Partner von:
Anzeige

Trotz Shitstorm-Bettelei auf Twitter: Carsten Maschmeyers „Start Up!“-Show entwickelt sich zum Total-Flop

Maschmeyers Gründersendung „Start Up!“ lässt weiter nach
Maschmeyers Gründersendung "Start Up!" lässt weiter nach

Carsten Maschmeyers Gründershow "Start up!" bei Sat.1 baut weiter stark ab: Bei der dritten Folge schalteten gestern Abend 650.000 Zuschauer ein und damit 70.000 weniger als in der Vorwoche. Auch eine seltsam anmutende Twitter-Aktion im Vorfeld der Sendung, bei der Maschmeyer 10.000 Euro für den fiesesten Tweet zur Sendung auslobte, konnte den Absturz nicht verhindern.

Anzeige
Anzeige

Carsten Maschmeyers Vorfreude auf Folge 3 seiner Sendung „Start up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ war groß, ließ er seine Follower auf Twitter wissen. Er freue sich schon auf die „kreativ-fiesen Beiträge“ zu ihm und der Sendung. In seiner Euphorie versprach er dem Kommentator mit dem fiesesten Tweet 10.000 Euro Preisgeld. Er twitterte dies unter den Hashtags #MeanTweets und #RoastCM.

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Gründer Simon Krätschmer twitterte: „Das isses mir nicht wert.“

Seine Follower stimmte Maschmeyer dann vor Beginn der Sendung nochmals ein und hoffte, dass es während der Übertragung genauso weitergehe wie bisher. Außerdem verkündete er die Regeln. „Es gewinnt nicht der Tweet mit den meisten Likes. Sondern der, über den ich am meisten lachen muss. (…) Gleiche Chancen für alle.“

Die Reaktionen der Nutzer fielen bescheiden aus. Sie kritisierten Maschmeyers Aktion beim Kurznachrichtendienst und konnten dieser Art des Marketing nicht viel abgewinnen. Rob Vegas bemängelte außerdem die vom Unternehmer festgelegten Regeln. „Es wird nicht besser mit der unterschwelligen Promo für ein mieses Format“, twitterte er. „‚Bissigster Tweet‘ wurde gesucht und nur allein Maschmeyer entscheidet über die Bissigkeit? Das übernimmt normal eine Community selbst mit Likes und RTs.“

Anzeige

Auch für den Inhalt seiner Sendung fanden einige Beobachter wenig gute Worte. Ein Nutzer twitterte, dass bei einer Folge „Walking Dead“ mehr Leben drin sei. Maschmeyer indes änderte seinen Wetteinsatz im Laufe der Sendung. Nicht nur, dass der Erstplatzierte 10.000 Euro erhalte, „für die Platze zwei bis zehn gibt’s jeweils 1.000 Euro“, teilte er mit. Garniert war dieser Tweet mit dem Hashtag #HitMeBabyOneMoreTime.

Glaubt man Maschmeyers Beitrag nach Ende der Sendung, hatte dieser so viel Spaß, dass ihm vor so viel Lachen gar „der Bauch wehtat“. Einen Gewinner teilte er seinem Publikum zunächst nicht mit und kündigte an, sich erst Gedanken zu machen und die Auflösung im Laufe des Donnerstags zu veröffentlichen.

Den Einschaltquoten half der Twitter-Roast nicht: Gestern Abend wollten sich nur noch 650.000 Zuschauer die Gründersendung angucken. Bei der Premiere hatte Maschmeyers Sendung 1,09 Millionen Zuschauer interessiert, die Woche darauf nur noch 720.000. Beim Gesamtpublikum macht das einen Marktanteil von 2,3 Prozent aus. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lässt sich der Misserfolg ebenfalls ablesen: 400.000 junge Zuschauer schalteten ein. Dies bedeutet einen Marktanteil von mickrigen 4,3 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Auftaktfolge erreichte das Format mittelmäßige 8,1 Prozent Marktanteil.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Meedia

Meedia