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„Triumph eines totalitären Feminismus“: der Wirbel um die Zeit-Titelgeschichte über #MeToo und den schwachen Mann

Zeit-Autor Jens Jessen steht für seine Titelgeschichte in der Kritik
Zeit-Autor Jens Jessen steht für seine Titelgeschichte in der Kritik

In der aktuellen Zeit-Titelgeschichte "Schäm dich, Mann!" rechnet der Journalist Jens Jessen mit dem, wie er es nennt, "Triumph des totalitären Feminismus" ab. Er spricht von einem "neu ausgebrochenen Geschlechterkampf", in dem alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch sei. Für den radikalen Text steht Jessen seit Donnerstag erwartungsgemäß im Kritikhagel.

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Ein nackter Mann kauert zusammengesunken auf dem Boden, sein Gesicht ist verborgen. Darüber prangen die Worte „Schäm dich, Mann!“. In der aktuellen Zeit-Titelgeschichte (Paid Content, Anm. der Redaktion) nimmt Jens Jessen die #MeToo-Debatte zum Anlass, um in einem selbsterklärten „Wutausbruch“ mit dem Feminismus und der Gleichberechtigungsdebatte abzurechnen. Er spricht von einem „rhetorischen Hexenlabyrinth“, in dem selbst der „Gutwilligste“ scheitere.

„Jeder Muslim ein potenzieller Terrorist, jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger.“

Männer stünden generell unter Generalverdacht, so Jessen, und hätten im „Geschlechterkampf“ keine Chance mehr. „Männern darf man alles nachsagen, bloß weil sie Männer sind: Sie sind machtbesessen, geldgierig, egomanisch, wichtigtuerisch, sexistisch, fies. Als Männer sind sie Ursache jeglichen Weltproblems, und zwar schlicht, weil sie die Welt, in der diese Probleme entstanden sind, einst beherrscht haben“, so der Zeit-Autor. Für die „neuen Feministinnen“ gebe es keine schuldlosen Männer, im Gegenteil: Sie hätten etwas gegen Männer und ihre allgegenwärtigen Perspektiven“.

Für seine Argumentation zieht Jens Jessen mehrere radikale Vergleiche heran. So schreibt er beispielsweise von einem von einem „feministischen Volkssturm“ und einem „Zusammentreiben und Einsperren aller Männer ins Lager der moralisch Minderwertigen“. Zum anderen stellt er den „totalitären Feminismus“ auf eine Stufe mit der Ausgrenzung von Muslimen: „Jeder Muslim ein potenzieller Terrorist, jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger.“

Die aktuelle Titelseite der Zeit

Heftige Kritik von Kolleginnen und Kollegen

Jens Jessen sieht sich heftigster Kritik ausgesetzt. In der taz, der FAZ und auch auf dem Zeit-Online-Jugendportal ze.tt wird Jessen vehement wiedersprochen. So heißt es in dem ze.tt-Kommentar, Jessen verfehle den Kern der Debatte und entziehe sich der Selbstreflexion, „die von allen Seiten nötig wäre, um die sexistischen Strukturen unserer Gesellschaft aufzudröseln, abzuschaffen.“ Weiter schreiben die Autoren des Jugendportals: „Wir brauchen eine Sexismus-Debatte, die ohne das Geschlechter-Bashing auskommt. Eine reißerische Tonalität ist dabei kontraproduktiv.“

In der taz formuliert Patricia Hecht, Jessen brauche wahrscheinlich eine Frau, „die einen alten Mann, der die Welt nicht mehr versteht, an der Hand nimmt, wenn er sich ausgeweint hat. Die ihm ganz sanft sagt, so ist das, wenn man Macht verliert, Jens, so ist das, wenn das alte System wankt. Du darfst verunsichert sein, das ist in Ordnung. Die ihn von der Bühne führt, über der das Scheinwerferlicht längst ausgegangen ist, ihm über den Kopf streichelt und sagt: Lieber Jens Jessen, sorge dich nicht. Alles wird gut.“

Dietmar Dath antwortet in einer Glosse in der FAZ: „Wie schwer macht Jessen zum Beispiel mir, einem echt total netten Typen, das Leben, wenn er mit abstrusen Vergleichen (..) genau das Niveau bedient, das derzeit mehr als jedes rechte oder linke, jedes feministische, homophobe, antisemitische oder scientologische Programm, mehr als jede Ideologie, sozialpolitische Auseinandersetzungen zum Spielplatz und vielleicht wirklich bald zum Schlachtfeld aufeinanderprallender Idiotien zurichtet? Soll ich jetzt vernünftige Frauen etwa altmodisch, täppisch und verklemmt mit Pralinen und Blumen beruhigen, wenn sie von der Ungenauigkeit gedruckter Wutanfälle auf die Unhaltbarkeit aller Einwände gegen ihre Meinungen schließen? Nee, weißte, danke, Mann.“

Der Chefredakteur des SZ Magazins, Timm Klotzek, fragt sich bei Twitter derweil, warum „niemand bei der Zeit Jessen diesen Holocaust-Quark ausgeredet hat“. Und Tim Wolff, Chefredakteur der Titanic, twittert: „Feminismus ist Stalinismus und Holocaust lt. Jens Jessen („Zeit“). Dabei ist er nicht mal einflußreich genug, um diesen Mann wg. Hysterie in die Psychiatrie einsperren zu lassen.“

In den sozialen Netzwerken werden zahlreiche weitere Stimmen gegen den Zeit-Autoren laut:

Im Interview mit dem Radiosender RadioEins setzt sich Jens Jessen mit der Kritik auseinander – und kommt dabei jedoch gehörig ins Schlingern. So findet er beispielsweise auf die Nachfrage der Moderatorin und des Moderatoren, wen er denn mit „der Mann“ meine, keine konkrete Antwort und sagt, er habe von einer „Abstraktion“ gesprochen. Es gehe um den Mann schlechthin, den sich die neuen „Radikal-Feministinnen“ vorstellen würden. Ein „Kollektiv-Subjekt“, der für alles verantwortlich sei, was ein real existierender Mann so mache. Seine Kritiker, wie beispielsweise Stefan Niggemeier oder Anne Will, finden Jessens Aussagen in dem Interview entlarvend:

Dass sie mit dem Text von Jens Jessen eine massive Debatte auslösen werden, war der Zeit-Redaktion bewusst. So steht unter der „Wutrede“ bereits die Ankündigung, dass in der nächsten Ausgabe an selber Stelle Bernd Ulrich mit dem Artikel „Die Emanzipation des Mannes hat gerade erst begonnen“ widersprechen werden. Auch twitterte Zeit-Journalist Jochen Bittner vorab: „Das gibt Ärger.“

In der Tat.

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Alle Kommentare

  1. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin hat einen „Handlungsleitfaden zur Umsetzung von Maßnahmen gegen sexistische, diskriminierende und frauenfeindliche Werbung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin“ in 2017 veröffentlicht.

    Eigentlich eine gute Sache.

    Doch: Wenn man diesen Handlungsleitfaden sich ansieht, dann versucht man ausschließlich Frauen zu schützen. Soll das im Umkehrschluß bedeuten, dass eine Werbung dieser Art mit Männern oder anderen sexuellen Identitäten völlig in Ordnung ist?

    Das stört mich, dass so einseitig – nochmal eigentlich gute Sache – gemacht wird, statt alle Geschlechter gegen diese Art Werbung zu schützen.

    Gleichberechtigung geht anders.

    Wer nachlesen mag, der kann das hier finden:

    https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/frauenfeindliche-werbung/

  2. Rückzug ist angesagt. Es geht auch ohne Frau. Nicht einfach, weil die Trieb-Ebene sich querstellt. Die rechtlichen und biologischen Bedingungen (Pille) des Zusammenlebens haben sich grundlegend geändert.

    Geblieben ist offenbar die Zielsetzung: Isolation oder Unterwerfung. Nur drht sich diese gerade, jetzt ist eben der Mann in den Fokus geraten, durch die Loslösung der bisherigen Abhängigkeit.

    Es sind unterschwellige Verhaltens-Strategien am Werke, für die eine den beiden ( Karlsruhe: 3) Geschlechtern gemeinsame, rational argumentativ vorgetragene wirksame Austausch-Ebene schlichtweg nicht vorhanden ist.

    Mann und Frau haben gleiche Rechte. Das bedeutet aber nicht, daß Mann und Frau gleich seien.

    Schon an der gemeinsamen Akzeptanz dieser Tatsache scheitert der Austausch.

    Konsequenterweise wird im Zuge des zunehmenden Einflusses der Frau das Recht und das Gesetz zu einem Instrument der Durchsetzung weiblicher Sichtweisen umgedengelt. Es gewinnt an weiblicher Subjektivität, an Unterdrückungs-Potential. Man schaue sich nur an, was diesbezüglich in Schweden abläuft und versuche, darüber mit einer Frau ins Gespräch zu kommen.

    Die Gesellschaft zerfällt an allen Ecken und Enden. Das hat sehr viel damit zu tun, was nun schlußendlich hier mit diesem Thema an die Oberfläche kommt.

    So sehr man auch grübelt und je tiefer man einsteigt, es will dazu einfach keine Lösungsmöglichkeit einfallen. Letztlich womöglich eine Selektion, die Männer von Männchen separiert.

    Wer als Mann sich mit einer Frau durchmogeln will ahnt jedoch insgeheim, daß es auch ihn selber treffen wird. Dieses allgemeine Unwohlsein wird zunehmen.

    Frauen braucht man nur, solange man an sie denkt. Meinte jedenfalls Napoleon.

  3. Dass die üblichen Verdächtigen wie ze.tt und Stokowski mit Vehemenz zurückschlagen und Jesse als irren (weißen alten, ohne diese Hinweise auf Alter und Hautfarbe gehts anscheinend nicht) Mann bezeichnen, war ja zu erwarten. Dass auch im SZ-Magazin, das vor ein paar Jahren mal noch vor dem Kachelmann-Urteil ein paar Ex-Kolleginnen und Freundinnen Kachelmanns anonym zu Wort kommen ließ über dessen charakter jetzt wohl am liebsten wegen Hysterie psychiatrisieren würde (leider leider kann der Feminismus das nicht), ist dagegen neu.
    Dass auf metoo „nur“ schlimme sexuelle Gewalterfahrungen mitgeteilt würden, wie den Kritikern entgegengeworfen wird, stimmt halt auch nur, wenn man einen aus den 197ern stammenden und sehr sehr weit ausgedehnten Gewaltbegriff („strukturelle Gewalt“) akzeptiert und sehr sehr viel unter Gewalt subsumiert. Und wenn man eben alles glaubt, was dort so veröffentlicht wird.
    Wenn schon ein nicht geringer Anteil der Anzeigen von Sexualdelikten falsch ist und man bei einer Falschanzeige immerhin ein Strafverfahren wegen falscher Verdächtigung riskiert oder wegen Vortäuschens einer Straftat, wie hoch ist der Anteil der metoo-Falschmeldungen, wenn man dort beim Twittern weitgehend anonym über meist unbekannt und unbenannt gebliebene „Täter“ berichten kann?

