Partner von:
Anzeige

Abpfiff nach zehn Ausgaben: Gruner + Jahr stellt NoSports aus dem 11 Freunde-Verlag ein

„Breit angelegtes Konzept tut sich am Kiosk und im Werbemarkt schwer“: NoSports-Chefredakteur Philipp Köster
"Breit angelegtes Konzept tut sich am Kiosk und im Werbemarkt schwer": NoSports-Chefredakteur Philipp Köster

Die zehnte Ausgabe von NoSports, die aktuell im Handel liegt, wird auch die letzte sein. Das teilt der 11 Freunde Verlag, ein Tochterunternehmen von Gruner + Jahr, am heutigen Donnerstag mit. Das Magazin „für Sportliebhaber und solche, die es werden wollen“ werde nicht fortgeführt. Chefredakteur und Geschäftsführer Philipp Köster nimmt's sportlich: "Ab und zu fällt man auch mal auf die Nase."

Anzeige
Anzeige

In der Verlagsmitteilung zur Einstellung der Extension des kultigen Fußballmagazins erklärt 11 Freunde-Gründer Köster: „Das ist einerseits etwas traurig, weil wir uns das natürlich anders vorgestellt haben. Ein Magazin zu machen, das all die Erfolgsrezepte von 11 Freunde – lange Reportagen, Humor, besondere Sportfotografie–  auf andere Sportarten überträgt, schien uns eine gute Idee zu sein. Heute wissen wir, dass ein solches, sehr breit angelegtes Konzept am Kiosk zu wenige Leser findet und sich auch im Werbemarkt schwer tut.“

Und weiter: „Aber wir sind auch froh gestimmt, denn es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, diese Ausgaben zu produzieren, all die packenden Geschichten zu erzählen, spannende Typen kennenzulernen, neue Formate zu erdenken. Und weil unser Verlag ein Ort sein soll, in dem wir immer wieder auf neue, spannende Ideen kommen und diese umsetzen wollen. Hin und wieder fällt man damit eben auch mal auf die Nase.“

Anzeige

Die Sport-Zeitschrift mit dem etwas merkwürdigen Namen hatte sich vom Start weg schwer getan und auch bei Kritikern eher Skepsis geweckt. In einem extrem schwierigen Segment, in dem Gruner + Jahr mit Sports bereits vor Jahrzehnten mit einem ehrgeizigen Konzept Schiffbruch erlitten hatte, war der Themenzuschnitt offenbar zu wenig griffig, um bei Fans des 11 Freunde-Konzepts genügend treue Leser zu gewinnen. So hatte MEEDIA bereits zum Launch gefragt: „Wer soll das bl0ß kaufen?“

Der Mutterkonzern Gruner + Jahr hatte dem Zeitschriften-Experiment lange treu zur Seite gestanden und zuletzt Ende 2016 nach Berichten über desaströse Verkaufszahlen bekräftigt, man werde an dem Titel festhalten. Die Einstellung von NoSports zieht laut Verlag keine betriebsbedingten Kündigungen nach sich.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Schade, ein wirklich ambitioniertes und gutes Heft mit interessanten Inhalten und toller Aufmachung. Ich habe es sehr gerne gelesen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia