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Analyst: Mark Zuckerberg oder Sheryl Sandberg werden in einem Jahr nicht mehr ihren heutigen Job bei Facebook haben

Bild aus glücklicheren Tagen: Sheryl Sandberg mit Mark Zuckerberg
Bild aus glücklicheren Tagen: Sheryl Sandberg mit Mark Zuckerberg

Die Luft wird dünner für Mark Zuckerberg: Wenn der 33-Jährige heute und morgen vor dem US-Kongress aussagt, steht gewissermaßen sein Lebenswerk auf dem Spiel. Die Forderung nach seinem Rücktritt wurde in den vergangenen Wochen immer lauter. Analyst Brian Wieser von Pivotal Research Group prophezeit bereits, dass entweder Zuckerberg selbst oder seine Stellvertreterin Sheryl Sandberg über den Datenskandal stolpern werden und ihre heutigen Rollen in einem Jahr nicht mehr innehaben.

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Die Stunde der Wahrheit rückt näher. Wenn Mark Zuckerberg heute Abend vor dem US-Kongress zum jüngsten Datenskandal, vor allem aber zu Facebooks Umgang mit Daten aussagt, geht es formell zunächst um Aufklärung. Die US-Politik befragt den Chef eines der wertvollsten Konzerne Amerikas – gemeinsam mit Twitter-CEO Jack Dorsey und Google-CEO Sundar Pichai.

Für Mark Zuckerberg als CEO von Facebook könnte Auftritt indes richtungsweisender kaum sein. Die beispiellose Karriere des inzwischen 64-fachen Milliardärs schien bis vor 18 Monaten noch direkt ins Weiße Haus zu führen – dann kam die vergangene US-Wahl und die russische Einflussnahme auf Facebook, für die Zuckerberg vor allem wegen der verschleppten Aufklärung kritisiert wurde.

Rücktrittsforderungen werden laut

Zum eigentlichen Gamechanger wurde für Zuckerberg indes der völlig aus dem Ruder gelaufene Datenskandal um Cambridge Analytica. Vor allem wegen seines zögerlichen Krisenmangements stand Zuckerberg immer massiver in der Kritik. „Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg haben sich in die Höhlen von Kandahar zurückgezogen“, watschte Marketing-Guru Scott Galloway die beiden Führungsfiguren des Social Networks vor drei Wochen gnadenlos ab.

In der Folge mehrten sich zuletzt die Stimmen nach einem Rücktritt. „Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für Mark Zuckerberg, um zurückzutreten“,sprach das Techportal TechCrunch aus, was im Silicon Valley hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde. Techreporter Felix Salmon lieferte bei Wired unisono Argumente für ein „Zuck-freies Facebook“: „Zuckerbergs Rücktritt würde Facebook einen Neustart ermöglichen.“

„Sandberg könnte rausgedrängt werden, Zuckerberg auf einen Symbolposten gehievt werden“
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Analyst Brian Wieser von der Pivotal Research Group prophezeit unterdessen, dass der Datenskandal zu personellen Konsequenzen führen wird. „Mark Zuckerberg oder Sheryl Sandberg werden in einem Jahr nicht mehr ihren heutigen Job bei Facebook haben“, erklärte Wieser heute gegenüber dem Finanzsender CNBC.

Gegenüber Bild.de wurde Wieser noch deutlicher: „Ich glaube auch, dass in sechs Monaten sowohl Zuckerberg als auch Sandberg andere Position haben werden … Sandberg könnte rausgedrängt werden, Zuckerberg auf einen Symbolposten als ‚Chefvisionäre‘ oder so gehievt werden.“

Der Grund für Wiesers überraschende Einschätzung: „Das Unternehmen ist nicht gut gemanagt. Das wird nicht das letzte Mal sein, dass Management-Probleme offenbar werden“, erklärte der Pivotal-Analyst, der Facebook als einer von bislang nur zwei Ökonomen an der Wall Street als Verkaufsposition mit einem Kursziel von 138 Dollar einstuft, gegenüber CNBC.

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