  4. Der Feminismus hat sich mit #MeToo als das entpuppt, was er ist: eine ideologische Eiterblase, die von Streit, Faulheit und Dummheit lebt.
    Einige Jahre konnte er sich hinter dem allgemeinen und berechtigten Streben nach der Gleichberechtigung der Geschlechter verstecken, aber schon von Anfang an haben die Klügeren beiderlei Geschlechts entdeckt, daß weder der dort propagierte Rollentausch die Lösung ist, noch daß man seine Rechte von häßlichen und verbitterten Lesben lassen sollte.

    Noch nie ging es Frauen so gut wie in den heutigen westlichen Ländern.
    Ausgerechnet der Feminismus ist aber die treibende Kraft, hier politische und religiöse Verhältnisse herzustellen, die genau das in Gefahr bringt.
    Damit haben deren Protagonisten sich endgültig die Maske vom Gesicht gerissen.
    Feministinnen geht es nur um Streit und dem Leben auf kosten anderer. Natürlich der weißen Männer.

    Der natürliche Feind der Feministinnen und deren Quoten sind darum nicht allein die Männer, sondern eher wir intelligente und selbstbewußte Frauen, die mit solchem Geist nichts zu tun haben und uns schon gar nicht von ihnen vertreten sehen wollen.

    Noch weniger wollen wir nur noch Männer in unserem Bett, die sich selbst als „Feministen“ bezeichnen.

    Da kann man Jens Jessen nur in allen Punkten recht geben.

    1. Der Feminismus ist Sexismus in Reinkultur und ein Sammelbecken für NarzisstInnen und Narzissten, denen es um eine Destabilisierung von demokratischen Verhältnissen, Beziehungen, Familien, sozialen Gruppierungen und einer Aushöhlung der Rechtsstaatlichkeit geht.

      Ich kenne keine einzige Feministin und keinen einzigen Feministen, denen es tatsächlich um eine Lösung von Problemen und um einen sozialen Frieden ginge. Es geht ständig nur um Zerstörung und null Interesse an konstruktiver Zusammenarbeit. Wehrt man sich dagegen, bringt Kritik ein, unterwirft man sich nicht, dann wird man eliminiert.

      Feministinnen wollen die alleinige Macht, sie wollen herrschen, alleinig bestimmten und dies auf Kosten der anderen. Sie räumen alles aus dem Weg, das sich ihnen widersetzt. Wer nicht mitmacht, wird gekantet, siehe auch in den Foren von sog Qualitätsmedien.

    1. In etwa so, wie schwupps Kopftuch & Burka die Mädels wieder richtig doof aussehen lässt? #shariawelcomelol

      Aber bitte – jeder das ihre.

    2. Wirklich interessant – das Aussehen der Mädels mit Kopftuch & Burka darf an dieser Stelle offenbar ausschließlich positiv gewertet und – anders als bei den ‚Jungs‘ – mit ‚doof‘ in Zusammenhang gebracht werden. Andernfalls: Löschung.

  5. Hm… der schwache Mann? Wo ist denn der? Ich sehe nur Armaden von „Chefs“, die gerne unter sich bleiben würden, bedient von Assistentinnen und ähnlich „gehaltenen“ Damen selbstverständlich. Wenn man nur – so als Beispiel – die von allen BürgerInnen bezahlte öffentlich-rechtliche Monopol-Krake im Bereich Film- und Serien anschaut.. also jene Bransche, um die es bei #metoo vorrangig ging….dann ist es total einfach, die Wut der Frauen zu verstehen! Einfach nur die ARD/ZDF-Studie lesen.. und ein bißchen genauer hinschauen und hinhören, wie deutlich sichtbar all das dort beschriebene ist. Da müsste es eigentlich jedem die Sprache verschlagen und – wären „alle“ anständig, vor allem auch die Männer in den sehr wenigen Entscheider-Positionen – müsste sich in einer Affengeschwindigkeit vieles dort ändern, denn SO sollte und dürfte es nicht zugehen im Jahr 2018 – schon gar nicht in Deutschland, das die Gleichberechtigung im Grundgesetz stehen hat: http://www.ard.de/download/3841216/Gender_und_Fernsehfilm___Eine_Studie_im_Auftrag_von_ARD_und_ZDF.pdf

  6. Meine Damen und vor allem Herren in diesem Fall! Als erstes empfehle ich eins zu lernen: Die deutsche Sprache! Hier versteht es sich ebendiese in schriftlicher Form sowohl korrekt zu lesen, als auch scheiben zu können. Also erst mal hopp auf die Schulbank, dann genaues lesen lernen, ja und danach solch wütende Kommentare schreiben können, oder es bleiben lassen. Sie sehen, hoffentlich, dass es mir nicht um den Inhalt, sondern um den Stil geht! In diesem Sinne, frohes Lernen!

  7. Man kann so sensibel, so ethisch vorbildlich über womöglich mutmaßlich sexistische Vorfälle berichten. Man muss nur wollen — wie zur Stunde die Bild-Zeitung im Fall des TV-Korrespondenten:

    „HINWEIS DER REDAKTION: BILD ist der Name des WDR-Mitarbeiters bekannt. Solange es allerdings kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen ihn gibt, wird BILD nicht identifizierbar über ihn berichten.”

    1. Müssen wir das eigentlich wissen, dass vielleicht, vielleicht ein TV-Korrespondent irgendwann einer Praktikantin einen Porno gezeigt hat, einer Kollegin Avancen gemacht hat, also was sexuell motiviertes getan hat, das aber Gott sei Dank wohl keine Dame um den Job oder sonst wie sozial umgebracht hat?

      Ich warte jedenfalls darauf, dass jetzt reihenweis die Männer daherkommen und sich darüber beschweren u es veröffentlichen wann ihnen eine Frau zu nahe gekommen ist und sexuell was wollte und auch drübergefahren ist, obwohl der Mann nicht wollte.

