Der Branchenverband Bitcom hat die Marktanteile im deutschen Suchmaschinen-Markt analysiert: Der Quasi-Monopolist Google beantwortet rund 80 Prozent aller einheimischen Suchanfragen – so weit so wenig überraschend. An Position zwei kommt allerdings schon Ebay mit 5,8 Prozent, gefolgt von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Rund 3,1 Prozent aller deutschen Suchanfragen werden in ein Suchfenster eines Holtzbrinck-Angebotes (Zeit Online, VZ-Gruppe) getippt. Position vier teilen sich ProSiebenSat.1 und AOL.
Die Untersuchung des Branchenverbandes analysiert Zahlen-Material des Marktforschungsunternehmen Comscore und umfasst einen Zeitraum von April 2008 bis März 2009.
Das Ergebnis für Deutschland im Überblick:
Die Studie zeigt, welche Marktmacht sich die Verlagsgruppe Holtzbrinck mit ihren massiven Web-Investitionen zusammengekauft hat. Ob die VZ-Gruppe (StudiVZ, MeinVZ oder SchuelerVZ), Werweisswas.de oder MyHammer.de: Alle diese klick- und visitstarken Netzangebote gehören zum Online-Einflussbereich von Stefan von Holtzbrinck.
Weltweit sieht die Verteilung der Marktanteile natürlich völlig anders aus. Google dominiert auch global, allerdings nur mit einem Marktanteil von 62 Prozent. Es folgen Yahoo mit 10,1 Prozent und die chinesische Suchmaschine Baidu mit 8,2 Prozent. Vierter ist Microsoft (2,8 Prozent), fünfter ist NHN (2,0 Prozent), sechster ist Ebay (1,5 Prozent), siebter ist AOL (1,3 Prozent), Ask ist achter (1,2 Prozent), Facebook ist neunter (1,0 Prozent) und Yandex belegt Platz zehn mit 1,0 Prozent.
Der Bitkom-Präsident Wilhelm Scheer kommentiert: „Im Internet herrscht ein extrem hoher Wettbewerbsdruck. Die Konkurrenz ist immer nur einen Klick entfernt“. Weiter sagt er: „Das gilt insbesondere für Suchmaschinen, die zu den meistgenutzten Angeboten im Internet zählen.“
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Das Geschäftsmodell der dpa sieht so aus: Die Agentur liefert Texte, und ihre Verlagskunden können diese in ihre Zeitungen, Zeitschriften und Web-Angeboten einbauen. Mit dem neuen Portal "60 deutsche Jahre" drehen die Hamburger diesen Arbeitsablauf um. Auf der neuen Internet-Plattform können die Bezieher des dpa-Basisdienstes nun ihre eigenen Texte zum Thema veröffentlichen.
Jeder Beitrag wird deutlich mit dem Markenlogo des jeweiligen Verlages versehen. So finden sich auf der Seite Texte von der "Rheinischen Post", "Märkischen Allgemeinen" oder der "Nürnberger Nachrichten". Sortiert ist die History-Plattform nach Jahrzehnten, Ressorts und Regionen.
"An dem Projekt beteiligen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als 30 Verlagshäuser, die im Laufe der kommenden Monate ihre Beiträge auf dem Portal einstellen wollen", heißt es Erklärung der Agentur. "So gibt die dpa im 60. Jahr ihres Bestehens ihren Basisdienstkunden die Möglichkeit, durch die überregionale Präsentation ihrer Inhalte zusätzliche Aufmerksamkeit auf ihre journalistischen Produkte lenken und eine verstärkte Nutzung ihres Online-Angebots erreichen zu können. Für die teilnehmenden Verlage und Medienhäuser entstehen keinerlei Kosten.
Alle neuen Einträge lassen sich auch via Twitter (@twitter.com/60jahre) nachverfolgen.
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Fast Pünktlich zum zweijährigen Firmenjubiläum expandieren die Frühstücksflocken-Mischen von MyMuesli von der Online- in die Offline-Welt und eröffnen in der Passauer-Innenstadt ihre erstes Ladengeschäft.
„Der Traum vom Müsli-Laden schwebt schon länger durch unsere Köpfe, aber als wir vor ein paar Wochen plötzlich einen freien Laden in der Stadt fanden, haben wir zugeschlagen“, schreiben sie in ihrem Blog. „Binnen kürzester Zeit wurde geplant, gehandwerkt, geschraubt und alles fertig gemacht. So können wir nun mit leichter Verspätung eröffnen zu unserem zweijährigen Jubiläum. Ein guter Zeitpunkt, um unserem Online-Konzept auch offline ein Gesicht zu geben.“
Neben Müsli bietet der Shop noch Kaffee und Smoothies.
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Es gibt wohl kaum einen deutschen Humor-Schaffenden, der die Funktionsweise des Internets und die Kraft erfolgreicher Viral-Kampagnen so gut versteht wie Hape Kerkeling.
Die Clip-Reihe „Horst Schlämmer macht Führerschein“ gehört noch immer zu den erfolgreichsten Netz-Werbungen (für Volkswagen) überhaupt. Ein ähnlicher Erfolg wurde die Web-Kommando-Aktion des ZDF zu Kerkelings-Film „Ein Mann, ein Fjord“. Das ZDF ließ im Internet lustige Homepages verteilen, die alle mit verschiedenen Rollen/Persönlichkeiten des Komikers in Verbindung standen. Beispiele sind die Sängerin Uschi Blum oder das Hunde-Beruhigungsmittel CaniClam.
