitors – ein Rekordwert und ein Plus von 17 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum September 2009 stiegen die einzelnen Besuche sogar um 129 Prozent. Der Relaunch soll vor allem dazu beitragen, dass die steile Wachstumskurve des vergangen Jahres nicht abflacht.

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Freitag 15. Oktober 2010 14:57

Twitterer melden Rundfunkangebot an

Ein Satz von Horst Seehofer und sein Folgen: Bei seiner Eröffnungsrede zu den Medientagen sagte der bayerische Ministerpräsident, dass "Internet Rundfunk" ist. Das fand Blogger Michael Praetorius und seine Freunde von der Isarunde lustig, denn wenn man in Deutschland mit seinem Rundfunkangebot mehr als 500 Hörer erreicht, braucht man eine Lizenz. Der logische Schluss: Ein Twitter-Stream mit über 500 Followern gehört angemeldet. Genau das machten die Blogger dann auch.


Die Aktion ist die Folge einer Podiumsdiskussion auf der Praetorius bereits mit Martin Gebrande, dem Geschäftsführer der bayerischen Landeszentrale für neue Medien, über die Frage stritt. Mit dem Antrag, den der Blogger Gebrande persönlich und von einer Videokamera gefilmt übergab, sind die Medienwächter nun gezwungen sich mit dem Fall zu beschäftigen.

Auf dem Video ist Praetorius die kindliche Freude direkt anzusehen, wie er mit seiner juristischen Spitzfindigkeit den Medienwächter auf die Nerven fällt.

Die Folge der Prüfung könnte teuer werden für die Münchener Blogger. "Sollte die BLM dies bestätigen, kommen auf uns bis zu 5.000 Euro Kosten zu. Zudem wäre die Entscheidung auch auf viele andere Twitter-Accounts mit vergleichbarer Wirkung anwendbar", bloggt die Isarunde.

Die Isarrunde ist eine Video-Gesprächsrunde von fünf Medienschaffenden, die "über den Einfluss digitaler Entwicklungen auf unser tägliches Leben diskutieren". Mit dabei sind neben dem Publizisten Praetorius unter anderem auch noch Benedikt "Dr. Social Media" Köhler und der Yigg-Chef Michael Reuter.

Ganz ernsthaft erklären die Münchner ihr Handeln: "Ziel unserer Anzeige des Twitterkanals als Rundfunkangebot im Internet ist, eine Rechtssicherheit zu erreichen." Weiter heißt es: "Wir möchten von der Politik und der Landesmedienanstalt geklärt wissen, ob Dienste im Echtzeitweb als künftige Rundfunkangebote zu sehen sind. Aus dieser Entscheidung könnten sich entweder neue verantwortungsvolle Aufgaben für die Landesmedienanstalten oder eine veränderte Daseinsberechtigung ergeben."

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Freitag 15. Oktober 2010 11:10

"Apps kannibalisieren nicht das Print-Heft"

Mobil-Applikationen müssen für Verlage längst kein Zuschussgeschäft mehr sein. Das beste Beispiel dafür liefert TV-Spielfilm. Unter den deutschen iPhone-Apps ist das Burda-Angebot mit 1,25 Mio. Downloads Lifestyle-Marktführer. Im MEEDIA-Interivew verrät Produktmanager Andreas Mauch, dass "wir dieses Jahr 30 % Mehrerlöse im digitalen Bereich durch unsere mobilen Angebote generieren." Zudem widerspricht er, dass Apps die Print-Verkäufe kannibalisieren.  Neben der Apple-App startet jetzt auch eine Android-Version.

Wie viele Downloads der TV-Spielfilm-iPhone-App gibt es bereits?

Momentan stehen wir bei etwa 1,25 Millionen Downloads.

Ist TV-Spielfilm damit wirklich weltweit unter den Top 20? An welcher Position liegt die App? Wer ist die Nummer eins?
Es ist leider ziemlich  schwierig, das genau zu belegen, weil die Download-Zahlen nirgends zentral, transparent und aktuell gelistet werden. Wir haben vor einem halben Jahr alle veröffentlichten Download-Zahlen in ein inoffizielles Ranking überführen lassen. Natürlich sind die Apps von Facebook, Twitter etc. ganz vorne zu finden. Aber wir kamen dabei unter die ersten 25 - das hat uns schon stolz gemacht. Sicher ist jedenfalls, dass wir in Deutschland die Nummer eins unter den Lifestyle-Marken sind.

Es gibt jetzt auch eine Android-App. Wie viele Downloads peilen Sie für dieses Angebot an?
Der Markt entwickelt sich sehr dynamisch. Aber Prognosen sind momentan noch schwer. Ich gehe davon aus, dass wir recht schnell einen Bereich von rund einer Million Downloads erreichen werden. Das genaue Tempo hängt aber davon ab, wie schnell sich Android verbreitet.