      Ich wünsche mir Jungs u Männer, die jeder Frau, jedem Mädchen ganz klar die Kante zeigen von der u dem sie (ein für allemal) in Ruhe gelassen werden wollen. Unerwünschte Distanzlosigkeit von potenziellen Sexual- und Liebesaspirantinnen muss ganz einfach sofort abgestraft werden, nur so kehrt irgendwann eine Besserung ein.

      Wenn man die hilflosen und wehrlosen Frauen schützen muss, dann sage ich: Schützt ebenso die ausgelieferten Männer! Damit meine ich nicht Till Schweiger und Freunde. Die wissen eh wie es geht.

      1. Mich interessiert hier, auf einem Medienportal, der Maßstab der Berichterstattung. Mt keiner Silbe ist bei Bild zu erfahren, dass es sich um einen 60-jährigen Gevelsberger handeln könnte. Wenn es jedoch nicht um Kollegen geht, ist die Redaktion fix dabei, mutmaßliche Täter oder Opfer im Foto zu zeigen, gerne unverpixelt. Das ist der springende Punkt; ansonsten sollte m.E. das Verdikt gelten, dass Einzelfälle keine verallgemeinernden Schlüsse zulassen.

        Über ähnliche Vorwürfe gegen Ex-Bild-Chef Diekmann war übrigens auch bei der Konkurrenz nur zweimal zu lesen: dass sie erhoben wurden und dass sie sich laut Springer-Verlag erledigt haben. Krähen unter sich.

      2. DwJ

        Wieso ist denn der Bildzeitung der Name bekannt? Woher denn?

        Stimmt. Alles Einzelfälle. Irgendwann wird es jedenfalls langweilig mit dem ganzen. Mir jedenfalls.

      3. Dorftratschen eben, spricht sich ja alles rum, also warum warten die alle Jahre lang bevor sie eine Anzeige machen, wenn es was anzuzeigen gibt?

    2. Sehr gelacht, gleich zweimal heute schon.

      Zuerst über die Rücktrittsforderung gegen die Juristin von Storch – ausgerechnet von den Obermoralisten der CSU, die selbst nichts auslassen, um Konflikte zu eskalieren, Menschen zu labilisieren und auszugrenzen und populistischen Bullshit als Politik zu verkaufen.

      (Das mit immer ungenierter die Grundrechte aushebelnden Methoden – bitte mal das sog. „Polizeigesetz“ aus Bayern in den Fokus nehmen, Herr Fischer!)

      ….Und nun noch die BILD als Hüter der Persönlichkeitsrechte. Super!

      Bei so viel Heuchelei und Doppelmoral krieg ich Brechreiz.

  8. Ist das schon ein vorzeitiges Pfingstwunder, dass auf „Zeit“ ein kritischer Artikel eines Mannes erscheinen darf, oder ist das ein verspätetes Osterhasengeschenk?

  9. Holgi im RadioEins-Interview bei 2:40: „Also wenn Sie mich fragen, warum ich nichts sage, dann lautet meine Antwort: Weil das völlig unbedeutend ist, was die erzählen.“

    Da würde mich mal interessieren, was Feministen dazu sagen: Es ist völlig unbedeutend, was die erzählen?

    Ist das jetzt Sexismus?

    Möchte er sagen: Lass die dummen Gänse doch reden?

    Feministinnen wie Anne Wizorek sind „völlig unbedeutend“?

    1. „Weil das völlig unbedeutend ist, was die erzählen.“

      Dieses Argumentationsmuster ist ein Klassiker in der ganzen Feminismusdebatte, es ist auch bekannt als Denkfehler bzw. rhetorischer Trick „Kein wahrer Schotte“:

      Der Feminismus / die metoo-Kampagne ist gut, denn alles, was nicht gut ist, ist kein wahrer Feminismus / ist völlig unbedeutend / gehört nicht zur metoo-Kampagne.

      Genauso kann man die unten wiedergegenbenen Zitate aus dem Jessen-Artikel als „Ausreißer“, nicht autorisiert oder „war nur eine Einzelfall“ abtun.

      Im Endeffekt ist das eine vorsätzliche Blindheit gegenüber voraus- und unübersehbaren Kollateralschäden der eigenen groß angelegten Medienkampagnen. Für die lehnt man jede Verantwortung ab und schweigt sie nach Möglichkeit tot. Dabei reichen elementare Kenntnisse in Medienpsychologie und Propagandatechniken aus, um die von Jessen dargestellten Effekte zu verstehen.

  10. Da der Artikel hinter Paywall ist, hier einmal die Aussagen der Feministinnen, auf die sich Jens Jessen beruft. Mich würde interessieren, welche dieser Aussagen Jessen falsch interpretiert.

    Ursula März in der Zeit zu den Männern, die sich in der MeToo-Debatte nicht äußern: „Zu hören sind sie jedenfalls nicht […] Ob bewusst oder unbewusst, dürfte eins ihrer Motive schierer Selbstschutz sein […] in ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes“

    Mareike Nieberding auf Zeit Online: „Deshalb bist du ein Täter, auch wenn du keiner bist, weil du vom System profitierst“ „Warst du das vielleicht, der die Brünette mit dem bauchfreien Top ungefragt von hinten angetanzt hat? Oder warst du das, der einer Kollegin auf dem Team-Event die Hand auf den Rücken gelegt hat und sie sich darunter hinweggewunden hat wie eine Schlangenfrau?“

    Mitrna Funk auf Edition F: „Wir müssen eine feministische Terrorgruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen“ „Deswegen bäumen sich ja die alten weißen Männer gerade noch einmal auf. Wie ein Tier kurz vorm Tode. Sie spüren sehr wohl, dass die Zeit für sie gekommen ist.“

