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Donnerstag 29. April 2010 07:46

Großartig! Schlimm! SZ-Magazin übers Web

Unzählige eingestellte Magazine, wie zum Beispiel das großartige Gruner + Jahr-Projekt Konrad, haben längst bewiesen: Es ist unmöglich, auf Papier wirklich befriedigend über das Internet zu schreiben. Diese Erfahrung muss nun auch das SZ-Magazin machen. Unter der Frage "Gut oder böse?" hat Chefredakteur Dominik Wichmann das Blatt zweigeteilt und lässt die Schüler des 32. Lehrgangs der Henri-Nannen-Journalistenschule in 13 Kapiteln über Pro und Contra Internet schreiben und "debattieren".

Die Antwort, die das Heft gibt, lässt sich knapp zusammenfassen: die einen sagen so, die anderen so. Ein wenig mehr Haltung und Position hätte dem Magazin gut getan. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Web-Heft eine direkte Antwort auf einen modernen Klassiker der SZ-Magazin-Historie ist.

Die Doppelseite zum Thema: Wahrheit und Lüge

Denn genau vor einem Jahr produzierte Wichmann ein Heft, das sich ganz der Frage widmete, "wofür wir noch Zeitungen brauchen". Letztendlich war die gesamte Ausgabe ein einziges bekehrendes Pro-Print-Plädoyer. Doch genau dieser Effekt funktioniert nun nicht mehr, weil der Inhalt im anderen und damit falschen Medium zu überzeugen versucht. Auf bedrucktem Papier wirken Storys aus einer digitalen Bits/Byts-Welt immer seltsam amputiert: Eine Story über das Erotikportal YouPorn kann noch so gut sein – und sie ist sauber recherchiert und gut geschrieben –, doch ohne die Option, direkt auf die Site zu verlinken und dem Leser so die Möglichkeit zu bieten, sich selbst ein Bild zu machen, fehlt dem Artikel einfach eine wichtige Komponente.

Die Doppelseite zum Thema: Befreien und
Unterdrücken

Zudem kommen viele Geschichten dem interessierten Surfer bekannt vor. Schon viel zu oft war die Story zu lesen, dass sich jeder eine Anleitung zum Bombenbau im Netz besorgen kann. Dasselbe gilt für einen Bericht zum Thema freie oder beleidigende Meinungsäußerungen in Online-Foren. Längst hatte selbst das kleinste Regionalblatt einen Text über Cyberchondrie. Über Menschen also, die, sobald sie sich kränklich fühlen, immer alle Symptome googlen und dann davon überzeugt sind, schwerkrank zu sein. Beispiel: Sie haben Fieber und Rückenschmerzen, also haben Sie Lungenkrebs.

Allerdings bringt das Heft auch berührende Geschichten, wie das Stück über Amy. Sie "wurde als Kind von ihrem Onkel missbraucht und dabei fotografiert. Zwölf Jahre später geht sie in die Offensive und verklagt jeden, der sich die Fotos im Netz ansieht – mit Erfolg." Jetzt.de-Chef Dirk von Gehlen beschäftigt sich sehr lesenswert mit der Fragwürdigkeit des Begriffs "geistiges Eigentum".

Der Fischmarkt-Fight

Ein echtes Highlight ist der Versuch zweier Schülerinnen auszuprobieren, wie einfach es ist, im Web ein Video berühmt zu machen. Sie drehten einen Clip über zwei pöbelnde Fischhändler, stellten es bei YouTube ein und beobachteten, wie der "Fischmarkt Fight" zum "inzwischen bekanntesten YouTube-Video über den Hamburger Fischmarkt" wurde. Aber auch hier wieder: Wie gerne möchte man beim Lesern auf den Play-Button klicken und den Firm sehen. Geht aber auf Papier nicht.

Die Henri-Nannen-Schüler hätten offenbar noch mehr gute Themen gehabt. In einem kleinen Making-Off erklären sie: "Vielleicht war es der Reiz des Verbotenen, der dazu führte, dass anfangs die Themenliste für Bösartigkeiten im Netz die längere war." So wollten sie zeigen "wie leicht oder schwierig ist es wirklich, die Kundendaten eines Unternehmens zu hacken, alle Profile von jemandem zu löschen, ein Fake in die Welt zu setzen oder tausend Euro von einem fremden Konto abzuheben?" Schade, dass sie es nicht ausprobiert haben. 

