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Dank neuem Wirtschaftstitel und Sparkurs: Cash Medien kehrt 2017 in Gewinnzone zurück

Josef Depenbrock und das Cash-Magazin
Josef Depenbrock und das Cash-Magazin

Die Hamburger Cash Medien AG schreibt nach einem Verlustjahr 2017 wieder einen kleinen Gewinn. Gründe für die Ertragsverbesserung sind ein strikter Sparkurs sowie ein neues Magazin für Investmentfonds, das der frühere Berliner Zeitungs-Chefredakteur Josef Depenbrock entwickelt hat. Wichtigster Umsatzträger des Verlags bleibt das Wirtschaftsmagazin Cash. Es steht aber angesichts des hart umkämpften Marktes für Wirtschaftsmedien unter "unverändert straffen Kostenmanagement".

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Jahrelang arbeitete Josef Depenbrock bei großen Medienhäusern. Ob als Produktionsleiter beim Springer-Flaggschiff Bild oder als Chefredakteur der Hamburger Morgenpost sowie der Berliner Zeitung, die inzwischen zur Kölner DuMont Mediengruppe gehören. Heute ist es um den 56-Jährigen etwas stiller geworden. Inzwischen ist der Journalist für die börsennotierte Cash Medien AG aktiv. Hier ist er mit 31,1 Prozent Großaktionär und sitzt im Aufsichtsrat.

Zeitweise war Depenbrock Chefredakteur des Wirtschafts- und Fondsanlage-Magazin Cash, Flaggschiff und größter Umsatzträgers der Cash Medien AG. Heute entwickelt er hier unter anderem an Neuheiten für das kleine Medienhauses in Hamburg. Dazu gehört eine neue Publikation. Ihr Name: Global Investor. Die Zeitschrift, die Depenbrock als Chefredakteur leitet, berichtet vor allem über Investmentfonds und richtet sich an professionelle und semi-professionelle Anleger. „Wir sind mit der Entwicklung dieses mutigen redaktionellen Konzeptes zufrieden. Allerdings arbeiten wir bei einem vierteljährlichen Takt jetzt gerade am insgesamt erst achten Heft. Um sich damit am Markt entscheidend durchzusetzen, muss schon alles zusammenpassen und wir hatten nach dem Start doch mehr Justierungsbedarf als zunächst gedacht“, erklärt Allein-Vorstand Ulrich Faust im jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht für 2017. Verkaufszahlen will der Vorstand gegenüber MEEDIA nicht nennen. Er beziffert lediglich die Druckauflage bei 15.000 Exemplaren.

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Dennoch gilt der Global Investor als Hoffnungsträger des Verlags. Es hat unter anderem dafür gesorgt, dass die Firma nach einem Verlust in 2016 von mehr als 180.000 Euro in 2017 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Dennoch ist der Jahresüberschuss des vergangenen Jahres mau. Er beträgt im Konzern gerade einmal 15.000 Euro. „Wir wollten mehr, aber mit einer Ergebnisverbesserung um ca. 200 Tausend Euro und dem Verlassen der Verlustzone sind wir auf einem guten Weg und haben wesentliche Etappenziele erreicht“, betont Faust. Zu verdanken ist die Ertragswende aber auch diversen Kostenmaßnahmen. Dazu gehört der Umzug in kleinere Räume. „Mietfläche und laufende Kosten sind damit halbiert worden. Ein Effekt, der in 2019 komplett zum Tragen kommen wird, da in diesem Jahr der reduzierten Miete noch die Umzugskosten gegenüberstehen“, betont Faust.

Zu Umsatz- und Ertragsprognosen für 2018 hält sich das Unternehmen bedeckt. Der Vorstand hofft in diesem Jahr vor allem auf zusätzliche Vermarktungsimpulse beim Magazin Cash. Grund hierfür ist das 35-jährige Jubiläum der Zeitschrift, die Depenbrock als Herausgeber begleitet. Die verkaufte Auflage der Zeitschrift erhöhte sich im 1. Quartal 2018 leicht um 0,21 Prozent auf 44.120 Stück. Davon entfallen aber mehr als 38.000 Exemplare allerdings auf sonstige Verkäufe sowie Bordexemplare. Um die Finanzberichterstattung zu intensivieren, eröffnete das Magazin ein Redaktionsbüro in Frankfurt, dem wichtigsten Börsenplatz Europas. Zielgruppe von Cash sind vor allem Finanz- und Versicherungsmakler. Verstärkt will sich die Redaktion darum bemühen, künftig auch Bank- und Sparkassenberater sowie institutionelle Anleger als Leser zu gewinnen. Dennoch steht das Wirtschaftsmagazin unter Spardruck. Faust: „Cash. konnte seine Position als branchenübergreifender Titel in unverändert schwierigem Markt-Umfeld behaupten. Noch fehlen die nennenswerten Umsatz-Impulse aus der Branche, daher bedarf es eines unverändert straffen Kostenmanagements.“

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