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AfD vor leeren Stühlen: Journalisten verlassen Pressekonferenz aus Protest gegen Frage-Verbot für die Bild-Zeitung

Vor leeren Stühlen: Aus Protest gegen ein Frage-Verbot für die Bild haben alle Journalisten eine AfD-Pressekonferenz in Brandenburg verlassen
Vor leeren Stühlen: Aus Protest gegen ein Frage-Verbot für die Bild haben alle Journalisten eine AfD-Pressekonferenz in Brandenburg verlassen

Die AfD-Fraktion im Landtag von Brandenburg wollte bei ihrer jüngsten Pressekonferenz keine Fragen der Bild zulassen. Grund sei gewesen, dass der Chefreporter der Bild Berlin-Brandenburg und der B.Z. Potsdam, Michael Sauerbier, bei der vorigen AfD-PK kritische Fragen gestellt habe. Aus Protest gegen das Frage-Verbot für Bild verließen auch alle anderen Journalisten den Raum; die Pressekonferenz wurde abgebrochen.

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Die AfD hatte laut dem Bild-Bericht ihre Teilnahme bei der geplanten Gründung eines Israel-Freundeskreises im Brandenburger Landtag erklärt. Sauerbier habe wissen wollen, wie dies zur rechten Gesinnung der Partei passe. Mit Fragen zu früheren Kontakten zu der rechtsextremen und inzwischen verbotenen Organisation Heimattreue Deutsche Jugend habe er den Fraktionschef schließlich zu einem Wutausbruch verleitet.

Nachdem alle Journalisten bei der aktuellen PK den Raum verlassen hatte, brach AfD-Vizechefin Birgit Bessin die Pressekonferenz ab. Auf Twitter bedankt sich Sauerbier für die Solidarität der Kollegen:

Der Vorstand der Brandenburger Landespressekonferenz hat das Verhalten der AfD „mit größtem Befremden zur Kenntnis“ genommen. „Dies ist ein schwerwiegender Eingriff in die Pressefreiheit und absolut inakzeptabel. So sehr eine Moderation einer Pressekonferenz zulässig und im Interesse aller anwesender Kollegen zuweilen auch notwendig ist, so wenig ist es möglich, bereits zu Beginn Journalisten das Fragerecht zu entziehen“, so die Landespressekonferenz in einer Stellungnahme. Dass die anwesenden Kollegen den Raum verlassen haben, wird begrüßt. Die Landespressekonferenz bittet ihre Teilnehmer, künftig nur dann an Terminen der AfD teilzunehmen, „wenn alle anwesenden Journalisten ein Fragerecht haben.“

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