Online gibt es diese Woche gleich zwei Webseiten. "Auf sz-magazin.de finden Sie wie gewohnt alle Artikel aus dem Heft", erklärt das Blatt. "Unter sz-magazin.de/wiki allerdings können Sie jeden Text wie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia ergänzen oder korrigieren. Ob die Beiträge besser oder schlechter werden, entscheiden nicht wir – sondern Sie." Damit wird das SZ-Magazin – fast schon ungewollt – beweisen, welche Kraft das Internet tatsächlich entfalten kann.

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Donnerstag 15. April 2010 11:05

Die deutsche Social Media-Landschaft

Die einheimische Social Media-Landschaft: Zum zweiten Mal zeichnet die Hamburger Agentur Ethority ein Bild von Deutschlands sozialen Medien und den wichtigsten Web 2.0-Angeboten. Sortiert in 25 Kategorien wie Gaming, Social Commerce oder Micromedia listet das Prisma alle relevanten Angebote und Start-ups aus den jeweiligen Segmenten. Im Vergleich zur Vorgänger-Übersicht kamen eine Vielzahl neuer Dienste dazu. Es gibt aktuell wohl keinen besseren Überblick über die boomende Social Media-Welt.

 

Das erste Prisma wurde vor rund einem halben Jahr präsentiert. Doch im Gegensatz zur damaligen Version wurde die neue Ausgabe nun um eine Vielzahl von Nutzer-Vorschlägen ergänzt. Prägnanteste Neuerung innerhalb des vergangen halben Jahres ist der rasante Aufstieg von Location Based Services. Vor sechs Monaten spielten diese Angebote noch gar keine Rollen.


"Eine der größten Veränderungen vollzieht sich in der Kategorie Twitter Ecosystems, viele Tools und Anbieter sind hinzugekommen und haben andere Features - Reichweite und Beliebtheit betreffend – überholt", heißt es bei Ethority. "Hier haben wir zwecks Recherche auf die eigene Twitter-Timeline geschaut und die beliebtesten Tools übernommen. Somit handelt es sich erneut um eine exemplarische, zum Teil subjektive, Abbildung der Social Media Landschaft auf dem deutschen Markt."



Das Prisma ist allerdings keine originäre Idee der Hamburger. Vielmehr handelt es sich dabei um eine deutsche Adaption des US-amerikanischen Conversation Prism von Brian Solis und JESS3

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Mittwoch 14. April 2010 14:11

re:publica: Jarvis stellt die Penis-Frage

Jeff Jarvis ist die Babara Schöneberger der Tech-Szene. Die stets gutgelaunte Hamburgerin moderiert alles mit viel Charme und Spaß weg. Organisatoren machen nichts falsch, wenn sie sie buchen. Bei dem US-Experten ist es dasselbe. Es lohnt sich immer, ihn einzukaufen. Jarvis begeistert mit dem richtigen Mix aus Witz und Kompetenz. Bei der re:publica in Berlin zeigte der Amerikaner allerdings zusätzlich noch eine bislang weniger bekannte Emotion: Leidenschaft. 

Die dreitägige Blogger-Konferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto "nowHere“. Vor vier Jahren fing alles noch klein in der Kalkscheune in Berlin-Mitte mit 700 Teilnehmern an. Mittlerweile braucht das Event drei Locations und acht Bühnen, um die rund 160 Stunden Programm mit 250 Sprecherinnen und Sprechern zeitgleich abzuspulen. Mit rund 2.500 Besuchern gehen die Macher von Netzpolitik.org und Spreeblick.com von einer absoluten Rekordbesucherzahl aus. Zu den Keynote-Speakern gehören so bekannte Köpfe wie die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel, Peter Glaser, der den Kongress eröffnen durfte, und eben Jeff Jarvis.