Wird Android langfristig erfolgreicher und wichtiger als Apple-Apps?
Derzeit spricht viel dafür. Android gewinnt im Vergleich zu anderen Betriebsystemen deutlich an Marktanteil. Immer mehr Gerätehersteller setzen auf Android, vor allem auch im mittleren Preissegment der Smartphones und Tablets, das wird für zusätzliches Wachstum sorgen. Wir kooperieren zum Start beispielsweise mit Samsung. In den ersten zehn Wochen gibt es unsere App exklusiv für Samsung-User.

Was kann die Android-App, was die Apple-Version nicht auch kann?

Funktional sind die beiden Apps sehr ähnlich. Da unsere iPhone-App so erfolgreich ist, haben wir keine größeren Anpassungen vorgenommen.

Verdienen Sie mit ihren Apps bereits Geld?  
Ja. Unter der Marke TV Spielfilm generieren wir dieses Jahr 30 Prozent Mehrerlöse im digitalen Bereich durch unsere mobilen Angebote.

Gewinnen Sie durch die Apps neue Leser oder sind die aktuellen Nutzer alle auch Print-Leser?
Eine Befürchtung, die immer wieder geäußert wird, ist: Apps kannibalisieren das gedruckte Heft. Das können wir so überhaupt nicht bestätigen. Wenn Sie sich unsere hart verkaufte Auflage im Vergleich zu den App-Nutzungszahlen ansehen, werden sie keinen negativen Effekt feststellen können. Im Gegenteil: Wir erreichen neue User, binden diese dauerhaft an uns und stärken das Marken-Image.

Sorgt die App dafür, dass eine TV-Spielfilm mehr verkauft wird oder verhindern Sie durch die Apps einfach nur, dass die Kunden zu einem anderen Mobil-Angebot abwandern?
Wir verhindern mit unserer eigenen, sehr guten App ein Abwandern zur Konkurrenz und bringen wohl auch Nutzer anderer Apps dazu, zu TV Spielfilm zu wechseln.

Sie sind sehr früh mit einer App in den Markt eingestiegen. Gilt in diesem Fall das Motto: Lieber früh und nicht ganz perfekt als zu spät?
Wir sind gar nicht so früh in den Markt eingestiegen. Andere Angebote waren vor uns im Store verfügbar. Wir haben uns bewusst Zeit gelassen bei der technischen Entwicklung der App, um ein ausgereiftes Produkt an den Markt zu bringen. Nach mehr als 13.000 Bewertungen im Store mit einerm Durschnitt von drei Sternen können wir sagen: das ist uns gelungen.  

Wiederholt man, wenn man jetzt Apps konstenlos anbietet, nicht den alten Web-Fehler, zu spät mit der Suche nach Erlösmodellen zu beginnen?
Die Frage, ob "free" oder "pay" besser ist, hängt sehr stark von der jeweiligen App-Idee ab. Wir haben beides ausprobiert, da wir zeitgleich zur TV-Spielfilm-App auch kostenpflichtige Apps von Cinema und TV Today gelauncht haben. Wir halten die grundlegenden TV-Informationen wie Sendezeiten für “Commodity”. Sie sind frei verfügbar im Netz und waren dies auch schon über Apps, bevor wir im Store waren. Wir machen bislang sehr gute Erfahrungen damit, die TV-Spielfilm-App durch Vermarktungserlöse zu refinanzieren. Unsere Vermarkter können den Kunden mit dem Dreiklang "Heft, Website, App" zudem crossmediale und sehr reichweitenstarke Lösungen anbieten.

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Donnerstag 14. Oktober 2010 16:25

Talk2enemy.de: Springer fördert Streitkultur

Talk to the Enemy ist ein Springer-Projekt voller Gegensätze: Zehn Videoblogger, aufgeteilt in zwei Gruppen, duellieren sich jeweils zu einem Thema. Das Ziel ist ein Videoportal für eine "neue Streitkultur". Zum Start werden fünf Arme auf fünf Reiche losgelassen. Die Folge: Kein Kampf, kaum Argumente. Denn obwohl die Idee gut ist, schließlich wurde sie von der Springer Akademie prämiert, fehlt es bei der Umsetzung doch noch am Allerwichtigsten: dem nötigen Content.


Die zentrale Startseite von Talk2enemy.de

Das zentrale Element des neuen Portals sind immer zwei Aufmachervideos, die jeweils ein Thema von zwei Seiten beleuchten. Zum Start beschäftigen sich der Hamburger Künstler Roman Caesar und Anna von Funk mit Arm (Roman) und Reich (Anna). Die jeweiligen Standpunkte soll dann die Community möglichst kontrovers diskutieren.

Erklärvideo: So funktioniert das Projekt

Roman und Anna machen nur den Anfang. Insgesamt wurden zehn Videoblogger von Sabine Streich und Katrin Eigendorf, den Macherinnen des Projektes, ausgebildet. Für drei Monate sollen die Zehn nun eigenen Content produzieren. Zum Start gibt es allerdings erst einmal nur vier Videos. Zumindest von jedem Teilnehmer hätte man sich einen Film gewünscht.

