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Facebook-Quartalszahlen: Das Social Network trotzt dem Datenskandal mit einem Nettogewinn von 5 Milliarden Dollar

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Alle Augen auf Facebook: Auch bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz für das abgelaufene März-Quartal konnte Facebook trotz aller Unkenrufe der vergangenen Wochen die Erwartungen der Wall Street deutlich übertreffen. Bei Umsätzen von nunmehr 11,97 Milliarden Dollar fuhr der viertwertvollste Internetkonzern bereits 4,99 Milliarden Dollar ein. Mehr als 1,45 Milliarden Menschen nutzen das blaue Netzwerk inzwischen täglich. Die Wall Street reagiert nachbörslich erleichtert mit Kursaufschlägen.

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Krise, welche Krise? Das dürfte sich Mark Zuckerberg seit dem Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica fragen, denn in Dollar und Cent betrachtet, sind keine Auswirkungen im Kerngeschäft des weltgrößten Social Networks und seiner Konzerntöchter erkennbar.

Bei Vorlage der neusten Geschäftszahlen für das abgelaufene März-Quartal konnte der nach Alphabet, Amazon und Tencent inzwischen nur noch viertwertvollste Internetkonzern der Welt die Erwartungen der Wall Street nach jeder Lesart übertreffen.

Umsätze wachsen um 49 Prozent

Nach 8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum erlöste Facebook zwischen Anfang Januar und Ende März nunmehr bereits 11,97 Milliarden Dollar, was einem Umsatzplus von nochmals 49 Prozent entsprach. Analysten hatten lediglich mit Umsätzen von 11,41 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Gewinne explodieren exorbitant weiter: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte seinen Nettogewinn um stolze 63 Prozent steigern – von 3,3 Milliarden auf nunmehr bereits 4,99 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn je Aktie (GAAP) stieg auf 1,69 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street, die noch bei 1,35 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten, damit um Längen.

Nutzerwachstum im Rahmen der Erwartungen
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Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg zudem per Ende März gegenüber dem Vorjahresquartal wie erwartet um weitere 13 Prozent auf nunmehr 2,2 Milliarden Mitglieder.  1,45 Milliarden Facebooker loggen sich inzwischen täglich in das Social Network ein (ebenfalls plus 13 Prozent).

Operativchefin Sandberg äußerte sich zudem in der anschließenden Telefonkonferenz zur Befürchtung, dass Werbekunden durch die Datenaffäre abgesprungen wären. Laut Sandberg hätten einige Kunden Buchungen vor einem Monat ruhen lassen, seien inzwischen wieder zurückgekehrt.

An der Wall Street wurde der Internetgigant für die Bilanz und die begleitenden Ausführungen nach den schwierigen letzten Wochen gefeiert. Die Facebook-Aktie legte nachbörslich um rund 4 Prozent auf 166 Dollar zu.

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