Im vergangen Jahr tourte der US-Amerikaner noch mit seiner Standard-Buchpräsentation "Was würde Google tun?" durch Europa. In Berlin kehrte er nun mit einem neuen Thema zurück: dem deutschen Paradoxon. Es besagt, dass man sich hierzulande "nackt in die Sauna setzt und jedem seine Geschlechtsteile zeigt", aber Angst vor einem Google-Auto habe, das Straßenzüge mit angezogenen Menschen fotografiert.

Mit solchen Beispielen bringt Jarvis schnell einen Saal zum lLchen und zeigt so anhand eines vermeintlich lustigen Beispiels, dass die Zeit des Privaten vorbei ist. "Die Deutschen sprechen zuviel über Privacy, aber zu wenig über die Vorteile von Öffentlichkeit."

Anhand eines ernsten Beispiels kann Jarvis den Vorteil einer radikalen Offenheit erklären: "Ich hatte Prostatakrebs und bloggte darüber. Nichts ist privater als Krankendaten und der eigenen Penis." Pause, vereinzeltes Lachen. Dann fragt der Professor: "Warum habe ich das getan? Ich habe unglaublich viel zurückbekommen. Infos, Unterstützung und ich traf so Menschen, die dasselbe erlebt hatten und mir deshalb unendlich viel helfen konnten."

Jarvis' Schlussfolgerung ist die Aufforderung, möglichst viele – seien es noch so private – Informationen zu teilen. Zeitgleich sieht er den freien Informationsfluss und eine möglichst transparente Öffentlichkeit immer stärker bedroht. "Wir müssen das Öffentliche verteidigen." Sein Aufruf: "Die Öffentlichkeit gehört der Öffentlichkeit und die muss um die Öffentlichkeit kämpfen."

Zum Schluss wandte sich der bekennende "Apple-Fan-Boy" noch kurz dem iPad zu. Für Jarvis steht das neue Tablet, genauso wie das iPhone für den Kampf zwischen offenen (Android) und geschlossenen (Apple) Systemen. Zudem kann er keinen "Sinn in dem iPad erkennen". Vielmehr sieht Jarvis in dem neuen Gadget einen Rückschritt. "Beim iPad geht es nicht mehr um Kreation, sondern nur noch um Konsum." Diese Phase der Mediennutzung "hatten wir doch schon längst hinter uns gelassen."

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Dienstag 13. April 2010 15:48

Motor-Talk.de hat 1,5 Millionen Mitglieder

Dieses 20-Prozent-Investment macht Springer viel Freude, denn die Berliner PS-Community Motor-Talk.de kann gerade viele gute Nachrichten verkünden: Mit über 10 Mio. Visits wurde im März ein neuer Traffic-Rekord aufgestellt und seit Anfang 2009 schreibt die contentgetriebene Plattform schwarze Zahlen. Zudem verkündet das Management nun, die Marke von 1,5 Millionen Mitgliedern geknackt zu haben. Mittlerweile bezeichnet sich Motor-Talk stolz als "Europas größte Auto- und Motor-Community".

Das Erfolgsgeheimnis von Motor-Talk ist ein ganz ähnliches, wie das von Frage- und Antwort-Communitys wie Gutefrage.net. Im Laufe der Jahre sind in dem PS-Forum hundertetausende von speziellen Fachfragen gestellt und beantwortet worden. Nutzer, die eine Lösung für ihre Motorrad- oder Auto-Probleme via Google suchen, landen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bei den Berlinern.

Genau diesen Effekt beschrieb Geschäftsführer Tom Kedor bereits in einem Interview mit Förderland.de: "Das Faltdach des Renault Megane meines Schwiegervaters wollte sich letzten Sommer einfach nicht mehr öffnen. Um abzuschätzen, was er für Werkstattkosten zu erwarten hätte, bzw. wie aufwendig eine Reparatur wäre, hat er erstmal 'gegoogelt'." Natürlich führte ihn die Suchmaschine sofort zur Webseite seines Schwiegersohns, auf der er alles über mögliche Ursachen des Problems und deren Reperatur-Kosten erfuhr. "Das Ende vom Lied war ein Sonntagnachmittag in der Garage. Danach lief alles wieder und mein Schwiegervater hatte 300 Euro gespart."

