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Premium-Strategie zahlt sich bei Impulse aus: Verleger Nikolaus Förster steigert Umsatz und Gewinn

Chefredakteur und Geschäftsführer von Impulse: Nikolaus Förster
Chefredakteur und Geschäftsführer von Impulse: Nikolaus Förster

Das Wirtschaftsmagazin Impulse hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Im hart umkämpften Markt der Wirtschaftspublikationen steigerte der Verlag deutlich den Jahresüberschuss. Verantwortlich hierfür sind vor allem die Vertriebserlöse. Denn Verleger Nikolaus Förster verfolgt eine Premium-Strategie, wodurch sich die Zeitschrift in den vergangenen Jahren erheblich verteuerte.

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Impulse-Verleger Nikolaus Förster zeigt sich im fünften Jahr nach dem Management-Buy-out zuversichtlich, den Weg zu einer „nachhaltigen Profitabilität“ eingeschlagen zu haben. Der Wirtschaftsverlag steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Jahresüberschuss auf 135.000 Euro, ein Jahr zuvor hatte das Medienunternehmen mit Sitz im Hamburger Stadtteil Hammerbrook eine „schwarze Null“ erwirtschaftet. Der Umsatz wuchs 2017 um 100.000 auf 4,5 Millionen Euro.

Treiber des jetzigen Ertragswachstums sind vor allem die Vertriebserlöse. Denn Förster verfolgt hier eine Premium-Strategie. Er hat Impulse in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass sie für die Leser – also vor allem Mittelständler – einen hohen Nutzwert bietet. „In einem Markt, in dem unzählige Marken um Aufmerksamkeit kämpfen, wird sich nur behaupten, wer seinen Kunden einen spürbaren Nutzen stiftet. Wir tragen dazu bei, dass Unternehmer erfolgreicher führen, neue Geschäftsfelder entdecken und Kosten sparen“, erklärt der Geschäftsmann.

Dafür müssen aber die Unternehmer tief in die Tasche greifen. Mehrfach hebt er seit der Übernahme den Copypreis der Zeitschrift an. Zunächst kostet der Titel 7,50 Euro. Dann erhöht er den Heftpreis in mehreren Schritten – erst auf 9,90 Euro, dann 12,80 Euro und 15,90 Euro. Anfang des Jahres verteuert er das Magazin erneut auf 19,90 Euro. Die Preissteigerungen wirken sich auf die Entwicklung der verkauften Abo-Auflage aus. Waren es im 4. Quartal 2013 noch 50.777 Exemplare, sind es im Vergleichsquartal 2017 nur noch 34.771 Stück. Im Einzelverkauf spielt der Absatz eher eine ungeordnete Rolle. Hier gehen lediglich 573 Stück (4. Quartal 2017) über den Ladentisch. Zusammen mit Leserzirkel und Bordexemplaren bewegt sich die verkaufte Auflage insgesamt bei mehr als 73.600 Exemplaren.

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Leicht zurückgegangen sind im vergangenen Jahr das Anzeigengeschäft sowie die Kooperationserlöse. „Einige Budgets, die früher für Printwerbung reserviert waren, fließen jetzt in Digitalanzeigen oder Kooperationen“, erklärt Förster. Die Vermarktung führt der Verlag seit Anfang des Jahres in Eigenregie. Die operative Führung hierfür liegt seither in den Händen einer Doppelspitze aus der Verlagsleiterin Laura Blindow und der Impulse-Chefredakteurin Antonia Götsch. Zusatzgeschäfte wie die Produktion von Filmen, Veranstaltungen sowie der Verkauf von Büchern lassen bei der Impulse Medien GmbH ferner die Kasse klingeln.

Förster hatte das 1980 gegründete Magazin vom Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr erworben, das hier Teil der G + J Wirtschaftsmedien war. Doch der Bereich schrieb jahrelang tiefrote Zahlen – vor allem durch die defizitäre Financial Times Deutschland (FTD). Daher stellte Gruner + Jahr die Wirtschafts-Tageszeitung 2012 ein und trennte sich von dem Unternehmermagazin. Förster, damals Chefredakteur von Impluse, erwirbt den Titel 2013 gemeinsam mit dem Investor Dirk Möhrle. Der heutige Immobilienunternehmer führte jahrelang die Baumarktkette Max Bahr, die seine Familie 2006 verkaufte.

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