Die Zukunft liegt im Web. Aus eigener Erfahrung weiß Stefan Gessulat wohl sehr gut, dass immer mehr Medienangebote und Dienstleistungen ins Web wandern. Der ehemalige Chefredakteur von Playboy und der mittlerweile eingestellte Männer-Hefte "Matador" und "Maxim" hat bereits persönlichste Erfahrungen mit dem stattfindenden Medienwandel gemacht und entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Mit dem Shopping-Kaufhaus EroticArts24.de betreibt Gessulat bereits ein Online-Shop für erotische Literatur und Fotografie. Sein neuestes Investment ist nun eine Beteiligung bei der Mode-Suchmaschine Stylelight.de. “Das Konzept von Stylight hat mich sofort überzeugt, weil es dem Mode-Shopping im Internet eine völlig neue Qualität verleiht. Der Nutzer muss jetzt nicht mehr einen Online-Shop nach dem anderen durchsuchen”, sagt Gessulat.
Die User des Münchner Start-ups können auf der Plattform nach Mode-Artikeln suchen und zwar übergreifend in sämtlichen angeschlossenen Online-Shops. Auf Basis dieser Meta-Suche lassen sich Suchergebnisse nach persönlichen Vorlieben wie Marke, Farbe und Preis filtern. Anschließend werden sie als Fotowolke oder Artikelliste präsentiert. Das vierköpfige Gründerteam ergänzen Business Angel aus den Bereichen Mode und E-Commerce.
Zu den weiteren Investoren des Start-ups gehört auch die Verlagsgruppe Holtzbrinck.
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Das Ende eines konzeptionellen Misverständnisses: Es hat historische Gründe, dass zwischen der Online- und der Offline-Redaktion von Cinema.de, TVSpielfilm.de und Fitforfun.de rund 800 Kilometer liegen. Nach dem die Tomorrow Internet AG im Jahr 2001 mit der Focus Digital AG fusionierte, zogen die Online-Redaktionen der meisten Titel der Verlagsgruppe Milchstrasse von Hamburg nach München. Die Print-Kollegen blieben jedoch in der Hansestadt.
Auch wenn sich via Internet solche Distanzen spielend überbrücken lassen sollen, hat man bei den drei Angeboten förmlich jeden Kilometer gespürt. Wie viel Mühe sich die Online-Redaktion auch immer gab, die Seiten wirkten leblos. Ein Gefühl, das Monat für Monat auch von den enttäuschenden Klickzahlen bestätigt wurde. Selbst ein gelungener Relaunch von TV-Spielfilm.de könnte kein Leben mehr in die virtuelle Bude bringen.
Nach der enttäuschenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsbereich Portale, baut die Tomorrow Focus AG jetzt um und schließt die Münchner Sammel-Redaktion, die die drei Portale bestückte. Ab Juni 2009 sollen die jeweiligen Print-Redaktionen in Hamburg ihre Web-Portale wieder selbst befüllen. Von den Umbauten sind 20 Mitarbeiter betroffen, von denen zehn sich wohl einen neuen Job suchen müssen.
So schlimm der Umbau der Organisationsstruktur für die betroffenen Journalisten ist, für die Web-Portale könnte es ein Segen sein. Eine Online-Redaktion sollte immer möglichst Eng mit den Print-Kollegen zusammenarbeiten. Ideal ist es, wenn die Trennung gar aufgehoben wird. Genau dafür sorgen nun die finanziellen Umstände.
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Der Microblogging-Dienst wird drei. Am 21. März 2006 schrieb der Twitter-Schöpfer Jack Dorsey: „Just setting up my twttr“. Das war der erste Tweet und die Geburtstunde des Microblogging-Dienstes, der damals noch twttr hieß. In Rückblicken heißt es in solchen Texten immer gerne: Und der Rest ist Geschichte. Aber das passt hier nicht. Denn Twitter steht erst am Anfang bzw. am Scheideweg. In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob das Start-up nur ein Hype wie Second Live war oder es durchstartet und wirklich zu einem essentiellen Teil des Webs – wie Google, Facebook oder Ebay – wird. Das Zeug dazu hat die Zwitterscher-Plattform und aktuell auch das Momentum.
>> Techcrunch.com
>> Sprechblase.de
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Und wieder hat die WAZ Geld gespart. Im April vergangenen Jahres sagte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach zum Wachstum seines Webportals derWesten: „Ich habe eine Prämie ausgesetzt, wenn wir bis zum Jahresende Nummer eins sind.“ Zuversichtlich fügt er hinzu: „Ich schätze, das werden wir erreichen“. Damit lag er falsch. Die heute veröffentlichen AGOF-Zahlen für das vierte Quartal zeigen: RP-Online liegt mit 1,23 Millionen Unique Visitors noch immer in der Reichweite vor derWesten mit 1,21 Unique Vistors.
Das Momentum spricht allerdings tatsächlich für das WAZ-Angebot. Während RP-Online 1,6 Prozent einbüßen musste, konnte derWesten um satte acht Prozent zulegen.