Motor-Talk.de gehört mit diesem Ansatz zu den Web-Projekten, denen im Laufe der Jahre gelungen ist, aus dem User-generated-Content ihrer Mitglieder richtig Kapital zu schlagen. Das tolle an dem System: Fast von selbst erweitert sich der Content. Passend dazu liefert man hochwertige Inhalte, wie sie Google liebt. Wenn also die Suchmaschine nicht auf die Idee kommt das Portal abzustrafen, wie gerade bei Qype geschehen ist, läuft das weitere Wachstum wie von selbst.

In einer Unternehmensmitteilung formuliert Motor-Talk.de drei große Ziele für die nächsten Monate: "Die weiterhin intensive Förderung des aktiven Dialogs zwischen der Community und den Automobilherstellern, das Einrichten eines Activity-Streams, der den Usern die aktuellen Themen schneller zugänglich macht, und das ununterbrochene kontinuierliche Wachstum." Zudem peilt Kedor bereits den nächsten Entwicklungsschritt an: „Die zwei Millionen Mitglieder-Marke haben wir bereits fest im Blick."

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Dienstag 13. April 2010 11:03

Bild Shop: Springers Online-Kaufhaus

Bild.de steigt ernsthaft in den E-Commerce ein und startet einen eigenen Webshop. Im Angebot des neuen Netz-Ladens sind Handys, Netbooks oder Fahrräder. Zudem bietet die E-Kaufhalle in bester Live-Shopping-Tradition ein spezielles Angebot des Tages. Mit dem neuen Shop kann Springer gleich doppelt gewinnen: Zum einen könnte es gelingen, dass Erfolgskonzept der Volksprodukte noch stärker ins Web zu übertragen und zum anderem erhielt das contentgetriebene Bild.de-Angebot ein transanktionsgetriebenes Standbein.

An dem Aufbau einer umsatzstarken und shopbasierten Verlagssäule arbeiten mittlerweile einige deutsche Medienhäuser. Burda ist mit Holidaycheck oder auch seinen Xing–Beteiligungen auf einem ähnlich guten Weg, wie Holtzbrinck mit seiner Parship-Tochter oder dem Brands4Friends-Investment. Auch Springer verdient längst mit Zanox oder Immo.net Geld.

Bislang ist es jedoch keinem Verlag gelungen, um eine seiner wichtigsten Nachrichten-Plattformen, sei es Zeit.de, Bild.de oder Focus Online ein E-Commerce-Angebot herum zu stricken, dass für signifikanten Mehreinnahmen der rein auf Werbeerlöse angewiesenen Inhalte-Portale sorgen kann. Dieses Kunststück könnte Springer gelingen.

Die Marke Bild ist stark genug, dass man mit ihr alles Verkaufen kann. Das dies Funktioniert, beweisen seit Jahren die sogenannten Volksprodukte. Zudem hat das Webportal genügend Reichweite um ausreichend potentielle Käufer anzusprechen.

Sortiert ist der neue Online-Laden nach Themenwelten, die je nach Saison oder bestimmen Anlässen zusammengestellt werden. Dieses Konzept erinnert stark an Tchibo. "Zudem liefern die 'Top 100' mit Testsiegern, Neuheiten, oder exklusiven Schnäppchen besonders empfehlenswerte Angebote Heimwerken & Garten, Unterhaltung, Sport & Wellness sowie Haushalt & Küche auf einen Blick", verspricht die Pressemitteilung.

„Wir kennen die Bedürfnisse unserer User und Leser. Dieses Wissen, das Vertrauen unserer Leserschaft und unsere hohen Reichweiten nutzen wir nachhaltig dafür, den 'Bild Shop' als weiteres attraktives Angebot in der digitalen Welt zu etablieren", so Donata Hopfen, Geschäftsführerin Bild digital. Zum Auftakt präsentiert der Shop drei Themenwelten zu Garten, Spielen und Fahrrad sowie ein buntes Eröffnungssortiment.

Auch die anderen großen Print-Marken haben längst eigene Online-Shops. Doch deren Sortimente beschränken sich meist auf Merchandising-Produkte und verlagsnahe Produkte wie Bücher und Film-Reihen oder auch Reiseangebote, die zur Leserschaft passen. Mit dem neuem Bild-Shop geht Springer hier einen großen Schritt weiter.

