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Montag 29. Juni 2009 13:23

ScienceBlogs berichten live vom Nobelpreisträgertreffen

Zum 59. Mal findet in Lindau das traditionelle Treffen der Nobelpreisträger statt. In diesem Jahr haben 23 Geistesgrößen und mehr als 600 Nachwuchswissenschaftler ihr kommen angekündigt.





Den Kongress will die Burda-Beteiligung ScienceBlogs nun für einen Blogger-Großangriff auf die Wissenschafts-Elite nutzen. "Wir begleiten die Tagung mit insgesamt acht Autoren wirklich rund um die Uhr", erklärt Marc Scheloske, Chefredakteur der Deutschen Scienceblogs.de. "In Berichten, Hintergrundartikeln und Interviews werden wir das Geschehen vor Ort im Blog darstellen. Da die Tagung sehr international ist, haben wir sowohl deutsche, als auch viele englische Inhalte. Außerdem gibt es Video-Interviews mit den Nobelpreisträgern." Der Macher glaubt: "Durch die spezielle Berichterstattung im Blogformat ist es für alle Leser möglich, an der Tagungs-Atmosphäre und den dortigen Diskussionen teilzunehmen und in den Kommentaren weiterzuführen."

Bereits im vergangenen Jahr berichteten die Wissenschaftsblogger über das Event am Bodensee. "Die Resonanz war bereits damals sehr positiv. Zumal wir ausgewählte Inhalte und die Videointerviews ja auch auf unserer Muttersite (ScienceBlogs.com) einstellen", sagt Scheloske. Damals verzeichnete das Netzwerk in wenigen Tagen etwa 25.000 Zugriffe. "Dazu muß man natürlich die enorme Reichweite zählen, die wir etwa durch die Artikel und Videos auf der US-Seite (die 2,5 Millionen Visitors hat) erzielt hatten. Da unsere deutsche Seite seit letztem Jahr um rund 400 Prozent gewachsen ist, rechnen wir entsprechend mit mehr Besuchern."

Der Blogger-Aufwand soll sich für das Netzwerk auch finanziell auszahlen. "Durch unsere hochwertige, wissenschaftsaffine Zielgruppe und starken Positionierung der Marke ScienceBlogs in der internationalen Wissenschaftscommunity, können wir renommierte Partner für unsere Seite gewinnen", sagt Manon Littek, Projektleiterin ScienceBlogs, Das Lindauer Nobelpreisträgertreffen wird von Mars unterstützt. Für zusätzliche Rechweite sorgen Kooperationen mit Sueddeutsche.de, Cicero Online und Focus Online.

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Donnerstag 25. Juni 2009 10:52

Xing integriert Twitter-Livesuche

Für viele Firmen-Chefs ist Twitter heute schon ein Horror-Tool. Denn:  Je größer ein Unternehmen, umso unkontrollierter zwitschern unbedachte Angestellte Interna ins Web. Die Twitter-Suche ist ein cleveres Angebot um einen Echtzeit-Überblick über Trends zu bekommen und um zu sehen, wie das Netz gerade über eine Company spricht. Das neue Feature "Twitter Buzz" ist eine hauseigene Applikation. In wenigen Wochen, will sich Xing allerdings auch für Apps von externen Entwicklern öffnen.

 


Die neue Suchfunktion erlaubt es, den Zwitscher-Dienst gezielt nach einzelnen Stichworten zu durchsuchen. "Die aktuellen Ergebnisse werden automatisch auf XING angezeigt. So lässt sich etwa der eigene Firmenname, der eines Wettbewerbers, eine anstehende Messe oder ein Produktname als Suchbegriff verwenden, um zeitnah über Trends und Meinungen auf dem Laufenden zu bleiben", erklärt das Business-Netzwerk selbst den Nutzen des neuen Angebots.