In der IVW-Auswertung kommt derWesten auf 53,8 Millionen Klicks und 5,72 Millionen Visits. Wohingegen die Konkurrenz aus Düsseldorf 54,3 Millionen Page Impressions und 6,66 Millionen Visits zählt.
Wie hoch die Hombach-Präme gewesen wäre, ist aktuell leider nicht bekannt.
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Wichtigster Merksatz für jeden durchschnittlichen Politikberater im Superwahljahr 2009 lautet: Von Obama lernen, heißt siegen lernen. Das haben sich auch die Strategen des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus gedacht und zum neuen Wahlkampf einfach mal stumpf Obamas Webseite kopiert. Leider nicht verstanden wurde, dass die Seite des neuen US-Präsidenten nicht einfach eine nur Homepage war, sondern eine lebendige Kommunikationsplattform. Davon findet sich auf der neuen Althaus-Site herzlich wenig.
Hier der Vergleich:

Passend zum Thema Althaus und schlechte Berater bloggt heute der ehemalige „BamS“-Chefredakteur Michael Spreng unter der Überschrift: „Politiker in der Medienfalle“: „Sein ‚Bild’-Interview, als Demonstration von Kraft geplant, legt in Wirklichkeit seinen Schwächen offen. Einerseits ist er zu krank, um am CDU-Parteitag teilzunehmen, er konnte nicht einmal eine Video-Botschaft schicken, anderseits spielt er in “Bild” den starken Mann. Eine schlechte Inszenierung und eine kontraprodutive dazu, weil sie sich selbst entlarvt. Und Althaus machte einen zweiten schweren Fehler: er nutzte das Interview zu Angriffen auf den politischen Gegner, den die CDU noch kurz zuvor um Fairness mit dem angeschlagenen Ministerpräsidenten gebeten hatte. Damit beendete Althaus die Schonfrist und eröffnete den Wahlkampf, ohne an ihm teilnehmen zu können, weil er natürlich nach wie vor zu krank dafür ist.“
>> Handelskraft
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Abgesehen von seiner – aktuell umstrittenen – Funktion als Nachrichten-Kanal, funktioniert Twitter auch ausgesprochen gut als modernes und gewolltes Stalking-Tool. Mittlerweile zwitschern unzählige Stars und Sternchen und ermöglichen es so ihren Fans, sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen und an ihrem Leben teilzuhaben. Einen Überblick über die wichtigsten twitternden internationalen A-Promis verspricht das Berliner Projekt TwitVIP. Das Portal sammelt bzw. aggregiert die Tweets von über 100 Stars.
Der Kopf hinter dem Projekt ist Christian Reber und seine Agentur Innovatics. Wie TwitVIP funktioniert erklärt Reber im MEEDIA-Kurz-Interview.
Was ist TwitVIP?
Kurz gesagt, TwitVIP fasst alle Nachrichten der beliebtesten Promis auf Twitter zusammen.
Wie kamen sie auf die Idee zu TwitVIP?
Die Idee kam uns durch ein Projekt einer benachbarten Werbeagentur. Construktiv hat Anfang März www.parteifluester.de online gestellt und uns gefiel das Konzept. Da viele unserer Mitarbeiter twittern, hat es nur ein paar Sekunden gedauert, bis wir auf die Idee gekommen sind, TwitVIP zu entwickeln. Irgendwie spannend, wenn sich Ashton Kutcher und Demi Moore (mrskutcher) über Twitter unterhalten. Das hat echt hohen Unterhaltungsfaktor.
Wie viele Stars kennt die Seite?
Aktuell haben wir genau 115 VIPs auf TwitVIP. Wir versuchen allerdings nur „A-Promis“ in unsere Datenbank mit aufzunehmen, um die Nachrichten weiterhin übersichtlich darzustellen.
Unterscheiden Sie, ob es sich um ein Fake-Account oder einen echten Promi handelt?
Wir versuchen, anhand der Nachrichten und Profilinformationen zu erkennen, ob es sich um einen echten Account oder einen Fake-Account handelt. Leider gibt es keine zuverlässige Möglichkeit das zu überprüfen. Megan Fox haben wir zum Beispiel wieder entfernt, nachdem wir gemerkt hatten, dass es sich definitiv um einen Fake-Account handelt.
Was macht Innovatics?
Unser Unternehmen bietet umfassende Dienstleistungen im Bereich der Design- und Web-Entwicklung an. Die Innovatics GmbH ist spezialisiert auf den Aufbau von komplexen Webapplikationen und Unternehmenspräsentationen im Bereich Design (Corporate-, Print- & Webdesign) und Web (Beratung, Konzeption und Umsetzung). Die perfekte Harmonie zwischen Design und Technik ist dabei Grundlage unserer Arbeit. Seit der Gründung unserer Agentur haben wir über 30 Projekte realisiert und ein Team von aus vier festen und mehreren freien Mitarbeitern aufgebaut. Neben unserer Arbeit mit Kunden versuchen wir aber immer wieder auch, eigene Projekte umzusetzen und arbeiten dabei mit verschiedenen Partnern aus der Web-Branche zusammen.
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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.
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