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Montag 12. April 2010 16:49

IVW-Absturz: Qype tappte in Technikfalle

Der beste Content bringt nichts, wenn die Technik nicht mitspielt: Diese Erfahrung muss Qype gerade machen. Das erfolgsverwöhnte Hamburger Start-up hat mit seiner ersten großen Traffic-Krise zu kämpfen. Innerhalb von zwei Monaten stürzte die Empfehlungsplattform bei der IVW von 7,5 Millionen Visits auf nun 4,4 Millionen Visits ab. Im Web wird bereits spekuliert, dass Google die Seite massiv abgestraft hätte, aber dem widerspricht Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher gegenüber MEEDIA.

"Wir stehen in einem engen Dialog mit Google und obwohl ich nicht viel darüber sagen darf, gehe ich davon aus, dass wir nicht Opfer eines Google-Penaltys wurden," sagt Uhrenbacher.

Befeuert wird die Theorie, dass Qype von der Suchmaschine bestraft wurde, durch einer Analyse der SEO-Experten von Sistrix. Die Profis konnten ganz klar nachweisen, dass der von der IVW gemessene Traffic-Verlust in einem direkten Zusammenhang mit einer schlechten Google-Platzierung steht. Anders als der Qype-Gründer kommt Sistrix zu dem Schluss, dass es sich wohl um eine Penalty der Suchmaschine handelt.

"Wir haben im Januar die Seitenstruktur verändert, um eine bessere Benutzerführung zu erzielen", erklärt Uhrenbacher. "Unter anderem haben wir einen Kasten mit nicht sehr relevanten Links durch einen Kasten mit für den Nutzer sehr relevanten dynamisch erzeugten Links ausgetauscht. Wir gehen davon aus, dass diese Änderungen für den großen Traffic-Verlust verantwortlich waren." Obwohl die Hamburger bereits seit Wochen an der Behebung des Problems arbeiten, dauert es wohl noch Monate, bis Qype wieder sein altes Reichweiten-Niveau erreicht hat.

Der Traffic-Verlust der Empfehlungs-Plattform zeigt, dass viele Web-Companys unter zwei großen Abhängigkeiten leiden: Zum einen unter der Technik und zum anderen unter Google. Im Web ist längst die paradoxe Situation eingetreten, dass der beste Content nichts bringt, wenn die Technik nicht mitspielt bzw. wenn Goolge sich weigert, die Inhalte möglichst hoch zu listen.

Ein Problem, dass auch Uhrenbacher sieht: "Qype hat das Angebot mit dem wohl besten lokalen Content in Deutschland. Google würde sich selbst schaden, wenn sie diese Ergebnisse weiter hinten in ihren Trefferlisten zeigen würden. Alleine deshalb bin ich schon davon überzeugt, dass wir mittelfristig wieder die aktuelle Traffic-Delle ausgleichen können."

SEO-Experten würden Uhrenbacher wohl widersprechen. Denn wenn Qype tatsächlich gegen eine der Google-Regeln verstoßen hat, dann ist es der Suchmaschine herzlich egal, wie gut der Content ist. Sistrix glaubt, dass die Hamburger unter drei Hauptproblemen leiden: Einer "gewucherten Webseite", einem "miesen Linkbuilding" und "verkauften Rankings".

Über die Google-Unterwerfung will Uhrenbacher nicht jammern: "Die ist Realität. Wir sind genauso abhängig und unabhängig von Google wie alle anderen Web-Unternehmen auch."

Im Web kursiert allerdings noch eine weitere Version, warum das Empfehlungsportal von der US-Company abgewertet wurde. Die Traffic-Verluste liegen zeitlich recht nah am Bekanntwerden des Umstandes, dass Google über einen Qype-Kauf verhandelte. Uhrenbachers kurzer Kommentar zu dem Gerücht: "Das ist totaler Quatsch."

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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Die Seite sieht heute schon ganz anders aus und funktioniert auch tatsächlich ganz gut. Weiter so! Zum Artikel dieses Kommentars
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Hallo! Ich finde es bemerkenswert, dass in der Bundesliga wirklich so viel Geld verdient wird, dass [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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Your article is very good and useful for all of us. You have written it very well. I admire your work. [...] Zum Artikel dieses Kommentars

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