"Twitter Buzz" funktioniert als Applikation. Das heißt: Die Mitglieder müssen das Tool selbstständig in ihr Profil integrieren. Erst dann lässt es sich nutzen. Ein ähnliches Verfahren wendete das Business-Netzwerk bereits bei den beiden OpenSocial Applikationen "Xing News" und „Xing Mitglieder fragen“ an. "Die neue Anwendung steht von Beginn an in fünf Sprachen zur Verfügung und lässt sich sowohl auf der Startseite als auch in einer gesonderten Übersicht anzeigen. Dank der erfolgreichen Integration von OpenSocial öffnet sich XING gleichzeitig auch für Applikationen von Drittentwicklern, die in den nächsten Wochen eingeführt werden."

"Wir haben in den letzten Monaten zahlreiche technologische Neuerungen mit dem Ziel eingeführt, Xing für möglichst viele unserer Mitglieder noch wertvoller zu machen", kommentiert Chief Product Officer Jason Goldberg. "Bei der Weiterentwicklung wollen wir auch künftig in erster Linie auf die Wünsche unserer Mitglieder hören und das verwirklichen, was den beruflichen Nutzen unserer Plattform steigert. Dazu zählen auch Anwendungen wie Twitter Buzz, die relevante Informationen über Meinungen und Trends verfügbar machen.“

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Dienstag 23. Juni 2009 14:01

Panfu.de: Der Goliath bei den Kids

Oft heißt es, Stefan von Holtzbrinck hätte keinen guten Riecher bei seinen Online-Investments. Tatsächlich ist oftmals das Gegenteil der Fall. Neuestes Beispiel: Panfu.de. Mit 10 Millionen Nutzern ist die Seite mittlerweile die größte virtuelle Welt für Kinder in Europa. Allein innerhalb der vergangenen sechs Monaten konnten die Berliner ihre Nutzerzahlen in Deutschland verdoppeln. Täglich registrieren sich rund 15.000 Kids zwischen 6 bis 14 Jahren in dem virtuellen Panda-Land.

Hinter dem Namen Panfu.de versteckt sich ein komplexes 2D-Multiplayer-Online-Spiel, in dem Kinder spielen, lernen und chatten können. „Neben speziellen Onlinespielen für Mädchen können die Kinder außerdem spielerisch Englisch lernen und sich um ihr virtuelles Haustier kümmern“, heißt es auf der Webseite. „Jedes Kind kann in Panfu seinen eigenen Panda individuell stylen, sein Baumhaus einrichten und dekorieren. Kreativität wird bei Panfu besonders gefördert.“

Wie bei fast allen Kinder-Angebot setzten auch die Berliner zur Finanzierung auf ein Freemium-Model, also einen Mix aus Frei und Premium. Die Basisversion ist kostenlos. Es gibt jedoch auch einen Premium-Zugang, der gewisse Privilegien mit sich bringt. So ist es dann möglich Kleidung zu kaufen, Haustiere zu halten oder das eigene Baumhaus zu dekorieren. Der Abo-Preis liegt bei einer zwölfmonatigen Mitgliedschaft bei 3,90 pro Monat.

Dieses System scheint bestens zu funktionieren. Denn bereits seit Januar 2009 arbeitet Panfu.de profitabel. „Das rasante Wachstum von Panfu zeigt, auf welch selbstverständliche Art Kinder heutzutage mit dem Internet aufwachsen“, interpretiert Gründer Kay Kühne den Erfolg seiner Plattform.

Panfu ist seit dem 1. Dezember 2007 in Deutschland online und inzwischen ein internationales Projekt mit Ablegern in Frankreich, Spanien, Großbritannien, Polen, den Niederlanden und Skandinavien. Die Investoren hinter dem erfolgreichen Kinder-Portal sind Holtzbrinck Ventures und die Business-Angels Lukasz Gadowski, Oliver Jung.

