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Nächste Sparrunde nach 2019

Vice Media will angeblich 155 Stellen streichen, davon 100 im Ausland

Nancy Dubuc, CEO Vice Media, soll am Freitagmorgen (US-Zeit) die Entlassung von 155 Mitarbeitern angekündigt haben. Dubuc verwies demnach auf die geschäftlichen Herausforderungen und die geringe Rentabilität der für die Produktion von Inhalten für digitale Plattformen aufgewendeten Ressourcen

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Das berichtet der amerikanische Hollywood Reporter. Betroffen sollen 55 Mitarbeiter in den USA und 100 Mitarbeiter im Ausland sein. Die Stellen sollen demnach “in den kommenden Wochen” abgebaut werden. Inwieweit auch die deutsche Vice von den Maßnahmen betroffen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. “Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir absolut alles getan haben, um diese Positionen so lange wie möglich zu schützen, und Ihre Zeit und Ihre Beiträge werden für immer Teil dessen sein, wer wir sind und wer wir sein werden”, soll Dubuc in einem englischsprachigen Memo schreiben, das dem Hollywood Reporter vorliegt.

Im Februar 2019 hatte das Unternehmen im Rahmen einer Reorganisation bereits zehn Prozent der Belegschaft entlassen. Damals soll es sich um etwa 250 Mitarbeiter gehandelt haben. In dem aktuellen Memo soll Dubuc den Mitarbeitern mitteilen, dass “harte Entscheidungen” über die digitalen Teams des Unternehmens getroffen werden müssten. Das Problem: Auf diese entfielen 50 Prozent der Personalkosten von Vice, aber nur 21 Prozent des Umsatzes. Dubuc: “Wenn wir unser Geschäft ganzheitlich betrachten, muss dieses Ungleichgewicht angegangen werden, um die langfristige Gesundheit unseres Unternehmens zu sichern”.

Angeblich sollen die entlassenen Mitarbeiter eine Abfindung erhalten und die vom Unternehmen gestellten Laptops behalten dürfen. Weiter soll die Gewerkschaft von Vice Media die Entlassungen in einer Erklärung am Freitagmorgen kritisiert haben. Demnach habe das Unternehmen sich “wiederholt geweigert, mit unseren Gewerkschaften über Workshare-Programme zu diskutieren”, um Entlassungen zu vermeiden. Zudem sei nicht ausreichend diskutiert worden, “vor der Entlassung zunächst Kürzungen bei der Vergütung von Führungskräften vorzunehmen”.

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