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Jeder vierte Arbeitsplatz in Gefahr: E-Privacy verursacht hohen finanziellen Schaden bei Online-Seiten

Verleger-Präsident Mathias Döpfner und Thomas Duhr, Vizepräsident des BVDW
Verleger-Präsident Mathias Döpfner und Thomas Duhr, Vizepräsident des BVDW

Die derzeit geplante E-Privacy-Verordnung droht für journalistische und nicht journalistische Webseiten zum finanziellen Fiasko zu werden. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat in einer Befragung im Vermarkterkreis festgestellt, dass die Mehrheit mit einem Umsatzrückgang von mehr als 500 Millionen Euro rechnet. Damit wären mehr als 150.000 Arbeitsplätze in der Digitalwirtschaft bedroht. Dies entspricht jedem vierten Arbeitsplatz.

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Mathias Döpfner, Chef des Berliner Axel Springer SE und zugleich Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), sowie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger hatten bereits vor den finanziellen Auswirkungen der geplanten E-Privacy-Regelung gewarnt. Danach rechnen die Verlagshäuser mit einem wirtschaftlichen Schaden für journalistische und nicht journalistische Websites, die ihre Angebote mit Werbung auf ihren Seiten finanzieren, bei deutlich über 300 Millionen Euro netto im Jahr.

Jetzt hat der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) den finanziellen Schaden noch höher angesetzt. Danach könnte das kumulierte Umsatzrisiko im Display-Werbemarkt in Deutschland in Folge der E-Privacy-Verordnung eine Größenordnung von bis zu 500 Millionen Euro netto pro Jahr erreichen. Thomas Duhr, Vizepräsident des Digitalverbands sieht deshalb tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr. So würde die E-Pricacy-Verordnung in der aktuell auf EU-Ebene diskutieren Fassung „jeden vierten Arbeitsplatz in der Digitalen Wirtschaft in Deutschland gefährden. Digitalisierung geht anders“, betont Duhr. Als Grund für den finanziellen Schaden nennt er unter anderem Technikschranken, die Webanalyse durch Dritte verhindern und das Kopplungsverbot zwischen Website-Betreibern und Nutzern.

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Gestützt wird die Einschätzung durch eine Befragung, die der Online-Vermarkterkreis des BVDW bei seinen Mitgliedsunternehmen durchgeführt hat. Danach rechnet die Mehrheit der befragten Manager mit einem Umsatzrisiko von durchschnittlich 35 Prozent im digitalen Werbegeschäft. „Die Einführung einer E-Privacy-Verordnung in der derzeit diskutierten Version kann in Deutschland signifikanten wirtschaftlichen Schaden in der digitalen Vermarktung und damit auch bei den vermarkteten Digitalangeboten bewirken“, sagt Christian Herp, Geschäftsführer iq digital media marketing sowie stellvertretender Vorsitzender des OVK im BVDW. Herp: „Die inhaltliche Vielfalt bei den digitalen Angeboten ist ernsthaft in Gefahr.“

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