    Anne Wizorek: „Es sind nicht alle Männer, aber: Es sind Männer“ „Das Patriarchat umgibt ums förmlich wie die Matrix aus dem gleichnamigen Film“ Zu Kritikern der Aufschrei-Kampagne: „Nun war sehr schnell zu erkennen, wer Sexismus lediglich für einen Scherz hält und sexualisierte Gewalt verharmlost“

    Crescentia Dünßer auf facebook: Die Übergriffe zeigen „nur die Spitze des Eisbergs. Der Eisberg selbst ist das System. Hierarchisch. Machtgesteuert. Geldgesteuert. Männlich dominiert.“

    Judith Liere im stern: „Ich hab in Bars immer den Daumen über die Flaschenöffnung gehalten, damit mir keiner K.o.-Tropfen ins Bier schüttet“

    Iris Radisch in der Zeit zu Logik und Vernunft: „das sture Festhalten an einer Vernunftauffassung, von der Georg Simmel schon vor hundert Jahren sagte, dass sie den Fehler begehe, ‚die männliche Wesensäußerung in die Sphäre einer überspezifischen Sachlichkeit und Gültigkeit [zu heben]‘“

    Hinweis auf Ulrike Posches Artikel im stern (https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/sexismus—macht-und-muffensausen-7694252.html), die eine Art Sammelanklage veröffentlicht, sich selbst jedoch als eingeschüchtert präsentiert: „Kolleginnen rieten mir später, die kleine Grenzverletzung nicht an die große Glocke zu hängen, meistens bleibe das Etikett ja doch an der Frau kleben.“

    Jessen weist darauf hin, dass die Vorwürfe meist diffus sind und nicht gerichtlich geklärt werden.

    Jessen bringt nicht nur Zitate aus den Medien, sondern auch reale Konsequenzen der Debatte, Sachverhalte aus dem wirklichen Leben:
    Abhängen von Gemälden, in denen Frauen dargestellt werden (z.B. Nymphen) Überstreichen von – angeblich frauenfeindlicher – Lyrik auf einer Gebäudewand. Erzwungene Rücktritte von Politikern, Künstlern, Nobelpreisträgern usw., teilweise trotz gerichtlichem Freispruch (Nate Parker), Einmischung von Politikern in laufende Prozesse (TeamLisa), überzogene Strafgesetzgebung („Nein heißt nein“). Ein Intendant zum Fall des gekündigten Bruce Weber: „Wenn so Vorwürfe im Raum stehen, dann können Sie nichts machen, das ist ein Automatismus, dann wird die Kunst in den Hintergrund gedrängt“

    Wer Jessen widersprechen möchte, sollte sich auch mit den genannten Zitaten und Sachverhalten auseinandersetzen.

  11. Die linksversifften sexuellen Randgruppen tippen sich mal wieder hassverzerrt die Finger wund, während der Geifer aufs Smartphone tropft.
    Dabei sah man sich dem ideologischen Endsieg doch schon so nahe und dann sowas und dazu noch in der Zeit, dem Sturmgeschütz der psydointellektuellen Minderheiten mit totalitären Großmachtfantasien.
    Und dann besitzt Jessen auch noch die Frechheit, die feministischen Begrifflichkeiten zu „missbrauchen“….Zum Glück trabt da zur Ehrenrettung ein SZ- Eunuch des Feminismus herbei und scheidet, wie üblich das Wort „Holocaust“ als Stilmittel und Argumentation damit die SZ sich im Niveau auch treu bleibt.

  12. „Er ist so aufgewachsen, dass er in einer Beziehung kein echtes menschliches Wesen erwartet, sondern eine Hilfskraft, eine Wasserträgerin, eine Fleisch gewordene Wich*fantasie“ (Laurie Penny, ‚Unsagbare Dinge‘)

    Gegenbehauptung: er ist so aufgewachsen, dass sie in einer Beziehung kein echtes menschliches Wesen erwartet, sondern eine disponible, belastbare, reibungslos funktionierende Verfügungsmasse, die sich ganz klassisch in IHREN Dienst zu stellen und ansonsten die Klappe zu halten hat. Ein ‚richtiger’ Mann eben. Über diese kaltschnäuzige, entmenschlichende Leistungserwartung sind dann auch die hohen Suizidzahlen bei Männern sowie der Age Gape von etwa 6 Jahren zu erklären. Aber dem nicht genug, Mann soll sich auch noch dafür bespucken, anschreien, schlagen lassen:

    „…dem nächsten ahnungslosen Mann, der mir über den Weg läuft, eine zu kleben und ihm wirres Zeug ins Gesicht zu schreien, bis er, verdammt noch mal, einen Funken Menschlichkeit entwickelt.“ (Laurie Penny, ‚Unsagbare Dinge‘)

    Nun denn, möge sie Niggemeier über den Weg laufen…
    Vielmehr hoffe ich inständig, dass Penny mir über den Weg läuft.

  13. Da nicht jeder Jessens Artikel lesen kann:

    Jessen untermauert alle seiner Aussagen durch eine Vielzahl von Belegen. Er lässt immer wieder feministische Autoren zu Wort kommen, zitiert Anne Wizorek, viele Autorinnen der Zeit, belegt seine Vorwürfe minutiös

    Alle die sich jetzt über Jessen aufregen, können ja mal erklären, wo Jessen die vielen Zitate falsch interpretiert.

    Soweit ich sehe, macht das aber niemand. Bezeichnenderweise.

  14. Nur zur Information, weil der Artikel nicht frei verfügbar ist:

    Jessen vertritt die Ansicht, dass Dieter Wedel klar schuldig ist. Er rüttelt daran kein bisschen.