„Wir begleiten das Projekt journalistisch, wollen die Diskussion immer wieder neu beleben. Es wird einen professionellen Fakten-Check der Argumente sowie Experten-Interviews geben“, sagt Sabine Streich. Katrin Eigendorf ergänzt: „Wir möchten mit dem Projekt nicht nur eine neue Streitkultur im Internet schaffen, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene ermuntern, ihre Kreativität auszuleben und Web und Video für sich zu nutzen.“

Ermöglicht wurde das Projekt von der Axel Springer Akademie. Die beiden Macherinnen setzten sich mit ihrem Konzept beim Ideenwettberb Scoop 2 gegen 1.200 Konkurrenten durch. Die beiden Gewinnerinnen sind jedoch keine journalistischen Talente, sondern erfahrene Profis. Eigendorf ist Redakteurin beim ZDF und Streich arbeitet als Videojournalismus-Beraterin.

"Konflikte sind der Urstoff journalistischer Arbeit. Das Projekt hat uns überzeugt, weil es das Potenzial hat, eine neue Streitkultur zu entwickeln und so auch eine junge Zielgruppe anzusprechen", fasste Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel Springer Akademie, das Urteil der Scoop-Jury zusammen. In der Jury saßen unter anderem Oliver Berben, Musikproduzent Tim Renner sowie die Spiegel-Online-Chefin Katharina Borchert.

Trotz des mauen Start-Contents bleibt das Projekt jedoch ein spannendes Web-Experiment. Erst in einigen Wochen, wenn das neue Angebot tiefer bei Facebook und Twitter vernetzt ist, wird sich zeigen, ob es den Macherinnen wirklich gelingt, eine neue Diskussionskultur zu fördern. Denn nur wer richtig streiten kann, wird sich auch besser verstehen.

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Mittwoch 13. Oktober 2010 14:45

Neustart für Web-2.0-Sternchen Mister Wong

Ein ehemaliger Web-2.0-Star versucht sich neu zu erfinden: Mister Wong wandelt sich von einem Social-Bookmarking-Dienst zur "ersten freien Bibliothek digitaler Dokumente". Heißt: Statt Lesezeichen zu sammeln und zu tauschen, können die Nutzer jetzt auch Texte, Bilder und Präsentationen hochladen und so einer breiten Web-Nutzerschaft zugänglich machen. Auf den Relaunch von Mister Wong wurde schon länger gewartet, denn seit Monaten kämpft die Plattform mit schwindenden Besucherzahlen.

Im September zählte die Tochter-Plattform der Bremer Multimedia-Agentur Construktiv nach einer Analyse von Googles Ad-Planer 390.000 Unique User. Vor einem Jahr waren es noch 2,1 Millionen einzelne Besucher. Der Höchststand wurde im Juni 2009 mit 2,9 Millionen Unique Usern erreicht. Zumindest ein Teil der Verluste ist auf Probleme bei der Goolge-Optimierung zurückzuführen.

Geht es nach dem Willen der Macher, sollen die Nutzer nun ihre Uni-Arbeiten, Referate, Schul-Aufsätze, Präsentationen, Broschüren, Studien, Rezepte, Bürgerinitiativen oder Kurzgeschichten über die Plattform ins Web stellen. "Die Vision des neuen Mister Wong ist die Vergesellschaftung von Wissen und Informationen, welche sonst nie den Weg in eine große Gemeinschaft gefunden hätten", heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Die Bremer hoffen, dabei auch den Otto-Normal-Nutzer zu erreichen und dass nicht nur Autoren, Journalisten sowie Blogger die Möglichkeit nutzen und das neue Angebot als frischen publizistischen Kanal gebrauchen und ihre Dokumente ins Web stellen.

Bei der Usability und der Konzeption der neuen Plattform stand offenbar eindeutig Twitter Pate. Über einen personalisierten Stream sollen die Surfer jetzt ihre Dokumente und Internet-Fundstücke teilen. Während der Microblogging-Dienst seine Nutzer fragt: „Was gibt’s Neues?“. Will Mister Wong wissen: „Was empfiehlst du?“.

Der neue Ansatz ist eine spannende Idee und auch die Weiterentwicklung von einem Social-Bookmarking- zu einem Social-Information-Dienst ist verlockend. Fraglich ist allerdings, ob die breite Masse von Surfern einen solchen Service überhaupt nutzt. An die alten Besucherzahlen wird Mister Wong auch nach dem Relaunch nicht mehr herankommen.

Allerdings könnte der Relaunch den angenehmen Nebeneffekt haben, dass jetzt auch die Suchmaschinen-Optimierung wieder funzt und der Traffic wie von Geisterhand wieder steigt.

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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