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Fußballverein Girondins Bordeaux belastet RTL: Sender-Gruppe schlägt etwas vorsichtigere Töne an

RTL Group CEO Bert Habets
RTL Group CEO Bert Habets

Der TV-Konzern RTL blickt wegen des starken Euro und der Fußballweltmeisterschaft etwas vorsichtiger aufs laufende Jahr. So klammert der ProSiebenSat.1-Konkurrent bei seiner Umsatzprognose jetzt die möglichen Folgen eines anhaltend hohen Euro aus. Zudem wurde das Ergebnis zum Jahresauftakt von einer teuren Trainerentlassung beim französischen Fußballclub Girondins Bordeaux belastet, der über den Sender M6 zum Konzern gehört.

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An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an. Die im bisherigen Jahresverlauf ganz gut gelaufene und im MDax notierte Aktie gab in den ersten Handelsminuten bis zu knapp vier Prozent nach.

Die RTL Group rechnet jetzt nur noch mit einem Umsatzplus von 2,5 bis 5,0 Prozent, wenn man Währungseffekte außen vor lässt. Dies geht aus dem am Donnerstag in Luxemburg veröffentlichten Zwischenbericht hervor. Bisher hatte die Prognose inklusive möglicher Folgen des starken Euro gegolten. RTL spürt den starken Euro vor allem bei der Produktionstochter Fremantle, die in London sitzt und viel Geschäft in den USA macht.

Zudem verweist RTL-Chef Bert Habets darauf, dass das Erreichen der Prognose wegen der Fußballweltmeisterschaft, für die der Konzern keine Rechte hat, noch stärker vom Geschäft im Herbst und Winter abhängt als in anderen Jahren. „Wie schon in der Vergangenheit betont, ist das erste Quartal nicht unbedingt ein Indikator für das Gesamtjahr – insbesondere in Jahren mit großen Sportereignissen wie der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft“, sagte er.

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„Aus diesem Grund werden wir die saisonalen Schwankungen bei den Werbeausgaben genau im Auge behalten und erwarten, dass diese in 2018 im Vergleich zu den anderen Jahren eher gegen Ende des Jahres gemacht werden.“ In den ersten drei Monaten stagnierte der Umsatz wegen des starken Euro bei knapp 1,42 Milliarden Euro – währungsbereinigt habe das Plus aber 2,6 Prozent betragen. Beim Gewinn belasteten unter anderem die Turbulenzen beim Fußballverein Girondins Bordeaux zu Jahresbeginn.

So sorgte unter anderem die teure Entlassung des Trainers Jocelyn Gourvennec für einen leichten Rückgang des operativen Gewinns. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um knapp zwei Prozent auf 259 Millionen Euro gefallen. Ohne den um elf Millionen Euro höheren Verlust bei dem Club wäre der operative Gewinn aber gestiegen. Für 2018 peilt der Vorstand beim operativen Ergebnis einen Wert auf Vorjahreshöhe aus – wenn man einen positiven Sondereffekt durch einen Immobilienverkauf im Jahr 2017 außen vor lässt.

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