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Facebook entschuldigt sich auch in Deutschland mit Zeitungsanzeigen für den Datenskandal und patzt bei der Übersetzung

Facebook-CEO entschuldigt sich nun auch in deutschen Zeitungen für den Datenskandal
Facebook-CEO entschuldigt sich nun auch in deutschen Zeitungen für den Datenskandal

Nach englischsprachigen Zeitungen hat Facebook nun auch in deutschen Blättern ganzseitige Entschuldigungs-Anzeigen wegen des Datenskandals rund um Cambridge Analytica geschaltet. Erschienen sind die Anzeigen u.a. in SZ, FAZ und Bild. Der Text entspricht den englischen Versionen, allerdings musste die Übersetzung offenbar sehr schnell gehen.

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So ist die deutsche Entsprechung des englischen Einleitungssatzes mindestens holprig geraten. In den englischen Anzeigen heißt es zu Beginn: „We have a responsibility to protect your information. If we can’t, we don’t deserve it.“ In den deutschen Versionen wurde daraus: „Es ist unsere Verantwortung, Deine Informationen zu schützen. Wenn wir das nicht können, haben wir diese Verantwortung nicht verdient.“

Dass man im Deutschen eine Verantwortung nicht unbedingt „verdient“ ist den Übersetzern der Anzeige dabei offenbar entgangen. Zeit-Redakteur Marcus Rohwetter hat via Twitter ein paar Korrektur-Vorschläge gemacht:

Weiter heißt es im Text der Anzeige: „Du hast vermutlich gehört, dass die Quiz-App eines Wissenschaftlers im Jahr 2014 unerlaubt die Facebook-Daten von Millionen von Menschen weitergegeben hat.  Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir damals nicht mehr dagegen getan haben.“ Es wird darauf hingewiesen, das Facebook schon“seit längerer Zeit“ verhindere, dass Apps so viele Informationen erhalten wie damals.

Unterschrieben hat die Anzeige Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg. Bei dem Skandal geht es darum, dass über eine Fragebogen-App die Profildaten von Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Wissen oder Einwilligung weitergegeben wurde. Der Wissenschaftler, der die App veröffentlichte, hat die Daten dann unrechtmäßigerweise an Cambridge Analytica verkauft. Die Firma nutzte die Daten dann, um Persönlichkeitsprofile zu erstellen, mit deren Hilfe u.a. Werbe-Botschaften zur zurückliegenden US-Wahl bei Facebook platziert wurden.

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