 

 

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Montag 22. Juni 2009 14:22

Sevenload-Gründer: "Der Spaß ist vorbei"

Ein Warnschuss von unerwarteter Seite: Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan hat ein Buch geschrieben und anders, als man erwarten könnte, stimmt er kein Web 2.0-Loblied an. Im Gegenteil: In "Der Fixierungs-Code: Warum wir die digitale Evolution verstehen müssen, wenn wir überleben wollen" warnt Evsan vielmehr vor den großen Gefahren und Abhängigkeiten, die im Internet lauern. Deshalb fordert er: "Für alle Web-Worker und Netz-Enthusiasten gilt: Der Spass ist vorbei. Wir müssen jetzt handeln."

Aber auch die schönen Seiten des Web will Evsan nicht verschweigen: "Es ist ein Buch über die heutige Funktionsweise des Internets. Mit all seinen Vor- und unglaublichen Nachteilen", sagt der Kölner gegenüber MEEDIA. "Vier Vorteile sind besonders Erwähnenswert: 1. Dank des Internets können wir wunderbar alle miteinander - ohne Hierarchien - reden. 2. Eine gut aufgebaute und gepflegte Online-Reputation kann große Vorteile bringen. 3. Das Internet verschafft uns Zugang zu Wissen jeglicher Art. 4. Das Internet hilft der Globalisierung."

Soweit das Positive. Spricht man jedoch nur kurz mit dem Sevenload-Gründer, wird schnell klar: Für ihn überwiegen momentan die Gefahren. Besonders drei Hauptbedrohungen sieht Evsan: "1. Die Online-Spiele werden immer besser und damit steigt die Gefahr, dass immer mehr Kids Spielsüchtig werden", erklärt der 34-Jährige gegenüber MEEDIA. "2. Bewusst oder Unterbewusst haben wir eine fast schon kriminelle Lust am Diebstahl entwickelt. Im Web scheinen Güter keinen Wert mehr zu haben. (...) Auf einer Festplatte für gerade einmal 100 Euro können Güter im Wert von mehreren 100.000 Euro liegen."

Die dritte große Gefahr sieht Evsan in der Entstehung von neuen Supermächten und Gatekeepern. "Den meisten Menschen ist gar nicht klar, wie viele persönliche Daten Google speichert und was – vor allem US-Unternehmen – über ihre deutschen User wissen."

Für den Sevenload-Gründer ist es "völlig unverständlich", dass eine deutsche Firma kaum Daten speichern darf, US-Companys jedoch so gut wie alles. "Wir haben einfach noch nicht gelernt, mit der nötigen digitalen Selbstdisziplin uns immer wieder zu hinterfragen, was wir eigentlich im Internet von uns preisgeben."

Mit Sorge beobachtet der Kölner, dass das Bewusstsein für diese Datenschutzproblematiken nur in einem sehr kleinen Kreis von Experten wächst. Diesen Web-Facharbeitern schreibt Evsan jedoch eine ganz besondere Verantwortung zu: "Wir Experten müssen die Offliner in einer neuen einfachen Sprache aufklären, welche Vor- und Nachteile  die digitale Welt bringen."

Unabhängig von der Finanz- und Werbekrise glaubt Evsan, dass die Web 2.0-Party vorbei ist und es an der Zeit ist, mehr Verantwortung zu übernehmen, denn schließlich sei nun ja Schluss mit Lustig.

"Der Fixierungs-Code" soll Ende September erscheinen.

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Mittwoch 17. Juni 2009 22:27

Syltmob: Jetzt soll der Organisator der spontanen MeinVZ-Party zahlen

Am Wochenende trafen sich auf Sylt rund 5.000 Jugendliche zu einer gemeinsamen Strandparty. Verabredet hatte man sich im Web über MeinVZ. Der Initiator der Beach-Sause, der Arbeitslose Christoph S., soll jetzt für den Schaden aufkommen. So wurde jetzt bekannt, dass ihm allein das Ordnungsamt der Insel 20.000 Euro in Rechnung stellen will.

