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Marketing-Guru Scott Galloway rechnet mit Facebook-Chef ab: „Mark Zuckerberg ist der gefährlichste Mensch der Welt“

Scott Galloway ist einer der schärfsten Kritiker der großen US-Unternehmen
Scott Galloway ist einer der schärfsten Kritiker der großen US-Unternehmen

Erneut harte Worte in Richtung von Mark Zuckerberg: Marketing-Professor Scott Galloway zog bei CNBC massiv gegen den Facebook-Chef vom Leder. Gegenüber dem Finanznachrichtensender bezeichnete Galloway Zuckerberg als "die gefährlichste Person der Welt". Der Grund für die heftige Anschuldigung: Facebook gleiche einer Diktatur. Wie Fidel Castro könne Mark Zuckerberg aufgrund der Aktionärsstruktur nicht aus dem Amt vertrieben werden und über das weltgrößte Social Network darauf Einfluss nehmen, welche Inhalte 2,1 Milliarden Menschen sehen.

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Die Attacken waren brutal. „Das ist eine der am schlechtesten gemanagten Krisen in der modernen Wirtschaftsgeschichte“, hatte der omnipräsente Marketing-Professor Scott Galloway von der New York University den Umgang von Facebooks Management mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica Ende März scharf kritisiert.

Allein: Auch dieser Sturm scheint am drittwertvollsten Internetkonzern der Welt schon wieder vorbeigezogen zu sein – Mark Zuckerbergs souveräner Auftritt vor dem US-Senat und die jüngste, starke Quartalsbilanz hatten daran maßgeblichen Anteil. An der Wall Street notiert der Social Media-Pionier wieder so hoch wie vor der Krise, das Datendebakel scheint abgehakt.

„Kontrolle darüber, was 2,1 Milliarden Menschen sehen“

Das muss auch Scott Galloway zur Kenntnis nehmen. Die Nutzer würden Facebook und Instagram trotz des unterschwelligen Unbehagens schlicht zu sehr lieben, um Konsequenzen zu ziehen. „Die Leute tun so, als würden sie sich über die Täuschung unserer Demokratie aufregen. Aber wo teilen sie das mit? Auf Facebook und Instagram“, erklärte Galloway mit Kopfschütteln gegenüber CNBC.

Für den Bestseller-Autor („The Four“) ist die Apathie gegenüber dem mit Abstand weltgrößten Social Network ein fataler Fehler. „Mark Zuckerberg hat die Kontrolle darüber, was 2,1 Milliarden Menschen sehen – also mehr als die gesamte Südhalbkugel“, mahnt Galloway an.

„Der gefährlichste und mächtigste Mensch der Welt“

Mehr noch: Galloway rückt den Facebook-Gründer in die Nähe eines bekannten Diktators. „Mark Zuckerberg ist gefährlicher als Fidel Castro“, findet Galloway. Tatsächlich sei der 34-Jährige „der gefährlichste und mächtigste Mensch der Welt“, so Galloway gegenüber dem Finanzsender.

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Zuckerberg is the ‘most dangerous person’ in the world, says NYU’s Scott Galloway from CNBC.

Der Grund dafür liege nicht zuletzt in der Aktionärsstruktur, die Zuckerberg weiter uneingeschränkte Entscheidungsgewalt gewährt, obwohl der Facebook-CEO tatsächlich nur noch 14 Prozent am gesamten Unternehmen besitzt. „Zuckerberg könnte uns die nächsten 70 Jahre begleiten“, sieht Galloway den ehemaligen Studienabbrecher als bestimmende Person des laufenden Jahrhunderts.

Galloway: Facebook wird sich nicht grundlegend ändern

Dass Facebook den Datenskandal zum Anlass nehmen könnte, um etwas Grundlegendes zu ändern, glaubt der 53-Jährige unterdessen nicht.

„Genauso wenig wie Tabakkonzerne bereit waren, eine Verbindung zwischen Tabak und Krebs herzustellen, genauso wenig wie die (Waffenlobby) NRA bereit war, eine Verbindung zwischen Waffenverkäufen und Massenerschießungen herzustellen, genauso wenig ist Facebook bereit, eine Verbindung zwischen fehlenden Sicherheitsmaßnahmen und der Bedrohung der Staatengemeinde herzustellen“, fällt Galloway ein vernichtendes Urteil.

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