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Vorsicht, Boss kann mitlesen: Bei Slack-Chats in Firmen sind private Unterhaltungen nie wirklich privat

Slack wird von immer mehr Firmen zur internen Kommunikation eingesetzt. Private Chats dort sind aber nie wirklich privat
Slack wird von immer mehr Firmen zur internen Kommunikation eingesetzt. Private Chats dort sind aber nie wirklich privat

Slack erfreut sich in immer mehr Firmen großer Beliebtheit als Tool zur internen Kommunikation. Mit Slack können Mitarbeiter untereinander in Gruppen und direkt chatten, es können Dateien ausgetauscht und Video-Telefonate geführt werden. Seit der jüngsten Änderung an den Nutzungs-Richtlinien sollten aber zumindest einige Slack -Nutzer vorsichtig sein, was sie in persönlichen Chats äußern. Unter Umständen können Chefs auch Direktnachrichten mitlesen, sogar ohne dass der Mitarbeiter es merkt.

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Slack bietet einen Basis-Dienst gratis an und darüberhinaus diverse Modelle mit mehr Speicherplatz und erweiterten Funktionalitäten gegen eine Gebühr. Wenn Firmen den so genannten „Plus Plan“ von Slack nutzen, gibt es dort seit kurzem die Möglichkeit für so genannte „Workspace Inhaber“, ein „Export Tool“ zu nutzen. Damit können alle Slack-Daten eines Workspace heruntergeladen und gelesen werden, auch private Nachrichten, und zwar ohne dass betroffene Slack-Nutzer darüber informiert werden.

Das „Export Tool“ steht auch für Nutzer von Gratis- und Standard-Abos zur Verfügung, hier muss vor dem Download privater Daten aber ein rechtskräftiges juristisches Verfahren vorliegen, die Zustimmung der betroffenen Mitarbeiter eingeholt werden oder es muss eine Forderung oder einen Anspruch unter geltendem Gesetz vorliegen. Slack-Nutzer können also nie sicher sein, dass ihre Unterhaltungen tatsächlich vertraulich bleiben. So lange Firmen aber keinen „Plus Plan“ von Slack nutzen, werden Nutzer in der Regel wenigstens darüber informiert, wenn ihre Daten eingesehen werden. Daten in öffentlichen Slack-Gruppen können von Workspace-Inhabern und Administratoren jederzeit heruntergeladen und eingesehen werden.

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Auch früher schon gab es die Möglichkeit bei Slack, im Rahmen eines so genannten „Compliance Exports“, auch private Daten runterzuladen, hierbei wurden die Nutzer allerdings noch in jedem Fall darüber informiert.

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