    Die Zeit kann momentan ja nur die Leute zu Wort kommen lassen, die fest an die „Ermittlungen“ der Zeit glauben.

    1. Wie kann Herr Jessen wissen, dass Dieter Wedel klar schuldig sei? Wo schreibt er das denn so?
      Wegen was schuldig? Gab es nun schon kriminaltechnische u kriminalpsychologische End-Untersuchungen, Anklage und ein gerichtliches Urteil usw, hab ich i d letzten Woche die wesentlichen Schritte versäumt?

  15. Statt der ganzen Kommentare in den Medien würde mich viel eher interessieren, was die normale Bevölkerung über Jessens Aussagen denkt. Würde mich nicht wundern, wenn die Medienblase hier Meilen von der Bevölkerung entfernt ist. Kann meedia da eine Umfrage machen?

  16. Dass Jessen un dem Interview mit RadioEins-Interview ins Schlingern kommt sehe ich nicht. Er braucht manchmal etwas Zeit, das liegt allerdings an den absurden Fragen, auf die man kaum vernünftig antworten kann.

    Man merkt deutlich, dass Jessen den beiden Fragern überlegen ist – vielleicht nicht auf der rhetorischen Ebene – aber auf der sachlichen.

    1. Das sehe ich ganz genauso! Es zeigt aber auch, wie sehr diese feministische Ideologie zur obersten Staatsreligion wird. Dem männerfeindlichen Weltbild der Meinungsmacherinnen und Matriarchatsfanatikerinnen verbal etwas entgegenzusetzen scheint schleichend mit einer Gefährdung der eigenen Existenz einher zugehen. Die Amis haben uns einst von den Nazis befreit. Wer wird uns von diesem Femennazis (m/w) befreien?!

      1. Jeder Mensch muss sich letztlich selbst befreien, das fängt beim eigenen Denken an, bei der Sichtweise, bei der eigenen Einstellung – dass man nicht einfach mitmacht und die Meinung derer übernimmt, die einen ihren Wahn aufs Auge drücken und beherrschen u unterdrücken wollen.

        Wir brauchen keine feministische Ideologie als oberste Staatsrelegion. Wir wollen das nicht. Ich jedenfalls ganz sicher nicht.

    2. Holger Klein ist Opportunist und Schaumschläger zugleich. Ich kenne ihn sehr gut aus diversen Podcasts. Er widerspricht sich unentwegt selbst. Ich habe ihn auch schon wettern hören gegen Radikalfeministinnen. Ich wette, dass er die vielen Zitate, die Jessen in seinem Artikel bringt, selbst als realitätsfernen Radikalismus bezeichnen würde. Er ist übrigens mit einer Feministin liiert, die die „Mädchenmannschaft“ zunächst mitbegründet und dann verlassen hat – wegen ihre zunehmend brachial-ideologischen Ausrichtung.

      Holger Klein hat ein gutes Gespür dafür, nach welchem Wind er gerade sein Fähnchen hängen muss.

      1. Ist der Herr Professor Holger Klein ein Chefideologe, kritischer Geist, Meinungsmacher oder eher ein Kasperl mit Zipfelmütze? Was darf ich glauben? Und was will er mir sagen…

  17. Das tatsächliche Problem ist doch, dass diese Gesinnung gegen Männer und die generalisierende Vorverurteilung auch und gerade in der Praxis der Justiz normalisierter Alltag sind. Strafjustiz, Familiengerichtsbarkeit….

    Männer werden als Täter behandelt, Väter werden genüßlich ausgegrenzt, sobald sie sich erdreisten, sich auch nur halbwegs „männlich“ zu verhalten – Haltung zeigen, Aggressivität gegen Zumutungen zum Ausdruck bringen, sich empören.

    Davon haben offenkundig die gerade der Pubertät entwachsenen Solidaritätsmännchen, die die Medien bevölkern ebenso wenig Ahnung wie die Frauen, die es für einen unertäglichen Bruch der Zivilisation halten, wenn bspw. ein Kollege sagt „Sie riechen immer so gut“….wie heute wieder über drei Seiten in der SZ zu lesen, weil offenbar immer noch nicht jede zu Wort kam, metoo, metoo….

    Die Doppelmoral und Heuchelei dieser ganzen Medienkampagnen und „Debatte“ wird die Spaltung der Geschlechter massiv vorantreiben. Und Weinstein lacht sich eins.

    1. Ich sehe das auch so, dass es um die Spaltung der Geschlechter geht. Geschlechterkampf also. Aber wer profitiert davon?

  18. Für femikritische Kommentare flog man schon vor Jahren aus dem ZEIT-Forum. Frauen scheinen nicht nur unschuldig wie Babies sondern auch heilig zu sein.

    Ein Leben in Kollektivschuld ist möglich aber sinnlos.
    MGTOW

    1. Frauen sind weder Butzis noch heilig. Sie sind Sexualwesen, Lebensspenderinnen, Gebärerinnen, Gestalterinnen und zugleich Vernichterinnen.
      Frauen haben die Macht Leben zu geben und zu zerstören. Sie können ihre Macht missbrauchen – und das läuft u a bei metoo und dergleichen Gschichteln. Ich lasse mich trotzdem (trotz Rauswurf und Reintreiben in die selbstgewählte Auslöschung) nicht von Feminismus-Kritik und Hinweisen auf sinnstiftende Frauenkompetenz u fehlende Selbstkritik- und Selbstreflexionsfähigkeit abhalten.
      Ich lasse mich auch nicht davon abhalten Männern den Marsch zu blasen, wenn sie mir ekelhaft, bescheuert und frech kommen.

