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Nachfrage-Implosion beim iPhone X: Auch Goldman Sachs sieht schwarz

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Apples neues Smartphone-Flaggschiff iPhone X: Vom Kassenschlager zum großen Sorgenkind © Apple

Die Prognosen verdüstern sich von Woche zu Woche. Das generalüberholte iPhone X, das für Apple eigentlich der ganz große Kassenschlager zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones werden sollte, findet offenbar immer weniger Abnehmer. Nach zuletzt deutlichen Reduzierungen der Absatzschätzungen senkt nun auch die wohl renommierteste Investmentbank der Welt den Daumen: Goldman Sachs rasiert sowohl die iPhone-Verkaufsprognosen für das März- als auch Juni-Quartal, in dem Apple nun sogar weniger absetzen soll als im Vorjahr.

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Neue Hiobsbotschaften für das iPhone X. Eigentlich sollte das erst im vergangenen November gelaunchte neue OLED-Smartphone für Apple zum großen Kassenschlager werden, der einen neuen Superzyklus auslöst. Doch daraus wird offenkundig nichts.

Die Gründe sind hinlänglich bekannt: Wie die renommierte Investmentbank Piper Jaffray Anfang März in einer Kurzstudie festgestellt hat, waren 31 Prozent der Besitzer von älteren iPhones nicht bereit, die happigen Preisaufschläge für Apples neues Premium-Smartphone auf den Tisch zu legen, das bei 999 Dollar bzw. 1149 Euro für das Einstiegsmodell  beginnt und in der größeren Speicherversion mit 256 GB enorme 1319 Euro kostet. Der häufigste Grund der Upgrade-Verweigerer ist jedoch ein anderer: 40 Prozent der Befragten gaben an, dass das alte iPhone schlicht noch gut funktioniere.

Goldman Sachs rechnet mit iPhone-Absatzeinbrüchen in den nächsten Quartalen

Die Folgen der Kaufzurückhaltung versuchen Analysten unterdessen seit Monaten in Dollar und Cent in immer neuen Herunterstufungen ihrer Absatzprognosen einzupreisen. Den Anfang unter den amerikanischen Großbanken machte im Januar JP Morgan, nur um sechs Wochen später die Verkaufsschätzungen noch mal drastisch abzusenken.

Nun meldet sich eine weitere Wall Street-Institution zu Wort. Auch Goldman Sachs sieht in einer neuen Kurzstudie, die CNBC vorliegt, einen immer größeren Einbruch der iPhone-Nachfrage, die aktuell ohnehin schon schwach sei  – und passt die Absatzprognose in der Gesamtheit an, ohne die Verkäufe des iPhone X näher zu spezifizieren. Im März-Quartal, über das Apple Ende April oder Anfang Mai Rechenschaft ablegen dürfte, rechnet das Dow Jones-Mitglied nun nur noch mit 53 Millionen verkauften Smartphones statt mit 54,7 Millionen Einheiten.

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Für das Juni-Quartal prognostiziert Goldman nun sogar einen erneuten Verkaufsrückgang nach Stückzahlen: Nach 41 Millionen Stück dürfte Apple nun nur noch 40,3 Millionen iPhones absetzen, schätzt Analyst Rod Hall und rasiert die eigenen Schätzungen, die zuvor bei 43,5 Millionen Einheiten gelegen hatten, um 7 Prozent. Entsprechend stuft die vermeintlich renommierteste Bank der Wall Street Apple auch nur als Halteposition ein, deren Kursziel Hall auf 159 Dollar zusammenstrich.

Rosenblatt Securities: iPhone X-Produktion fällt auf eine Million Geräte pro Monat zurück

Und mehr noch: Auch das Brokerhaus Rosenblatt Securities, das immerhin mit einem Kursziel von 180 Dollar noch leichtes Aufwärtspotenzial sieht, senkt in den kommenden Monaten weiter deutlich die Absatzschätzungen für Apple-Smartphones. So rechnet Analyst Jun Zhang in einer neuen Research-Note, die dem Finanzportal Benzinga vorliegt, damit, dass Apples iPhone-Produktionen auf nur noch 36 Millionen Geräte fällt.

Das iPhone X, auf das Apple-Fans zum Launch im November noch fünf bis sechs Wochen warten mussten, scheint unterdessen kaum noch Käufer zu finden: Jun Zhang kürzte die bereits reduzierten Produktionsschätzungen für das bis zu 1320 Euro teure OLED-Smartphone nunmehr auf  lediglich 1 bis 1,5 Millionen produzierte Geräte pro Monat. In anderen Worten: Der Lebenszyklus des vor dem Launch 2017 noch so hochgehypten iPhone X scheint sich nach wenigen Monaten schon wieder seinem Ende zu nähern.

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