Neuester Streich von Kerkeling alias Horst Schlämmer ist nun ein Kinofilm, der im Moment noch unter dem Arbeitstitel "Uwes Traum" firmiert. Handlung laut Abendblatt.de: Horst Schlemmer, seines Zeichens stellvertretenden Chefredakteur des "Grevenbroicher Tagblatts", zieht es in die Politik.
Seit wenigen Tagen kursiert nun der erste Clip von den Dreharbeiten. Hollywood-Profis arbeiten genauso. Zu jedem größeren Film-Projekt gibt es erst einmal ein oder zwei verwackelte YouTube-Clips, die – aus Versehen – am Set entstanden sind. Diese Technik könnte Kerkeling nun auch erfolgreich für das deutsche Web übernehmen.
Viel besser wäre allerdings die Möglichkeit, dass hinter dem Clip gar keine Viral-Kampagne steckt. Dann hätte ein Passant Kerkeling die Arbeit abgenommen. Die Folge: Eine kostenlose User-Generated Werbe-Aktion.
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Alle Blicke richten sich nach Westen: Mit dem Start seines neuen Social Networks 5zwo.de wagt der Zeitungsverlag Aachen ein Experiment mit Vorbildcharakter für viele Regional-Verlage. Jedes Social Network lebt von seiner lokalen Verwurzelung. Das gilt für die Lokalisten.de, genauso wie für Wer-kennt-wen.de. Nur logisch, wenn deshalb immer mehr mittelständische Medienhäuser mit starken örtliche Strukturen, über den Start eines eigenen Stadt- oder Regio-Networks nachdenken.
Bereits der Name soll zeigen: Die neue Community richtet sich an Menschen aus dem Raum Aachen/Düren/Heinsberg – der Gegend also, deren Postleitzahl mit einer fünf und dann einer zwei beginnt.
Der Start des neuen Networks verlief zur vollsten Zufriedenheit der Aachener: "Das Interesse war überwältigend: Unsere am Samstag gestartete neue Online-Community 5zwo.de verzeichnete an ihrem ersten Wochenende bereits rund 100.000 Seitenaufrufe", heißt es stolz im az-web.de. "Zeitweise war der Andrang auf der Seite so stark, dass der Server in die Knie ging und das Angebot nicht aufgerufen werden konnte."
Als die Killer-Applikation entpuppten sich bei den 5zwo.de-User die Möglichkeiten, Fotos hochzulanden und eigene Gruppen innerhalb des Networks zu bilden.
In Aachen scheint der Versuch, ein lokales Social Network zu starkten, auf dem direkten Weg eine Erfolgsgeschichte zu werden. Ob 5zwo.de deshalb zum Vorbild für andere Verlage taugt, ist unklar. Denn der Social Network-Markt ist zwar lokal, aber auch dort schon eng besetzt.
Viele Gebiete scheinen bereits aufgeteilt. So ist die Region München das Kerngebiet der Lokalisten. Konkurrent Kwick ist vor allem in Schwaben und Baden stark. Rheinland/Pflaz, Hessen und Teile von NRW haben eine besonders starke Abdeckung bei Wer-kennt-wen.de und die Region Osnabrück wird von Stayblue kontrolliert.
Trotz dieser vermeintlichen bereits vergebenen Network-Zonen hätten lokale Verlagshäuser einen großen Vorteil gegenüber ihrer Web-Konkurrenz. Sie könnten Zielgruppen erreichen, an denen die hippen Online-Communitys komplett vorbeigehen. Denn die regionalen Tageszeitungen haben vor allen in den älteren Bevölkerungsschichten noch immer einen tadellosen Ruf.
Update: Bereits seit rund zwei Jahren unterhält die „Lausitzer Rundschau“ das lokale Network Localido.de (Danke an Micha Heger)
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Um auch die hintersten Winkel des Vereinigten Königreiches zu filmen, scheut Google keine Mühen und setzt auf Retro-Technik und Muskelkraft. In England rollt bald das erst Street View-Rad über Insel-Wege. Genauso wie die bereits bekannten Goolge-Autos ist auch der Hightech-Drahtesel mit einer speziellen 3-D-Kamera ausgerüstet. Zeitgleich droht in Hamburg der Suchmaschine massiver Ärger mit dem Datenschutzbeauftragten. Wegen Street View stellte er Google ein Ultimatum.
Bis Mittwoch 10.00 Uhr hat Google Zeit, den Datenschutz schriftlich zu garantieren. Das berichtet Bild.de. Ansonsten will die Hansestadt dem US-Konzern verbieten, das Projekt Street View in Hamburg fortzusetzen.
Die Google-Autos mit ihren speziellen 3-D-Kameras fahren durch die Städte und filmen auf ihren Strecken jedes einzelne Haus und jede Straße, um sie später ins Internet zu stellen.
In England ist es jetzt – danke des Google-Trikes – auch möglich, das Umfeld von Wanderwegen, Trampelpfaden und engen Gassen aufzuzeichnen. Branchen-Insider sehen in dem Kamera-Rad vor allem eine Vergeltungsaktion gegenüber dem britischen Fremdenverkehrsamt VisitBritain. Die Tourismus-Organisation verklagte das US-Unternehmen, um zu verhindern, dass Schlösser, historische Gebäude und besondere Natur-Schönheiten gefilmt werden.
Über die Frage, welche Sehenswürdigkeiten das Fahrrad als erstes abradeln soll, veranstaltet Google gerade eine Online-Umfrage. Die User sind aufgerufen, ihre Vorschläge einzureichen. Starttermin für die Google-Tour ist im Sommer. Deshalb bittet die Suchmaschine in ihrem Firmen-Blog jetzt schon: "Daumendrücken für Sonnenschein."
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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.
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