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Freitag 05. August 2011 13:06

Der ehrgeizige Relaunch von Vogue.de

Die eigenen Ansprüche an den überarbeiteten Web-Auftritt der Vogue könnten kaum höher sein: "Modeinteressierte Frauen haben eine neue Stil-Ikone im Netz: Elegant, sophisticated und visuelle Standards setzend, geht der neugestaltete Online-Auftritt der deutschen Vogue heute live." Das renovierte Portal hat keine leichte Aufgabe: Zum einen muss die Site die Ansprüche und Wünsche echter Fashion-Fans genügen und sich gleichzeitig auch der erhöhten Web-Konkurrenz neuer Netz-Angebote wie Springer Stylebook erwehren.


Aufmacher XXL: Die neue Vogue-Startseite

Das Ziel der Münchner war es – nach eigener Aussage – eine Webseite zu bauen, die der wichtigste journalistische Instanz in der Modewelt würdig ist. „Wir wollten zeigen, dass es möglich ist, die inhaltliche und visuelle Klasse von Vogue ins Digitale zu übersetzen und dort mit Leben zu füllen. Die Seite lädt Frauen ein, in die ästhetische Welt von Vogue einzutauchen, informiert, inspiriert und gibt echte Insights zu den wichtigsten Themen und Trends im Fashion-Sektor und darüber hinaus“, sagt Moritz von Laffert, Herausgeber von Vogue und Chef Condé Nast Deutschland.

Dieser extrem ehrgeizige Anspruch soll vor allem durch die drei inhaltliche Maßgaben erreicht werden:

1.    Eine elegantere Optik soll die Macht der Bilder auch im Netz stärker zur Geltung bringen. So präsentiert die Homepage jetzt großen XXL-Aufmacher, die den gesamten Bildschirm ausfüllen. Die einzelnen Top-Themen werden nun durch eine Rotation dargestellt. Der Newsblock auf der Startseite unter dem Aufmachern soll für "die schnellen und aktuellen Info-Bits sorgen". Mit der Optik unterstreicht das Magazin seine Ausnahmeposition in der Modefotografie. Bereits heute bedienen sich noch immer unzählige Blogs – ob legal oder illegal – bei den Fotos der Vogue.

2.     "Mehr Aktualität und echte Insights von bloggenden Vogue-Experten". Lange haben die arrivierten Print-Fashion-Marken die jungen, schnellen und kreativen Mode-Blogger ignoriert. Jetzt werden die Versuche intensiviert mit eigenen Angeboten mitzuhalten. Dafür soll eine der besten deutschen Modebloggerinnen sorgen. Juli Knolle baute erst das stilbildende Angebot LesMads mit auf und wechselte dann zu Condé Nast. In ihrem neuen People-Blog sollen jetzt die Kreativen und Könner aus Fashion, Kultur und Kunst im Fokus stehen.


Das neue Blog von Julia Knolle

Über die wichtigsten News und Themen aus der internationalen Kunst- und Kulturszene will nun Bernd Skupin, der ansonsten Kultur-Ressort der Print-Ausgabe verantwortet, informieren.

Zudem bleibt das bislang einzige Web-Journal, dass „En VOGUE“-Stil-Blog" von Moderedakteurin Lea Groß, weiterhin online.

3.    Vogue.de soll noch stärker als Stil-Instanz mit Guide-Funktion wahrgenommen werden. Dazu wurde die Rubrik „Fashion Radar“ aufgewertet. "In das Tool fließen die Twitter-Feeds und Blog-Einträge der von Vogue definierten wichtigsten internationalen Social-Media-Akteure in der digitalen Modewelt zusammen", erklärt das Portal. Die Nutzerinnen sollen so auf einen Blick "die Themen der weltweiten Mode-Meinungsmacher verfolgen" können. Zudem erhalten die Userinnen über die Rubrik Shoppin-List ganz konkrete Einkaufs-Tipps.

Im laufe der kommenden Wochen wird das Angebot dann noch weiter ausgebaut. So ist Lexikon für Fashion-Fragen geplant. Darüber hinaus entsteht im „People & Parties“-Ressort eine Personality-Datenbank mit Informationen zu Designern, Models und Fotografen.

MEEDIA-Analyzer: Die Traffic-Entwicklung von Vogue, Glammour und Elle

Neben der eigenen Relevanz will das renovierte Portal auch den Traffic steigern. Im Juni erreichte Vogue.de 1,15 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 26 Prozent. Konkurrenten wie Elle und Glamour kommen dagegen auf 341.634 bzw. Glamour.de 1,63 Millionen.

Mit Spannung wartet man bei den Modeportalen auf die erste Meldung von Stylebook.de. Denn der neue Bild-Ableger hat das Zeug dazu, das Segment der Online-Mode-Seite kräftig durcheinander zu wirbeln.

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Letzte Kommentare

Anzeige: 1 - 1 von 1

05.08.11 17:32

anna wintour

was vergleichen sie denn da? glamour mit vogue? und vor allem: mit stylebook? was hat denn bitte die ungefilterte schrottsammlung von pr-meldungen, die bei stylebook neben gruseligen gossip-bildern reingeschüttet wird, mit modeberichterstattung zu tun? schon klar, alles eben "online-magazine für weiberkram". wenn sie keine ahnung haben, herr becker, berichten sie lieber neutral und ersparen uns ihre fragwürdigen markt- und qualitätseinschätzungen. es sei denn, sie bekommen von bild.de geld oder links zugesteckt (dann könnte ich das noch verstehen). danke.

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Alexander Becker lebt in Hamburg und arbeitet dort als freier Journalist. Seit fast zehn Jahren beschäftigt er sich mit dem World Wide Web und schreibt über die aktuellen Internet-Trends und neue Online- Entwicklungen. Bei MEEDIA betreut Alexander Becker die Rubrik „Web-Business“ und „Neue Sites“.

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