 

Allein das, ist ein kaum zu stemmender Betrag für den 26-Jährigen. Zusätzlich fordert die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) noch eine "mittleren fünfstelligen Summe" für die Reinigung ihrer verschmutzten Züge.

 

Dabei wollte Christoph S. nur auf andere Gedanken kommen. Der junge Mann aus Busdorf bei Schleswig wurde von seiner Freundin verlassen. Deshalb die Idee mit der Party in Westerland. Er gründet also eine MeinVZ-Gruppe und lädt rund 100 Bekannte ein.
Der Aufruf verbreitet sich so schnell durch das Social Network, dass am besagten Feiertag tatsächlich 5000 Jungendliche über die Nobel-Insel herfallen.

 

Den nächsten Morgen nach der Sause beschreibt Spiegel Online Autor Sebastian Wieschowski: „In den Eingangsbereichen von Schmuckläden hatten sich Urin-Lachen gebildet, Strände waren verschmutzt, Dünen zertrampelt, die Bummelmeile Friedrichstraße in Westerland war sogar Schauplatz für Alkoholexzesse und Schlägereien. 26 Menschen trugen Verletzungen davon, 22 Personen erhielten Platzverweise, 16 wurden festgenommen.“

 

Mit der schmerzhaft hohen Rechnung will Sylt offenbar möglichst viele Nachahmer abschrecken. Die Inselverwaltung hat seit dem letzten Wochenende einen gehörigen Respekt vor sogenannten Flashmobs – relativ spontan im Web verabredete Partys oder andere Aktionen.

 

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) springt Sylt bei diesem Thema gleich bei. Auch er will verhindern das kündigte Flashmob-Partys in der Hansestadt gefeiert werden. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Tausende unorganisiert feiern und anschließend die Gemeinschaft den Dreck wegräumen und die Folgen bezahlen muss", zitiert Spiegel Online der Senator.

 

>> www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,630998,00.html

 

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Dienstag 16. Juni 2009 21:25

Facebook wird wohl weiterklagen

Die 33. Zivilkammer des Landgerichts Köln wies am Dienstag die Klage von Facebook gegen StudiVZ ab. Es ging um den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums. Doch „Nach Auffassung der zuständigen Richter liegt trotz nicht zu übersehender Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten keine unlautere Nachahmung vor", heißt es in einer Presseerklärung des Landgerichts.

 

Jetzt gibt Facebook eine erste Erklärung zu dem Urteil ab. Das Statement im vollen Wortlaut:

 

„Facebook ist enttäuscht von der Entscheidung des Gerichts, insbesondere da sich das Gericht nicht die Zeit nahm, die Beweise zu prüfen. Wir evaluieren nächste Optionen und Rechtsmittel, einschließlich einer Berufung. StudiVZ und die Muttergesellschaften haben gegen unser Recht am geistigen Eigentum verstoßen und ungerechterweise von unserer Innovation, Kreativität und Mühe profitiert, indem sie unsere Website kopieren. Wir setzen unsere Maßnahmen dagegen vor deutschen Gerichten fort, wenn angebracht, und vor dem US-Bundesgericht, wo unsere Maßnahmen andauern. Wir sind zuversichtlich, dass eine gerichtliche Entscheidung, die generell ein systematisches unerlaubtes Kopieren von Technologie, Website und Code eines anderen Innovatoren erlaubt, nicht haltbar sein wird – in Deutschland, in Europa und in den USA.“

 

 

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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Martin Zimmermann:
Hallo! Ich finde es bemerkenswert, dass in der Bundesliga wirklich so viel Geld verdient wird, dass [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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Your article is very good and useful for all of us. You have written it very well. I admire your work. [...] Zum Artikel dieses Kommentars
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Was war denn sein Ziel? Zeigen, dass seine Gegner mehr Respekt vor der kreativen Leitung anderer haben [...] Zum Artikel dieses Kommentars

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