  19. Jessen war dem Sturm, den seine Kollegen über ihm entfachen würde, intellektuell offensichtlich nicht gewachsen, den Eindruck gewinnt man aus dem Radio1-Interview mE recht deutlich. Trotzdem bezeichnend, auf welch persönlichem, sachfernem Niveau er innerhalb der journalistischen Blase angegangen wird. Eine einzige Bankrotterklärung. Einmal mehr gilt, dass die Meinungsverteilung unter Journalisten die in der breiten Öffentlichkeit nicht im Entferntesten abbildet.

    Ein paar Leserkommentare hat Arne Hoffmann auf gesammelt. Die sind, es ist leider nicht mehr neu, deutlich differenzierter als das, was man medial so als Glosse zum Thema angeboten bekommen hat seit gestern.

  20. Die Kritik an der metoo- und den parallelen feministischen Kampagnen ist schon monatealt. Auf spiked! erschienenen mehrere gute Texte dazu, Juristen wie Monika Frommel oder Thomas Fischer haben sich sehr detailliert damit befaßt. Außer vielleicht einigen schrägen Formulierungen enthält der Text von Jessen keine neuen Erkenntnisse. Daß er trotzdem einen solchen Aufschrei verursacht, scheint mir eine simple Ursache zu haben: Jessen zählt zur feministischen Blase, man kann ihn nicht so einfach ignorieren, bejammert wird sozusagen sein Hochverrat. Eine inhaltliche Debatte findet trotzdem nicht statt, i.w. werden ad hominem-Attacken auf ihn abgefeuert.

  21. Was wir haben, ist keine Debattenkultur, sondern eine Debattendiktatur: Symbolisch ausgedrückt, gibt es nur eine einzige richtige Meinung- und unzählige falsche Meinungen. Falsch sind sie aber nur, weil sie von der Normmeinung abweichen. Wahre Meinungsvielfalt bedeutet vor allem, auch Meinungen zuzulassen, die nicht der (journalistischen) Norm entsprechen. Der Widerstand gegen den ZEIT-Artikel ist so hoch- und fällt so einhellig aus- dass man den Eindruck nicht los wird, der Jessen hätte in ein Wespennest gestochen. Getroffene Hunde bellen: Gut so, Herr Jessen, mehr Vielfalt und weniger (journalistische) Einfalt!

  22. Herr Jessen,

    Sie haben 100prozentig recht, mit jedem Satz.

    Die hämisch-hysterischen Reaktionen zeigen, wie sehr Sie getroffen haben!

    Die Projektionen aus der untersten Psychoanalyse-Schublade folgen erwartungsgemäß auf dem Fuss. Jeder Flaumbartträger mit Twitter-Account wittert sofort wieder die Gelegenheit auf Aufmerksamkeit, ganz schlimm: Sebastian Maas auf bento – (gute Güte, wenigstens Polizeistatistiken sollte man richtig zitieren, wenn man sie schon nicht versteht).

    Immerhin ist ein Fortschritt zu verzeichnen, wie Ihr Artikel zeigt…..wer sich vor einigen Monaten kritisch gegen diesen ganzen „Metoo“-Popanz positionierte, wurde noch drakonisch zensiert und mundtot gemacht:

    Die SZ hat erst meine kritischen Kommentare gelöscht, danach meinen Forums-Account, habe mir erlaubt das hier öffentlich zu dokumentieren:

    https://martindeeg.wordpress.com/2017/11/19/daniel-wuellner-julian-doerr-sueddeutsche-zeitung-die-rettung-der-frauen-durch-nerdige-flaumbarttraeger-vor-dem-kulturellen-sexismus-der-maenner/

    Eine Antwort der SZ steht aus….

    Grüße

  23. Diesen männlichen Feministen möchte man doch zu einer Geschlechtsumwandlung raten. Zahlt sicher die Krankenkasse. In Wahrheit ist dieses Frauen-Versteher-Gehabe das neue Macho-Tum: (linker) Mann gibt sich als Beschützer der Frauen – und die merken nicht einmal, dass sie sich selbst zum hilflosen Opfer stilisieren lassen. Hoffentlich trifft es wenigstens die richtigen.

  24. Wer jetzt denkt, Jessen sei mit „Zusammentreiben und Einsperren aller Männer ins Lager der moralisch Minderwertigen“ zu weit gegangen, dem möchte ich ein Interview ans Herz legen, welches die prominente Feministin und „Guardian“-Kolumnistin Julie Bindel 2015 der Seite „radfem collective“ gegeben hat.

    Dort erklärt sie, wie sie gerne hätte, daß man mit Männern verfährt: „I would actually put them all in some kind of camp where they can all drive around in quad bikes, or bicycles, or white vans. I would give them a choice of vehicles to drive around with, give them no porn, they wouldn’t be able to fight – we would have wardens, of course! Women who want to see their sons or male loved ones would be able to go and visit, or take them out like a library book, and then bring them back.“

  25. Um Auflage zu erzielen ist sich „Die Zeit“ und dieser Jens Jessen für nichts zu schade. Dabei weiß ich gar nicht, was sie wollen. Keiner der kritisierten Männer ist falsch beschuldigt worden. Was muss man als Mann für ein Arsch sein, um sich mit diesen Typen zu solidarisieren? Um sich zu beschweren, dass ihnen endlich das Handwerk gelegt wurde, dass den betroffenen Frauen zumindest ein wenig Gerechtigkeit widerfahren ist? Es gibt Frauen, die wegen dieser Männer ein halbes Leben lang gelitten haben, deren Karriere zerstört wurde, die ihren Beruf aufgeben mussten.

    1. Keiner ist „falsch beschuldigt“ worden? Woher wissen Sie das? Gibt es Verurteilungen?

      Und fragen Sie mal Karl Dall, Jörg Kachelmann oder Andreas Türck wie das mit Beschuldigen und Karrieren war.

      1. „Keiner ist „falsch beschuldigt“ worden? Woher wissen Sie das? Gibt es Verurteilungen?“

        Gegenfrage: Woher wissen Sie, daß alle Beschuldigungen korrekt waren? Bei den 6 Selbstmorden waren die Beschuldigungen durchweg unbewiesen, im letzten Fall, Benny Fredriksson, mit hoher Sicherheit falsch.

  26. Die Medien und die selbsternannte (Medien)Elite kreiert ihre # allein, hysterische Schlagzeilen und # langweilen die meisten Leser. Themen, die die „normalen“ berufstätigen Menschen am A… vorbeigehen und nur die Medien-Elite selbst beschäftigen.

    Der schlechteste Verkauf eines Spiegel-Titels in diesem Jahr (siehe meedia.de) beschäftigte sich mit #MeeToo!

    #uninteressant

    1. Wie können Sie es wagen, so über eine unserer staatstragenden Hauptideologien zu schreiben?

      Marxismus-Leninismus fanden viele DDR-Bürger auch langweilig, aber trotzdem war es in der Schule verpflichtender Lehrinhalt. Wie soll sich beim sozialistischen Menschen denn auch sonst ein gesunder „Klassenstandpunkt“ entwickeln?

  27. Alte und weißhaarige Menschen galten einst als erfahrene und wissend-weise Menschen mit Lebenserfahrung. In anderen Kulturen werden sie gar heute noch verehrt und nach Rat gefragt. Hierzulande, im Land des Jugendwahns, der Kämpferinnen der Ersten Welt gegen Ihre tagtägliche Unterdrückung, im Land der Karriereweiber und Kinderdienstverweigerer, Frauen die bis zu ihrem 40ten Lebensjahr in andauernder Postpubertät verharren und ihre dümmlichen, von irgendwelchen Femi-Freaks eingeredeten „Karrieren“ in einem Scheißjob mit Scheißgehalt dem Kinderkriegen vorziehen, diese feminismusbesoffene, gewohnheitsvertrottelte und dauertraumatisierte stets innerlich zerfressene Generation findet alte weißhaarige Menschen bemitleidenswert, muss diese Menschen an die Hand nehmen und die Welt neu erklären. Wehe dem, der dem ideologischen Hexenkessel etwas entgegensetzt. Das kommt dabei heraus, wenn eine Generation nicht mehr bei Eltern und Großeltern in einem liebevollen Familiensystem groß wird, sondern schon vor dem ersten ausgesprochenen Wort im Leben in der Kinderkrippe hängt und von Kinderverwaltungsfachangestellten dauergespaßt wird, nine to five versteht sich. So kommt sie also in den Redaktionen und Meinungsmacherzentralen an, die erste neue Generation von Feminismusopfern aus dem männerbefreiten Erziehungssektor, hirngewaschen, ritalinbegradigt, mit elterlichen Shuttlediensterlebnissen, Wochenendhelikopterbemutterung, geschlechterneutralisiert … oh Dir alter weißer Mann, jetzt geht’s Dir an den Kragen. Muss Thomas Fischer auch gerade lernen … dass er nun kein Bundesrichter mehr ist, sondern ein bedauerlicher weißhaariger Mann, der von dieser frischen und metoo-besoffenen Generation die Welt erklärt bekommen muss. Was für ein Fortschritt.

    1. Ich spüre viel Wut in Dir, Markus. Hat Mami Dich auch vor dem ersten Wort in die Krippe abgeschoben? Was haben Dir die ewig postpubertären Weiber denn getan?

      Fortschritts- und Wissensgesellschaften eignen sich – anders als Stammesgesellschaften – weniger gut dazu, als „alter, weißhaariger Mann“ vor dem Lagerfeuer zu sitzen und zu postulieren „Das haben wir schon immer so gemacht. Die Tradition verlangt es.“

      Ich bin total dagegen, dass jemand ob seines Alters diskriminiert wird. Man sollte ältere Menschen mit Respekt behandeln. Aber wenn sie nur einen Wutanfall bekommen und die Jungen anschreien, weil früher alles besser war, bekommen sie halt leider keinen Weisheitsorden, nur weil die Haare weiß sind.

      1. Bei solchen Gefühlslagen gratuliere ich stets gerne nachträglich zum bestandenen Ferndiagnosediplom der Ideologischen Fernlehre-Akademie für nebenberufliche Ferndiagnostiker mit Zusatzqualifikation im Pappenheimer Syndrom. Ganz großes Damentennis.

      2. ad Pferderosshaar

        Wo spüren Sie die Wut denn besonders? Und ist es die Wut in Ihnen, die Markusens Schrieb auslöst, oder spüren Sie mehr etwas, das bei Ihnen sowieso evident ist, ich frag ja nur, und fragen wird man ja noch dürfen, gell, wenn es die angebliche Wut in Markusens Inneren ist, dann auweiha…;-)

        Ich finde den Text von Markus durchaus sehr lustig geschrieben, gebe zu, ich habe einen speziellen u spezifischen Tiefen-/Galgen-/und schwarzgelben Humor. Bin auch nicht zimperlich, solange man mich gut behandelt.

    2. Haben Sie diesen Text als Datei gespeichert und nun hier erneut hineinkopiert? Den habe ich doch gerade hier unter einem anderen Artikel, der tatsächlich von Herrn Fischer stammt, der aber mit diesem Beitrag hier wenig bis nichts zu tun hat, schon einmal gelesen. Kommt der Text vielleicht sogar irgendwann erneut?

      1. Das ist nicht auszuschliessen. Auf Facebook können Sie den Text wenigstens noch zweimal finden. Er passt einfach sooft ^^

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